Nein, mir ist nicht die Schreibweise des ollen Jedi-Meisters entfallen, sondern das ist spanisch, heisst soviel wie "so ein Bullshit, scheisse, Mist" und wird Chodär ausgesprochen, wobei der Grad der Betonung des "ä" oder das Rollen des "r" die Verärgerung indiziert.
Chodääääärrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr!
Ich persönlich fluche mitunter sehr gerne auf spanisch, vor allem, wenn ich Blogs bei WP lese, was ja mein heimliches und untherapierbares Laster ist, wie man sich eventuell erinnert.
Grad fand ich 3 davon unter den Top-Elaboraten, die es sich zum Ziel gesetzt hatten, den Betonpfeiler, der das Eindringen von Kinderwagen in ein Berliner Café verhindern soll, medial anzuprangern.
Das hat zwar Aufmerksamkeit gebracht, ist aber aus diversen Gründen mal so richtig schön in die Hose gegangen, wobei in den meisten Fällen die Kommentatoren zur immer stärker anwachsenden Zahl der Halb- oder auch Gar-Nix-Wisser zu zählen sind.
Ich skizziere ganz kurz die Ausgangslage für diejenigen, an denen der kaffeetassenförmige Kelch vorbeigegangen sein sollte:
Besagte Gaststätte, denn um nichts anderes handelt es sich hierbei, in Prenzelberg, Berlin, hat die Idee der Ruhe-Oase zum Konzept ihres Etablissements gemacht und möchte zur Einhaltung desselben möglichst wenige bis gar keine Kinder in seinem Schuppen haben. Daher hat der Betreiber einen Betonpoller im Eingang platziert.
Kann man gut finden, muss man aber nicht. Kann man ein Fass für aufmachen, muss man aber auch nicht, denn wie gelegntlich schon mal vorkommen soll, ist der Wirt total im Recht, denn er verbietet lediglich Kinderwagen. Das kann er. Wie er auch Fahrräder, Roller oder ähnliche Vehikel nicht hereinlassen muss.
Bis hierhin verständlich?
Das ist gut, denn er hat noch eins, nämlich das Hausrecht, auf seiner Seite, was es ihm erlaubt, jedweden Gast, der den Betriebsablauf stört, an die frische Luft zu setzen. Hier könnte man getrost "lärmendes Gör" einsetzen.
Da er Kindern nicht generell den Zutritt verbietet, was unter Umständen gegen das Gleichbehandlungsgebot verstössen könnte, ist er auf der absolut rechtlich sicheren Seite und ihr solltet euch euer Gequake von wegen öffentliche Einrichtungen, freier Zugang für Alle, Recht des Bürgers (was auch immer das sein soll) etc.pp. einfach mal sparen, denn es ist substanzlos, dumm und zeugt von omnipräsenter Ahnungslosigkeit.
Letztens las ich einen Post, wo gefragt wurde, ob man das blaue oder das rote Halstuch schöner fände.
Das ist eure Gewichtsklasse.
Also nehmt entweder zu oder haltet einfach mal die Klappe und labert nicht von Dingen, die ihr auch nicht annähernd versteht.
Wer eine Marketing-Strategie mit Kinderhass gleichsetzt, der blickts glaub ich nicht ganz.
Finde ich die Strategie gut?
Nein.
Aber darum gehts nicht.
War das jetzt wieder zu brummig?
Nein.
Das war angepisst, erzürnt, erbost.
Darüber hab ich jetzt sogar das angebohrte Taufbecken hintenan gestellt.
Könnter mal sehn.
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Freitag, 28. September 2012
Samstag, 19. Mai 2012
Eierless Wahn
Letztens habe ich ein wenig in die Glotze geguckt. "The Big Bang Theory", sehr lustig. Als aber nach ´ner dreiviertel Stunde immer noch kein Abspann kam und ich mal genauer hinschaute, merkte ich, dass das ein Bericht vom Parteitag der PIRATEN war...
Tscha, so kann´s gehen und damit ein herzliches "Grüss Gott" aus seinem irdischen Kräutergarten.
Da bin ich wieder.
Schön, gell?
Wer insgeheim oder auch offen die Hoffnung hegte, mich los zu sein, der muss jetzt ganz stark sein: Nach einer sehr erholsamen Pause vom digitalen Leben steige ich wieder ein und nerve weiterhin mit blumigen Posts zur Lage der Nation, dem BIP, BAP und sonstigen Drei-oder-mehr-oder-auch-weniger-buchstabengebilden.
Während sich Facebook anschickt, die neue Telekom-Aktie zu werden, treiben mich ganz andere Dinge um, als da primär die Frage wäre, ob und inwiefern es wohl Sinn machen würde, sich -also mich in diesem Fall- zum Kaiser von Österreich wählen zu lassen. Oder alternativ zum König von Spanien. Zwar schiesse ich keine Elefanten, dafür aber einen Bock nach dem anderen.
Wie kam ich drauf?
Achja, die letzten Wahlerfolge von Dr.Sheldon Cooper, Wolowitz und Co.
Runde 8% der sich zur Wahlurne Aufraffenden hievten Ahnungs-, Planungs- und Orientierungslosigkeit in die mit fast 10.000 € monatlich sattsam gepolsterten Sessel ihrer Landtage.
Obwohl..."liquid democracy" hat ja was; zwar verstand ich darunter bisher die freie Wahl zwischen Warsteiner und Jack Daniels, aber wenn´s nun zum plebiszitären Prinzip erhoben werden soll - meinen Segen habter.
Grundeinkommen für alle? Ja, wieso denn nicht? Ist ja eh nur die aufgewärmte Form der alten 80er Forderung nach Arbeitslosigkeit bei vollem Lohnausgleich.
U-, S- und Trambahn für lau? Coole Sache, endlich auf Augenhöhe mit dem gemeinen Schwarzfahrer.
Urheberrecht, wer braucht das schon? Steht doch sowieso alles im Internet wie bestellt und nicht abgeholt rum.
War da noch mehr? Hmm, vielleicht die herrlich herzliche Naivität, mit der dem Wahlvolk versprochen wird, sich nun -wahrscheinlich mit allem Nachdruck, wie´s immer so schön heisst- in die Sachthemen einzuarbeiten und kundig zu machen. Wenn´s denn jemals dazu kommen wird, freue ich mich schon auf die langen Gesichter der Wählenden ob der selben Phrasen wie bei den "Etablierten".
Dass mir dann bloss keiner ankommt, rumheult und die kaiserliche oder königliche Schärpe einnässt.
Hiermit erkläre ich das Projekt Demokratie für gescheitert und führe den Absolutismus wieder ein.
Audienzen werden ab sofort wieder regelmässig gewährt.
Anmeldungen unten.
Horrido.
Tscha, so kann´s gehen und damit ein herzliches "Grüss Gott" aus seinem irdischen Kräutergarten.
Da bin ich wieder.
Schön, gell?
Wer insgeheim oder auch offen die Hoffnung hegte, mich los zu sein, der muss jetzt ganz stark sein: Nach einer sehr erholsamen Pause vom digitalen Leben steige ich wieder ein und nerve weiterhin mit blumigen Posts zur Lage der Nation, dem BIP, BAP und sonstigen Drei-oder-mehr-oder-auch-weniger-buchstabengebilden.
Während sich Facebook anschickt, die neue Telekom-Aktie zu werden, treiben mich ganz andere Dinge um, als da primär die Frage wäre, ob und inwiefern es wohl Sinn machen würde, sich -also mich in diesem Fall- zum Kaiser von Österreich wählen zu lassen. Oder alternativ zum König von Spanien. Zwar schiesse ich keine Elefanten, dafür aber einen Bock nach dem anderen.
Wie kam ich drauf?
Achja, die letzten Wahlerfolge von Dr.Sheldon Cooper, Wolowitz und Co.
Runde 8% der sich zur Wahlurne Aufraffenden hievten Ahnungs-, Planungs- und Orientierungslosigkeit in die mit fast 10.000 € monatlich sattsam gepolsterten Sessel ihrer Landtage.
Obwohl..."liquid democracy" hat ja was; zwar verstand ich darunter bisher die freie Wahl zwischen Warsteiner und Jack Daniels, aber wenn´s nun zum plebiszitären Prinzip erhoben werden soll - meinen Segen habter.
Grundeinkommen für alle? Ja, wieso denn nicht? Ist ja eh nur die aufgewärmte Form der alten 80er Forderung nach Arbeitslosigkeit bei vollem Lohnausgleich.
U-, S- und Trambahn für lau? Coole Sache, endlich auf Augenhöhe mit dem gemeinen Schwarzfahrer.
Urheberrecht, wer braucht das schon? Steht doch sowieso alles im Internet wie bestellt und nicht abgeholt rum.
War da noch mehr? Hmm, vielleicht die herrlich herzliche Naivität, mit der dem Wahlvolk versprochen wird, sich nun -wahrscheinlich mit allem Nachdruck, wie´s immer so schön heisst- in die Sachthemen einzuarbeiten und kundig zu machen. Wenn´s denn jemals dazu kommen wird, freue ich mich schon auf die langen Gesichter der Wählenden ob der selben Phrasen wie bei den "Etablierten".
Dass mir dann bloss keiner ankommt, rumheult und die kaiserliche oder königliche Schärpe einnässt.
Hiermit erkläre ich das Projekt Demokratie für gescheitert und führe den Absolutismus wieder ein.
Audienzen werden ab sofort wieder regelmässig gewährt.
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Sonntag, 25. März 2012
Warum das Internet scheisse ist
(und ich doch nicht drauf verzichten mag)
Zunächst mal möchte ich für diejenigen unter euch, die mich erst seit kurzem stalken, anmerken, dass ich mich nicht überwiegend von erkalteter Pizza und Energy-Drinks ernähre, auf der Liste meiner sozialen Kontakte nicht der Zalando-Bote an oberster Stelle steht und man mein Sexualleben nicht anhand meiner Pay-Pal-Abrechnung nachvollziehen kann.
Allerdings klettere ich auch nicht, wie oft und gerne vermutet und gar behauptet wird, morgens aus einer Höhle, will sagen: Ich nutze viele der technischen Errungenschaften des letzten Jahrhunderts, zu denen ja das Internet zweifelsfrei gehört.
Geschäftlich zum Beispiel und da freu ich mich jedesmal wie Rumpelstilzchen auf Koks, wenn ich blitzschnell einen passenden Lieferanten finde, der mir ohne langes hin und her, was ja einen Verlust meines wertvollsten Gutes, der Zeit nämlich, bedeuten würde, schmucke Bildchen seiner Produkte, Preislisten, Lieferbedingungen samt anderer Konditionen und Ansprechpartner präsentiert.
Das ist toll.
Ausserdem blogge ich. Das macht Spass - ich kann, wenn meine Leute sich angewidert und genervt abwenden, meinen Frust oder Freude, Leid und mentale Höhenflüge, Kuriositäten und Gewöhnliches in meinen Blog tackern. Gelegentlich bekomme ich sogar Resonanz. Tolle Wurst, kann ich nur empfehlen, besonders für Geistesgestörte, die ansonsten mit der Machete durchs lokale Einkaufszentrum ziehen würden.
Es gäbe noch soo viel mehr, das jetzt hier an Positivem angebracht werden könnte, allerdings wären das Details und damit möchte ich eure sicherlich auch sehr kostbare Zeit nicht verschwenden, womit unverschnörkelt zu den Nachteilen des WWW übergeleitet werden kann:
Jeder, der eine Tastatur bedienen kann (einige nichtmal das, wie ich oft entsetzt feststellen muss) kann es mir gleichtun und seinen Schmonzes veröffentlichen. Menschen, die früher nur tagelang im selben Unterhemd, durch ein von Muttern besticktes Sofakissen sanft gebettet, aus dem Küchenfenster geglotzt und Parksünder, spielende Kinder und bellende Hunde bei den jeweils zuständigen Stellen denunziert haben, fühlen sich nunmehr berufen, die Welt an der Einsamkeit ihrer verbliebenen Hirnzelle teilhaben zu lassen.
Leute, deren Lebensinhalt es war, Tageszeitungsredaktionen mit Leserbriefen zu bombadieren und die veröffentlichten sorgsam auszuschneiden und im Familienalbum abzuheften, mutieren zum Kriegsberichterstatter und Fachjournalisten.
Wir, die anderen Nutzer, werden bis zum Hals zugeschissen mit wertlosen Informationshülsen und verquasten Meinungs- und Ideologiekonstrukten. Etwas Wertvolles da herauszupicken, wird immer schwieriger ob der Massen. Das kostet Zeit, Nerven und Lust.
Extremisten jeglicher Couleur nutzen das Internet als Bühne iher Selbstdarstellung und vernetzen sich, weitestgehend unkontrolliert, mit Gleichgesinnten.
Das ist, insbesondere für Kinder und Jugendliche, aber auch für wenig gefestigte Charaktere, von denen es ja den ein oder anderen durchaus geben soll, eine unzumutbare Beeinflussung.
Ob und inwiefern sich eine Demokratie diesen Irrsinn leisten un dulden kann, sollte bitteschön mal ganz ernsthaft diskutiert werden.
So, für alle, die jetzt noch nicht eingenickt sind, kommt nun mein Hauptkritikpunkt am weltweichen Web:
Kaum konnte eine auch nur halbwegs stabile Verbindung tehnisch ermöglicht werden, haben es sich die üblichen Gangster angegeignet. Wo man auch hinschaut: Abzocke, Abzocke, Abzocke. Dubiose Gewinnspiele und ebensolche Wettanbieter haben sich breitgemacht, Spammer, Phischer müllen dir deinen Email-Account zu und das sind nur die Auffälligsten. Kontrolle? Gesetzliche Regelungen, die auch wirklich greifen? Nada, niente, zero.
Damit einhergehend, vorangetrieben durch menschenähnliche Wesen, die zwar ein Laufwerk ein-, um- oder auch ausbauen können, was sicherlich eine unterschätzte Fähigkeit darstellt, also für mich jedenfalls, der schon einen Anfall kriegt, wenn irgendwas an der Scheisskiste nicht funzt....hmmm, jetzt hab ich mich in den Nebensätzen verrannt, Scheissendreck.
Jedenfalls, was ich sagen wollte, ist Folgendes:
Es herrscht eine Mentalität vor, wie ja auch schon im letzten Post angesprochen wurde, die mich einigermassen verzweifelt vor dem Rest an menschlichen Verstand zurücklässt.
Alles soll möglichst umsonst sein oder zumindest ganz wenig kosten.
Wie sehr sich die Menschen damit ins eigene Fleisch schneiden, sei kurz an einem oder auch mehreren Beispielen erläutert.
Texter war einmal ein sehr schöner Beruf, gut bezahlt und reputationstechnisch immer noch oberhalb des städtischen Abschleppwagenfahreres angesiedelt. Heutzutage gibt es, erst durch das Internet in jetziger Form möglich, Plattformen, wo man als Texter "arbeiten" kann. Verdienst pro Text: Je nach Schwierigkeitsgrad und Länge arg differierend, i.d.R. jedoch bei 1-2 Cent pro Wort.
Kann sich jeder selbst ausrechnen, wie lange man wohl für 1000 Worte Text benötigt und wieviel man damit dann verdient hat.
Auch sehr schön: Handwerkerbörsen, wo man dir ´nen Hangar für deinen Jumbo komplett renoviert, streicht und mit Duftkerzen verschönert, Preis:75€, zzgl. Mehrwertsteuer, aber dafür in Meisterqualität.
Jaaa, ist das etwa nix? Material bringense auch noch mit.
Haha, und da regt sich noch einer über kasachische Nutten auf, die´s für nen Fünfer ohne Gummi machen?
Nur, wie kurz schonmal erwähnt - Schuld habt ihr selber, alles wird immer billiger oder zumindest nicht teurer, da braucht man den Arbeitgebern ja auch nicht bei der nächsten Tarifrunde mehr Gehalt abringen.
Die bedanken sich übrigens aufs Höflichste und fördern den Ausbau des Webs, wo sie nur können.
Bei solchen Zulieferern kein Wunder.
So, und nu hab ich keine Lust mehr, obwohl sich schon bei geringster Hirnanstrengung Stoff für mehrere Bücher über dieses oder zumindest artverwandte Themen bei mir anstauen.
Ich geh jetzt erstmal für ein paar Tage offline.
Achja, Schalke hat gewonnen, hab ich bei Kicker Online gelesen.
Pader_pa_papar, ich liebe es.
Hatte ich schon gesagt, oder?
Zunächst mal möchte ich für diejenigen unter euch, die mich erst seit kurzem stalken, anmerken, dass ich mich nicht überwiegend von erkalteter Pizza und Energy-Drinks ernähre, auf der Liste meiner sozialen Kontakte nicht der Zalando-Bote an oberster Stelle steht und man mein Sexualleben nicht anhand meiner Pay-Pal-Abrechnung nachvollziehen kann.
Allerdings klettere ich auch nicht, wie oft und gerne vermutet und gar behauptet wird, morgens aus einer Höhle, will sagen: Ich nutze viele der technischen Errungenschaften des letzten Jahrhunderts, zu denen ja das Internet zweifelsfrei gehört.
Geschäftlich zum Beispiel und da freu ich mich jedesmal wie Rumpelstilzchen auf Koks, wenn ich blitzschnell einen passenden Lieferanten finde, der mir ohne langes hin und her, was ja einen Verlust meines wertvollsten Gutes, der Zeit nämlich, bedeuten würde, schmucke Bildchen seiner Produkte, Preislisten, Lieferbedingungen samt anderer Konditionen und Ansprechpartner präsentiert.
Das ist toll.
Ausserdem blogge ich. Das macht Spass - ich kann, wenn meine Leute sich angewidert und genervt abwenden, meinen Frust oder Freude, Leid und mentale Höhenflüge, Kuriositäten und Gewöhnliches in meinen Blog tackern. Gelegentlich bekomme ich sogar Resonanz. Tolle Wurst, kann ich nur empfehlen, besonders für Geistesgestörte, die ansonsten mit der Machete durchs lokale Einkaufszentrum ziehen würden.
Es gäbe noch soo viel mehr, das jetzt hier an Positivem angebracht werden könnte, allerdings wären das Details und damit möchte ich eure sicherlich auch sehr kostbare Zeit nicht verschwenden, womit unverschnörkelt zu den Nachteilen des WWW übergeleitet werden kann:
Jeder, der eine Tastatur bedienen kann (einige nichtmal das, wie ich oft entsetzt feststellen muss) kann es mir gleichtun und seinen Schmonzes veröffentlichen. Menschen, die früher nur tagelang im selben Unterhemd, durch ein von Muttern besticktes Sofakissen sanft gebettet, aus dem Küchenfenster geglotzt und Parksünder, spielende Kinder und bellende Hunde bei den jeweils zuständigen Stellen denunziert haben, fühlen sich nunmehr berufen, die Welt an der Einsamkeit ihrer verbliebenen Hirnzelle teilhaben zu lassen.
Leute, deren Lebensinhalt es war, Tageszeitungsredaktionen mit Leserbriefen zu bombadieren und die veröffentlichten sorgsam auszuschneiden und im Familienalbum abzuheften, mutieren zum Kriegsberichterstatter und Fachjournalisten.
Wir, die anderen Nutzer, werden bis zum Hals zugeschissen mit wertlosen Informationshülsen und verquasten Meinungs- und Ideologiekonstrukten. Etwas Wertvolles da herauszupicken, wird immer schwieriger ob der Massen. Das kostet Zeit, Nerven und Lust.
Extremisten jeglicher Couleur nutzen das Internet als Bühne iher Selbstdarstellung und vernetzen sich, weitestgehend unkontrolliert, mit Gleichgesinnten.
Das ist, insbesondere für Kinder und Jugendliche, aber auch für wenig gefestigte Charaktere, von denen es ja den ein oder anderen durchaus geben soll, eine unzumutbare Beeinflussung.
Ob und inwiefern sich eine Demokratie diesen Irrsinn leisten un dulden kann, sollte bitteschön mal ganz ernsthaft diskutiert werden.
So, für alle, die jetzt noch nicht eingenickt sind, kommt nun mein Hauptkritikpunkt am weltweichen Web:
Kaum konnte eine auch nur halbwegs stabile Verbindung tehnisch ermöglicht werden, haben es sich die üblichen Gangster angegeignet. Wo man auch hinschaut: Abzocke, Abzocke, Abzocke. Dubiose Gewinnspiele und ebensolche Wettanbieter haben sich breitgemacht, Spammer, Phischer müllen dir deinen Email-Account zu und das sind nur die Auffälligsten. Kontrolle? Gesetzliche Regelungen, die auch wirklich greifen? Nada, niente, zero.
Damit einhergehend, vorangetrieben durch menschenähnliche Wesen, die zwar ein Laufwerk ein-, um- oder auch ausbauen können, was sicherlich eine unterschätzte Fähigkeit darstellt, also für mich jedenfalls, der schon einen Anfall kriegt, wenn irgendwas an der Scheisskiste nicht funzt....hmmm, jetzt hab ich mich in den Nebensätzen verrannt, Scheissendreck.
Jedenfalls, was ich sagen wollte, ist Folgendes:
Es herrscht eine Mentalität vor, wie ja auch schon im letzten Post angesprochen wurde, die mich einigermassen verzweifelt vor dem Rest an menschlichen Verstand zurücklässt.
Alles soll möglichst umsonst sein oder zumindest ganz wenig kosten.
Wie sehr sich die Menschen damit ins eigene Fleisch schneiden, sei kurz an einem oder auch mehreren Beispielen erläutert.
Texter war einmal ein sehr schöner Beruf, gut bezahlt und reputationstechnisch immer noch oberhalb des städtischen Abschleppwagenfahreres angesiedelt. Heutzutage gibt es, erst durch das Internet in jetziger Form möglich, Plattformen, wo man als Texter "arbeiten" kann. Verdienst pro Text: Je nach Schwierigkeitsgrad und Länge arg differierend, i.d.R. jedoch bei 1-2 Cent pro Wort.
Kann sich jeder selbst ausrechnen, wie lange man wohl für 1000 Worte Text benötigt und wieviel man damit dann verdient hat.
Auch sehr schön: Handwerkerbörsen, wo man dir ´nen Hangar für deinen Jumbo komplett renoviert, streicht und mit Duftkerzen verschönert, Preis:75€, zzgl. Mehrwertsteuer, aber dafür in Meisterqualität.
Jaaa, ist das etwa nix? Material bringense auch noch mit.
Haha, und da regt sich noch einer über kasachische Nutten auf, die´s für nen Fünfer ohne Gummi machen?
Nur, wie kurz schonmal erwähnt - Schuld habt ihr selber, alles wird immer billiger oder zumindest nicht teurer, da braucht man den Arbeitgebern ja auch nicht bei der nächsten Tarifrunde mehr Gehalt abringen.
Die bedanken sich übrigens aufs Höflichste und fördern den Ausbau des Webs, wo sie nur können.
Bei solchen Zulieferern kein Wunder.
So, und nu hab ich keine Lust mehr, obwohl sich schon bei geringster Hirnanstrengung Stoff für mehrere Bücher über dieses oder zumindest artverwandte Themen bei mir anstauen.
Ich geh jetzt erstmal für ein paar Tage offline.
Achja, Schalke hat gewonnen, hab ich bei Kicker Online gelesen.
Pader_pa_papar, ich liebe es.
Hatte ich schon gesagt, oder?
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