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Montag, 1. Oktober 2012

All night long (2)

Hallöle, da samma wieder. Wir, Pluralis Majestatis, bin eigentlich nur ich, aber das mit vollem Elan und ebensolcher Blase.
Daher gebe ich denjenigen, die gestern vorgaben, Besseres zu tun zu haben und nicht den Weg hierher fanden, die Möglichkeit, schnell mal runterzuscrollen und den vorherigen Beitrag zu inhalieren, denn die (2) da oben im Titel kündet von einer Fortsetzung.
Die anderen dürfen die Zeit sinnvoll nutzen, um beispielsweise ein Zigarettchen zu rauchen, ´nen Quickie  machen, den letzten Sexualpartner von Bettpfosten oder Heizung  befreien oder seinen Gören ´ne ordentliche Tracht Prügel  verpassen. Je nach Verfügbarkeit, Vorliebe und Lust.
Ich geh solange pullern.

In der Hoffnung, dass jetzt alle entspannt und auf dem neuesten Stand sind und nichts rekapituliert werden muss, steigen wir in die abendliche Berufsgestaltung ein.

Grob gesagt, was ja die von mir bevorzugte Art der Kommunikation zu sein scheint, talke ich da ein wenig small, wobei auch ganz gerne Nahrung aufgenommen wird. Um nicht zu fett zu werden, begrenzt man das am besten zeitlich. Ist auch besser für die Nerven, denn Leute im Urlaub neigen mitunter zu sehr, sehr merkwürdigen Gesprächsthemen und zum x-ten Mal hören, welches Wanderabzeichen errungen wurde, schleift sich auch relativ schnell ab.

Schon nähern wir uns wieder dem Büro, wo Korrespondenz von weniger Importanz oder Dringlichkeit erledigt werden will. Dem Wunsch wird nachgegeben.

Bevor Rezeption und Reservierung heim gehen, nutze ich noch die Möglichkeit, jemanden zu loben, weil
der- oder diejenige dann, die Erfahrung hat´s gezeigt, zufriedener schlafen oder saufen geht.
Es wird übrigens dringend davon abgeraten, Zufallsgeneratoren zum Einsatz zu bringen, sondern vielmehr nur überdurchschnittliche Leistungen zu honorieren. Aber das ist ein eigenständiges Thema und soll euch momentan nicht tangieren.

Der letzte Hausmeister geht, der Nachtportier kommt und von den Barkeepern mal abgesehen, sind wir allein im Haus. Ruhe kehrt so langsam ein.

Wir haben den Moment erreicht, wo, hach, endlich, ich Blogger, WP, Fb, Twitter und meine privaten Email-Accounts öffne und mich fix durch ein paar Online-Zeitungen zappe, um dann zu euren Ergüssen zu kommen.

So geht das dann die ganze Nacht: 1 Stündchen arbeiten, 5 Minütchen Pause, wo gelesen , kommentiert, auf Kommentare geantwortet und getwittert wird, wobei, das Letzte stimmt so nicht ganz, denn beim Zwitscherer hack ich auch zwischendurch mal eben ´nen dummen, ersatzweise schlauen Spruch rein, der mir vom Geiste geblitzt wurde, weil gedacht ist er dann ja eh schon und für das Tippen von maximal 140 Zeichen benötige ich nicht wirklich eine Ewigkeit.

Und wenn nicht gerade getippselt oder gelesen wird, erledige ich all die notwendigen Sachen wie Umsatzstatistiken checken, neue Hotels oder Aktionen planen, Prioritätenlisten für den folgenden Tag erstellen, Änderungen und Mitteilungen an die entsprechenden Abteilungsleiter weiterleiten und tausend andere kleine oder auch grössere Angelegenheiten, bei denen Störungen, seien es meine eigenen mentalen oder von aussen herangetragene, nicht weiter auffallen.

Zwischendurch versorge ich euch mit Lesestoff, wofür ich mir normalerweise ´ne halbe Stunde oder auch weniger, je nach Länge und Schwere des Textes, der meistens schon vorher im Kopfe entsanden ist, Zeit nehme.

So ist der halbe Tag und die ganze Nacht weitestgehend durchstrukturiert und wird auch so mit bestenfalls geringen Abweichungen durchgezogen.
Klingt nicht komisch, ist es aber, weil es im Grunde nur auf eins ankommt dabei:
Konsequenz!

Was wäre denn, wenn ich mich schon tagsüber von den genannten Social-Irgendwas ablenken liesse?

Dann würd´s mir gehen, wie all den Anderen, die zu nichts mehr kommen, ständig gehetzt sind, weil sie immer Angst haben, etwas wahnsinnig Wichtiges zu verpassen, wenn ihr Smartphone oder PC blinkt und sie das nicht sofort auf- oder abrufen.
Dem ist aber beileibe nicht so, von 100 Mitteilungen haben 98 eine Relevanz von -7 auf einer Skala
von +1 - +10.

Believe me, I´m old. But I´m happy.


Montag, 13. August 2012

Das Glück dieser Erde

Das liegt, ums vorwegzunehmen, für mich keinesfalls auf dem Rücken von Pferden oder anderen Lebewesen, Menschen eingeschlossen. Obwohl sich gelegentlich der Eindruck, ich sei unglücklich, unzufrieden, ein mürrischer alter Sack, der sich vom Leben gefickt fühlt, anhand meiner Blogposts einschleichen mag, kann ich versichern, dass dem nicht so ist.

Glück, so individuell es  für den Einzelnen  auch sein mag, bedeutet letztendlich nichts anderes als Zufriedenheit mit seiner Situation, wobei die Highlights wohl den Unterschied zwischen den Begrifflichkeiten ausmachen.
Man sollte sich also glücklich schätzen, wenn man seine Lage  als zufriedenstellend einordnen kann und sich dann an Momenten des Glücks erfreuen, die eh rar gesät sind.

Wie kompliziert sich das gestalten kann, dürfte wohl an nur wenigen Personen klarer zum Ausdruck kommen, als bei mir.
Eigentlich könnte ich morgens -bzw. in meinem Fall eher mittags- aufwachen, den Tag freudig begrüssen und mich meines Lebens erfreuen, denn schaut man sich meine berufliche Situation an, müsste man mich wohl als von Fortuna abgeschleckt bezeichnen.
Wir haben in Spanien und Österreich 8 Hotels und über mir kommt nur noch Gott - und an den glaub ich nicht.
Spass beiseite, natürlich ist es extrem wichtig für das eigene Wohlbefinden, wie sich die individuelle berufliche Lage darstellt. Für den einen mag es ausreichen, wenn er mit seiner Tätigkeit genug Geld verdient, um sich seine Wünsche erfüllen, seine Familie ernähren und sich gelegentlich ein paar Extras leisten zu können, für mich zählt das eher wenig. Meine Motivation und somit auch mein Ziel besteht darin, das so zu tun, wie´s meiner Vorstellung entspricht.
Allein der Umstand, dass es da jemanden gibt, der mir in der Hinsicht absolut vertraut, gibt mir schon das Gefühl von Zufriedenheit, wenn´s dann auch noch klappt, stellt sich "Glück" ein. Grad eben hat Jefe, der ja eigentlich schon lange nicht mehr mein Jefe, sondern mein Geschäftspartner ist, 7,2 Millionen (reiner Kaufpreis, da kommen locker nochmal 2 für Umbauten, Systeme etc.pp. drauf) für ein neues Hotel locker gemacht. Jefe ist ein schwerreicher Geschäftsmann, besitzt Hotels, Parkhäuser, Immobilien, Kinos, Kneipen, Restaurants und wasweissichnichtalles. Als wir uns kennenlernten, zog ich grad durch Spanien, war ziemlich pleite, konnte die Landessprache nicht und brauchte dringend ´nen Job, also fing ich einem seiner English-Pubs in Barcelona als Kellner an. 6 Wochen später war ich Geschäftsführer desselbigen. Mein Gott, was hatten wir Kämpfe auszufechten - er, der pure Betriebswirtschaftler, für den nur die Zahlen und deren Optimierung zählten und meine Wenigkeit, beseelt von dem Gedanken, das alles auch oder sogar noch sehr viel besser durch Motivation und somit langfristige Bindung des Personals und der Gäste zu erreichen.
Das ist mein Wunsch, meine Motivation und mit dem Erfolg stellt sich dann Glück und Zufriedenheit ein.

Dass ich mir das gut bezahlen lasse - wer wollte mich dafür schelten?

Wenn man immer 2 Schritte vorwärts macht, fallen kleinere Rückschritte eben nicht so sehr ins Gewicht...und meine Richtung heisst immer nach vorne, meinetwegen auch nach oben, manchmal mit Irrungen, Wirrungen und kleinen Ausweichmanövern, die nunmal zum Lernprozess dazugehören.
Und das ist mein Leben: eine einzige Lehr- und Lernstunde. Neugierig wie ein Weib und wissbegierig wie ein kleines Kind streife ich durch meine Welt.

Ich muss immer das Gefühl haben, mit mir und meinen Entscheidungen im Reinen zu sein. Ist man das nicht oder ist´s einem egal, wird man zum Arsch, niemand kann einen mehr leiden und zum Schluss endet man, eventuell sogar reich, einsam und mit sich und der Welt unzufrieden.
Das habe ich Jefe so immer wieder vorgehalten. Ob´s was genützt hat, ist schwer zu beurteilen, aber eine gewisse Linderung seiner Gier sehe ich schon.
Hoffen wir das Beste für ihn.

Glück, Zufriedenheit bedeutet für mich auch, mir mein soziales Umfeld weitestgehend aussuchen zu können.
Ich veräppel gerne Leute und freue mich, wenn die´s mir nicht übel nehmen, sondern Kreativität bei ihren Gegenschlägen zeigen, egal, ob es sich dabei um Freunde oder Mitarbeiter handelt.

Die letzteren sind eh so ein Thema für sich, aber da sich das hier grad zum Mammutwerk auswächst, belasse ich es dabei, auf die  weitestgehende Zufriedenheit selbiger hinzuweisen und was mir das gibt - es ist ein herrliches Gefühl, von jedem Angestellten (fast) immer freundlich gegrüsst zu werden und ihre Meinung offen und ehrlich vor den Latz geknallt zu bekommen.
Ich bezahle und behandle sie fair, sie danken einem das zwar nicht immer, aber in der Regel eben doch.
Sie sind zufrieden, der Gast merkt´s und ist auch zufrieden, ich bin´s - was will man mehr.

Achso, ja, die Zahlen müssen natürlich stimmen. Wir sind ja keine caritative Einrichtung.

Aber die stimmen auch.
Folglich kann ich "glücklich" sein, jedenfalls, was diesen Part meines Lebens betrifft.
Über die anderen referiere ich demnächst.
Hier.
Exklusiv.


(und Schuld an diesem Post hat Hjitb, also wenn´s nicht gefällt,
beschwert euch gefälligst bei ihr)^^

Freitag, 29. Juni 2012

nicht lustig.it

Bei mir manifestiert sich grad eine ausgeprägte Schwabophobie.
Dabei frage ich mich seit kurz nach halb elf immer und immer wieder, was ich dem Mann wohl getan haben könnte, doch will mir beileibe nichts Stichhaltiges einfallen. Im Gegenteil. Keiner stand so wie ich hinter ihm und seinen Entscheidungen, gar verteidigt habe ich sie.
Und so dankt er´s mir.
Bringt Gomez, bringt Kroos, den Flankengott Boateng, Podolski und, das´eh der Bringer, den "emotionalen Leader" Schweinsteiger. Als ich so gegen 19:30 die Anfangsaufstellung vernahm, stellte sich so ein merkwürdiges Grummeln in der Magengegend ein. Ich schnappte mir Luisa, nahm sie beiseite und raunte ihr zu: "Du musst jetzt ganz tapfer sein, Mädel, aber am Sonntag wirst du ganz alleine sein im Finale. Der Jogi hat Schiss und belügt alle!"
Ja, so sprach ich und schwupps, kaum war das Spiel 20 Minuten alt, da lagen wir auch schon zurück. Nicht dass der Jogi darauf  reagiert hätte, sieht man mal vom Nägelkauen auf der Bank ab, nein, auch die fehlenden Anspielstationen für Özil wollte er nicht einwechseln. Nach dem 0:2 und ´nem lecker Pausentee schon. Geniale Taktik, erinnerte mich ein wenig an 2010, WM-Halbfinale, als wir unser Spiel ja auch nicht nach dem Gegner ausrichten wollten.
Scheisse, Mann, wann begreift der das endlich mal? Wenn man Selbstbewusstsein heraufbeschwört, es jedem einredet, damit auch noch auf allen Kanälen hausieren geht und dann aufstellt wie der letzte Schisser vor dem Herrn, kann das nichts werden. Jeder Trainer der Welt würde mindestens 3mal monatlich auf Knien nach Santiago de Compostela kriechen, wenn er so aus dem Vollen schöpfen könnte. Nicht so unser kleiner Schwabe. Er greift viel lieber zielstrebig daneben. Weil ist ja Halbfinale, Gegner so stark, wuhuhu.
Ich geh mich jetzt besaufen.
Und dann adoptier ich Reus.
Und Ohr hab ich auch noch, verdammte Hacke.

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Freichampagner für alle

Manchmal überkommt mich so ein nebulöser Drang, das Ganze hier zukünftig in der Art einer Sklaven-Galere zu befehligen. Hach, wär das schön...ich würd an meiner Trommel sitzend einen dermassen schnellen Arbeitstakt vorgeben, dass die Leute nichtmal die Zeit hätten, ihre tägliche Ration Wasser und schimmeliges, steinhartes Brot zu vertilgen.
Wer nicht mitzieht, wird den Haien zum Frass vorgeworfen.
Stattdessen zahl ich gute 20% über Tarif, die sich durch ein geschickt ausgeklügeltes Prämien- und Bonussystem noch um gute zwei-  bis dreihundert Euro monatlich erhöhen lassen, stelle geräumige Personalzimmer mit TV und freiem Internetzugang zur Verfügung, lasse hervorragendes, von excellenten Köchen zubereitetes Essen in einer eigens eingerichteten und geschmackvoll dekorierten Kantine servieren, nerve nicht mehr rum als unbedingt nötig, gebe Entscheidungs-, Entfaltungs- und Gestaltungsspielräume, wo nur möglich, lasse schlechte Behandlung durch aufmüpfige Gäste nicht ungesühnt -  und was passiert? Kommt so´n Vollhirni wertgeschätzter Mitarbeiter daher und moniert, dass  in dem neu aufgestellten Getränkeautomaten, wo jeder Angestellte sich gratis bedienen kann, zwar Cola, Cola-Light, Cola-Zero, Apfel- und Orangensaft, diverse Eistees und Schorlen, Fanta in allen möglichen und unmöglichen Geschmacksrichtungen drin seien, ABER KEIN 7UP.

Morgen geh ich mir Bongos kaufen...jeder fängt mal klein an.

Freitag, 16. September 2011

Holy Shit

Nun, da mir von erlauchter Seite  -Kritiker dürfen fortan ihre diesbezüglichen Kommentare direkt an den Dienstagshasser senden- Absolution in Sachen Intoleranz erteilt wurde, wende ich mich, obwohl ja eigentlich immer noch auf  angekündigte Beweise in Sachen False Flag / 9/11 wartend, der Kirche/den Kirchen/Religionen zu. Nicht die eine will ich über die andere erheben, nein, das findet man bei unserem Lieblingshoster zuhauf, sondern allen nur denkbaren Strömungen eins mit dem grossen Weihrauchschwenker verpassen.
Oft genug wird ja gefragt, woher denn Glaube/Religiosität/Irrglaube/FC Bayern-Fantum eigentlich käme.
Das soll meine Frage nicht sein, weiss ich doch, wie mir oft ein wenig kritelnd bescheinigt wird, auch hierauf, wie auf so vieles, was eigentlich niemanden interessiert, die Antwort:  Die Unwissenheit ist´s.
Spiritualität gleich welcher Coleur findet sich in jeder Kultur - egal, ob Götzen, Naturgötter oder eben ein einzelner Gott verehrt oder angebetet werden, letztendlich sind sie nur dazu da, unerklärbare Vorkommnisse oder Gegebenheiten in die Schuhe geschoben zu bekommen.
Schaue ich aus meinem Fenster, sehe ich einige ziemlich hohe Berge, was mir Gelegenheit gibt, diese meine kühne Behauptung ein wenig zu veranschaulichen. In jeder "Naturreligion", deren Anhänger sich aus Bergvölkern rekrutieren, wird ihm, dem Berg nämlich, mystische Bedeutung  und mindestens ein Gott mit dortigem Hauptwohnsitz zugemessen, was nicht weiter verwundert ob der Bedrohung, die von ihm ausgeht. Geröll- und Schneelawinen, Eiseskälte, plötzliche, schier unerklärliche Wetterumstürze, unbekannte, im Tal niemals zu sehende Raubtiere- all das und wahrscheinlich noch viel mehr führten zur Entstehung von bösen Dämonen, guten Geistern und dem Yeti, wahlweise auch Bigfoot in Nordamerika.
Man versuchte die Götter mit Essen, Schätzen oder gerne auch mal der ein oder anderen Jungfrau zu besänftigen.
Denen begegnet man übrigens immer wieder, fängt man erstmal an, sich mit Religionen zu beschäftigen. Sei´s die ihrem Jupp Hörner aufsetzende Maria oder jene, die auf den muslimischen Märtyrer im Paradies gleich in Kompaniestärke wartenden - Jungfern, soweit das theistisch geweitete Auge auch blickt.
Hmm, wie komme ich jetzt -schönes Bild übrigens- von den Jungfrauen wieder runter?
Ok, ich weiss schon - kann man getrost feststellen, dass der Mensch sehr gerne mal den Lauf der Dinge zu seinen Gunsten beeinflussen will, ihm aber in den meisten Fällen das Vermögen dazu fehlt, erfindet er sich Wesen, denen er zutraut, diese Fähigkeiten zu besitzen. D`accord?
Weil er aber im Lauf der Evolution auch ein wenig Gehirn-Jogging betrieb, konnte er sich immer mehr erklären und sah recht bald  diverse Götter als überflüssig an, was ihn zum Monotheismus trieb, der zeit- und opfersparenden Variante.
Damit sich zu den draussen in schwarzen Chrysler Voyager auf mich wartenden Herren mit schwarzen Sonnenbrillen nicht auch noch krummsäbeltragende gesellen, beschränke ich mich jetzt ein wenig auf die bei uns doch recht verbreitete Version, das Christentum nämlich.
Bis zur Geburt eines späteren Musical-Stars hatten sich nur wenige, insgesamt gesehen recht uncoole Glaubensgemeinschaften gebildet, die allesamt dem Verlangen nach Erklärung der Welt und seiner Bewohner nicht so recht nachkommen konnten oder wollten. Das sollte sich schlagartig ändern, erkannten doch  die bis dahin keinen Verleger findenden Märchenerzähler die Brisanz und Dynamik der Story eines bei 40 Grad durch die Wüste eiernden Kerls, der sich überdies zum Pazifismus bekannte und Wasser in beeindruckender Weise modifizieren konnte.

Jetzt mahnt mich aber ein Blick auf die Uhr, demnächst mein Bettchen anzusteuern. Überflüssig zu erwähnen, dass ich niemanden  bitten werde, im Schlaf über mich zu wachen (dafür habe ich eine Alarmanlage) und beim Frühstück, das ich Ungläubiger erst mittags einzunehmen pflege, danke ich niemandem, es auf meinen Tisch gebracht zu haben. Na okay, Andrea vielleicht, aber die hat  nichts wirklich Göttliches an sich.

Weiter geht´s demnächst, da ja noch der semigeniale Brückenschlag zu den bloggenden Vertretern jedweder Glaubens- und Unglaubensrichtung fehlt.
Daran soll´s nicht mangeln.

Donnerstag, 5. Mai 2011

Gans und Rosen

Kürzlich wurde mir in einer Email eine sehr interessante Frage gestellt (und ich meine nicht die von Jaqueline, wie´s denn um meine Potenz bestellt sei, allerdings werde ich auch Jaqueline beizeiten mal antworten, nämlich, dass ich kein Viagra brauche, sie sich aber gerne wieder melden darf, wenn sie denn ein Gegenmittel im Sortiment hat); nein, es ging um meine Beweggründe, wieso ich für Jefe Hotels aufbaue.
Nun, erstens mache ich das nicht für Jefe, sondern mittlerweile mit Jefe, ich nenn ihn auch nur noch so, weil mir das Spass bereitet, offiziell lautet meine derzeitige Berufsbezeichnung "geschäftsführender Gesellschafter".
Das klingt nicht nur gut, sondern füllt das Säckel ordentlich. Jedoch bin ich nur bedingt käuflich, vielmehr reizen mich die neuen Aufgaben. Waren die ersten Hotels in Barcelona noch reine Aparthotels ohne jegliche Gastronomie und Luxus, haben wir uns jetzt hier in Tirol wie auch in Wien an richtig teure Objekte gewagt - und davon hatte ich, da muss man auch mal ganz ehrlich sein, bis vor Kurzem nur vage Ahnungen und Vorstellungen, wie das denn funktionieren möge. Also wurde eifrig recherchiert, gelesen, mit Betroffenen und Betreibern diskutiert und erörtert, dann geeignete Objekte geortet, ein Investitionsplan erstellt etc.pp.
Dann eiert man mit Taschenrechner bewaffnet zu Jefe, haut Zahlenkolonnen in die Tastatur, kühlt jene ob des aufsteigenden Qualms ein wenig ab und ruft nach Mitteilung des benötigten Kapitalbedarfs einen Notarzt, der Jefe´s Leben retten möge, da sonst die Finanzierung ernsthaft gefährdet scheint.
Was da alles zusammenkommt, man glaubt es kaum. Das verwöhnte Urlauber- und Geschäftsreisendepack will ja nicht nur schlafen, nein, auch essen, trinken, schwimmen, saunen, relaxen, Golf spielen, Tennis sowieso, Ausflüge machen, musikalische Abendunterhaltung und allerlei ähnlichem Firlefanz mehr.
Nehmen wir z.b. das Essen, ich habe mich ja bereits dazu geäussert. Huhn will er nicht, der Gast, also kriegt er Gans, ferner klingt Gans scheisse, ergo braucht´s ´nen Küchenchef, der französich kann. Und kochen. Das sind alles Kosten, weil da kannste ja nicht Willi Kaschuppke vonne Würstchenbude für nehmen.
Schön will´s unser Aufenthalter auch noch haben, so wird Blumenschmuck drapiert, jaaa, aber nicht die günstigen Tulpen vom Grossmarkt, neee, teure Rosen vom Floristiker wollen da geordert sein.
Eine Badewanne reicht den Herrschaften ja auch nicht, da muss gleich ein ganzes Schwimmbad her.
Meiomei.
Was wollte ich eigentlich erzählen? Achja: Das, liebes Lesevolk, nennt man Herausforderungen. Und die liebe ich.
Geht´s in die Hose, hab ich die Arschkarte und Jefe die Schulden, geht´s jedoch gut, profitieren alle davon: Jefe, der Gast und letztendlich auch ich, bringt es mich doch meinem derzeitigen Plan näher, mit 50 jeden Morgen eine Runde in meinem Geldspeicher zu schwimmen und den Inhalt ansonsten dafür aufzuwänden, der älteste Freeride-Weltmeister zu werden. Oder Mini-Golf. Man wird sehen.
Ja und wieso gleich 3 Hotels auf einmal höre ich die Nörgler fragen - und die Antwort ist: Warum nicht? Schliesslich bin ich ja eher planerisch gestalterisch tätig, fürs Grobe, also das Tagesgeschehen, habe ich ja schliesslich meine Leute.
Die Armen.

Sonntag, 1. Mai 2011

Nachtgedanken

Gestern war ein Tag des Nachdenkens; beispielsweise dachte ich kurz nach dem Aufstehen darüber nach, einen Triathlon vor dem Mittagessen zu absolvieren - entschied mich dann aber doch für ´ne Kanne Kaffee und 8 Zigaretten, später im Lift kam mir der Gedanke, die ursprünglich ausgewählten Mirós und Chagalls gegen Kunstdrucke von Frieda Kahlo auszutauschen, allerdings sind mir schon zu viele Menschen begegnet, die Frieda für die Schwester von Kater Karlo hielten, das macht´s nicht einfacher.
Essen - Futter, nicht die Stadt.
Was soll bloss aus einer Menschheit werden, die Tranchen der Putenbrust an Reisgaletten zu sich nimmt, statt -wie unsereiner, genauer gesagt meinereiner- ´ne ordentliche Currywurst/Pommes, die jedoch im eigenen Restaurant nicht zu bekommen war. Muss ich den Küchenchef rausschmeissen? Oder lieber die Gäste?
Ich bin, man merkt´s vielleicht, ein wenig verwirrt ob so vieler Gedanken, möglicher Entscheidungen und überhaupt und ausserdem.
Als fairer Sportsmann, der ich noch nie war, wäre es meine Pflicht, dem BVB zur Meisterschaft zu gratulieren. Tu ich aber nicht.
Lieber rufe ich Felix zu: Vielen Dank, dass du es geschafft hast, aus dem Potential eine Mannschaft zu formen, die im unteren Mittelfeld rumkrebst und absteigen wird, wenn sie nicht aufpasst. Hast meinem geliebten Schalke beinahe den Todesstoss verpasst. Wenn du mal etwas über Motivation erfahren möchtest, also dauerhafte und nicht nur zu bestimmten Anlässen wie Champions League und Pokal, dann melde dich bei mir.


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M., ich habe auch an dich gedacht und hoffe, du kannst mit der Diagnose irgendwie umgehen. Wünsche dir Kraft.

Dienstag, 25. Januar 2011

Kein Kommentar

Da mich anscheinend, ich entnehm´s mal der wahren Kommentarflut auf den letzten Post, von euch auch keiner haben will, schwenken wir den Focus mal wieder mehr in Richtung Motivation und dergleichen.
Gar schwierig wird´s, will man jemanden motivieren, der ständig Absagen auf seine Bewerbungen bekommt, wie es seit längerem  bei einem guten Bekannten von mir geschieht. Neben Durchhalteparolen, leichten Modifizierungen an den Unterlagen und allgemeiner Aufmunterung habe ich da auch nicht viel mehr parat.
Guuuuut, is´nich´wahr - natürlich hab ich noch was in petto gehabt, nämlich habe ich mich daselbst in diverse Jobbörsen (international, national und auch regional) eingeschrieben und Bewerbungen verschickt, beispielsweise auf Rezeptionisten- und Nachtportierjobs. Dabei wurde lediglich die letzte Tätigkeit (als "Direktor" von 5 Hotels, falls es der ein oder andere nicht weiss) verschwiegen, alles andere - Ausbildungen, Studium, Arbeitsleben etc.pp.- wurde wahrheitsgemäss dargestellt.
Die Ausbeute: auf 27 Bewerbungen erhielt ich 24 Absagen, 3 Betriebe meldeten sich gar nicht erst.
Wäre ich auf einen Job angewiesen, sähe ich wohl den Punkt gekommen, wo´s an der Zeit ist, daheim im Keller explosive Gemische in Stahlrohre zu zwängen...
Dabei wollte ich meinem Kumpel doch nur klarmachen, dass auch mit erfüllterer Vita als seiner Absagen nicht ungewöhnlich sind...und hätte die schlechten Zeiten und  Unvernunft Personalverantwortlicher als Gründe angegeben. Oder den Wasserstand des Yangtse Kiang bei Vollmond.

Nundenn, ihr seht mich erschüttert ob des Resultats, gleichwohl bestärkt in meiner These der Bevorzugung von Persönlichkeit bei der Auswahl von Kandidaten.

Unfassbar, wie gut es den Hotels gehen muss, wenn sie es sich leisten können , jemanden, der 8 Sprachen spricht, die meisten gängigen Hotelprogramme kennt, gute 6 Jahre Erfahrung in Gastronomie und Hostelerie hat (und noch so diverse Sachen mehr, die eigentlich zumindest eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch nach sich ziehen müssten), rundweg abzulehnen .
Gleichzeitig liest man das grosse Gejammer, dass es doch gar so schwierig sei, geeignetes Personal zu finden, grade und vor allem in der Tourismusbranche.

Kuddl, es tut mir leid, das war so nicht gedacht - lern spanisch und ich sehe, was ich für dich tun kann...

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Email für mich

Gestern bekam ich eine Email. Das ist soweit nicht ungewöhnlich. Ich bekomme viele Emails, besonders seit das neue Blog besteht. Menschen klopfen mir auf die virtuelle Schulter, beleidigen oder verfluchen mich.
Auch dass eine gewisse Silvia, gelegentlich auch Jaqueline, mir Potenzstörungen unterstellt und gleich ein Mittelchen dagegen anpreist, erscheint mir relativ normal.
Die gestrige Email jedoch war irgendwie anders, denn da hat sich jemand die Mühe gemacht, mir zu sagen, wie ich mich denn gefälligst zu sehen hätte (Selbstbild/Weltbild, wir erinnern uns. Tun wir doch, oder?)
Eine alte Bekannte sah sich genötigt, ihr Bild über mich kund zu tun und da ich´s trefflicherer kaum artikulieren könnte, veröffne ich auszugsweise dieses Schreiben.
Here we go:
"...Du schaffst, beruflich wie auch privat, kleine Biotope zum Sichwohlfühlen, jedoch hat die Sache einen Haken: Davor stehst du, breitbeinig mit vor der Brust verschränkten Armen und sagst: Du kommst hier nit rein!
Wenn man an dir vorbei will, muss man dich überzeugen, ins Biotop reinzugehören!"

und

"...es gehört zu den schöneren Dingen auf der Welt, dich zum Freund zu haben - und wahrscheinlich zu den schlimmsten, dich zum Feind zu haben!"

Rumms, Sätze wie Torpedos aus Marzipan, voll eingeschlagen, Ziel versenkt.

Der Rest war negativ, deshalb lass ich´s weg   8)

Und morgen oder nachher erzähl ich mal, was mich mit der Dame verbindet/verband.
Das wird lustig...

Sonntag, 17. Oktober 2010

Gegen (selbst) darstellung

Dies ist kein wissenschaftliches Blog, ich bin kein Wissenschaftler und gehöre auch keiner Berufsgruppe der beim Thema Motivation beteiligten Disziplinen an. Wenn jemand wissenschaftliche Erklärungen benötigt, so möge er sich bitte bei den entsprechenden Quellen bedienen. Da mein Verhältnis zur Wissenschaft eher als gespalten bezeichnet werden muss, empfehle ich, sich durch ein paar Millionen Seiten Kauderwelsch zu kämpfen und sich dann gegebenenfalls selbst eine Meinung zu bilden.
Wenn ich hier beispielhaft spreche, dann  tue ich das für gewöhnlich, um Leute mit keinem so hohen Bildungsniveau nicht auszuschliessen. Es dürfte wohl jedem klar gewesen sein, wie ich das mit Musik und Mathe gemeint habe. Falls nicht - und ihr hier einen auf Schlaumeier machen wollt - es steht jedem frei, dieses Blog zu lesen und  zu kommentieren, aber lasst mich bitte mit euren klugscheisserischen Fragen in Ruhe.
Ich werde mich nämlich nicht auf Detaildiskussionen, die eh nix bringen, einlassen.


Letztens habe ich -wahrscheinlich in der Zeitung, weiss es nicht mehr- etwas gelesen, nämlich dass Forscher herausgefunden haben wollen, dass wir auf langarmige Menschen stehen.
Mein erster Gedanke war: Tscha, das kommt dabei raus, wenn man Orang-Utans befragt, der zweite: Hm, also ich denke ja, dass wir einen einsvierzig grossen Menschen mit 1m langen Armen wahrscheinlich eher nicht so attraktiv finden werden, womit wir ganz einfach wieder bei der altbekannten und durch tausende von Studien belegten Symetrie-Theorie wären und drittens: Schade, dass soviel Geld sinnlos verpulvert wird, wo man an den Krisenherden der Welt sicher etwas Sinnvolles damit hätte anfangen  oder es mir  überweisen können.
Forschung und Wissenschaft sollten sich doch bitteschön mit etwas Sinnvollem beschäftigen und den Nutzen daraus dem Menschen zur Verfügung stellen.
Ich habe übrigens auch gar nichts gegen Psychologen - sie sind äusserst sinnvolle Geschöpfe, allerdings nur, wenn  sie ihr Wissen benutzen, um "Gutes" zu tun, sprich Menschen mit psychischen Problemen helfen. Schimpfen sie sich jedoch Arbeitspsychologen und entwickeln schwachsinnige Einstellungstests und unterstützen damit Unternehmen, die selbst zu blöd sind, um sich geeignetes Personal zu beschaffen, verhindern damit jedoch die tatsächliche Kontraktierung sehr kompetenter Personen, dann haben diese, die Psychologen nämlich, ihren Beruf verfehlt und sind lediglich der Gier erlegen.


Und warum ich hier so auf die Kacke hauen kann?
Nun, ich musste mich damals damit anfangen zu beschäftigen - im Rahmen eienr innerbetrieblichen Fördermassnahme wurde ausgerechnet ich auserkoren (neben anderen natürlich), eine Nachwuchsführungskraft zu werden. Da musste ich diese ganzen Rollenspielchen mit Kamera absolvieren und unzählige Theorien zur Menschenführung erlernen...um festzustellen, dass die meisten davon, wenn man sie rein manipulativ anwendet, zwar funktionieren, letztendlich ein gutes Arbeitsklima dadurch aber mit Sicherheit nicht geschaffen wird. Einmal angefangen, hab ich nie wieder damit aufgehört...und mein Wissen in den eigenen Betrieb eingebracht und umgesetzt, den ich mir bekanntlich mit knapp 23 Jahren zugelegt habe und fast 18 Jahre mit sehr grossem Erfolg geführt habe. Dann habe ich ein paar Jahre alle möglichen Jobs gemacht, nix Berauschendes, aber da ich ackern kann wie ein Pferd, war´s auch wurscht. Letztes Jahr habe ich eine kleine Hotelkette fast aus dem nichts  errichtet, inmitten der grössten Wirtschaftskrise seit Bestehen Julio Iglesias´.Meine Leute haben immer mehr verdient als ihre Kollegen in vergleichbaren Betrieben und ich schätze, ich werde auch mit Lob, Anerkennung und Wertschätzung nicht sparsam umgegangen sein.
Vielleicht liegt mir so viel am Wohlergehen der arbeitenden Menschen um mich herum, weil ich die Leute so behandle, wie ich auch gerne behandelt werden würde...und das funktioniert -sogar ganz hervorrragend.
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Und dabei bin ich doch so schüchtern - mein Tipp für die, denen es auch so geht: Solltet ihr das nächste Mal mit dem/der angeschmachteten Typen/der Ollen eurer Träume in der Badewanne sitzen, lasst doch einfach mal die Seife fallen....

Freitag, 15. Oktober 2010

Kleine Planänderung

Eigentlich sollte jetzt hier ein wundervoller Post über Manipulation in der Werbung  prangen.
Allerdings möchte ich erstmal wissen, ob jemand der Leser eventuell in dem Bereich tätig ist und wenn ja, so möge er/sie sich bei dem entsprechenden in Kürze folgendem Pamphlet die Augen zuhalten.


Newsflash: Grad bekommen wir ein Ersuchen um Motivation. Dem werden wir sofort  nachkommen.
Ab sofort werden hier in loser Folge die von mir verlinkten Blogs gewürdigt und da mir grad langweilig ist bzw. ich ganz was Anderes schreiben, folglich eh tippseln wollte, fangen wir mit MIKA an, rechts in der Blogroll derzeit noch zwar nicht fälschlich, jedoch ungenügend mit Herr M. aus OWL betitelt.
Kuckstu da --->...irgendwo.
                                                                                                                              
Rot kommt es uns daher, das Blog, und als Profilbild dient ihm eine Comic-Figur, die auf den kindlich-albernen Charakter des Betreibers hinweisen soll. Eine bewusste Irreführung, denn was wir lesen, lässt uns bisweilen den Atem anhalten und erstaunt ob solch freiwilliger Offenheit in uns gehen.
Gar lustig geht´s bisweilen zu, wenn er uns die Bedienungsanleitung einer Kaffeemaschine unter Qualitätsmanagement-Gesichtspunkten näher bringt oder im 500 Fragen- Katalog über sich selbst reflektiert.
Wohl spürt man die vom Autoren ausströmende Intelligenz und seine exzellente Beobachtungsgabe, die es ihm ermöglichen, aus fast nichts 50zeilige Beiträge zu zimmern.
Oft schon habe ich mich gefragt, welch grandioses Talent dort seine schreiberischen und zeichnerischen  Fähigkeiten nicht nur nicht ausreichend nutzt, sondern gar seinen Elan verschleudert.
Er war es, wie er richtig bemerkte, der mich zum Bloggen brachte und so schulde ich ihm Dankbarkeit, weil er mir den Einblick in wunderbare Welten und exotische Denkweisen ermöglichte.
Danke, Mika.
Lest alle sein Blog, so ihr es nicht sowieso schon tut, und habt teil am herrlich undramatischen Leben vom tänglosesten Halbemo, den ich kenne. Sind ja nur ein paar Tausend Posts. Ferner empfehle ich dringendst, alle von ihm jemals abgesetzten Kommentare sich zu Gemüte zu führen, was alleine bei mir ein paar Hundert sein dürften.
Kurzum, ich liebe dieses Blog und der Autor ist mir durch seine Art und Weise so ans Herz gewachsen, dass wir wohl nur noch operativ zu trennen sind.


Gut so, Mika?
Ich schick dir dann meine Kontonummer, wie vereinbart    8)

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Ich bin mit der Gesamtsituation unzufrieden

Was motiviert mich bloss zu dieser Überschrift?
Nun, zum einen nimmt das von mir für den 100. Leser ausgelobte Toastbrot so langsam eine ungesunde Farbe an und zum anderen seid ihr als Jünger meiner neu zu gründenden Weltreligion nur bedingt tauglich.
In Vermeidung von Schachtelsätzen ausgedrückt: Ihr seid noch nicht reif für meine Manipulationen!
Daher gehen wir mal wieder zurück in die Bereiche Motivation und Manipulation, wo der Herr M. mir in den letzten eineinhalb  Jahren  2 Tagen sehr hilfreich gewesen ist. Erklärend sei hinzugefügt -es soll ja immer wieder Neuleser geben, btw. wer von euch spielt denn so intensiv Backgammon online?-, dass der Herr M. neben Rofl die altgedientesten Leser sind; schon zu seligen Overblog-Zeiten haben sie sich das angetan (the artist now known as Sqwirrel kam etwas später dazu...bevor ich mir datt Gejammere wieder anhörn muss).
Dem wollte ich natürlich nie nachstehen, nahm ständig meinen ganzen Restmut zusammen und las auch bei ihm, weil ja sein Blog (man findet es da rechts in der Blogroll) bisweilen sehr amüsant, aber vor allem doch sehr persönlich ist. So hat er, der Herr M. nämlich, im Laufe der Zeit gar soviel von sich verraten, dass ich ziemlich genau weiss, wo ich bei ihm ansetzen muss, um eine Reaktion hervor zu rufen.
So bezeichnete ich ihn als Clown -man möge es mir vergeben- im Rahmen einer kleinen, aber feinen Aktion innerhalb des Kommentarfeldes; 8 Antworten wollte ich zunächst von ihm haben, die er mir nicht nur brav sogar noch vor Ablauf der Frist lieferte, nein, als wäre dies nicht genug, setzte er gleich noch 4 nach, macht ergo 12, von denen bestenfalls 2 als einigermassen vernünftig durchgehen konnten. Daher der Clown...was wiederum einen  (oder sogar mehrere...weiss ich jetzt nicht mehr) hervorrief, dann bezichtigte ich ihn des Opportunismus´, womit ich nicht nur ihn, sondern auch diverse Kommentare provozierte.
Hat wieder keiner gemerkt. Nichtmal Dr.B., die sich übrigens völlig zu Unrecht angesprochen fühlte, als ich die Beteiligung psychologisch geschulter Menschen einforderte - ich meinte jemand anderes, wusste jedoch, dass sie sich solch unglaublich subtiler Beeinflussung nicht  entziehen würde.
Und was will ich damit nun wieder ausdrücken?
Nein, nicht dass ich so´n toller Hecht bin und euch durchschauen kann, sondern wie sehr man auf Motivation, Manipulation oder auch jedwede Beeinflussung reagiert...und je besser man dich kennt (wobei das jetzt natürlich nur virtuell und aufgrund eurer Posts und Kommentare ist), desto einfacher wird´s.
Ein kleines Beispiel für ViaE...a giant step for all mankind.

Und wieso nahm ich Mika?
Weil er der Berechenbarste ist.
Ganz einfach.

Übrigens mach ich derlei Sachen wirklich schon die ganze Zeit...seitdem das erste Blog aus der Taufe gehoben wurde.
Bin ja auch Ehrenvorsitzender des SC Helm

Demnächst erzähl ich mal, wie man gezielt provoziert, um einen Nutzen daraus zu haben.

Dienstag, 12. Oktober 2010

Jetzt mal ganz ernsthaft *giggel*

Keiner braucht hier Angst haben, seine Antwort könnte falsch sein und ich nähme ihn deshalb auf die Schippe. Auf die Schippe nehm ich euch sowieso, unabhängig von Sinnhaftigkeit oder gar Wahrheitsgehalt eurer Kommentare - einfach nur, weil´s mir Spass macht.
Dies ist -und wird es nie sein- ein  hundertprozentig ernstzunehmendes Blog, ich will euch keine Weisheiten verkaufen und kein Abo andrehn, aber (Achtung, jetzt kommt´s)  man erkennt doch an der Vielfältigkeit der Antworten - nicht nur bei der Frage im vorigen Post, sondern auch bei allen vorher- die Verschiedenheit der Menschen und ihrer Denkweisen und dass alles mit allem zusammenhängt, wie ich euch im Laufe der nächsten Jahrzehnte auf diesem, meinem schönen Blog nachweisen werde (Achja...und dass  der Herr M. aus OWL ein verkappter Clown ist).
Es gibt immer verschiedene Denkansätze und wenn sie für einen selbst in sich logisch sind...wieso nicht?
Selbstverständlich habe ich als Verfasser einen Wissensvorsprung (also in diesem Fall jetzt), weil ich meine Denkweise zu Grunde lege und wenn ihr nicht drauf kommt, lach ich euch nicht aus - oder zumindest nur ein bisschen.

Ich wollte auf eine gewisse Fragestellung hinaus, nämlich inwiefern unser soziales Umfeld und unsere Erziehung Führungsfähigleiten fördern (oder auch verkümmern lassen) können.
Der Dalai Lama ist (für mich jedenfalls) ein Kind wie so ziemlich jedes andere in Tibet auch, da ich nicht an den Wiedergeburtenschmonzes glaube. Was wäre aus ihm geworden, wenn er weiter von seinen Eltern er- und aufgezogen worden wäre?
So, um die Verwirrung noch perfekt zu machen: Gibt es geborene "Führer"?
Bin mir auch bewusst, dass der Vergleich bzw. das Beispiel Dalai Lama humpelt, aber welcher Vergleich tut das nicht?
Ob er letztendlich nur eine Marionette oder ein Sprecher ist, lass ich mal dahin gestellt sein.
Beim Papst bin ich mir da schon sicherer, jedenfalls beim jetzigen - beim Polen haben sich die Jungs ja wohl selber ins Knie geschossen

Montag, 11. Oktober 2010

TIBETAN IDOL

Es war einmal vor vielen, vielen Monden, da sassen ein paar Klosterchefs und Mönchshäuptlinge beieinander. Ihren alten Boss schon ziemlich klapprig findend, beschlossen sie, Ausschau nach einem geistigen Nachwuchs-Trainee zu halten. Weil nun aber Tibet ziemlich unwirtlich und auch nicht ganz klein ist, wollten sie längere Fussmärsche mit zu erwartenden Frostbeulen vermeiden.
"Tibet sucht den Super-Lama" schied auch aus, weil sie keine Lizenzgebühren an China-TV zahlen wollten oder konnten. So liessen sie sich das Wiedergeburtenregister kommen, spielten "Eene, meene, muh,der neue Dalai Lama wirst du" und pickten sich weniger zielstrebig denn lustlos ausgerechnet ein 5jähriges Kind heraus und schickten nach ihm, dem Kinde nämlich.
Essig war´s fortan für den Bengel mit Yakdungball, stattdessen lehrten sie ihn das Dauergrinsen und schlaue Sachen sagen, worin er auch erstaunliche Fortschritte machte, was die spirituellen Talent-Scouts mit Freude und Stolz erfüllte.
Heute ist der kleine Junge längst schon selbst ein alter Mann und kauft immer noch Storck-Riesen bei Tante Emma, äh, macht´s wohl auch nicht mehr so lange...und wieder setzen sich Klosterchefs und Mönchshäuptlinge zusammen...


Und weil ich grad mein Karma schwinden sehe, könntet ihr mir vielleicht sagen, was ich damit sagen will.

Samstag, 9. Oktober 2010

Aus aktuellem Anlass

...muss das stützräderlose Fahrrad ein wenig warten, da Frau D. aus weissnichwo eine interessante Fragestellung eingebracht hat, zu der ich eine kleine Geschichte erzählen möchte.
Da isse, die Geschichte:


Wir schreiben so in etwa das Jahr 89 oder 90 (neunzehnhundert...).
Ein höchst motivierter und bisweilen auch recht ehrgeiziger Mensch hat im Zuge diverslicher Expansionsbemühungen ein recht nettes und florierendes Unternehmen aufgebaut. Man tummelt sich in der Veranstaltungstechnik, ein eher schwieriges und sehr eigenes Geschäftsfeld. Immer mehr und mehr Veranstaltungen wollen betreut und versorgt werden. Daher werden Leute benötigt, die auf den einzelnen Jobs ein wenig die Fäden in die Hand nehmen und als Ansprechpartner für die Auftraggeber, in der Regel Konzertagenturen, fungieren sollen. Dabei werden ihnen, je nach Art und Grösse der Veranstaltung, ab etwa 20 Mitarbeiter unterstellt.
Einer, nennen wir ihn Reiner (oh, ich bin ein Pöt, ab morgen gibt´s Gedichte), hat sich durch sehr gute Leistungen hervorgetan und so wird ihm die Möglichkeit geboten, fortan in die Rolle des Crew-Chiefs zu schlüpfen. Nicht nur, dass er präzise und schnell arbeitete, nein, auch seine Lernfähigkeit und der Umgang mit den Kollegen lässt unseren Firmenchef davon ausgehen, eine gute Wahl getroffen zu haben.
Nach 2 Veranstaltungen kommen die ersten Beschwerden seitens der Agenturen bzw. deren Vertretern vor Ort, der "Neue" führe sich auf wie Napoleon himself, missachte Anweisungen, liesse sich nichts sagen und behandle überdies seine Mitarbeiter schlecht.
Und siehe da, es stimmt, wie sich nach einigen Befragungen herauskristallisiert.
So folgen Gespräche, eine zweite Chance, wieder Gespräche  und letztendlich ein achtkantiger Rauswurf  (da  das Angebot, wieder in seiner ursprünglichen Funktion zu arbeiten, ausgeschlagen wurde).


Ende der Geschichte.


Frage: Was habe ich (denn ja, ich muss es zähneknirschend zugeben, ich war der Chef) falsch gemacht?
War ich zu "dumm" zu erkennen, dass Reiner einen Höhenkoller bekommen würde.
Konnte ich das überhaupt?


Und noch ´ne Frage: Bei wieviel % Führungskräften (mit Personalverantwortung) glaubt ihr, ist es ähnlich...nur dass die keiner rausschmeisst?

Freitag, 8. Oktober 2010

Watt´n Dilemma

Zur mittäglichen Raubtierfütterung führte mich mein Weg an einem lieblichen Einkaufszentrum vorbei.
Davor stand ein grüngewandetes, ebenso liebliches  Mädchen, welches mir die Mitgliedschaft in einer Naturschutzvereinigung antragen wollte. Mit Händen in den Taschen kam es schwerfällig auf mich zu und als es den Mund, den lieblichen, öffnete, war mir, als hätte ich eine weibliche Ausgabe von Rüdiger Hoffmann vor mir und ich dachte: Mädel, dachte ich, so wird das nie was.
Ich will einfach mal zu ihren Gunsten annehmen, sie war nur temporär unmotiviert, weil mir das die ebenso einfache wie geniale Möglichkeit bietet, um auf mein heutiges Anliegen, das sich aus euren Kommentaren ergibt (Ich Sack, ich fauler), zuzusteuern, das da lautet:
Ist es möglich, sich dauerhaft zu motivieren? Oder sich dauerhaft motivieren zu lassen?
Die Antwort ist ganz klar: Nei-hein, datt löpt nich.
Man geht allgemein bei Motivation von Befriedigung von bewussten oder unbewussten Bedürfnissen aus.
Das ist eigentlich schon die Antwort, denn ist dieses, unser Bedürfniss befriedigt, muss erstmal ein neues geschaffen bzw. gefunden werden, wobei erschwerend hinzu kommt, dass wir uns sehr schnell an Situationen bzw. Gegebenheiten gewöhnen.
"Ha", höre ich da schon eine postpubertäre Spätstudentin aufschrein, sie sei immens motiviert und könne diesen Zustand auch beibehalten, bis das Studium beendet wäre.
Nein -ihr müsst euch vorstellen, ich hätte bei diesem "Nein" jetzt meine Stimme gesenkt- das bist bzw. kannst du nicht.
Zwischendurch verlierst du die Lust, wirst sogar demotiviert durch äussere Umstände und musst dich immer wieder neu berappeln. Das kannst du, weil du ein Ziel hast, bei dessen Erfüllung dein Bedürfnis gestillt ist, aber du gehst nicht dauerhaft mit dem selben Elan an die Sache.
Anderes Beispiel: Ein nicht mehr ganz junger Schreiberling hat sich in den Kopf gesetzt, einen Roman zu schreiben. Er tut das nur für sich selbst, hat keinen Verlag dafür, keinen Auftrag und weiss noch nichtmal, ob er das Endprodukt jemals jemandem zum Lesen geben wird, geschweige denn zu veröffentlichen.
So´n Buch schreibt sich aber nicht in 3 Tagen, sofern man nicht Hera Lind heisst und auf Qualität keinen Wert legt. Das einzig vorhandene Bedürfnis ist also, dieses Buch fertig zu schreiben, kein Druck von aussen, keine Deadline, kein finanzielles Interesse.
Schwierig, oder?
Da wird er wohl tricksen müssen...wird sich also Zwischenziele setzen müssen.
So wie unsere Studentin, die natürlich rein fiktiv ist, sich von Klausur zu Klausur, von Semester zu Semester vorarbeitet und motiviert, nimmt er -der nebenbei gesagt nicht ganz so fiktiv ist-  sich beispielsweise vor, in 1 Monat 60 Seiten zu schreiben. Schafft er das, wird er befriedigt auf sein Werk schaun, wohl wissend, dass er gut im Plan liegt und seinem Ziel näher kommt.
Und morgen erzähl ich euch, warum man einen (normal entwickelten) 15jährigen nicht lobt, weil er ohne Stützräder Fahrrad fahren kann.
Oder ganz was Anderes, mal sehn.

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Was ist eigentlich Motivation und wieso hab ich keine?

Was Motivation sein soll, erklären wissenschaftliche Bücher. Sie tun das zwar nicht gut...aber immerhin bekommt man eine ungefähre Idee vom Thema.
Ich unterscheide hier genau wie im Leben eigentlich nur zwischen 2 Arten der Motivation, nämlich dem Selbstantrieb und der Fremdbeeinflussung, die sich nur leider allzuoft als Manipulation entpuppt.
Die Grenzen sind aber auch sowas von fliessend...
Logischerweise will ich etwas von dir, wenn ich dich motiviere - ob´s nur Manipulation ist, hängt von unserem Verhältnis zueinander ab. Als dein Chef beispielsweise versuche ich dich zu besserer, schnellerer oder auch konzentrierterer Arbeit anzutreiben - und habe davon u.A. einen wirtschaftlichen Nutzen. Ist es deshalb Manipulation? Oder könnte es nicht einfach auch so sein, dass ich dir im Gegenzug etwas gebe (und ich meine nicht Geld oder Anerkennung, die beiden Leitmotivationen im Arbeitssektor)?
Was, wenn du dich bei und nach der Arbeit nicht mehr gestresst fühlst, du sehr viel ausgeglichener und besser gelaunt bist?
Als dein (Ehe-)Mann  unterstütze ich deinen Wunsch, endlich eine gute Köchin zu werden, indem ich dich zur VHS fahre und dir gut zurede, wenn der Kuchen wie´n Omelette aussieht. Natürlich habe ich auch einen Vorteil von deinen neuen Fähigkeiten, z.B. muss ich keine Magenmittel mehr einnehmen.
Manipulation?
Ganz selbstlos ist man nie - keiner!
Das liegt ganz einfach an meiner eigenen Motivation (bzw. meinem Motiv), deinen Wunsch zu fördern.
Manchmal muss ich diesen Wunsch erstmal in dir erwecken und genau das muss ein guter Motivateur können.
Was sich so Motivationscoach nennt und unter 30.000 Watt auf einer Bühne rumhampelt, kann das gar nicht.
Wie auch? Er setzt voraus, dass du bereits ein Ziel hast (i.d.R. Geld, viel, viiiiiel Geld) und dafür nimmt er dir oder deiner Firma Geld, viel, viiiiel Geld ab.

Und wieso du keine Motivation hast, weiss ich nicht.
Sag´s mir!

Samstag, 2. Oktober 2010

Von Mäusen und Menschen (reloaded^^)

Menschen sind, wem ist es nicht schon mal aufgefallen, unterschiedlich.
Während sich die einen ´nen Sturzhelm aufsetzen, bevor sie kurz zum Aldi um die Ecke radeln (ja Kinder, das is´richtig so, immer schön machen!), klemmen sich andere zwei Bretter unter die Füsse und nageln mit 100 Sachen die Piste runter, bestenfalls mit ´ner Wollmütze behütet; einige sammeln Briefmarken, andere Frauen/Männer/beides; nicht wenige wägen alle Pro´s und Contra´s ab, bevor eine Entscheidung gefällt wird, ein nicht unerheblicher Anteil tut dies intuitiv.
Es gibt bei menschlichen Handlungsweisen kein Gut oder Böse, kein Richtig oder Falsch (ausgenommen sind hiervon selbstverständlich Taten, die eindeutig gegen Gesetze oder allgemein als recht sinnig anerkannte Moralvorstellungen verstossen).
Diese Erkenntnis ist weder neu, noch bahnbrechend und dürfte eigentlich jedermann bekannt sein. Dennoch neigen wir dazu, unser eigenes Handeln und Denken als das richtige anzusehen  und abweichendes im günstigsten Fall mit Befremdung zu notieren und strafen.
Anders wird das erst, wenn entweder wir oder Andere an uns   Rückschritte, Stillstand oder, um´s einfach auszudrücken, beim besten Willen keine Motivation feststellen und diesbezüglicher Handlungsbedarf gesehen wird.
Da kommen die Mäuse ins Spiel, nämlich diejenigen, die wir abdrücken müssen, damit uns irgendwer aus der Misere hilft, der elendigen. Selbst haben wir das leider ja nie gelernt, also wenden wir uns scheinbar geeigneten Personen oder gar Gruppen zu. Die finden wir beispielsweise, wenn wir mit "motivation training" unter google.uk suchen, satte 22.220.000 Mal.
Von dem ganzen Käse ja eh keinen blassen Schimmer habend, picken wir uns einen Eintrag raus; nehmen wir spasseshalber "Alpacas über die Alpen führen". Zwar fragen wir uns noch, warum es unbedingt Alpacas und nicht meinetwegen ´ne Kuh, ein Schaf oder ´n Köter und ausgerechnet die Alpen, wo doch das Rotharrgebirge oder die Rhön gleich um die Ecke liegen, sein müssen, aber wer mag sinnkriselnd auch noch als kleinlich gelten.
Wir lernen, so verspricht  der Anbieter, uns a) in der rauen Bergwelt zu behaupten  (wo doch der Konkurrenzkampf in der unsrigen Wirtschaft auch so rau sei)  und b) das Führen (wobei wir das Zottelviech mit einem Mitarbeiter zu vergleichen hätten, der, uns anvertraut, auf uns baut und sicher auf seinem Weg, der ja auch der unsere sein soll, begleitet werden will).
Stimmige Erklärung oder Psychlogie für Brigitte-Leser?
(Wie heisst noch gleich mein Blog?)

Es wäre jetzt ziemlich böse von mir, zu behaupten, datt Viech wäre ohne uns dreimal schneller vorangekommen, also lass ich´s.


Ich lasse ferner mal dahingestellt, ob der Anbieter sich einfach die Dummheit der Menschen zu Nutze macht oder er selbst glaubt, was er da verspricht...entscheidet selbst!

Freitag, 1. Oktober 2010

Intelligenz und Dummheit (2)

Bevor noch Antworten wie  "der Eisverkäufer, weil er seine Eisdiele direkt neben dem Handy-Shop aufgemacht hat", zum vorherigen Post eintrudeln, werde ich mal meine unbeliebte Meinung  kund tun.


Es gibt keine (und ich wiederhole: KEINE, auch nicht MENSA-Test o.Ä.) eindeutigen Parameter zur Feststellung, was dumm oder intelligent ist. Das liegt an der ziemlich einseitigen Definition der Wissenschaft und der Ausrichtung auf logische Schlussfolgerungen, die bei näherer Betrachtung nicht stand hält, denn ein Mathematik-Prof., der locker in der Lage ist, eine Formel mit mehreren Unbekannten innerhalb kürzester Zeit aufzulösen, jedoch am einfachen Aufsetzen eines Beitels im richtigen Winkel scheitert, würde von mir bestenfalls ein "befriedigend" in der Gesamtnote bekommen. Ihm fehlen da einfach Erfahrungswerte...Wissen oder Bildung könnte man auch substituiv hier einfügen.
In unserem kleinen Beispiel heisst das: beide sind gleich intelligent, weil sie das Problem gelöst haben, jeder auf seine Art und Weise. Am schlauesten wäre es sicher gewesen, dem Bengel 10 Euro (bitte jetzt keine Diskussionen über die Angemessenheit der Besoldung) in die Hand zu drücken, damit er einem zeigt, wie´s funktioniert. Das widerum setzte voraus, dass A und B in der Lage sein müssten, das eben Gelernte zu begreifen und im Bedarfsfall zu memorieren.


Folglich gibt es auch keine eindeutig falschen oder richtigen Antworten (wenn ich hier Fragen stelle, wird es btw selten darum gehen), was ich jedoch eindeutig sagen kann, ist: Es werden (fast) immer die B´s Manager.
Und da liegt die Krux.
Dieser Mensch wird dich oder auch mich oder irgendwen nie motivieren können, mich mit dem, was ich zu tun habe, auseinander zu setzen.
Bei mir würde immer A den Job kriegen.
*Heiligenschein wiener*

Mittwoch, 29. September 2010

Eine Welt ohne Frühstückskörbe

...ist ziemlich langweilig und trostlos, daher mach ich mich jetzt mal an die Auflösung der kleinen fiesen Fangfrage da unten, nicht ohne die Hoffnung zu begraben, danach einen noch nie dagewesenen Boom an verschickten Leckereien auszulösen.
Es sind sehr, sehr gute Gründe angeführt worden. Allerdings doch eher für das Motiv überhaupt wieder zu bloggen...mal von so ´nem Exil- Schweizer mit Migrationshintergrund abgesehen.
Dabei ist es viel einfacher, als man sich das denken mag: Ich werde  -hab das ja an anderer Stelle angekündigt-  ein Buch schreiben, das sich jedoch nicht mit derlei Thematik befassen wird, sondern ein stinknormaler Roman werden soll; der Plan dafür besteht schon ewig. 
Bei der Entwicklung der Charaktere  ist mir etwas aufgefallen, nämlich wie schwierig es doch immer wieder ist, nicht in Klischeevorstellungen zu verfallen. Als ich dann auch noch einen wirklich dermassen dürftigen, um nicht zu sagen miserablen Artikel in der Tageszeitung las, wo ein Personaler (weiss jetzt nichtmal mehr, ob der Personalberater, -manager, -rekruter oder sonstwas war) sich darüber ausliess, wie schwer es doch sei, geeignetes Menschenmaterial zu finden, stand´s fest.
Da ich eh schon wieder vorhatte zu bloggen, diesmal das Blog jedoch unter ein Motto stellen wollte, kam mir die an Genialität grenzende Erleuchtung: Das ist dein Thema - wieso sind Personaler so dumm, wieso sind Chefs so dumm und wieso ergibt sich der Grossteil der Menschheit widerstandslos den Mechanismen, die diese unsagbare Dummheit fördern.
Es -das Blog nämlich- wird viel von Arbeit handeln, denn sie ist es, die unser Leben bestimmt, unser Lebensstandard ist von ihr abhängig, unser Tagesrythmus sowieso und auch unser soziales Umfeld wird von ihr beeinflusst. Sie ist der Schlüssel zum ICH.
Das lasse ich jetzt mal so stehen, um mir noch Raum für viele schöne derbe Posts zu lassen.

Angefangen habe ich mit dem Post über diese unsäglichen Motivations-Leitfäden, die nun schon seit Jahrzehnten in Umlauf sind (und einige davon seit genau so langer Zeit in den Sachbuch-Bestseller-Listen), weil gleich mal zu Anfang klar gestellt werden sollte, was davon zu halten ist: nämlich rein gar nichts!
Pure Manipulation und Geldmacherei.
Warum, glaubt ihr, verkaufen die sich denn so gut? Nun, das ist ganz simpel: Die Menschen setzen Glück und Erfolg mit  Geldbesitz gleich. Es geht immer nur um Aufstieg und um noch mehr Kohle scheffeln.
Wenn dem so wäre, würden Kurt C., Janis J. und   auch Elvis P. wohl noch leben, oder?

Übrigens, wer Zweifel an meiner Kompetenz hegt, dem schicke ich gerne mal ein paar Eckdaten meines Lebens und lasse alle meine (Ex-) Angestellten die Blogadresse wissen und hier kommentieren.

Abschliessend (was, schon vorbei? *ooooh*) eine revolutionäre Neuigkeit:
Ihr dürft Themenvorschläge machen.
Nun, seid ihr gerührt?

Achja - nebenbei gibt´s natürlich auch ´n paar Stories, die  (auf den ersten Blick) rein gar nix damit zu tun haben.