Freitag, 16. September 2011

Holy Shit

Nun, da mir von erlauchter Seite  -Kritiker dürfen fortan ihre diesbezüglichen Kommentare direkt an den Dienstagshasser senden- Absolution in Sachen Intoleranz erteilt wurde, wende ich mich, obwohl ja eigentlich immer noch auf  angekündigte Beweise in Sachen False Flag / 9/11 wartend, der Kirche/den Kirchen/Religionen zu. Nicht die eine will ich über die andere erheben, nein, das findet man bei unserem Lieblingshoster zuhauf, sondern allen nur denkbaren Strömungen eins mit dem grossen Weihrauchschwenker verpassen.
Oft genug wird ja gefragt, woher denn Glaube/Religiosität/Irrglaube/FC Bayern-Fantum eigentlich käme.
Das soll meine Frage nicht sein, weiss ich doch, wie mir oft ein wenig kritelnd bescheinigt wird, auch hierauf, wie auf so vieles, was eigentlich niemanden interessiert, die Antwort:  Die Unwissenheit ist´s.
Spiritualität gleich welcher Coleur findet sich in jeder Kultur - egal, ob Götzen, Naturgötter oder eben ein einzelner Gott verehrt oder angebetet werden, letztendlich sind sie nur dazu da, unerklärbare Vorkommnisse oder Gegebenheiten in die Schuhe geschoben zu bekommen.
Schaue ich aus meinem Fenster, sehe ich einige ziemlich hohe Berge, was mir Gelegenheit gibt, diese meine kühne Behauptung ein wenig zu veranschaulichen. In jeder "Naturreligion", deren Anhänger sich aus Bergvölkern rekrutieren, wird ihm, dem Berg nämlich, mystische Bedeutung  und mindestens ein Gott mit dortigem Hauptwohnsitz zugemessen, was nicht weiter verwundert ob der Bedrohung, die von ihm ausgeht. Geröll- und Schneelawinen, Eiseskälte, plötzliche, schier unerklärliche Wetterumstürze, unbekannte, im Tal niemals zu sehende Raubtiere- all das und wahrscheinlich noch viel mehr führten zur Entstehung von bösen Dämonen, guten Geistern und dem Yeti, wahlweise auch Bigfoot in Nordamerika.
Man versuchte die Götter mit Essen, Schätzen oder gerne auch mal der ein oder anderen Jungfrau zu besänftigen.
Denen begegnet man übrigens immer wieder, fängt man erstmal an, sich mit Religionen zu beschäftigen. Sei´s die ihrem Jupp Hörner aufsetzende Maria oder jene, die auf den muslimischen Märtyrer im Paradies gleich in Kompaniestärke wartenden - Jungfern, soweit das theistisch geweitete Auge auch blickt.
Hmm, wie komme ich jetzt -schönes Bild übrigens- von den Jungfrauen wieder runter?
Ok, ich weiss schon - kann man getrost feststellen, dass der Mensch sehr gerne mal den Lauf der Dinge zu seinen Gunsten beeinflussen will, ihm aber in den meisten Fällen das Vermögen dazu fehlt, erfindet er sich Wesen, denen er zutraut, diese Fähigkeiten zu besitzen. D`accord?
Weil er aber im Lauf der Evolution auch ein wenig Gehirn-Jogging betrieb, konnte er sich immer mehr erklären und sah recht bald  diverse Götter als überflüssig an, was ihn zum Monotheismus trieb, der zeit- und opfersparenden Variante.
Damit sich zu den draussen in schwarzen Chrysler Voyager auf mich wartenden Herren mit schwarzen Sonnenbrillen nicht auch noch krummsäbeltragende gesellen, beschränke ich mich jetzt ein wenig auf die bei uns doch recht verbreitete Version, das Christentum nämlich.
Bis zur Geburt eines späteren Musical-Stars hatten sich nur wenige, insgesamt gesehen recht uncoole Glaubensgemeinschaften gebildet, die allesamt dem Verlangen nach Erklärung der Welt und seiner Bewohner nicht so recht nachkommen konnten oder wollten. Das sollte sich schlagartig ändern, erkannten doch  die bis dahin keinen Verleger findenden Märchenerzähler die Brisanz und Dynamik der Story eines bei 40 Grad durch die Wüste eiernden Kerls, der sich überdies zum Pazifismus bekannte und Wasser in beeindruckender Weise modifizieren konnte.

Jetzt mahnt mich aber ein Blick auf die Uhr, demnächst mein Bettchen anzusteuern. Überflüssig zu erwähnen, dass ich niemanden  bitten werde, im Schlaf über mich zu wachen (dafür habe ich eine Alarmanlage) und beim Frühstück, das ich Ungläubiger erst mittags einzunehmen pflege, danke ich niemandem, es auf meinen Tisch gebracht zu haben. Na okay, Andrea vielleicht, aber die hat  nichts wirklich Göttliches an sich.

Weiter geht´s demnächst, da ja noch der semigeniale Brückenschlag zu den bloggenden Vertretern jedweder Glaubens- und Unglaubensrichtung fehlt.
Daran soll´s nicht mangeln.

Kommentare:

kralle hat gesagt…

Also krummsäbel tragende Sonnenbrillen willst du nicht vor deinem "erleuchtendem" Portal sehen.... Aber gegen das von der Schweizer GArde angeschobene Papamobiele, hast du dich hoffentlich mit genug Knoblauch und angespitzter Zaunspfähle eingedeckt? ;-)

Nein. Böse finde ich nicht einmal deine diesmal etwas sprunghafte Vorankündigung über den wahren Unsinn von Lattengusdel und Co. . Bin gespannt, wie du das nun durchziehen wirst. :D

rolf

r

Verdummt in alle Ewigkeit hat gesagt…

Ich auch 8)

Silberlöffel hat gesagt…

wird ihm, dem Berg nämlich, mystische Bedeutung und mindestens ein Gott mit dortigem Hauptwohnsitz zugemessen, was nicht weiter verwundert ob der Bedrohung, die von ihm ausgeht. Geröll- und Schneelawinen, Eiseskälte, plötzliche, schier unerklärliche Wetterumstürze, unbekannte, im Tal niemals zu sehende Raubtiere- all das und wahrscheinlich noch viel mehr führten zur Entstehung von bösen Dämonen, guten Geistern und dem Yeti, wahlweise auch Bigfoot in Nordamerika.

Hattest Du nicht irgendwo mal erwähnt, auf einem Berg zu wohnen?

8)

Verdummt in alle Ewigkeit hat gesagt…

Na warte...