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Mittwoch, 25. Juli 2012

50 Shades of ViaE

Den heutigen Post möchte ich der Forschung widmen, und zwar nach der Antwort auf diverse Fragen, die mir nicht erst seit gestern durch den Kopf geistern.

Zunächst mal hätte ich ganz gerne gewusst, wie es kommen kann, dass der von der kommentierenden Zunft sträflich vernachlässigte Artikel "O sole mio" hier abgeht wie´n Zäpfchen, obwohl kaum bis gar nicht danach gegooglet wird und andererseits ständig nach "Murmeltiersalbe" gefragt wird, das entsprechende Produkt aber in unseren Wellnessbereichen die Regale verstopft.

Und wie ist -wir entfernen uns etwas von der Blog-,  noch weiter hin zur realen Welt, das nur, damit ihr da nix durcheinanderbringt- es möglich, dass "Starbucks" so einen Erfolg hat, wo doch Kaffee angeblich die Denkfähigkeit steigert?

Wer eine befriedigende Antwort auf die folgende Frage parat hat, der möge damit bitte auch nicht hinterm Berg (an dessen Fusse ich ja bekanntlich hause) halten :
Was um alles in der Welt macht den Erfolg von "Shades of  Grey" aus, einem Buch, bei dessen auszugsweiser Lektüre mir sich der Verdacht aufdrängt, dass sowohl für das Schreiben wie das Lesen selbigens der gleiche IQ wie fürs Komasaufen erforderlich ist?
Oder hab ich nur die falschen 3 der über 600 Seiten erwischt?
Sind die anderen genial?
Bin ich eventuell mit Anti-Hype imprägniert?
Sind Frauen wirklich so und wenn ja, wieso verkauft dann der Reitsportartikel-Höker so wenige Gerten?
Hätte Grey´s Anatomie eine reelle Chance gegen meine?

Fragen über Fragen - die Antworten bitte wie immer auf ein unliniertes Blatt Papier, Format DIN A4, schreiben, es zu einem Flieger basteln und aus dem Schlafzimmerfenster segeln lassen.
Viel Spass!

Dienstag, 8. Februar 2011

TOP 5

Gestern Abend bekam ich eine Mail von Jefe, in der er sich sinngemäss etwas darüber aufregte, dass ich die Kosten für eine neue Lesebrille als Spesen deklariert habe. Nun, alles wird  teurer, die Inflation galoppiert ja nur so davon - ein sehr bekannter amerikanischer Rapper soll schon öffentlich darüber nachgedacht haben, sich zukünftig in "55 Cents" umzubenennen- , da soll er sich mal nicht so haben. 400 gut angelegte Euro, die es mir ermöglichen, auch morgen zwar nicht kraftvoll zubeissen, aber mir doch literarische Meisterwerke erschliessen zu können - und ebensolche zu fabrizieren. Leider ist bei den von mir am liebsten gelesenen Büchern keins eines pakistanischen Autors dabei, so ging meine Argumentation leider geringfügig ins Leere, aber, so dacht ich mir, euch könnte ich meine Favoriten mal vorstellen, auf dass Ehrfurcht in eure Glieder und Geist in eure Köpfe einfahren mag.
Und das sind sie, die besten Bücher aller Zeiten:

5. "Demian" von Herrman Hesse.
    Dereinst namensgebend für einen Blogger, da erübrigt sich wohl jede weitere Ausführung..

4. "Das Glasperlenspiel" ebenfalls Hermann Hesse., ein Spätwerk und Hommage an die Literatur als solche   
    und Thomas Mann im Besonderen.

3. "Kapuzinergruft" von Joseph Roth - der Untergang der K.u.K - Monarchie, stilistisch und inhaltlich 
    akribisch und blütenrein aufgearbeitet.

2.  "Früchte des Zorns", John Steinbeck, neben dem auf Platz 1 gelisteten das atmosphärisch dichteste
     Werk eines Autors seiner Zeit.

1.  "Stirb handzahm" - ohne Kommentar.^^

Ebenfalls sehr gerne lese ich die Werke von Thomas Mann und Siegfried Lenz, jedoch hat keines ihrer Bücher einen derartigen Eindruck auf mich hinterlassen  wie die gelisteten. Stilistisch sind sie beide Meister ihres Fachs, allerdings fehlt ihren Büchern irgend etwas, was ich nicht näher bezeichnen kann, vielleicht, weil sie sich zu sehr auf Wort- und Satzkonstrukte, denn auf eine fliessende Handlung konzentrieren. (Siegrfried Lenz´ "Exerzierplatz" sei hier beispielhaft genannt, genial geschrieben, ebenso wie "Die Buddenbrocks" von Mann, aber irgendwie will´s nicht so recht vorangehen, wie auch beim Herrn Dostojewski - und daran versandet die Geschichte als solche.

Und was liest mein Durchschnittsleser so? Naaa?

Montag, 7. Februar 2011

Stirb handzahm - ein Vorwort

Oft hat man eine Geschichte im Kopf und schreibt sie doch nicht auf, aus welchem Grund auch immer.
So ging es mir mit diesem Buch; immer und immer wieder wollte ich anhand einer fiktiven Person, eines fiktiven Lebens die Zeit Revue passieren lassen mit all ihren Unbillen, Aufregern und historischen Abläufen.
Dann hatte ich endlich mal die Zeit dafür.
Was lag also näher, als einen Anti-Helden zu erfinden und ihm eine Lebensgeschichte zu verpassen, eine, die so ungewöhnlich ist, dass eine Identifikation mit dem Ich-Erzähler fast unmöglich scheint und der Leser nie aus der Rolle des Betrachters herauskommt - er soll nicht  eins werden mit der Hauptperson, es liesse ihn die Distanz verlieren, die gebraucht wird, um  die Abläufe neben dem Ablauf nicht aus dem Blickfeld zu verbannen.
Hans ist 18, als er zum ersten Mal ein Spielcasino betritt - fortan wird sich der Reiz des Glücksspiels immer mehr in sein Leben einnisten, er wird Unsummen verspielen, gelegentlich auch welche gewinnen.
Vor den Ereignissen der letzten 30 Jahre sehen wir ihn in Luxushotels und Obdachlosenheimen wohnen, im Knast und in der Klappse landen, er trägt "Boss" und Drillich, gewinnt Geld und Freunde, verliert beides wieder und kommentiert die Welt und ihre Kapriolen aus seiner augenblicklichen Sicht.
Er ist sarkastisch und zynisch - so wie das Leben, das ihm nichts bieten kann, ausser Orte, wo kleine weisse Kugeln in einem Kessel rotieren. Er lebt in dieser, seiner eigenen Welt und muss sich gerade deshalb mit der Welt um ihn herum auseinandersetzen.
Lesen auch Sie den Roman des 21. Jahrhunderts, demnächst hier (oder bei OBI).^^
Natürlich nur auszugsweise, will ja noch den grossen Reibach machen, gelle.

Donnerstag, 20. Januar 2011

VA PENSIERO

Die Gedanken, sie mögen doch bitte der freundlichen, oben angeführten Aufforderung folgen und Platz machen, damit ich mich endlich an die Überarbeitung des Manuskripts bzw. einzelner Teile daraus machen kann, wozu mir momentan die Zeit, die dumme Schlampe, einfach fehlt. Da will jeder Satz gut überdacht,geformt und geschliffen sein, auf dass ihr euch dran schneidet. Man stelle sich den schreibenden ViaE, will man ihm gerecht werden (und wer kann schon behaupten, er wolle das nicht?), bitte so vor: Bewaffnet mit Feuerzeug, Tabak und einem guten Schluck bewusstseinsverändernder Flüssigkeit, hackt er Worte (mitunter sehr grosse, gewichtige - das merkt bloss keiner) und  auch Wörter in die Tastatur. 30 Seiten täglich sind da nix! Leider ist das so Produzierte nur selten druck-, ja nichtmal spruchreif und so ist die lästige Feinarbeit gefragt, die, jeder, der schon mal in die typografische Taste gehaun hat, wird´s ihm nachempfinden können, ein mehrfaches an Zeit in Anspruch nimmt, als die Regulierung des Buchstabenflusses, der ungezähmt aus einem heraussprudelt.
Und wem die Ausrede nicht gefällt: Ich habe keine Zeit, dummerweise einen ziemlich umfangreichen Schreibauftrag ange-  und die Auswahl geeigneter Objekte zwecks Beherbung iberischer temporär Nestflüchtiger übernommen, was, das schwöre ich hiermit hochfeierlich, nur bedingt auf meinen Mist gewachsen ist. Tagsüber selektiere ich also wie wild und nachts wird Kreativität gegen klingende Münze eingetauscht - irgendwie scheint´s, als wär ich, zeitlich gesehn, wieder da, wo ich schon immer war: am Arsch.
Sorry für Wortwahl und Umstand.
Ich gelobe Besserung.

Montag, 27. Dezember 2010

Stirb handzahm

Die Welt ist ungerecht.
Und weil diese Erkenntnis weder neu, noch überraschend ist, nehm ich´s einfach so hin, dass meine Weihnachtswünsche wieder nicht erfüllt wurden. Frieden auf Erden hatte ich mir gewünscht. Und ´n  I-Pad. Nichts davon hab ich bekommen - vielleicht habe ich mich zu unflexibel bei der Reihenfolge gezeigt
Damit es euch nicht auch so geht, werde ich eure geheimsten Wünsche erfüllen und endlich einen Auszug aus meinem neuesten Roman, dessen Fertigstellung kurz bevorsteht, veröffentlichen. Boah, hat der denn nichts Besseres zu tun, höre ich da die ewigen Nörgler raunen. Doch, hat er, aber das macht er nebenbei.

Zuerst wollte ich die Geschichte von Sonja G. erzählen, einer Südschleswigerin, die bei einsneunzig Körpergrösse Körbchengrösse 75A hat und Amok läuft, als ihr Antrag auf Zuweisung eines Behindertenparkplatzes abgelehnt wird.
Das erschien mir jedoch zu real und so wurde die Lebensgeschichte eines spielsüchtigen Mittvierzigers konstruiert, dessen Vita nunja, sagen wir mal, etwas kurios verläuft.
Demnächst. Hier.
Arbeitstitel: siehe oben.
Derweil dankt man für die Weihnachtswünsche und retourniert jene auf diesem Wege.