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Samstag, 15. September 2012

Sex and Drugs and Rheumadecken




Gelüstet es eine Band nach Aufmerksamkeit, Prestige und schlappen 1,2 Millionen -Rentner, Babies und diverse andere Randgruppen eingerechnet- Fans, die denken, sie könnten mit der Streifenkarte ins Konzert gelangen, dann nennt man sich nach einer U-Bahnhaltestelle.
Das funktioniert allerdings nur in München. Jedenfalls kenne ich keine Schlager-Combo, die sich Mümmelmannsberg, Jungfernstieg oder Kellinghusenstrasse nennt, was aber letztendlich auch völlig egal ist, weil´s nichts zum Fortlauf des heutigen Beitrags beiträgt.

Die obigen, sich und ihre Lala darbietenden Herren wurden von uns licht- und beschallungstechnisch ausstaffiert, dereinst in den späten 90ern des vorangegangenen Jahrhunderts. Zu dem Zeitpunkt waren sie schon so einige Jährchen jenseits ihres Zenits, genau wie ihre Fans, und weil sich das so gut traf, trafen sich beide Gruppen auf einer Benefiz-, Geburtstags- oder Weissnichmehr-Party.
Verwelkender Ruhm meets ebensolche Körper.
Ein lauer Spätsommerabend, 19 Grad so in etwa, Schafswollplaids und Inkontinenzmittel machten die Runde, da kam uns die ansich glänzende Idee, in sexuelle Interaktion mit den Catering-Mädels zu treten, was nicht nur dem besseren Miteinander, sondern auch hygienisch besserer Verpflegung förderlich sein sollte.

Pille, Apothekerssohn aus gutem Hause, war aus nachvollziehbarem Grund unser Sicherheitsbeauftragter und Beschaffer allerlei bewusstseinseliminierender Tinkturen und Pülverchen, ausserdem Brillenträger und da es noch kein Mobbing gab, schickten wir ihn einfach so an den Bühnenrand, um bemerkenswerte Zwischenfälle zu bemerken und deren Folgen möglichst einzudämmen.
Plötzlich ertönte, wir befanden uns noch in der geschlechtlichen Erkundungsphase, ein lauter Hilferuf.
Also Büx wieder an, zum Podest geeilt und den Hintergrund erfragt.
Der bestand im Wesentlichen darin, dass die dünne Stimme des Sängers allenthalben die erste Reihe erreichte, was jedoch bestenfalls sekundär an der Technik lag.
So regelte ich erfolglos an Reglern, drehte an Knöpfen, verkabelte neu und beruhigte die aufgebrachte Seniorenmasse, bis nach etwa 20 Minuten heftigster Regen einsetzte, der zum Abbruch des Konzerts und einhergehender Abreise der Essensmannschaft führte.

An jenem Abend ging ich sehr unbefriedigt ins Bett, die alten Menschen auch. Aber nicht in meins.


Freitag, 7. September 2012

Der Arschlochvogel

Dem aufmerksamen Pedanten wird´s vielleicht schon mal aufgefallen sein, dass ich mich hier nur nachts oder gar frühmorgens aufhalte und die Welt mit Kommentaren und/oder Posts beweisheitere.
Das hat Gründe, die jetzt näher auszuführen ich aber keinen Bock habe, nur  soviel: Wir befinden uns hier nur evolutionstechnisch gesehen in einer anderen Zeitzone, folglich sind die Zeitangaben korrekt, was wiederum auf allgemeine Nachtaktivität meinerseits schliessen lässt, die morgendliches Schlafen erfordert.
So wollt ich auch gestern tun, allein ein Piepmatz hatte da wohl was gegen. Unterm Dachfirst sass ein Spatz, Rotkehlchen, Falke, Adler, Airbus (vermutlich Zutreffendes bitte ankreuzen, kenn mich da nicht so aus) und dachte, zwitschern zu müssen, wohingegen ich friedlich und stumm in meinem Bettchen verweilte.
Ich zum Fenster:
"Hau ab, du Drecksviech, will pennen!"
"Tschiep?"
Suche was zum Werfen, find aber nix. Wieso hab ich keine Wurfgeschosse in meinem Schlafgemach? Da ist Aufrüstung angebracht, ein DIY-Nato-Doppelbeschluss wird gleich mal mental ratifiziert.
Bis dahin schlage ich aber erstmal das Fenster laut zu. Tweety fliegt weg. Ich zurück in die  Kiste.
Etwa 5 Minuten später, das Sandmännchen schickte sich an, Feierabend zu machen, war er wieder da.
"Tschieptschieptscherieptschieptschiep."
Schmeisse einen Schuh in seine Richtung.
Vogel weg, Schuh auch. Schnell was angezogen, Schuh wiederholen, treffe Nachbarn.
"Wos mochsten du da? Solltest net schlofen?"
Ich werde ihn erschlagen. Eines schönen Tages werde ich ihn erschlagen. Mit einem Kantholz. Aber nicht jetzt. Jetzt bin ich zu müde.

Man könnte, wenn man denn wüsste, was es heisst,  ja antizipieren, ich hingegen  mach´s kurz:
Nach 2 ähnlich gelagerten Fortsetzungen schnappte ich mir Kissen und Bettzeug und legte müdes Haupt samt zugehörigem Körper aufs Sofa im benachbarten Wohnzimmer.
Schon bald schlief ich ein und träumte von halben Hähnchen und wie ich grad herzhaft in eins reinbeissen will, da klingelt der Wecker.
Guten Morgen, Welt.
Wie ich das Bettzeug zurück ins Schlafzimmer  bringe, sitzen da 2 von denen auf der Fensterbank und tschiepen sich an.
Kriegt man für Doppelmord eigentlich mehr aufgebrummt?

Donnerstag, 30. August 2012

Probier´s mal mit Gemütlichkeit

Grad letztens, die Jüngeren werden sich erinnern können, den Älteren empfehle ich Knoblauchpräparate, sprachen wir ja ein bisschen über das Glück und seine vielfältigen Erscheinungsmöglichkeiten.

Es ist noch gar nicht so lange her, da zog die just wieder bei mir zur Erholung weilende Andrea  in meine kleine, wenngleich feine Wohnung am Waldesrand. Das ist für einen Menschen, der in Barcelona in einem Viertel, wo jeden Nachmittag um 5 Happy Hour bei den Dermatologen ist und davor in einem Hamburger Stadtteil lebte, in dem es kein Grün mehr gibt, seitdem die Polizisten neue Uniformen haben, zunächst ein Schock und die ersten Nächte mögen wohl sehr aufregend gewesen sein.

So klingelte in der zweiten mein Handy, dran war sie und gab mir unmissverständlich zu verstehen, dass da ein wildes Tier ums Haus schliche, bestimmt ein Wolf.
"Hier gibts keine Wölfe!"
"Dann ein Bär."
"Das", log ich dreist, "kann auch nicht sein", denn gelegentlich tauchen hier in der Gegend tatsächlich  Bären auf. Sagt man dann natürlich nicht. "Wenn´s ein Braunbär ist, frag ihn doch mal, wieso er seinen Cousin angeschwärzt hat", scherzte ich frohgemut, erntete jedoch nur die ziemlich harsch vorgetragene Aufforderung, mich gefälligst unverzüglich vor Ort einzufinden und dem Spuk ein Ende zu bereiten.
Wohldenn, Superheldenkostüm übergestreift, Taxi geordert und zum grossen Halali geblasen.

Und wie ich so ums Haus pirsche, überlegend, welche meiner Superkräfte ich bei Meister Petz zum Einsatz bringen würde, ist ein eindeutiges Rascheln im Gebüsch zu vernehmen.
Todesmutig werfe ich mich in selbiges und vor mir steht, wahrscheinlich genauso dämlich wie Andrea am Fenster guckend, ein Igel. Er ist gestellt, sieht die Ausweglosigkeit seiner Situation voll und ganz ein und rollt sich zusammen, was ich als bedingungslose Kapitulation werte.

So war das...und wie vorhin mein Telefon läutet, da dachte ich natürlich sofort an Kleinwild und junge Frauen reissende Igel und bereute schon, mein Superheldenkostüm grad gestern erst in die Reinigung gegeben zu haben, als eine zarte Stimme am anderen Ende der Leitung fragte, wann ich denn wohl heimkäme, weil sie nämlich ganz fürchterlich müde sei und jetzt ins Bett gehen würde.
"Es wird spät, viel zu tun, schlaf gut."
"Gute Nacht, Grosser, ich hab dich lieb."

Und das, meine lieben Freunde und Feinde dort draussen an den Monitoren, wo auch immer ihr sein mögt, das ist Glück.

Mittwoch, 29. August 2012

Chez Jaques

Seitdem ich den Eingeborenen hier gezeigt habe, wie man Feuer macht, verehren sie mich quasi wie eine Gottheit, was ich  wiederum für durchaus angemessen halte und somit gutheisse.
Gestern nun, wir, will heissen Andrea und ich, lagerten unsere Luxuskörper ob der hohen Temperaturen und des allgemeinen Wohlbefindens wegen am örtlichen See zwischen, da sagt die doch plötzlich zu mir: "Deck mal deinen Kopf mit ´nem Handtuch zu, ich will, dass die anderen Frauen neidisch auf mich sind!", was ich als ungeheure Respektlosigkeit meiner sorgsam gepflegten Kopfbehaarung gegenüber deutete.
Ihr alle kennt Jon Bon Jovi? Wir hatten bis vor wenigen Stunden etwa die selbe Frisur, nur dass meine Haare etwas weniger und auch sehr viel grauer waren; a bisserl länger auch, eher links denn rechts gescheitelt...aber sonst: total gleich.
Man weiss ja schliesslich, was sich als Rockstar gehört.
Andrea aber, die ja immer was zu meckern findet, wenn ich nicht grad eine Kreditkarte in der Hand habe, meinte, eine schnieke Kurzhaarfrisur sei die ideale Ergänzung für meinen stylischen Körper.
Nachdem man ja nicht einfach junge Frauen im See ertränken darf, musste ich mir ´ne geschlagene halbe Stunde ihr Geseiere anhören und sah mir nicht mehr anders zu helfen, als in einen sofortigen Friseurbesuch einzuwilligen.
Ich sah, so meine Hoffnung, ja so ´nen federbeboaten Coiffeursmaitre die Hände überm toupierten Haupt zusammenschlagen und mit Verweis auf die boomende Konjunktur und allgemeine Nachfrage mir kopfschüttelnd einen Termin "Öndö Säptömbör" anbieten.
Ja, Scheisse aber auch.
Platz nehmen sollte ich und zwar gleich hier, womit er auf so ´ne Art gynäkologischen Stuhl nur ohne höhergelegte Beinablage deutete, mich in eine Kamera grinsen liess und fortan diverslichste Frisuren auf meinen digital enthaarten Kopf applizierte, immer von Andrea´s Lauten begleitet, die entweder Zu- oder Abneigung signalisieren sollten, für mich jedoch jedesmal gleich klangen, nämlich wie das Quietschen einer auf dem heissen Grill vergessenen Bratwurst.
Irgendwann waren die beiden sich handelseinig, ich durfte kurz abnicken und konnte den Scherenkünstler nur noch darauf hinweisen, dass ihm im Falle des Missslingens die Hände gebrochen würden. Natürlich würde ich´s wie ´nen Unfall aussehen lassen, klar.
Und siehe da: Jede Kokosnuss sieht nunmehr wie Jimmy Hendrix aus gegen mich, der Helm, den ich auf Austria´s Next Topmopped zu tragen pflege, schlackert mir um die freiliegenden Ohren und ich wirke, ich darf mal zitieren, und zwar die absolute Mehrheit der weiblichen, in meinem Umfeld marodierenden Bevölkerung, mindestens 10 Jahre jünger. Also wie 19. Operation gelungen.

www.lachmeister.de


 Aber der hier ist auch nicht schlecht, oder?

Montag, 20. August 2012

Rock´n Roll, I gave you all the best years of my life


Ein Jeder kennt das: Man hat Besuch, trinkt 2-3 Tassen grünen oder wahlweise auch Kamillentee miteinander und schon gerät man ins Schwelgen. Vergangene Zeiten passieren Revue. Rührseligkeit macht sich breit.
Hach, Andrea hätte gerne, dass ein Mann mal sowas für sie tut: http://demiansunheilewelt.blogspot.co.at/2009/06/heart-of-gold.html

und ich würde mich ja ganz narrisch freun tun ob solcher, für nächsten Samstag (hatte ich das schon erwähnt?) anstehender Geburtstagsständchen:
http://demiansunheilewelt.blogspot.co.at/2009/12/danke.html

Wenn ich´s nicht sowieso schon getan hätte, würde ich einen Grossteil meiner Memoiren dem Teil meines Lebens widmen.
Titel (danke für die Inspiration): Ficköön, aber mit Stil.
Gegenstimmen?

Mittwoch, 15. August 2012

Arrivederci



Mag sein, ich bin momentan etwas zu sentimental, wie ja sogar schon moniert wurde. Das liegt jedoch, da bin ich mir ganz sicher, an meinem bevorstehenden Geburtstag, der die Schwelle zum Altwerden in fühlbare Nähe rücken lässt..
Eigentlich habe ich ja nichts gegen das Alter als solches: Die Leute reden langsam, deutlich und vor allem laut mit einem. Wenn man´s bis zum Klo schafft, bevor die Blase vollständig geleert ist, bekommt man Lob und selbst geistig minderwertige Leistungen wie das Lösen des Kreuzworträtsels in der 4-Buchstaben-Zeitung finden Anerkennung.
Schöne Bilder wie das obige, rein zufällig bei der Lieferung der Kerzen für meine Geburtstagstorte aufgenommene, kann man immer wieder neu entdecken, weil man zwischenzeitlich recht gerne mal vergisst, was es mit ihnen auf sich hatte.


Das betrifft ja aber eher die Zukunft, während die Gegenwart, die schockierende, mir zunehmend Aufgaben zuteilt, um die mich nicht wenige zwar beneiden würden, deren Ausführung jedoch nur solch mit einem derartigen Fingerspitzengefühl wie dem meinigen ausgerüsteten Individuen anvertraut werden sollten.

Es begab sich nämlich, dass Klagerufe an mein Ohr drangen. Die bezogen sich alle auf einen  Gast, der ziemlich merkwürdige Ein- und Vorstellungen zum Gastsein an den Tag legte, wie mir glaubhaft von diversen Stellen versichert wurde.
Der gute Mann, Ende 50 und anscheindend so gestopft, dass eine 35 Jahre jüngere Frau ihm seine Porsche-911-Turbo-Schlüssel hinterhertrug, hatte sich vor etwa 1 Woche entschlossen, den Urlaub bei uns zu verbringen. Eine ansich gute Entscheidung, jedoch sollte man in der Hauptsaison eventuell doch mal etwas früher buchen oder man muss, wie in seinem Fall geschehen, schonmal damit rechnen, zwischenzeitlich innerhalb des Hotels umzuziehen.
Bei seiner Ankunft mitten in der Nacht hatte er sich wohl als erstes beim Nachtportier darüber beschwert, dann liess er  den Autoschlüssel zurück mit der Aufforderung, sein Gepäck nach oben zu bringen.
Kein Problem, Nachtportier sucht im 911er den Krempel zusammen und liefert aufs Zimmer.
Stunde später kommt Gast runter, geht zum 911er, kehrt mit so ´nem Handgelenkstäschchen zurück und pflaumt den Nachtportier an, ob der denn wohl zu blöd wäre, sämtliches Gepäck zu finden, schmeisst Verpackungsmüll auf die Rezeption, behauptet, das sei aus dem eben frisch bezogeneen Zimmer und verlangt obendrein einen Apfel - nachdem er sich versichert hat, dass in der bereitstehenden Obstschale alles Mögliche, nur kein Apfel mehr ist.
Peter, unser Nightmare, äh, Nachtportier, ist ein besonders geduldiges Menschenwesen, sucht nach Fassung und Apfel. Wieder an der Rezeption angelangt, muss er feststellen, dass Gast mittlerweile verschwunden ist.

Am nächsten Tag weigert er sich, für an der Bar bestellte Getränke gegenzuzeichnen, pinkelt gut sichtbar in den Pool und hält die Rezeptionistinnen mit allerlei Extrawünschen wie Zusatzkissen, Allergikerbettdecken, Bademantel in exakt seiner Grösse etc.pp. auf Trab, aber immer schön häppchenweise.

Abends furzt er laut vernehmlich und ohne jegliches Schamgefühl im vollbesetzten Speisesaal. Andere Gäste beschweren sich beim Restaurantleiter, der ihn freundlichst bittet, sich ein wenig wie ein zumindest menschenähnliches Wesen zu benehmen.
Affenaufstand, Rumgeschreie, Trara und die übliche Drohung, in entsprechenden Internetportalen eine Bewertung der unzumutbarebn Zustände in unserem Haus abzugeben.

Der Direktor wird eingeschaltet und verabredet eine Unterhaltung im Büro, zu der aber nicht erschienen wird.
Ich werde eingeschaltet, rufe den Fraggle an, der legt mitten im Gespräch auf.
Ich runter ins Restaurant und lasse mir den Typen zeigen.
Ich muss immer aufpassen, dass ich nicht wie ein potentieller Serienkiller wirke, wenn ich Leuten etwas sagen, dabei aber ruhig bleiben muss. Also zische ich ihm zu, dass ich ihn mitsamt Stuhl und wenn´s sein muss auch Tisch hinaustrage, falls er sich nicht bequemt, mit mir zu kommen.
Was ich ihm zu sagen hätte, könne ich ihm auch gleich dort sagen, lässt er mich wissen und setzt dabei ein dermassen überhebliches Gesicht auf, dass mir offenbar die Beherrschung ein wenig flöten geht.
Zeugen berichten, ich hätte ihn einarmig hochgehoben und hinausgetragen, aber das halte ich für Übertreibung. Jedenfalls ist er irgendwie draussen gelandet.
Sein Gepäck auch.
Türkarten decodiert.
Seine Alte, die ja eigentlich eher ´ne Junge war, hat wohl noch versucht, bei anderen Gästen sowas wie Empörung hervorzurufen, ist damit aber kläglich gescheitert.
Von Applaus für den kräftigen jungen Mann  war die Rede.

Cést moi.

Sonntag, 5. August 2012

52

Das ist nicht etwa meine Schuhgrösse, nein, das ist die Anzahl der Jahre, die meine Eltern heute verheiratet sind.
Und zwar miteinander!
Wie sehr man sich doch in Menschen täuschen kann, denn als ich auf die Welt kam, so ein paar Jährchen nach der Eheschliessung, und mir deren Gehabe eine Weile angeschaut hatte, hab ich ihnen nicht mehr als ein, bestenfalls zwei weitere Winter gegeben.
Heutzutage sind die meisten ja schon froh, wenn sie´s totschlagsfrei 52 Wochen miteinander aushalten, so wie ich zum Beispiel nach dem Gang zum Standesamt.

Von daher gratuliere ich aufrichtig und respektvoll zu dieser Leistung.
Tassen hoch!


Und wenn ihr wieder nüchtern seid (also ihr jetzt, nicht meine Eltern), dann kann mir vielleicht mal jemand verraten, wie man dieses "quot...quot", das immer rechts bei den Kommis erscheint, wo eigentlich Umlaute, Anführungsstriche und so´n Gelump stehen müssten, wegkriegt.

Voll das interaktive Blog hier, wa?

Donnerstag, 2. August 2012

Höher, schneller, weiter


Wegen der bislang nicht ganz so dollen Ausbeute der österreichischen Sportler bei den olympischen Spielen (0 Medaillen nach 73 Entscheidungen) habe ich mich entschlossen, eine zu spendieren.
Ist zwar eine von Peking 08, aber da habt ihr ja auch nicht viel gerissen.
Da, Jungs und Mädels. Für Euren Mut, Einsatzwillen und Trotz.
Wer weiss, vielleicht wird Murmeltierwerfen oder Dirndlnähen ja eines Tages olympisch. Dann seh ich Euch ganz weit vorne.

Leider komme ich kaum zum Gucken, aber am lustigsten fand ich bisher Judo der Männer, Superleichtgewicht bis 60 kg.
Stelle mir vor, wie so´n Zwerg einem an den Klamotten rumrupft:
 " Geh, Bub, lass das!"                                               
Und wenn er nicht hört, schmierste ihm eine.

Schwer enttäuscht war ich vom Degenfechten, denn sein wir doch mal ehrlich - darunter versteht man doch nicht blinkende Helme und quiekende Frauen, nein, da denkt man an D`Artagnan, Porthos, Aramis und meinetwegen auch Athos, Lady de Winter und dralle Fräuleins in viel zu knappen Miedern.
Ich jedenfalls.
Bestenfalls noch an geschmeidige Edelmänner, die ihrem Gegenüber ein  "Ich fordere Satisfaktion!" samt weissem Handschuh entgegenschleudern und sich im Morgengrauen vorm Stadttor treffen.
Sorry für die Melancholie, aber so war sie halt, meine Jugend in NRW.

Schwimmen war insgesamt gesehen recht bieder, Mann, und auf Frauen mit ´nem Kreuz wie´n Bergmann steh ich auch nicht so wirklich. Was soll´s, wenn´s schnell macht...

Boxen war ja auch schon. Schau ich aber nicht. Das wär, als ob Brad Pitt sich B-Movies reinzieht, wie mal in aller Bescheidenheit gesagt werden muss. Bescheiden ist exakt die richtige Bezeichnung für das derzeitige Amateurboxen. Meinetwegen könntense das komplett streichen und dafür Jazz-Gymnastik reinnehmen. Teilnehmen könnten die selben.

Bald geht´s ja richtig mit Leichtathletik los. Gott sei´s gepfiffen und gedudelt.
Ist das nicht erstaunlich - die beiden schnellsten Männer der Welt sind ausgerechnet Jamaikaner...vielleicht hab ich doch zu früh mit dem Kiffen aufgehört?

Beim Reiten sind wir ja auch immer unter den Besten, nicht nur das erregt meinen Neid - das sind die einzigen Sportler, die ihr Sportgerät nach Beendigung der gemeinsamen Karriere aufessen können.

Ich hab ja auch schonmal versucht, meine Skier aufzufuttern, das war aber eher unbeabsichtigt und hat mich zwei meiner schönsten Zähne gekostet, die ich anschliessend für teuer Geld ersetzen lassen musste.

2016 wird Kite-Surfen olympisch.
Hmm, da wär ich 53. Ob ich da noch mitmachen darf? Weiss das einer von euch?

Samstag, 30. Juni 2012

Smokin´Joe

Manchmal, wenn mir langweilig ist, poste ich ein Nacktbild auf Twitter und stelle mir dabei vor, wie eine technologiefeindliche MILF versucht, das Foto zu maximieren.
Das hilft über vieles hinweg.
Heute war mir nur halb langweilig, daher gab´s nur die untere Hälfte, überschrieben mit der Frage, ob so etwa ein Raucherbein aussähe.
Drauf gekommen war ich durch eine doch etwas hitzig zu nennende Diskussion mit einem Gast, der sich irrtümlich berufen fühlte, mir Vorschriften machen zu können, wo in diesem, meinem Hotel ich paffen dürfe und wo eben nicht. Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass wir eine noch relativ neue Rezeptionistin haben, sich mein Büro hier in diesem Haus hinter der Rezeption befindet, ich im Türrahmen stehend mit ihr Konversation betrieb und dabei genüsslich dem Nikotingenuss fröhnte, sie mich ausserdem als einen netten, zuvorkommenden, höflichen, moderaten und eloquenten Menschen kennt (halt das volle Programm, wie ich mich bei den Leuten erstmal einschleime, um sie dann gnadenlos für meine Zwecke auszubeuten, Stichwort Weltherrschaft erringen), der gar nie niemals nicht böse wird.

Frechheit Nummer eins : Gast quasselt mir ins soeben geführte Wort
Frechheit Nummer zwei : Will Badelatschen
Frechheit Nummer drei : umsonst

Dann, eher beiläufig, wie´s alle Querulanten machen, meint er erwähnen zu müssen, dass ich dort nicht rauchen dürfe, weil Nichtraucherschutz, Ozonloch, zerfallende Eurozone blablabla.
Netter Vortrag eigentlich, redet flüssig, wenig aufgeregt und doch schien mir die schlussendlich beinahe gezischte Aufforderung, ich solle doch gefälligst die Kippe ausmachen, ein wenig deplatziert.

Zuerst wollt ich ihn ja fragen, ob er denn wohl noch alle Würstchen auf dem Grill habe, nahm davon jedoch Abstand, wohl weil ich die Antwort eh wusste, aber auch, um Nina, die Neue, nicht zu verschrecken.
Mir war  -hab ja auch noch  Ohr und ein bisschen Ellbogen- so gar  nicht nach Konfrontation, also begab ich mich wortlos ins Büro, schloss fein säuberlich die Tür, legte den Soundtrack zu "Natural born Killers" ein und versuchte darüber, die menschliche Dummheit zu vergessen, was mir aber nur partiell gelingen mochte, weil schon bald darauf Nina klopfte.

Sie wolle mir nur mitteilen, dass der Typ jetzt den Direktor sprechen wolle, brach es mit zarter Stimme aus ihr heraus, in der ein fragender Unterton lag.

Sie ist neu, sagte ich das schon?

Alle meine Direktoren müssen während der Dienstzeit  ein Halsband tragen. Mittels Knopfdruck kann ich ihnen moderate Stromstösse verpassen. Vielleicht hat mich der Verkäufer aber auch nur beschissen und das sind Funkpiepser.

Jedenfalls kam Hansi kurz drauf. Hansi heisst nicht wirklich Hansi, seinen richtigen Namen habe ich vergessen. Ich nenn ihn nur so ob seiner Hansi-Hinterseer-Gedächtnisfrisur, was aber nichts zur Sache tut.
Kurze Einweisung in den Sachverhalt, längere Abwesenheit Hansis, Wiederauftauchen Hansis.
Hartnäckig sei er, der Typ nämlich und ich solle die Suppe doch bitteschön selber auslöffeln, weil ja schliesslich ich der Raucher sei und er, Hansi nämlich, grad ein wenig vergnügungssüchtig sei.

Und so schwebte ich auf einer Wolke der Friedfertigkeit zum Gaste, dem in vielerlei Hinsicht gestörten und fragte nach dem Begehr. Dem schienen jedoch mittlerweile die Eier auf Rosinengrösse geschrumpft zu sein, hatte ihm Nina doch gesteckt, wer ich sei, warum, wieso und überhaupt.
Kleinlaut gab er zu verstehen, dass es sich wohl um ein Missverständnis gehandelt habe, ihm das alles ganz fürchterlich leid täte und er im nächsten Leben sowieso als Frosch wiedergeboren würde.
Er hätte ja nicht -und da beging er den entscheidenden Fehler- gewusst, wer ich sei.

Nun, so eine Gelegenheit kommt selten und liebevoll griff ich zu.
Wäre ich also nur ein popeliger Angestellter, hielte er sein Benehmen für adäquat?

Feuer frei.

Nach einigen eher allgemein gehaltenen Beschimpfungen lud ich all meinen Frust ab, machte ihn für Weltkrieg 1,2 und alle noch folgenden verantwortlich, lastete ihm völliges Versagen bei der Bekämpfung der Weltwirtschaftskrise, dem miserablen Eurokurs, Gleichstellung der Geschlechter und Modern Talking an und verbot ihm schliesslich, in den gekennzeichneten Raucherzonen nicht zu rauchen.

Nina will jetzt, glaub ich, auch zu rauchen anfangen.

Mittwoch, 27. Juni 2012

Ich hab Ohr

Genau genommen natürlich zwei, aber nur eins davon tut seit Sonntag mächtig weh, weshalb mir unter leichtem bis mittelschwerem Alkoholgenuss bei vorheriger Schmerztabletteneinnahme ein selten schöner doppelter Rittberger vom Barhocker gelang. Jetzt hab ich auch noch Ellbogen, was sehr schlecht ist, weil ich die ja eigentlich beide brauche, um mich gegen die ganzen Hyänen hier durchzusetzen.
Aber ich will nicht jammern.
Vielmehr sei mein Unmut zum  Ausdruck gebracht. Zum einen natürlich über Ohr und Ellbogen, zum anderen aber auch, weil ich ja nicht jammern will, jedenfalls nicht über Ohr und Ellbogen, über die als geradezu verschwindend gering ausgeprägt zu bezeichnende Empathie meiner näheren Umwelt bezüglich meines Ohrs. Und des Ellbogens, nicht zu vergessen.
Da geb ich vorhin, kurz bevor die Sache mit dem Ohr, dem Alkohol, den Schmerztabletten, dem Barhocker und dem Ellbogen passierte, meinen Tipp zum Spiel Portugal gegen Spanien ab, da lacht mich der Interims-Buchmacher, einer unserer Barchefs, doch sowas von aus.
Ich mein, ich hab Ohr, das weiss der. Und jetzt auch Ellbogen.
Jammern möchte  ich trotzdem nicht.
4:1 für Spanien halte ich für realistisch, nie war ein Fuffi so gut angelegt. Ausser in Alkohol. Und Schmerztabletten, aber das möchte ich hier nicht so herausstellen. Könnten ja auch Kinder mitlesen.
Kinder haben ja auch öfter mal Ohr und Ellbogen. So wie ich.
Aber jammern tu ich  dennoch nicht, nur sagen wird man´s ja wohl noch mal dürfen. Nimmt man´s genau, hab ich Mittelohr und linker Ellbogen, falls das irgend jemanden interessiert. Wenn nicht, auch.
Blöd ist ja nur, dass Jammern nix hilft, höchstens beim Arzt vielleicht. Da kriegt man dann noch mehr toll wirkende Schmerztabletten, eventuell sogar was mit Alkohol drin, fällt wieder vom Stuhl und denn ist der zweite Ellbogen auch noch hie.
Und dann sagste was in deinem Umfeld...und was kriegste zu hören?
>Hör auf zu jammern<
Aber ich hab doch Ohr.
Und dann beide Ellbogen.
Unsensibles Pack.

Samstag, 16. Juni 2012

Zäpfchen sind was für´n Arsch

Gleiches gilt -und zwar uneingeschränkt- auch für den sogenannten, von gewissen Stellen propagierten Nationalstolz, der immer wieder gerne hergenommen wird, um einem Menschen, der in der Regel realtiv wenig Anteil an den beachtenswerten Resultaten "seines" Landes hat, eine Identität zu verpassen, die ihm normalerweise mindestens zwei Nummern zu gross sein dürfte.

Oder hast du Christoph Waltz Schauspielunterricht gegeben, damit er seinen zweifellos verdienten Oscar gewinnen konnte?

Bist du der Ingenieur, der bei Mercedes, VW, Audi oder Porsche die scheinbar besten Autos der Welt konstruiert?

Hast du Henry Maske trainiert?

Sind die -in diesem Fall schränk ich´s mal auf die für die Optik zuständigen ein- Gene der Frau Klum, Heidi, deiner DNA entsprungen?

Kannst du die besten Industrieanlagen oder Werkzeuge bauen?

Soll ich dir was sagen? Das alles -und noch viel mehr- hast oder kannst du nicht und allein die Geburt in einem bestimmten, im Laufe der Jahrtausende mehrmals relativ willkürlich und durch Gewalt festgelegten Gebiet  gibt dir keinesfalls das Recht darauf, stolz ein Deutscher zu sein.
Oder Engländer.
Oder Franzose.
Meinetwegen auch Ami.
Oder Angolaner.

Grad jetzt, wo wieder die Besten ihrer Zunft um den Titel des Europameisters spielen, solltest du dich etwas zurückhalten.
Sich freuen, wenn das eigene Team gewinnt, ja, das darf man, und wie.
Letztendlich sollte aber niemand vergessen, dass es sich lediglich um eine Elite, in diesem Fall um die kickende nämlich, handelt und wenn du nicht grad der Herr Badstuber senior oder seines Junior´s Jugendtrainer bist, solltest du dir so etwas wie Stolz auf dessen Leistung verkneifen.
Für den Spieler ist es eine Auszeichnung, eine Anerkennung seiner Leistung, in den Kreis der Besten seines Landes berufen zu werden und wenn du etwas Ähnliches erreichen kannst, dann darfst auch du stolz auf dich sein.
Auf dich, nicht auf dein Land, denn das kann so rein gar nichts dafür, dass du so ein guter Spieler bist, bestenfalls kannst du noch froh sein, kein Indonesier zu sein, denn dann stündest du wohl ziemlich allein da mit deiner Kunst.

Jeder, der Grosses vollbringt, sei es nun im Sport, in der Wissenschaft, der Kunst oder auch Wirtschaft (auch da gibt es echte Koryphäen, man glaubt es kaum), darf und sollte sogar stolz auf das Erbrachte sein. Seine Eltern, Lehrer, Professoren, Ausbilder, Trainer und sonstwie eng Verknüpfte, die auf die eine oder andere Art zu dessen Erfolg beigetragen haben, dürfen diesen Stolz teilen.
Der Rest sollte einfach nur jubeln.


Und wenn mir hier im schönen, mit Sicherheit schönerem als der Lüneburger Heide, Tirol Deutsche  entgegenkommen, nationale Parolen gröhlend, müssen die sich nicht wundern, wenn sie von mir mal eins in die durch doch recht steif gehobene Grusshand freiliegenden Rippen bekommen.
Genau wie die Italiener auch.
Und die Russen.
Polen.
Tchechen.

Mehr Nationen habe ich hier noch nicht entdeckt. Montag in Wien vielleicht.

Schöne Ereignisse werden leider immer wieder durch derlei Vollbratzen gestört und verleiden mir oft genug den Spass.
Und sicher nicht nur mir.

Wenn "wir" am 1. Juli Europameister werden -und das werden wir- , werde ich schreien, glucksen, singen und die Arme (beide) in die Höhe reissen, mit dem wundervollen Gefühl zu wissen, dass, wäre ich 20 Jahre jünger und hätte damals nicht meinem Gegenspieler eine gelangt und den Schiri mit Sand beworfen, mein bewundernswertes Talent mich straight in die Nationalelf geführt hätte .
Und dann wär ich stolz wie Oscar, der kleine Freund von Christoph.

So geniesse ich es einfach nur.


Sonntag, 10. Juni 2012

HAND IN HAND FOR A BETTER WORLD

Jetzt ist ja wieder die Zeit, wo Friseusen zu Freistoss-Furien (das war unbeabsichtigt zweideutig, ich rede vom Fussball) werden. Oft haben sie so wenig Ahnung vom runden Leder und seinem Drumherum ( O-Ton auf Twitter: "Van der Vaart zu Schalke? Joa, wieso nicht, ganz hübsch isse ja"), dass sich UEFA, FIFA und die CAMORRA entschlossen haben, den auf den Platz einlaufenden Spielern bei grossen Turnieren kleine Jungs oder Mädels an die Hand zu geben, damit man sie einwandfrei erkennen kann.
Weiss man also nicht, wie Philipp Lahm aussieht - kein Problem, er ist immer der kleinere von beiden.
Damit er mal ein ganz Grosser, nämlich beispielsweise Europameister wird, sollte ein Sieg gegen Portugal her...und siehe da: Mit einem nicht übertrieben deklassierendem 1:0 wurden der Herr Ronaldo und seine Mitstreiter geputzt.
Gott sei Dank war Ronaldo ab der zweiten Halbzeit so in etwa gedanklich schon beim Abschminken; damit war das einstmals so stolze Seefahrervolk zur Verdammnis verurteilt.
Mehr sollte man zum momentanen Zeitpunkt eher nicht zum deutschen Spiel äussern, auch  Boateng
(eigentlich boah, Teng) nicht, der ebenjenen CR7 in Schach hielt. Es wird gemunkelt, mit nicht ganz lauteren Mitteln. So soll er ihm, Insider-Berichten zufolge, beim Warmlaufen gesagt haben, jemand hätte sein Beauty-Case geklaut.
Nicht ganz fein, nicht ganz fair...aber was soll´s?
Letztendlich zählt der Erfolg allein und den wird sich Holland wohl daheim in der Glotze anschauen dürfen, wenn sie so weiterspielen.

Aber Vorsicht, "Eckehord, die Rrrussen kommen", könnte zum Angstschrei des Jahres werden. Bisher die einzig überzeugende Mannschaft und brandgefährlich. Möglicher Viertelfinalgegner.

Österreich wäre ja auch gerne dabei gewesen, allerdings durfte man nicht schon wieder als Ausrichter fungieren ("Fohrma holt Schi, des könnts ihr Pimpfen net")

Auf den Endsieg, Hansi Flick.
Also ich hab auch keine Stahlhelme bei Ronaldo-Freistössen gesehn, aber bestimmt wollte er eh sagen, dass wenn der uns tatsächlich hinten einen reinballert, das nix macht, weil´s der Volkssturm vorne  dann schon richten wird.
Blöder Versprecher eben.
Nix passiert.

Mittwoch, 30. Mai 2012

Euro-Fever

Bin schon ganz hibbelig. Nächste Woche geht´s los. Am 08.06.2012, 18:00 MESZ, um genau zu sein. Noch weiss ich nicht, ob bis dahin alle streunenden Hunde verbrannt oder nach China exportiert sein werden, die Frau Timotschenko mit der lustigen Frisur und den vielen blauen Flecken in der ukrainischen Mannschaft mitspielen darf und mit dem eigenen Auto anreisende Fans ihre Wegfahrsperren upgedated haben, aber soviel ist sicher:
Wir werden Europameister!
Kein Zweifel erlaubt. Wer letztsamstäglich miterleben durfte, wie wir uns standhaft gegen die Übermacht der Fussball-Giganten aus der Schweiz stemmten, die, wie gemunkelt wird, aus Rücksicht, Scham und Mitleid mit den Euro-Nationen extra die Quali verkackt haben, und nur 5 Gegentore bei immerhin 3 eigenen Toren zuliessen, also wir jetzt, der kann und darf, so wie  auch ich, mit Zuversicht dem Grossereignis entgegensehen und  sogar  -fiebern.

Sicher wollen die Bayern 2012 wenigstens einen Titel mit nach dahoam bringen und wenn der Weisswurst-Uli nicht das Catering übernimmt,bestehet die durchaus reelle Chance auf den Pott.
Also wir reden natürlich nur von den bayrischen und irgendwie eingebayerten Bayern, weil der Robben z.B. ist ja auch einer, ein Bayer nämlich. Spielt aber für die Niederlande, der Batzi, der. Die sind immerhin Vize-Weltmeister und treten alles weg, was nicht bei drei strahlend in Tschernobyl ist.
Gut, wer die letzten Elfer von Robben gesehen hat, dem wird klar sein, dass die Taktik nur heissen kann: Legt sie um im Strafraum, zerrt, zupft, schubst und grätscht, was die Stollen hergeben - die ersten 4 Foulelfmeter wird der Robben alle versemmeln, die Holländer werden völlig demoralisiert sein und Özil braucht nur noch eintüten.
Oder Klose. Aber der spielt ja eigentlich in Rom und hat bestimmt gegen uns gewettet.
Der Italiener ansich betrügt ja schonmal ganz gerne, wenn er legal nicht gewinnen kann, daher werden allen italienischen Nationalspielern mindestens 3 Carabinieri zugeordnet, die ihnen auf Schritt und Tritt folgen müssen. Das wird eng auf dem Platz. Vorteil Spanien.
Die Iberer darf man nicht spielen lassen...läuft der Ball gut, steht mindestens immer einer von denen frei und versucht, dir seine faulen Immobilien anzudrehen.

Gibt´s noch Favoriten?
Frankreich vielleicht? Der Einzige der dort Fussball spielen kann, ist auch so´n nichtbayrischer Bayer und damit bestens ans Verlieren gewöhnt. Keine Gefahr also.
Vamos, Alemania, adelante.
Wer soll uns aufhalten, jetzt, wo die Schweizer nicht dabei sind?
Und Ronaldo darf, wenn seine Kollegen nach der Vorrunde zurück an die Algarve düsen, noch ein bisschen dableiben und unserem Jogi Frisurentipps geben. So ist für alle gesorgt.
Schön wird´s.

Freitag, 16. März 2012

Die Ungnade der späten Geburt

Um 2 Dinge beneide ich meinen Vater: Um seinem Sohn und 5 Schalker  Meisterschaften. Das muss man sich mal vorstellen - kaum war er anno 37 auf der Welt, da beschenkten Fritz Szepan und Co. ihn gleich mal mit dem Finalsieg gegen Nürnberg.
Unsereins, also wir alle, die wir nach 1958 geboren sind, können da nur vor Neid erblassen, uns in Geduld üben und den geilsten Club der Welt  anfeuern, auf dass es doch bitteschön was werden möge mit der Schale.
Oder dem Pott, der gefälligst in selbigen geholt werden soll. Nach  dem gestrigen Abend keimt da die Hoffnung wieder wie 2 Jahre alte Knollen im Keller, die Krokusse im Stadtpark oder der Fusspilz in den Buffern, die ich mir dereinst anzog, ums Libuda, Fichtel, Fischer und Co. nachzumachen.
Oppa, seines Zeichens Bergmann und später, viel zu früh,  an der Staublunge, der garstigen, verschieden, schulterte sein Schicksal und meine Wenigkeit mit erhabener Leichtigkeit und trug beide zur Glück-Auf-Kampfbahn. Wie glücklich er war, lebte doch in mir seine grosse Liebe weiter, auf Rasen und Tribüne, an der Aussenlinie und Fankurve.
Ich weiss nicht mehr, wie alt ich war, ob´s die Gene oder der virale Schalke-Infekt verursachten, aber eins kann ich mit Gewissheit behaupten: Denk ich an Fussball, denk ich an meine Königsblauen, egal wo ich mich grad auf der Welt herumtreibe.
Und das seit fast 50 Jahren.
Auf die nächsten 50.
Glück Auf!

Mittwoch, 22. Februar 2012

LOST

Eddy hat im Park, jedenfalls ist das meine Vermutung, vergiftetes Vogelfutter gegessen. Nur so kann ich mir seinen plötzlichen Einfall, heiraten zu wollen, erklären. Ich bin erschüttert und darüberhinaus auch noch als Trauzeuge benannt worden. Nicht genug damit, dass ich mir anschauen soll, wie er seine Eier gegen  ´nen Ring und gelegentliche inhäusige warme Mahlzeiten eintauscht, nein, bezeugen soll ich´s auch noch. Meine Fresse, muss dringend mal eruiren, ob es ein Gesetz gibt, das Argumentations-Support durch Baseballschläger unter Strafe stellt.
Gut, das Weib mag mich nicht...aber welches Weib tut das schon? Meine Vermutung, sie sei damals als Kind nur ganz knapp an der Hochbegabtenförderung vorbeigeschrammt, liesss sich schon nach den ersten drei zusammengehörigen Wörtern aus ihrem Mund nicht mehr aufrecht halten, figürlich liegt sie irgendwo zwischen  Kate Moss und Beth Ditto, altersmässig zwischen Maggie Simpson und dem Highlander - spanischer Durchschnitt also, durch und durch.
Wie verzweifelt muss Eddy sein? Habe ich mich zu wenig um ihn gekümmert? Was kann ihm diese Frau geben, was er nicht auch von seiner Mutter bekommen könnte? Und zwar umsonst, ohne demnächst dreiviertel seines eh nicht grad üppigen Einkommens zu IKEA, ZARA und GÖRTZ zu schleppen.
Die Mayas hatten doch Recht, dieses Jahr werden noch nie dagewesene Katastrophen passieren - haben sich halt nur mit dem Datum etwas vertan.
Kann passieren.
Sollte aber nicht.

Sonntag, 19. Februar 2012

ViaE for Grüßaugust

Zuerst wollte ich mich ja für Franz Beckenbauer als neuen Bundespräsidenten stark machen. Mir gefällt sein Umgang mit den Medien und der Öffentlichkeit, wenn er bei kleinen Schweinereien, die bei ihm regelmässig in Vaterschaft münden, erwischt wird:
"Ja mei, woar halt Weihnachtsfeier".
Basta, nix weiter. Ja, der Franzl, äh, dös is halt a Weltklasserammler -  und gut ist.
Das nenne ich mal souverän, nicht so wie das Rumgeeiere vom Wulff. Der Mann hat uns mit seiner Eigenheimfinanzierung in der ganzen Welt lächerlich gemacht. Nicht wegen der Finanzierung, sondern eher wegen dem Eigenheim (wegen in Verbindung mit dem Dativ ist grammatikalisch unfein, ich weiss, ich weiss, jedoch üblich; daher bitte ich von Protestschreiben abzusehen).
Ich mein, der Berlusconi hat sich doch ´nen Ast gelacht - in der Bude gibts ja nichtmal ´nen Partykeller. Und das bei einem Mann, der doch allerbeste Verbindungen zu so hippen Menschen wie, äh, den Hollywoodgrössen Groenewold und Ferres, illustren Finanzmagnaten wie dem Oberdrücker Maschmeyer oder Partylöwe und Veranstalter rauschender Feste wie dem Nord-Süd-Dialog  Manni "die Brille" Schmidt pflegt. Beschämend. Fand auch die Staatsanwaltschaft.
In solchen Kreisen lässt man sich ´ne 3000qm-Villa von illegalen Marrokanern zu einssiebzig die Stunde auf Malle hinzimmern, finanziert mit dem Schwarzgeld aus dem Potenzmittelversandgeschäft des Cousins zweiten Grades seines Schwagers.
Ärgerlich, echt.
Bei so ´ner Hundehütte wegen Vorteilsnahme zu ermitteln, schien auch den Advokaten zu peinlich; Drohanrufe bei BILD regen sowieso niemanden auf.
Aber Chrissie wär ja nicht er selbst, hätte er nicht noch ein bisschen Bargeld im Ärmel gehabt, um dem mehrfach mit Landesmitteln geförderten Movie-Guru G., die ausgelegten Hotelkosten zu ersetzen.
Und schwupps, da haben sie ihn am Sack gehabt, dem hannoverschen, beantragten Aufhebung der Immunität und Einplanierung des Eigenheims.
Aus die Maus, Rücktritt.
Schwer gekränkt und beleidigt verzieht er sich aufs Altenteil.
Wer soll´s jetzt machen?
Jogi Löw muss ja erstmal Europameister werden.
Dieter Bohlen war mal Kommunist.
Uschi Glas schonmal im Playboy. Oder da wollte sie hin, keine Ahnung.
Neben den von mir genannten sind ja auch noch ein paar Politiker übrig.
Da das Amt aber eine moralisch integre Persönlichkeit erfordert, fallen die schon mal weg

Letztendlich, nach genauer und absolut objektiver Prüfung potentieller Kandidaten, bleibe nur ich übrig.
Gründe dafür werden nicht verraten, seit wann interessiert ihr euch für Politik?

Montag, 10. Oktober 2011

RITTER SPORTLICH

Habe ich eigentlich schonmal erwähnt, dass ich Schokolade liebe? Nicht? Wie gut, bietet es mir doch Gelegenheit, die Thematik hier ein wenig anders auszurichten. Die Befürchtung, man könnte in Pullach schon eine eigene Abteilung, die sich explizit mit mir und meinem Klickverhalten beschäftigt, gegründet haben, liess mich nicht in den wohlverdienten Schlaf fallen und so schaute ich dem Herrn Vettel beim Doppelweltmeisterwerden zu. Hunger überkam mich. Schokolade musste her, also schlich ich, um Andrea nicht zu wecken und eine potentielle Futterneiderin  beziehungsweise Mitesserin schon im Vorfeld auszuschliessen, in die Küche, wo eine mit Bedacht ausgewählte, weil verschliessbare Schublade normalerweise entsprechende Vorräte birgt. Normalerweise.
Schon als ich den Schlüssel im Schloss drehte, hatte ich so eine böse Vorahnung. Irgendwie klang das Geräusch anders als sonst, so hohl. Ich witterte Verrat, Sabotage, Betriebsspionage und sollte in meinen schlimmsten Ahnungen bestätigt werden: L E E R !
Von heftigen Weinkrämpfen geschüttelt, schlug ich mich irgendwie bis ins Wohnzimmer durch, wo Andrea zu nächtigen pflegt. Behutsam stellte ich den Wecker, es war jetzt genau 8:55 und 45 Sekunden, auf 8:56 und legte ihn aufs Kopfkissen. In einer Metallschüssel.
Nun, das Ende der Geschichte ist schnell erzählt: "Diebin, elendige", "beweg deinen Arsch zum Supermarkt!" hiess es auf der einen, nämlich meiner Seite, "seniler Knacker", "haste selbst gefressen", auf der anderen.
Eine gewaltfreie Klärung des Sachverhalts war nicht herbeizuführen, also machte ich mich auf die Socken, glitt auf dem Rückweg heftigst auf der Neuschneedecke aus, flog auf die Fresse und hatte fortan keinen Hunger mehr.
Vom Nobelpreiskomitee bin ich auch wieder übergangen worden.
Was für´n Scheisstag.

(Übrigens: Das Bild da oben ist nicht frauenfeindlich, sondern schokoladefreundlich...aber das nur nebenbei)


Donnerstag, 16. Juni 2011

Hero

Gestern habe ich einen Menschen maskulinen Geschlechts für den Job des Abwäschers eingestellt, dabei stand schon nach etwa 2 Minuten fest, dass er a) den Job kriegt, b) es zwar nicht zum Millionär, aber dennoch weit bringen wird und last but not least c) ich ehrliche Humanoide schätze. Auf meine Frage, wieso er denn bitteschön glaube, trotz mangelnder Erfahrung auf dem Gebiet der geeignete Bewerber zu sein, antwortete er - ein wenig treudoof, das will ich wohl zugestehen- er sei seit 12 Jahren verheiratet.
Wo findet man noch solche Koryphäen?
Derartig mental aufgemuntert liess ich meinen Kutscher die 212 Pferde aus dem Gestüt Land Rover anspannen und ab ging´s zum Flughafen, wo -sürpries, sürpries- Andrea und Luisa mich schon sehnsüchtig erwarteten. Hach, welch Knuddelei und Knutscherei da aufgeführt wurde, man glaubt es nicht. Wenn jemand wie Luisa aus einem Land kommt, wo man vor 20 Jahren noch Wärme und Licht erzeugt hat, indem zwei Steine aneinander geschlagen wurden, dann ist Österreich schon beeindruckend, zugegeben.
Dennoch sollte sie sich abgewöhnen, die Menschen und deren Kleidung staunend anzufassen. Das ist peinlich.
Wenngleich ich nicht verleugnen kann, sie ein wenig in die Irre geführt oder besser gesagt veräppelt zu haben. Natürlich wächst der Gamsbart nicht unterm Kinn, sondern auf dem Hut, aber woher soll sie das denn auch wissen. Wenngleich sich die Eingeborenen hier  deshalb nicht so anstellen sollten. Finde ich jedenfalls. Aber auf mich hört ja keiner...Andrea schon gar nicht. Mittlerweile spricht sie so gut spanisch, dass wir 3 uns das Englische ersparen könnten, jedoch gibt es Anlass für Andrea, sobald Luisa englisch zu sprechen sich anschickt, mir eine Parodie abzuverlangen.
Mein Meisterstück, wie ich nicht gänzlich ohne Stolz verkünden möchte:


Und gezz hab ich Hero 2 Weiber am Hals. In Worten: ZWEI. Die krieg ich doch gar nicht alle auf mei´m Mopped mit.
Who can kiss away my pain?

Mittwoch, 23. März 2011

Reine Nervensache

Bisweilen verläuft mein Leben nicht so erquicklich, wie man vielleicht das ein oder andere Mal schon mitbekommen haben dürfte. Gegen den behördlichen Wahnsinn, ein ordnungsgemässes Spendenkonto einrichten zu dürfen ankämpfend, war mir nach ein wenig Abwechslung und alkoholischer Trostzufuhr, also begab ich mich in eine der zahlreichen örtlichen Gaststätten. Am Tresen eine süffige Caipi schlürfend, gesellt sich ein junger Mann dazu, klopft mir auf die Schulter, die breite, und verkündet, der Mischa zu sein, was mir relativ am Arsch vorbeigegangen wäre, hätte ich nicht gerade zum Schluck angesetzt und durch die unbedachte Aktion ein Grossteil der wertvollen Flüssigkeit sich über Bar und Barmaid ergossen.
"Hmm", entgegnete ich, "dann bist du bestimmt ein Einhei-Mischa" und weil er dies nicht zu verstehen schien, fuhr ich fort: "Oder gar der Beton-Mischa?"
Ob  zwei derartig gelungener Wortspiele klopfte ich ihm auf die Schenkel und bot ihm, generös, wie man nur sein kann, an, die Welt fortan mit völlig neuen, weil zugeschwollenen Augen betrachten zu dürfen.
Ich bin, sei dazu gesagt, bei der führenden Nation, den Briten nämlich, in Sachen Wirtshausrauferei in die Lehre gegangen und als fleissiger Schüler weiss ich Erlerntes durchaus erfolgbringend unzusetzen.
Noch kurz den Wirt gefragt, ob er denn ordentlich versichert sei, die bejahende Antwort wohlwollend registriert, und schon platzt der Hirsch in mir und der viel zu enge Kragen tut desgleichen, der Barhocker wird dem Kontrahenten unterm Arsch weggezogen, Gläser klirren, Panik macht sich breit, Mischa sich die Hose nass und er tritt den ungeordneten Rückzug an.
Schade.
Zum Ausgleich gruppieren sich zwei Damen um mich, die, ich weiss es nicht mehr so genau, aus irgendeinem Schwellenland - der Schweiz, Italien oder den Faröer-Inseln-  kamen.
Ich ging heim, so viel Pech kann man an einem Abend doch gar nicht haben.
Und nächste Woche fliege ich nach Japan, nur, damit ihr´s wisst und nicht erst das grosse Vermissen aufkommt.

Dienstag, 8. Februar 2011

TOP 5

Gestern Abend bekam ich eine Mail von Jefe, in der er sich sinngemäss etwas darüber aufregte, dass ich die Kosten für eine neue Lesebrille als Spesen deklariert habe. Nun, alles wird  teurer, die Inflation galoppiert ja nur so davon - ein sehr bekannter amerikanischer Rapper soll schon öffentlich darüber nachgedacht haben, sich zukünftig in "55 Cents" umzubenennen- , da soll er sich mal nicht so haben. 400 gut angelegte Euro, die es mir ermöglichen, auch morgen zwar nicht kraftvoll zubeissen, aber mir doch literarische Meisterwerke erschliessen zu können - und ebensolche zu fabrizieren. Leider ist bei den von mir am liebsten gelesenen Büchern keins eines pakistanischen Autors dabei, so ging meine Argumentation leider geringfügig ins Leere, aber, so dacht ich mir, euch könnte ich meine Favoriten mal vorstellen, auf dass Ehrfurcht in eure Glieder und Geist in eure Köpfe einfahren mag.
Und das sind sie, die besten Bücher aller Zeiten:

5. "Demian" von Herrman Hesse.
    Dereinst namensgebend für einen Blogger, da erübrigt sich wohl jede weitere Ausführung..

4. "Das Glasperlenspiel" ebenfalls Hermann Hesse., ein Spätwerk und Hommage an die Literatur als solche   
    und Thomas Mann im Besonderen.

3. "Kapuzinergruft" von Joseph Roth - der Untergang der K.u.K - Monarchie, stilistisch und inhaltlich 
    akribisch und blütenrein aufgearbeitet.

2.  "Früchte des Zorns", John Steinbeck, neben dem auf Platz 1 gelisteten das atmosphärisch dichteste
     Werk eines Autors seiner Zeit.

1.  "Stirb handzahm" - ohne Kommentar.^^

Ebenfalls sehr gerne lese ich die Werke von Thomas Mann und Siegfried Lenz, jedoch hat keines ihrer Bücher einen derartigen Eindruck auf mich hinterlassen  wie die gelisteten. Stilistisch sind sie beide Meister ihres Fachs, allerdings fehlt ihren Büchern irgend etwas, was ich nicht näher bezeichnen kann, vielleicht, weil sie sich zu sehr auf Wort- und Satzkonstrukte, denn auf eine fliessende Handlung konzentrieren. (Siegrfried Lenz´ "Exerzierplatz" sei hier beispielhaft genannt, genial geschrieben, ebenso wie "Die Buddenbrocks" von Mann, aber irgendwie will´s nicht so recht vorangehen, wie auch beim Herrn Dostojewski - und daran versandet die Geschichte als solche.

Und was liest mein Durchschnittsleser so? Naaa?