Montag, 30. Juli 2012

It´s raining again

Es regnet.
Das ist  weder ungewöhnlich für die Jahreszeit in hiesigen Gefilden, noch würde es mich weiter stören, wenn ich nicht grad heim wollte. Gewöhnlich nutze ich -fleissige Leser wissen`s eh- Austria´s Next Topmopped für geringe Entfernungen, was eigentlich nur Vorteile hat, beispielsweise hab ich nach 20 Minuten Fahrt so viele Mücken intus, dass ich mir das Frühstück locker sparen kann.
Nun aber regnet es.
Das ist schlecht, muss ich doch gewissermassen gleich anschliessend weiter nach Wien. Die allmontäglichen Zugfahrten dorthin nutze ich immer für ein erholsames Nickerchen.
Jetzt muss ich aber erstmal mit dem Zug -es regnet, wir erinnern uns- nach Hause, was in der anderen Richtung liegt. Schlafe ich dort ein, könnte es passieren, dass ich in Berlin aufwache, da ich dort aber schon mal ein Jahr gewohnt habe, möchte ich das lieber nicht. Hauptstadtbewohner wissen, was ich meine.
In Wien habe ich auch schon gewohnt, allerdings ist es dort viel lustiger und letztendlich ist´s ja auch meine heutige Destination.
Wien ist viel schöner als Berlin und von allen Städten, wo ich schon gewohnt habe, würde es bei einem Ranking, einem sehr subjektiven, weil sehr persönlichem, zugegeben, mindestens auf dem 25. Platz landen, wahrscheinlich ganz knapp vor Innsbruck, gewiss jedoch hinter Salzburg.
Den Top-Platz nähme Barcelona ein, aber nur, weil´s da jetzt bestimmt nicht regnet. Dann folgte Hamburg.

Und damit schliesst sich der Kreis, denn am 1. August bekommen wir eine Praktikantin aus ebenjenem, von mir so heissgeliebten Hansestädtchen, der wir nur noch operativ das Sprachzenrum entfernen und Brustimplantate einsetzen müssen. Dann geht sie als waschechte Tirolerin durch.
Und bevor jetzt die Pferde mit mir selbiges tun, verabschiede ich mich artigst und wünsche einen gediegenen Montag.
Sollten es Bacchus und der mir namentlich leider unbekannte Gott des Bieres gut mit mir meinen, stehe ich Dienstag und/oder Mittwoch wieder zur Verfügung.
Benehmt euch solange.

Sonntag, 29. Juli 2012

Spiel, Spass und Schokolade

Vor ein paar Jahren, als ich David Guetta das erste Mal sah, da dachte ich: Hey, Otto Waalkes macht jetzt auch Techno? Es war im Amnesia, Ibiza, nachts um 4 und ich völlig durch den balearischen Wind.
Kam grad nur drauf, weil ich mit  ´ner Bekannten über gute Musik geredet habe. Oder überhaupt Musik, jedenfalls kam David nicht vor.
Wer ja so richtig auf den Froschfresser steht, ist Andrea und die wird, zumindest hat sie mir das grad schriftlich angedroht, sich zu meinem Wiegenfeste hier einfinden. Da sich das ja aber gar nicht lohnen würde, käme sie gleich mal für gute 2 Wochen und ich solle mir doch schon mal ein Programm ausdenken, mit dem sie zwar ordentlich bespasst, gleichzeitig wiederum auch nicht überfordert wäre.
Manchmal frage ich mich ernsthaft, ob die Leute in mir sowas wie ein wandelndes Ü-Ei sehen.
Nun gut, jedenfalls werde ich 14 Tage betreutes Wohnen üben können, ist ja auch was.
Hoffe nur, das schadet meiner Kreativität nicht.
Grad erst ist mir eine Mörderidee gekommen, die ich jedoch den Bedürftigen unter euch spenden möchte:

FACEPUCK
Das wird der Knaller, schwör ich euch - ein soziales Netzwerk speziell für Eishockeyspieler mit einem Premiumbereich für Verteidiger, denen so ´ne Hartgummischeibe schonmal die Knabberleiste demoliert hat.
Potentielle Members aus Russland, Schweden, Finnland, Kanada und Kaufbeuren warten zu Millionen drauf.
Zur Einführung werden Werbespots im TV mit Monty Python gesendet.

Greift ruhig zu, solche Klopper hau ich jede Stunde raus.

Samstag, 28. Juli 2012

Fly like an Igel

Immer wieder wird mir ja unterstellt, ich sei ein böser Mensch, sarkastisch, gar hinterhältig, arrogant und was der gemeine Pöbel sich noch für  terrible Beschreibungen ausdenkt.
Das dem nicht so ist, soll hier und jetzt bewiesen werden, ich hatte nämlich gestern ein sehr, sehr nettes Gespräch mit einem Gast, der auf meine Frage nach dem werten Befinden dermassen überschwänglich von seiner ersten Erfahrung beim alleinigen und quasi völlig eigenständigen Paragliden schwärmte, dass ich ihm aufmunternd auf die schmale Schulter klopfte, anstatt ihm mitzuteilen, wie öde und langweilig ich das fände.
Drachenfliegen, wie´s ja bis zu den massiven Beschwerden der Schwiegermütter-Verbände hiess, löst bei mir in etwa den gleichen Adrenalinschub  wie Briefschach aus und besitzt die Dynamik von Blaubeersammeln im Staatsforst.
Aber sagte ich ihm das etwa?
Nein.
Vielmehr brachte ich unsere Konversation schnell in eine andere Richtung, indem ich dreist vorgab, an der olympischen Erföffnungsfeier interessiert zu sein.
Wir können  von Glück reden, es überhaupt bis zu selbiger geschafft zu haben, denn es war ja gross im Internet angekündigt, dass just am 27.7. der 3. Weltkrieg ausbräche, wobei, jetzt, wo ich´s schreibe, komme ich schon ein wenig ins Grübeln, was für´n Dreck ich immer lese.
Man möge mir gnädigst verzeihen, sollte ich das nicht mehr so ganz exakt zusammenbekommen, aber es bezog sich irgendwie auf das Datum, die darin enthaltenen Zahlen und/oder die postmenstruale Verfassung des Autors.
27 = 3x9, das Ganze umdrehn = 666 und die 7 wäre in irgendeinem mir nicht näher bekannten Kalender eigentlich die 12 -vielleicht auch 13, keine Ahnung-, die mystische Zahl schlechthin.
Oder so.
Jedenfalls lupenrein .
Nix dran zu rütteln.
Jetzt ist es aber so, dass bei mir hier quasi nix angekommen ist. Wie sieht´s bei euch aus? Irgendwelche Atombomben im Vorgarten? Granaten unterm Fernsehturm? Lustig kostümierte Männer, die marodierend durch die Strassen ziehen?**
Nicht, dass da voll die Action ist und mir sagt wieder keiner was.

**Es ist nicht der CSD in Gütersloh gemeint


Freitag, 27. Juli 2012

Welcome to my world



Meine Welt, das ist nicht die wie oben in dem kleinen, netten Filmchen skizzierte. Nein.
Allerdings hat meine gestern eine nicht unerhebliche Schramme abbekommen, denn ich bin im Begriff, den Fuhrpark um ein weiteres KFZ zu erweitern und wie ich so mit den versammelten Damen den Katalog eines nicht unbedeutenden Autoherstellers asiatischen Ursprungs wälze, fällt mir gleich ein wunderschönes Vehikel auf. Also im Katalog.

Mein Blick konzentriert sich  spontan auf ein Elektromodell, sparsam, umweltschonend und formschön. Nun sollte man ja meinen, junge, vorwiegend alleinstehende Frauen würden batteriebetriebene Geräte sofort in ihr Herz schliessen. Umso grösser war meine Verwunderung und auch Enttäuschung, dass Hubraum und Kolbengrösse wohl doch nicht so egal sind, wie immer wieder behauptet wird und ich solle doch bitteshön was Ordentliches anschaffen.
Haste Töne?

Achso, zu dem Auto gehört übrigens auch noch ein Hotel, womit nur angedeutet sei, dass wir a) expandieren und b) mein eh schon unermesslicher und fast schön als legendär zu bezeichnender Reichtum eine weitere Aufstockung erfahren wird.
Bill Gates kann sich schonmal warm anziehen

Jefe war  anfänglich nicht so begeistert von der Idee, wohl weil er den ganzen Rotz ja immer finanzieren muss, aber diese kleingeistige Haltung werde ich ihm auch noch irgendwann austreiben.
Was sind schon ein paar Milliönchen im Vergleich zu meinem Seelenheil?
Nix, genau!

Donnerstag, 26. Juli 2012

Sie sind da

Mir ist seit gestern etwas schwummrig - zum Einen lauf ich mit dermassen stolzgeschwellter Brust durch die montanöse Einöde, weil ich, ja, ausgerechnet ich, aus den über 6 Milliarden (oder sind´s schon 7, Frau von der Leyen?) Erdenbürgern ausgewählt wurde, um die Botschaft zu verbreiten.
Zum Anderen frage ich mich, wie um alles in der Welt die ausgerechnet auf mich gekommen sind.

Der Reihe nach:
"Hallo Bloggerinn :)".  So geht´s los.
Sie wissen es, sie beobachten mich. Was zunächst wie ein billiger Rechtschreibfehler aussieht, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als gewiefter Hinweis auf meinen derzeitigen Aufenthaltsort. Wir dröseln mal auf:
Blogger...Inn.
Jawoll, a) bin ich bei Blogger und b) am Inn. Welch geschickte Botschaft. Respekt.
Weiter:
Es wird nach jemandem gesucht, der über "ihr Geschenk-Rätsel" berichtet.
Das war der Punkt, wo ich etwas stutzig wurde. Bis dahin sah alles noch wie ´ne popelige Werbe-Spam-Nützlicher Idiot gesucht-Mail aus, aber da wurde mir doch glatt ein 5€-Gutschein für meine Weiterverbreitungsdienste angeboten. Wow, echt jetzt, ich mein, 5€ (in Worten fünf).
Da dachte ich schon so was wie: Von dieser Welt können die nicht sein.
Und siehe da, nur ein paar schwülstige Zeilen weiter unten gaben sie sich zu erkennen: eine angebliche Firma aus Bielefeld.
Na, klingelt´s? BIELEFELD , Mensch.
Sie sind es, kein Zweifel. Mithilfe eines Rätsels wollen sie ihr Geschenk an die Menschheit weitergeben.

Zwar bin ich, wie gesagt, schwerst gerührt ob der Ehre und ich würd ja auch wahnsinnig gerne bei der Erdenrettung helfen, aber für 5€, neeee, weiss nich.
Bei 5 Millionen könnten wir ins Geschäft kommen, ich werf dann auch eure Flugscheiben höchstpersönlich unters Volk, das  zu errettende.
Kein Ding.

Mittwoch, 25. Juli 2012

50 Shades of ViaE

Den heutigen Post möchte ich der Forschung widmen, und zwar nach der Antwort auf diverse Fragen, die mir nicht erst seit gestern durch den Kopf geistern.

Zunächst mal hätte ich ganz gerne gewusst, wie es kommen kann, dass der von der kommentierenden Zunft sträflich vernachlässigte Artikel "O sole mio" hier abgeht wie´n Zäpfchen, obwohl kaum bis gar nicht danach gegooglet wird und andererseits ständig nach "Murmeltiersalbe" gefragt wird, das entsprechende Produkt aber in unseren Wellnessbereichen die Regale verstopft.

Und wie ist -wir entfernen uns etwas von der Blog-,  noch weiter hin zur realen Welt, das nur, damit ihr da nix durcheinanderbringt- es möglich, dass "Starbucks" so einen Erfolg hat, wo doch Kaffee angeblich die Denkfähigkeit steigert?

Wer eine befriedigende Antwort auf die folgende Frage parat hat, der möge damit bitte auch nicht hinterm Berg (an dessen Fusse ich ja bekanntlich hause) halten :
Was um alles in der Welt macht den Erfolg von "Shades of  Grey" aus, einem Buch, bei dessen auszugsweiser Lektüre mir sich der Verdacht aufdrängt, dass sowohl für das Schreiben wie das Lesen selbigens der gleiche IQ wie fürs Komasaufen erforderlich ist?
Oder hab ich nur die falschen 3 der über 600 Seiten erwischt?
Sind die anderen genial?
Bin ich eventuell mit Anti-Hype imprägniert?
Sind Frauen wirklich so und wenn ja, wieso verkauft dann der Reitsportartikel-Höker so wenige Gerten?
Hätte Grey´s Anatomie eine reelle Chance gegen meine?

Fragen über Fragen - die Antworten bitte wie immer auf ein unliniertes Blatt Papier, Format DIN A4, schreiben, es zu einem Flieger basteln und aus dem Schlafzimmerfenster segeln lassen.
Viel Spass!

Montag, 23. Juli 2012

Blowjob **

Ich denke grad ernsthaft über eine Typ-Veränderung nach, bin das Image des Rockstars satt und schwerst an guten und machbaren Änderungsvorschlägen interessiert.
Aber wen fragt man da?
Die Hühner, die an meine Bürotür "Bitte nicht füttern" gepinnt haben?
Wohl eher nicht.
Vielleicht lad ich mir nochmal den Fraggle von der Zeitung ein, der hier letztens vor mir stand, sehr adrettes Kerlchen, das.
Laut seiner zutiefst bunten Visitenkarte war der Media Content Manager und da ich nicht wusste, was das ist, geschweige denn sein sollte, schickte ich ihn zunächst nochmal raus mit der Empfehlung, doch bitte den Lieferanteneingang zu benutzen.
Weg war er, nie wieder gesehn...aber adrett war der, echt.
Übersieht man gnädig den 99€-Anzug, die Schuhe vom Discounter und seinen dummen Gesichtsausdruck...adrett, echt.

Ich frag mich ja oft, was Menschen mit so komischen Berufen den ganzen lieben langen Tag machen. Ob die dann über neue Berufsbezeichnungen nachdenken?

Letztendlich auch hupe, ich glaub, ich fahr jetzt erstmal nach Wien und schau mich da ein wenig um, was grad so en vogue ist.
Wahrscheinlich lass ich dann eh alles so, wie´s ist, inklusive meiner Berufsbezeichnung.

**Die Überschrift ist nur für um Leser zu kriegen.

Sonntag, 22. Juli 2012

I can be an asshole of the grandest kind ...

Sagte dereinst die Frau Morissette. Zwar nicht zu mir und schon gar nicht ins Gesicht, das edel geschnittene, dafür aber  verwendete sie´s als Liedzeile. Ob sie dabei an mich gedacht hat, lässt sich heute leider nicht mehr so genau eruiren. Eigentlich meinte sie ja auch sich selbst damit und wäre ich nicht ein so ungemein gut erzogener Mensch, würde ich jetzt und hier verraten, dass sie damit nicht ganz so falsch liegt.

Mitte der 90er verschlug´s sie nämlich in Deutschland´s hohen Norden und noch heute denk ich mit Freuden an die deliziöse Aufgabe, sie ausleuchten zu dürfen. Bühnentechnisch gesehn.

Ich schreibe wirr, es sei mir bitte verziehn. Es ist nur so, dass ich vorhin kurz im Casino war und dort einer Frau, ach was sag ich, einer Göttin angesichtig werden durfte, die eine schon fast unheimlich zu nennende Ähnlichkeit mit besagter Dame hatte.
Hier in der Ecke weiss man ja nie so -hinterher haben sie die hierher gelockt- so von wegen stylish area und so, daher wagte ich nur einen für meine Verhältnisse recht zaghaften, wenn nicht gar schüchternen Annäherungsversuch. In Englisch, klar, man is´ ja schliesslich von Welt:
"Hey, a drink?"
"Wos wuisten, Brunzkopf, schiarcher?"

Ähm, ja, soviel dazu.
Aus lauter Frust hab ich dann noch 200 Ocken gewonnen, was mich gleich beruhigt und zufrieden in dem Bewusstsein einschlafen lassen wird, dass die Welt zwar klein, im Zweifel jedoch nicht so winzig ist, dass man hier kanadischen Weltstars über den Weg läuft. Oder andersrum.
Ist ja auch egal.
Hätt ich was Ordentliches gelernt, würd mir sowas gar nicht erst passieren.

Samstag, 21. Juli 2012

Und das wäre Ihr Preis gewesen...


hintergrundbilder.wallpaperstock.net

Leider konnte bei unserem heutigen Wettbewerb
"Wir labern um die goldene Ananas" kein eindeutiger Sieger ermittelt werden, was generell sehr schade ist, jedoch war es der Jury unmöglich, sich bei dem vielfältigen Angebot
festzulegen.

Ganz vorne mit dabei (wie immer) UHUPARDO , der sich grad ein zweites Loch in seinen iberischen Hintern zu freuen scheint, weil´s Hunderttausenden Spaniern so dreckig geht, dass sie den ihrigen endlich mal hochkriegen und demonstrieren. Ich hatte mich ja schon an anderer Stelle darüber ausgelassen, was ich von derart nichtsnutzigen Posts und ihren Autoren halte, die vorgeben, an Veränderungen nicht nur interessiert zu sein, sondern sogar daran arbeiten, in Wirklichkeit aber nur ihre Subjektivitäten unter die Leute bringen und die damit auffordern, doch bitteschön etwas zu tun.
Ay. wie sie mich ankotzen, diese Weltverbesserer, die vom Elend der anderen leben und selbst nichts, aber auch rein gar nichts zur Abschaffung desselben beitragen.
Das sind genau jene Typen, die uns in die Scheisse reiten - sich selbst für moralisch überlegen halten, aber wenn du ihnen 10 Riesen im Monat bezahlst, tun bzw. schreiben sie dafür alles.
Äbäh, no teneis cojones!

Denkbar wäre es auch gewesen, den Preis an die unzähligen Hobby-Verfassungsrechtler zu geben, denen die fremde Vorhaut plötzlich näher zu sein scheint, als die eigenen Schwimmhäute, mit denen sie sich krampfhaft überm von Piraten verseuchten Meer zu halten versuchen.
Just, da ich einen fetten Link setzen wollte, sind die plötzlich alle verschwunden. Nanü?
Muss es eben ohne gehen - im Grunde geht´s um Pelle ab oder nicht und ob ein versehrter Dödel mit dem Grundgesetz vereinbar ist.
Gähn, kommt in jeder halbwegs vernünftigen Prioritätenliste an ungefähr 122.454. Stelle.

Ganz heisser Anwärter auf Titel und Trophäe wäre auch er oder sie oder es hier gewesen. Was für ein Titel:
"Seid Euer multidimensionales Selbst"...wow, klingt für mich ´n bisschen wie die spirituell verquaste Version von  "Mach dir nix draus, wennde fett bist", aber mir fehlen ja auch gerade Spirituosen, um in einen ähnlichen Geisteszustand zu entschwinden.

Was wäre noch so im Angebot gewesen?
Hmmm, hier, unser kleiner Vorzeigedemokrat beispielsweise.
Ich find ja die Vorgehensweise genial...erst kettet man sich an Bäume, alte Bahnhöfe, wasweissichwas, erwirkt eine Volksabstimmung, verliert die, macht aber dann weiter, als wär nix passiert.
Das hat Stil, das hat Klasse. Gut, hat leider nichts mit demokratischen Grundprinzipien zu tun, aber wen juckt´s.


Wir danken allen Beteiligten für die grösstenteils ungewollt vermittelte Heiterkeit, nehmen gerne noch Bewerbungen an und verbleiben ansonsten mit frotzeligen Grüssen.
Macht bitte weiter so.
Bitte.









Freitag, 20. Juli 2012

Liebe Kinder, bitte zuhause nicht nachmachen!


Das ist, wollt´s nur mal kurz erwähnen, keine angemessene Art, das Eintreffen der erwarteten Schweizer Rentnergruppe zu kommentieren. Wie ich ja auch allgemein bemerken muss, heute nicht besonders zufrieden mit den dargebrachten Leistungen der Rezeption zu sein.
Die schreiben viel. Müssense. Da wollen Speisekarten, Tagesprogramme, Ausflugsziele und wasweissichwasnoch erstellt werden.
Vorhin beging ich den fast schon unverzeihlich zu nennenden Fehler, da mal einen kurzen Blick drüber zu werfen und die Schockstarre fuhr mir in sämtliche Glieder.
Nach einer erholsamen Zigarettenpause gelang es mir, wieder Oberhand über meine Körperfunktionen zu erlangen und so bastelte ich diesen niedlichen Hinweiszettel:


Häute 17 Ur

Legasstänikaträffen

im Konpherentzrauhm


 










Donnerstag, 19. Juli 2012

ViaE goes boyscouts

Gestern bin ich meinem Ziel, ein noch besserer Mensch zu werden, ein nicht unerhebliches Stück nähergekommen. Ich habe nämlich einer älteren Dame erst auf-  und dann über die Strasse geholfen.
Sie hatte sich, darf man ihrer Schilderung Glauben schenken, ganz fürchterlich erschrocken, als sie Austria`s Next Topmopped auf sich zurasen sah. Als Pilot desselben muss ich an dieser Stelle heftigst widersprechen, pilotierte ich das Mördergerät doch mit bestenfalls 70 Sachen . Naja, ok, in der Fussgängerzone mag das zunächst mal viel klingen, aber so schlimm, wie´s die Zeternde darstellte, war´s denn doch nicht. Im übrigen würd ich ja nicht so auf die Kacke haun, wenn ich grad der Hälfte meines Blaseninhalts verlustig gegangen wäre.
Nun, jedenfalls wuppte ich sie in die Vertikale und schob sie aus dem Weg, auf dass nicht noch andere friedliche Verkehrsteilnehmer unter ihr zu leiden hätten.
Meinen Vorschlag, sie könne mich ja ruhig auf den Schreck zu einem Kaffee einladen, lehnte sie rundweg ab. Das haben wir gerne: verkehrsuntüchtig, grosse Klappe und auch noch pleite.
Manmanman, was soll bloss aus der werden, wenn sie erstmal die 40 erreicht?

Mittwoch, 18. Juli 2012

Ein Sommernachtstraum

Von meinem Büro aus kann ich auf eine Wiese schauen, eine schöne grüne, um nicht zu sagen bunte. Sie gehört zur parkähnlichen Innenanlage des etwas kleineren, dafür aber idyllischer gelegenen Hotel in Bergnähe. Manchmal sehe ich die weiblichen Mitarbeiterinnen, wie sie in ihrer Freizeit  darüber streifen und Gänseblümchen für mich pflücken, die sie mir zu niedlichen Sträussen gebunden überreichen.
Einige Blümchen sind gar blütenlos und ich weiss, sie haben vor meinem Büro gewartet, in froher Erwartung einer persönlichen Audienz. "Er liebt mich, er liebt mich nicht, er liebt mich..."

Wie gesagt, ein Traum.
Die überharte Realität sieht so aus:
Montags fahre ich ja bekanntlich nach Wien, stutze den dortigen Manager auf Normalmass, nehme Huldigungen und Beschwerden der dortigen Angestellten entgegen und bearbeite sie nach bester thüringischer Verfassungsschutzmanier.
Das gibt der hiesigen Hausdame die Gelegenheit, ein Zimmermädchen in meine Privat-Wohnung zu schicken, die dort aufräumt, sauber macht und desweiteren den Kühlschrank aufzufüllen hat.
Das klingt dekadenter, als es ist. Ich bin einfach zu faul dafür.
Gestern nun stehe ich an der Rezeption, tratsche ein wenig übers laue Wiener Nachtleben, das mir nichtsdestotrotz zwei kolossale Augenringe produziert hat, da kommt Juliana, die Auserkorene, tippt mir auf die Schulter, schaut mir tief in die Augen und hebt an: "Du hast keine Eier mehr!"

Und nun frage ich euch: Ja, wie denn auch, bei solchen Mitarbeiterinnen?

Montag, 16. Juli 2012

El condor pasa

Mir wurde grad von Twitter vorgeschlagen, doch der Lufthansa zu folgen. Bestimmt nur, weil mir die ganzen Flugbegleiterinnen immer auf Facebook Anfragen @hugs schicken.
Die Welt ist toll.
Internet ist toll.
Die Lufthansa ist toll.
Ich geh mich jetzt erschiessen.
Nacht.

Sonntag, 15. Juli 2012

O sole mio

Zur altersbedingten geistigen Verwirrung gesellt sich , seit ich hier lebe, immer öfter die spontane, meistens hervorgerufen  durch das unbeabsichtigte Aufeinandertreffen mit Amtspersonen, deren Lieblingsbeschäftigung darin zu bestehen scheint, mich in den Wahnsinn treiben zu wollen.

Man fühlt sich, sein wir doch mal ehrlich, immer recht unwohl in den unendlichen Weiten der Behördenflure, vermisst klare Hinweise bezüglich Zuständigkeiten, waschfeste Wandfarbe und ein wenig auch die persönliche Zuwendung, Liebe, eine Schulter zum Anlehnen oder einfach nur irgendjemanden, der annähernd einen Plan haben könnte.
Irgendwie lebt man ständig in der Furcht, im nächsten Augenblick wegen Störung der Totenruhe verhaftet zu werden, was die Unbehaglichkeit noch steigert.

Ehrfürchtig setzte ich mich also vor ein Büro, den Bollerwagen mit den erforderlichen Unterlagen sauber neben mir geparkt, und wartete ein halbes Stündchen, bis schliesslich jemand den Kopf zur Tür heraushielt und sich nach meinem Begehr erkundigte.
"Solarförderung!" rief ich mit fester Stimme.
"Zimmer 612, 4. Stock!" kam´s mit ebensolcher zurück.
Mein  "besten Dank" prallte an der bereits wieder geschlossenenen Tür ab, komprimierte sich zu einem veritablen Echo und begleitete mich ein Stück auf dem Weg zum Lift, der selbstverständlich ausser Betrieb war. Irgendwie konnte ich nicht gegen den aufkeimenden Gedanken ankämpfen, dass man allein mit meinem Anteil am Einkommenssteueraufkommen sämtliche Lifte in sämtlichen Amtsgebäuden sämtlicher Städte in sämtlichen Bundesländern Tag und Nacht in einwandfreiem Betrieb halten können müsste, aber so kleinlich wollt ich denn doch nicht sein, sondern lieber ein Treppenhaus suchen, auf dass sich mein unaufhaltsamer Aufstieg vollziehen möge.

Ich war ein wenig -die Akten, Sie verstehn- ausser Atem und kognitiver Kontrolle, als mir 3 Personen entgegenkamen, die sich anhand von Kleidung, Aussehen und Geruch eindeutig als Beamte oder zumindest Angestellte im öffentlichen Dienst zu erkennen gaben und mir obendrein eröffneten, jetzt sei Frühstückspause. Ich könne die Angelegenheit, von der sie ja nichtmal ahnen  konnten, welche das denn wohl sei, aber auch per Email klären. Oder morgen wiederkommen, was, da Freitag, obendrein der 13., war, mir recht unsinnig erschien.
Später am Vormittag ginge nicht, wie mir auf  Nachfrage mitgeteilt wurde, weil wegen Abteilungsmeeting und nachmittags  "hach, guter Mann, Freitag Nachmittag, tsss" schonmal gar nicht.

Ich glaube, um mal kurz zu resümieren, ich baue die Photovoltaikanlagen wieder ab, beziehe Atomstrom aus Frankreich oder der Ukraine und scher mich fortan ´nen Dreck um die Umwelt.
Und Behörden.

Samstag, 14. Juli 2012

Thor 2, der mit dem Zonk

Ich hoffe wirklich und ernsthaft und was man  in solchen Fällen noch alles sagt, dass niemand sich von der Überschrift überfordert fühlt. Also intellektuell jetzt, optisch schon mal gar nicht.

Wir reden von Gewitter, Gewitter in den Bergen, um genau zu sein und das ist ja unser hauptsächliches Anliegen hier.
Die ziemlich unverhohlene Angst und Hysterie der Menschen bei solch einem Ereignis kann  bei mir ja nur ein müdes Lächeln hervorrufen - hinter meinem Sofa jedenfalls hab ich mich kein bisschen gefürchtet.
Es hat etwas vom Drummer von NineInchNails und der Lightshow von James Last, sprich insgesamt gesehen recht gespenstisch und plötzlich kann ich nachvollziehen, warum Menschen religiös sind/werden/vorhaben, es in der nächsten Legislaturperiode zu werden.
Armageddon is´ nix dagegen.

Freitag, 13. Juli 2012

Treulose Tomaten

Es gibt, Zartbesaiteten möge dies als Vorwarnung gelten, schlechte Neuigkeiten:

Eva´s Katze ist weg. Entlaufen, entführt, vom bösen Wolf gefressen, man weiss es nicht.
Jedenfalls trat Eva, eine unserer Koryphäen an der Rezeption, mit der Bitte an mich heran, diesbezüglich einen Zettel ans schwarze Brett hängen zu dürfen und obwohl ich mir relativ sicher bin, dass die Katze des Lesens nicht mächtig ist, gab ich grosszügig mein Einverständnis und ausserdem den gut gemeinten Rat, vorerst nichts beim Chinesen zu bestellen.

Ferner gibt es zu vermelden, dass Haustechniker Toni gekündigt hat, weil er einen Klopapierverleih aufmachen möchte. Oder was anderes in der heimatlichen Steiermark gefunden hat; weiss nicht, hab nicht so genau zugehört.
Das trifft mich hart, war er es doch, der sich gar liebevoll um Austria´s Next Topmopped gekümmert hat, es liebevoll betankt und gesäubert hat, wenn ich mal wieder sämtliche Kuhfladen Tirols durchfahren hatte.
Dazu benutzte er immer seinen eigenen Kärcher, wie auch zur allabendlichen Reinigung seiner 4 Kinder, wenn die vom Spielplatz heimkamen. Ich werde ihn vermissen, den Kärcher.

Wie kann man denn bitteschön in der Hauptsaison einfach so abhaun?
Dieser Vorwurf richtet sich sowohl an Toni, als auch an die Katze.
Eva und ich werden wohl eine Selbsthilfegruppe gründen, der Freitag Abend ginge noch, nachdem sich die AA jetzt immer dienstags treffen.
Fehlt nur noch eine professionelle Gruppenleitung, aber da habe ich schon jemanden im Auge, einen Diplom-Psychologen, den ich bei einer gemeinsamen Taxifahrt kennenlernte. Er war der Fahrer, ich der Gast und wie wir so ins Gespräch kamen, liess er verlauten, bei Stress immer in den Wald zu gehen und Bäume zu umarmen, was mir persönlich ja sehr zusagt.
Ja, warum soll ich den Baum nicht ein bisschen knuddeln, bevor ich ihn ausreisse?

Den werd ich engagieren, wenn auch nicht als Lebensberater, so doch als Haustechniker. Oder Gärtner.
Und der Gärtner wird dann Haustechniker. Oder Lebensberater.

Warum muss mein Leben eigentlich so kompliziert sein?

Donnerstag, 12. Juli 2012

Die Rache der Landeier

Gelegentlich betreibe ich auch und ausschliesslich  Konversation, weil das nämlich gut ist für die Relations. Relations muss man sehr breit und mit einem leichten Wiener Schmäh im Timbre aussprechen, dann ist man in.
Nachdem der versammelten Tiroler Hoteliers-Prominenz vor kurzem von einem dem Blogbetreiber nicht unähnlichen Wesen die Leviten gelesen wurden, beschloss diese, jenen von weiteren Riehlähschens mittelfristig fernzuhalten und so erging keine Einladung zum bedeutendsten Golfturnier der gesamten Region, ach, was sag ich, des gesamten Erdballs.

Da stand ich nun, einsam und isoliert, der Verzweiflung nahe und nicht gewillt, mir dieses sportliche und gesellschaftliche Highlight entgehen zu lassen, zumal´s da immer ordentlich was auf die Gabel und in die Kehle gibt, für lau selbstverfreilicht.

Wie gut, dass ich Mitglied im Verein zur schulischen Bildung der Kinder von Luwamba Bolatambo bin, dessen Vorsitzende Ehefrau des Präsidenten unseres hiesigen Golf-Clubs und ausserdem strohdoof ist, was mir den Einlass zum begehrten Event ermöglichte.
Nimmt man der Frau irgendwann mal ihre Prada-Klamotten, das Mercedes-Cabrio, die Gucci-Handtasche und Schuhe weg, landet sie bei Elitepartner bestenfalls noch auf dem virtuellen Grabbeltisch, versehen mit einem Link zu homöopathischen Anti-Aging-Cremes.
Da muss man allerdings in solch prekärer Situation drüber hinwegsehen, den feinsten Zwirn bürsten, anlegen und gute Mine zum bösen Lochspiel auslegen.
Habt ihr eigentlich -ich wollte ja gerne für eine kleine Überraschung sorgen- gewusst, dass man Maulwürfe nicht käuflich erwerben kann? Schade eigentlich.

So blieb mir keine andere Möglichkeit, als die Bagaluten an ihrer empfindlichsten Stelle zu schädigen, der Kohle, dem Mammon, dem Zaster, hier in Form diverslicher au d´ouvres, die ich mir genüsslich einverleibte und mit teuerstem Champagner hinunterspülte, den ich zwar nicht mag, aber was soll´s, man muss auch mal Opfer bringen. Vernünftigen Sprit gibt´s ja bei derartigen Anlässen nicht.

Frisch gestärkt verwickelte ich einen Golflehrer in ein scheinbar unverfängliches Gespräch, in dessen Verlauf ich ihm klarmachte, wie gut er´s doch im Vergleich zum gemeinen, herkömmlichen Lehrer hätte, müsste er doch seine Schüler nicht nach Jahren zum Sozialamt begleiten, um ihnen beim Ausfüllen der Anträge behilflich zu sein.
Das wollte auch ihm einleuchten.
Netter Kerl. Hat wahrscheinlich was mit der Prada-Mercedes-Gucci-Elitepartner-Tante.
Jedenfalls stellte ich das mal laut in den unüberdachten Raum, was einigen Aufruhr verursachte und letztendlich meinen Verweis vom Course zur Folge hatte.

Was soll´s, in drei Wochen is´ Tennis, mal schaun, was da so geht.

Samstag, 7. Juli 2012

Jetzt gibt´s Mecker

Der lieblichen Tradition folgend, meinem bescheidenen Wesen und seinen Aussagen mehr Geltung zu verschaffen, möchte ich heute ein wenig über den Menschen als solchen referieren und da ich grad aus selbiger komme, reden wir ein bisschen über die Wirtschaft.

Noch mehr solcher Brüllerwitze gibt´s, wenn ihr jetzt nicht wegklickt, brav meinen Gedankengängen folgt und ein wenig in euch geht, wo ihr eh viel besser aufgehoben seid, als da, wo ihr euch jetzt rumtreibt.
Anschliessend dürft ihr mich mit faulem Obst, Eiern oder Bügeleisen bewerfen, je nach persönlichem Gusto und Verfügbarkeit.

Solange ich lebe, hört man den Ruf nach einem Systemwechsel.
Früher war´s leicht, da konnte man die Rufer zumindest verbal gen Osten verbannen. "Hau doch ab zum Russen!" war ein gar geflügelt Wort, dem jedoch niemand nachkam, weil so dolle war´s da bei näherer Betrachtung ja nun doch wieder nicht und so verblieben die zumeist tiefrot gefärbten Revoluzzer im verhassten System, wo sie es sich gemütlich machten und den Staat, den ungeliebten, auf die eine oder andere Art ausnahmen.
Aussenminister zu sein, war plötzlich nicht mehr bäh, Europa-Abgeordneter und Verleger schonmal gar nicht. Als Sozialkundelehrer brachte man seine 5 Riesen nach Hause.
Das System war immer noch scheisse und an allem schuld, nur liess es sich jetzt viel besser ertragen.

Das war damals, wir hatten anfänglich eine soziale Marktwirtschaft, später nur noch Marktwirtschaft und jetzt nur noch Markt. Jahrmarkt, um genau zu sein.
Jeder mosert, jeder hat ´ne Meinung über Angelegenheiten, von denen er ungefähr soviel versteht wie ich vom Stricken.
Allein - Lösungen bietet keiner an, mal abgesehen von ein paar Abgespaceten, die glauben, so ein geistiger Dünnpfiff wie etwa das Bandbreitenmodell sei brauchbar. Motto: Hochmut kommt vor dem Durchfall.

Was aber ist denn eigentlich das "System", wer sind diese ominösen "Märkte", die uns angeblich oder tatsächlich in den Würgegriff genommen haben und wie die Zitronen auspressen?

Nun, es sind Menschen, Menschen wie du und ich, die bösen eher wie du, die guten eher wie ich, haha.
Ein System per se ist nicht gut oder schlecht, es bevorteilt immer eine Gruppe und benachteiligt logischerweise die andere. Gleicht man die Nachteile aus, ist alles im Lot und allen geht´s einigermassen gut.
Der Mensch zeichnet für diese Ausgestaltung verantwortlich  und da liegt der Hund begraben:
Etwa 5 % der Menschheit ist kriminell veranlagt, die restlichen 95 werden´s, wenn man ihnen die Gelegenheit dazu gibt oder sie so in dubiose Machenschaften einbindet, dass sie entweder gar nicht anders können oder einfach der Macht des Bösen erliegen.

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to be continued...weil issen weites Feld, ´n Acker quasi, von welchem ich mich jetzt erstmal mache.

Donnerstag, 5. Juli 2012

Spieglein, Spieglein...


Obiger Schnappschuss entstand rein zufällig aus unserem Auto heraus, als Luisa und ich relativ spontan unseren Abreisezeitpunkt aus Klagenfurt vorverlegen mussten, da meine Verhandlungen mit den dortigen Honoratioren geringfügig anders verliefen, als von mir geplant.
Der daraus resultierende Zeitgewinn gab mir hingegen die Gelegenheit, nochmals über die alles in allem recht unglücklich verlaufene EM nachzudenken.

Schlussendlich gelange ich zu dem Resultat, dass neben katasrophaler Aufstellung auch die mangelnde Autorität Jogi Löws nicht unwesentlich dazu beigetragen haben könnte.
Folgen die Spieler deinen Befehlen als Trainer nicht, bist du verloren.
In meiner Zeit als Übungsleiter konnte ich sehr gut feststellen, wie wichtig es ist, dass deine Anweisungen beherzigt werden.
"Männer", so sprach ich, "Männer, 48 Stunden vor dem Spiel keinen Sex, verstanden?"
Sie nickten einhellig und siehe da: schon im darauffolgenden Jahr wurden wir F-Jugendmeister.
Tja, gewusst wie.

Das dürfte, so es allein nach mir ginge, was es aber wie immer nicht tut, auch als Motto über dem nun folgenden Absatz stehen, in dem es, jedenfalls vordergründig, um den Versuch geht, mir eine dezent adipöse Mittdreissigerin vom Leib zu halten, die es sich in den Kopf gesetzt zu haben schien, mich von veganer Lebens- und Essenskultur zu überzeugen. Erfolglos, wie hoffentlich nicht extra betont werden muss.

Bin ich eigentlich - und diese Frage sollte doch mal ernsthaft diskutiert werden- der Einzige, dem auffällt, dass Menschen, die vorgeben, sich besonders gesund zu ernähren, immer picklige Haut haben und auch sonst eher scheisse, denn vital aussehen?
Und dann dieses Mitleidsgetue...hat der Löwe vielleicht ein schlechtes Gewissen, wenn er ´ne Gazelle reisst?
Mit eben dieser Frage hatte sich das Gespräch mit der Adipösen dann auch schnell erledigt, als nächsten Schachzug hätt ich noch ´nen Spiegel in petto gehabt...

Dienstag, 3. Juli 2012

Ein Vorhängeschloß am Wörthersee

Kärnten - Paradies im Süden Österreichs, da wo die Berge und Wahlergebnisse für Rechtsradikale hoch und der Schnee und die Westen der Geschmierten und Schmierenden weisser als im Rest der Republik sind.
Hachja.
Ein Bundesland zum Verlieben, mit der Landeshauptstadt Klagenfurt (deutsch: Mimimihintern), in der sich knapp 100.000 Einwohner tummeln. Zum Vergleich: Hamburg-Wansbek hat ungefähr viermal so viele.
In diesen Hotspot darf ich heute fahren, was mein Herz hoch und den Kopf gegen die Wand schlagen lässt.
Schwierige Verhandlungen stehen an, daher schleif ich Luisa hinter mir her, die sich grad ob des sonntäglichen Finalgewinns der Spanier in einem emotionalen Hoch befindet, was sich wohl sehr schnell ändern dürfte, sobald wir die relativ zivilisierten Gebiete Austria´s verlassen haben.

Es geht ja die Mär von dumpfgeilen Lederhosenträgern, die den letzten Rest an Kultur verloren haben, als man ihnen den Fernsehempfang ermöglichte.
Oder war das Niederbayern?
Who knows? Egal.

Jedenfalls werde ich Luisa bei unserem anschliessenden Besuch des Wörthersees wohl einen Keuschheitsgürtel umlegen müssen, ist sie doch trotz ihrer jetzt schon 26 Jahre noch relativ attraktiv, also für das ungeübte Auge jedenfalls. Gar nicht auszudenken, was da so alles passieren könnte.
Man stelle sich, obwohl mir das einigen Ekel verursacht, nur mal vor, was dabei rauskommen könnte: ein lederbehoster kleiner Torero, dessen erste Worte: "Hasta la vista, baby" sind.
Wuääääh.

Surfen soll man auf dem Teich ja auch können, schaunwerma.

So, bevor ich mich vielleicht nur noch per Rauchzeichen mitteilen kann, sei meinem Vater nochmals versichert, dass ich seinen 75. Geburtstag nicht vergessen habe, der jedoch recht ungünstig mit dem EM-Finale zusammenfiel, ich immer noch Ohr und auch ein ganz klein bisschen Ellbogen hatte, Amaretto ein ungeiles Zeug ist, Carbonara auch nicht viel besser und ich das nächste Mal, wenn er wieder 75 wird, sogar zu Besuch komme.
Schwör.

Sonntag, 1. Juli 2012

BASH THE TRASH

Nicht wenigen Menschen scheint es völlig egal zu sein, sich mehr oder weniger öffentlich zum Vollhorst zu machen, wie uns das aktuelle Listing der Top-Blogs bei wordpress eindrucksvoll vor Augen führt.
Ich schau da ja nur zu, nein, aber auch zu zu gerne rein.
Das heutige Angebot besteht in erster Linie, neben dem üblichen UFO-Elvis lebt-Bilderberger/Illuminaten-Geschwafel, aus Pamphleten gegen den ESM. Und das, obwohl Lena da gar nicht singt.

Ob soviel Fachwissen, Kaffeesatzleserei und wilden Szenarien an die deutsche Mauer malenden Kommentatoren, kann ich gar nicht anders als den Hut zu ziehen.
Gut, dass ich in einer Diktatur leben soll, habe ich persönlich jetzt noch nicht so mitgekriegt, aber wenn ihr das sagt...
Vielleicht -und das scheint mir die sehr viel wahrscheinlichere Variante- wisst ihr einfach nur nicht, wie man die einem zur Verfügung stehenden Mittel der Demokratie artgerecht anwendet?
Vielleicht wollt ihr das ja auch gar nicht?
Vielleicht ist es -simpel gesagt- sehr viel bequemer, statt des eigenen Arsches nur den Finger hochzukriegen, um ihn sodann wie ´ne Stukka auf die Tastatur niedersausen zu lassen, um sich am Feedback der Geschundenen zu erfreuen oder Empfehlungen auszusprechen, wo der dem Geschriebenen kritisch Gegenüberstehende sich seine Meinung hinstecken kann?

Und dann ist da ja auch noch ESM ohne S. Singt Lena auch nicht mit. Auf selbem Niveau wie gerade vollführtem Wort/Buchstabenspiel teilen uns begnadete Analysten  mit, dass Deutschland gar nicht erst ins Halbfinale hätte kommen dürfen und unser Fussball eh der schlechteste überhaupt sei.
Wortreich werden Spieler klassifiziert und benotet, wobei der Klassifizierende und Benotende seine komplette Ahnungslosigkeit mehr als nur zur Schau stellt. Klassisches Eigentor. Von der Mittellinie.
Voll toll auch das aber sowas von absolutem  Negieren des Zusammenhangs von Sport und Politik aka aktueller politischer Erscheinungen, den ausser einer völlig verblödeten Minderheit, die noch ganz andere Dinge durcheinander bringt, sowieso nur sie selbst herstellen.

Wie schön entspannend sind da doch Blogs, die sich lediglich einigermassen verzweifelt um Gender-Themen bemühen, einer Problematik, die wir schon seit mindestens 20 Jahren nicht mehr hätten, gäbe es nicht immer und immmer wieder derartige Veröffentlichungen.
Aber die sind wenigstens lustig. Also ungewollt jetzt.
Lena singt da, glaube ich jedenfalls, auch nicht mit.

Ich sing mir jetzt ein Schlaflied, sag "Gute Nacht, Deutschland", schwing mich auf Austria´s next Topmopped und bin dann mal weg.
Gehabt euch wohl.