Als es anfing, feste Konturen anzunehmen, war ich grad in Paraguay und wie ich so den Fernseher einschalte, da seh ich doch Leute auf der Berliner Mauer rumturnen, Trabbis, vollbesetzt mit glücksstrahlenden Menschen, denen grösstenteils Wildfremde Bananen und Schokolade verabreichen.
In bedenklichen Dosen, aber das mal nur so nebenbei.
Ich bat meinen Cousin zu übersetzen, denn irgendwie mochte ich noch nicht so recht daran glauben, grad nicht veräppelt zu werden. Sein Erstaunen war noch sehr viel grösser, war er doch schon 15 Jahre weg aus Deutschland und die Vorgänge dort wurden in paraguayanischen Medien bestenfalls am Rande erwähnt.
Er bestätigte: Die Mauer war offen!
Anruf in Deutschland: Ja, es stimmt, hier ist die Hölle los. Zehntausende, wenn nicht gar noch mehr, reisten ungehindert in den Westen.
Wir stiessen mit einem lamapisseähnlichen Gebräu an und umarmten uns.
Das war am 09. November 1989 und knapp ein Jahr später, an ebenjenem 03. Oktober 1990, vollzog sich die von uns lapidar "Wiedervereinigung" genannte Zusammenführung und bescherte uns einen Feiertagstausch. Und jede Menge Ärger.
Jedem, der schonmal Fliegen mit einem Volkswirtschaftslehre-Buch erschlagen hatte, musste klar sein, wie sehr eine Angleichung der Lebensumstände auf beiden Seiten zu erheblichen Verlusten führen würde.
Hüben wie vormals drüben.
Ganoven aus dem Westen machten sich auf ins neue El Dorado, liessen sich Bier für 65 Pfennig schmecken und zockten nebenbei jeden ab, der nicht bei drei in seiner Platte war, die alten und auch nicht ganz so alten Kader dort sicherten sich Pöstchen und verarschten die Treuhand.
Ein Hauen und Stechen, bis am Ende in West und Ost die Verlierer feststanden.
Statt blühender Landschaften gab´s verwundete Seelen, verlorene Arbeitsplätze und derart bodenlose Fässer zu stopfen, wie sich das wohl niemand vorher ausgemalt hätte
Heute, genau 22 Jahre später, darf feiern, wem danach zumute ist, wobei mir spontan Chanel tragende Linke in den Sinn kommen, denen die Wende gutbezahlte Abgeordnetensitze eingebracht hat, für die sie nichts weiter tun müssen, als ein bisschen zu lamentieren, Spekulanten, grosse Firmen und ähnliches Geschmeiss, das immer als Erster da ist, wenn`s irgendwo Leichen zu fleddern gibt.
Die Kanzlerin natürlich auch. Gauck. Und noch ein paar mehr von denen, die die Gunst der historischen Stunde nutzen konnten.
Auf der negativen Seite verbuchen wir die hohe Arbeitslosigkeit, der die Agenda 2010 und somit die Hartz-Gesetze folgten, die durch Frankreich und England nunmehr forcierte und völlig übereilte Einführung des Euro mit seinen heute mehr als zuvor sichtbaren Auswirkungen.
Nicht zu vergessen die Menschen, die da wie dort durchs Raster fielen und das immer noch tun.
Ich denke, es fällt schwer, sich zu freuen, dass man zwar jetzt nach Malle oder Hawaii fliegen könnte, aber leider kein Geld dafür hat und dass die Merzedesse nicht auf Plantagen wachsen, wo sie nur darauf warten, gepflückt zu werden...nunja, diesem Irrglauben sind schon ganz Andere aufgesessen.
Es gibt noch viel zu tun, auch und gerade 22 Jahre danach und ich wünsche mir, dass mein Text zum 30. Jahrestag anders ausfallen möge.
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Mittwoch, 3. Oktober 2012
Samstag, 7. Juli 2012
Jetzt gibt´s Mecker
Der lieblichen Tradition folgend, meinem bescheidenen Wesen und seinen Aussagen mehr Geltung zu verschaffen, möchte ich heute ein wenig über den Menschen als solchen referieren und da ich grad aus selbiger komme, reden wir ein bisschen über die Wirtschaft.
Noch mehr solcher Brüllerwitze gibt´s, wenn ihr jetzt nicht wegklickt, brav meinen Gedankengängen folgt und ein wenig in euch geht, wo ihr eh viel besser aufgehoben seid, als da, wo ihr euch jetzt rumtreibt.
Anschliessend dürft ihr mich mit faulem Obst, Eiern oder Bügeleisen bewerfen, je nach persönlichem Gusto und Verfügbarkeit.
Solange ich lebe, hört man den Ruf nach einem Systemwechsel.
Früher war´s leicht, da konnte man die Rufer zumindest verbal gen Osten verbannen. "Hau doch ab zum Russen!" war ein gar geflügelt Wort, dem jedoch niemand nachkam, weil so dolle war´s da bei näherer Betrachtung ja nun doch wieder nicht und so verblieben die zumeist tiefrot gefärbten Revoluzzer im verhassten System, wo sie es sich gemütlich machten und den Staat, den ungeliebten, auf die eine oder andere Art ausnahmen.
Aussenminister zu sein, war plötzlich nicht mehr bäh, Europa-Abgeordneter und Verleger schonmal gar nicht. Als Sozialkundelehrer brachte man seine 5 Riesen nach Hause.
Das System war immer noch scheisse und an allem schuld, nur liess es sich jetzt viel besser ertragen.
Das war damals, wir hatten anfänglich eine soziale Marktwirtschaft, später nur noch Marktwirtschaft und jetzt nur noch Markt. Jahrmarkt, um genau zu sein.
Jeder mosert, jeder hat ´ne Meinung über Angelegenheiten, von denen er ungefähr soviel versteht wie ich vom Stricken.
Allein - Lösungen bietet keiner an, mal abgesehen von ein paar Abgespaceten, die glauben, so ein geistiger Dünnpfiff wie etwa das Bandbreitenmodell sei brauchbar. Motto: Hochmut kommt vor dem Durchfall.
Was aber ist denn eigentlich das "System", wer sind diese ominösen "Märkte", die uns angeblich oder tatsächlich in den Würgegriff genommen haben und wie die Zitronen auspressen?
Nun, es sind Menschen, Menschen wie du und ich, die bösen eher wie du, die guten eher wie ich, haha.
Ein System per se ist nicht gut oder schlecht, es bevorteilt immer eine Gruppe und benachteiligt logischerweise die andere. Gleicht man die Nachteile aus, ist alles im Lot und allen geht´s einigermassen gut.
Der Mensch zeichnet für diese Ausgestaltung verantwortlich und da liegt der Hund begraben:
Etwa 5 % der Menschheit ist kriminell veranlagt, die restlichen 95 werden´s, wenn man ihnen die Gelegenheit dazu gibt oder sie so in dubiose Machenschaften einbindet, dass sie entweder gar nicht anders können oder einfach der Macht des Bösen erliegen.
to be continued...weil issen weites Feld, ´n Acker quasi, von welchem ich mich jetzt erstmal mache.
Noch mehr solcher Brüllerwitze gibt´s, wenn ihr jetzt nicht wegklickt, brav meinen Gedankengängen folgt und ein wenig in euch geht, wo ihr eh viel besser aufgehoben seid, als da, wo ihr euch jetzt rumtreibt.
Anschliessend dürft ihr mich mit faulem Obst, Eiern oder Bügeleisen bewerfen, je nach persönlichem Gusto und Verfügbarkeit.
Solange ich lebe, hört man den Ruf nach einem Systemwechsel.
Früher war´s leicht, da konnte man die Rufer zumindest verbal gen Osten verbannen. "Hau doch ab zum Russen!" war ein gar geflügelt Wort, dem jedoch niemand nachkam, weil so dolle war´s da bei näherer Betrachtung ja nun doch wieder nicht und so verblieben die zumeist tiefrot gefärbten Revoluzzer im verhassten System, wo sie es sich gemütlich machten und den Staat, den ungeliebten, auf die eine oder andere Art ausnahmen.
Aussenminister zu sein, war plötzlich nicht mehr bäh, Europa-Abgeordneter und Verleger schonmal gar nicht. Als Sozialkundelehrer brachte man seine 5 Riesen nach Hause.
Das System war immer noch scheisse und an allem schuld, nur liess es sich jetzt viel besser ertragen.
Das war damals, wir hatten anfänglich eine soziale Marktwirtschaft, später nur noch Marktwirtschaft und jetzt nur noch Markt. Jahrmarkt, um genau zu sein.
Jeder mosert, jeder hat ´ne Meinung über Angelegenheiten, von denen er ungefähr soviel versteht wie ich vom Stricken.
Allein - Lösungen bietet keiner an, mal abgesehen von ein paar Abgespaceten, die glauben, so ein geistiger Dünnpfiff wie etwa das Bandbreitenmodell sei brauchbar. Motto: Hochmut kommt vor dem Durchfall.
Was aber ist denn eigentlich das "System", wer sind diese ominösen "Märkte", die uns angeblich oder tatsächlich in den Würgegriff genommen haben und wie die Zitronen auspressen?
Nun, es sind Menschen, Menschen wie du und ich, die bösen eher wie du, die guten eher wie ich, haha.
Ein System per se ist nicht gut oder schlecht, es bevorteilt immer eine Gruppe und benachteiligt logischerweise die andere. Gleicht man die Nachteile aus, ist alles im Lot und allen geht´s einigermassen gut.
Der Mensch zeichnet für diese Ausgestaltung verantwortlich und da liegt der Hund begraben:
Etwa 5 % der Menschheit ist kriminell veranlagt, die restlichen 95 werden´s, wenn man ihnen die Gelegenheit dazu gibt oder sie so in dubiose Machenschaften einbindet, dass sie entweder gar nicht anders können oder einfach der Macht des Bösen erliegen.
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Mittwoch, 20. Juni 2012
Me and Norman Bates
Hab ich eigentlich schonmal erwähnt, dass es mal eine, wenn auch zugegebenermassen recht kurze Zeit von etwa einer halben Stunde gab, in der ich den festen Vorsatz fasste, Psychologe zu werden?
Ich war 4 Jahre alt; bis dato war mein eigentlicher Berufswunsch Scharfrichter, mein Vater überzeugte mich jedoch davon, dass es da gewisse Schwierigkeiten mit dem Grundgesetz gäbe und Scharfrichter grad nicht so en vogue seien.
Also Psychologe - fasziniert von dem Gedanken, wie dauerhaft lebensunfähige Menschen den temporär lebensunfähigen hilfreich zur Seite stehen und dafür auch noch die fette Patte absahnen, versuchte ich erstmal, meine beiden geringfügig älteren Brüder zu therapieren. Dem grossen wollte ich die doch recht lästige Flugangst nehmen, indem ich ihn von einer ca. 4m hohen Schlackeaufhäufung (Jau, ich komm aussem Pott) stiess, der mittlere schien mir im Bereich Hundephobie behandlungsbedürftig.
Der Bruch wurde sauber geschient und der Biss mit 17 Stichen professionell genäht.
Danach beschloss ich, Hotelier zu werden. Ehrlich.
Als Hotelier hat man nämlich, so man denn im Ausland die Hoteliererei betreibt, ausgesprochen gute Chancen, den Integrationsbambi zu bekommen, was ja seit jeher eins meiner erklärten Ziele ist und von jenem, dem Ziel nämlich, befinde ich mich bestenfalls noch einen Steinwurf entfernt.
Österreich wird -Achtung, aufgemerkt, es folgt geopolitisches Basiswissen- bisweilen, um nicht zu sagen 2mal jährlich, von den Magyaren heimgesucht, die in der Regel auf der Suche nach einer möglichst sinnfreien, wenngleich gut dotierten Stellung sind, die in ihrem angrenzenden Heimatland fast vollständig ausgerottet sind.
Davon habe ich ja aber nun mehr als genug und so benutzte ich den gestrigen Tag, grad aus Wien zurückgekehrt, noch schwer vom Jetlag gezeichnet, um adäquates Personal einzustellen, was mir in geradezu vorzüglicher Art und Weise gelang: Jeder, der auf die Frage nach dem kommenden Europameister richtig antwortete, bekam einen grosszügig dotierten Vertrag, eine schöne, saubere Kemenate und 200€ Vorschuss, womit die Portokasse geplündert wäre und keine unvorhergesehenen Ereignisse mehr eintreten dürfen.
So, jetzt setz ich noch schnell die Dankesrede für die Bambi-Verleihung auf, faxe den Leuten von Burda, wo sie das Viech hinschicken und ja ausreichend frankieren sollen und dann mach ich mich an die Ausarbeitung des für Freitag vorgesehenen Vortrags. Obwohl - eignetlich bin ich ja nicht so der Freund von vorgestanzten und runtergeleierten Wortparaden - ich denke, angemessen wird sein, da es ja um alternatives Denken bei der Geschäftsführung gehen soll, wenn ich mich einfach bei meinen Labels hier aus dem Blog bediene und dann frei von der malträtierten Leber weg improvisiere.
Ich war 4 Jahre alt; bis dato war mein eigentlicher Berufswunsch Scharfrichter, mein Vater überzeugte mich jedoch davon, dass es da gewisse Schwierigkeiten mit dem Grundgesetz gäbe und Scharfrichter grad nicht so en vogue seien.
Also Psychologe - fasziniert von dem Gedanken, wie dauerhaft lebensunfähige Menschen den temporär lebensunfähigen hilfreich zur Seite stehen und dafür auch noch die fette Patte absahnen, versuchte ich erstmal, meine beiden geringfügig älteren Brüder zu therapieren. Dem grossen wollte ich die doch recht lästige Flugangst nehmen, indem ich ihn von einer ca. 4m hohen Schlackeaufhäufung (Jau, ich komm aussem Pott) stiess, der mittlere schien mir im Bereich Hundephobie behandlungsbedürftig.
Der Bruch wurde sauber geschient und der Biss mit 17 Stichen professionell genäht.
Danach beschloss ich, Hotelier zu werden. Ehrlich.
Als Hotelier hat man nämlich, so man denn im Ausland die Hoteliererei betreibt, ausgesprochen gute Chancen, den Integrationsbambi zu bekommen, was ja seit jeher eins meiner erklärten Ziele ist und von jenem, dem Ziel nämlich, befinde ich mich bestenfalls noch einen Steinwurf entfernt.
Österreich wird -Achtung, aufgemerkt, es folgt geopolitisches Basiswissen- bisweilen, um nicht zu sagen 2mal jährlich, von den Magyaren heimgesucht, die in der Regel auf der Suche nach einer möglichst sinnfreien, wenngleich gut dotierten Stellung sind, die in ihrem angrenzenden Heimatland fast vollständig ausgerottet sind.
Davon habe ich ja aber nun mehr als genug und so benutzte ich den gestrigen Tag, grad aus Wien zurückgekehrt, noch schwer vom Jetlag gezeichnet, um adäquates Personal einzustellen, was mir in geradezu vorzüglicher Art und Weise gelang: Jeder, der auf die Frage nach dem kommenden Europameister richtig antwortete, bekam einen grosszügig dotierten Vertrag, eine schöne, saubere Kemenate und 200€ Vorschuss, womit die Portokasse geplündert wäre und keine unvorhergesehenen Ereignisse mehr eintreten dürfen.
So, jetzt setz ich noch schnell die Dankesrede für die Bambi-Verleihung auf, faxe den Leuten von Burda, wo sie das Viech hinschicken und ja ausreichend frankieren sollen und dann mach ich mich an die Ausarbeitung des für Freitag vorgesehenen Vortrags. Obwohl - eignetlich bin ich ja nicht so der Freund von vorgestanzten und runtergeleierten Wortparaden - ich denke, angemessen wird sein, da es ja um alternatives Denken bei der Geschäftsführung gehen soll, wenn ich mich einfach bei meinen Labels hier aus dem Blog bediene und dann frei von der malträtierten Leber weg improvisiere.
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Freitag, 15. Juni 2012
Ramos a la playa, o_oho_hoho
Und Piqué gleich mit. Gestern twittert der, er würd sich irgend so ´nen Müll auf dem Iphone seines Vaters angucken. Hab ich ihn gefragt, ob er kein eigenes hat, die arme Sau.
Grad vorhin nöhlt er rum, dass er nicht schlafen kann, sag ich ihm, er soll´s doch mal mit heisser Milch versuchen.
Ja glaubste denn, der antwortet, geschweige denn bedankt sich mal?
Seht ihr, das ist das Problem: Die Jugend von heute hat einfach kein Benehmen, keinen Anstand mehr.
Der Junge hat doch alles - jede Menge Kohle, Shakira und demnächst viel Zeit, wenn sie im Viertelfinale rausfliegen, wo richtige Gegner warten und nicht solche Tanzschulpartner wie die Iren gestern.
Immerhin -und das gibt mir die Gelegenheit, euch mal zu verklickern, wieso Sozialismus nicht funktionieren kann- hab ich gestern beim firmeninternen EM-Tip fett abgesahnt.
Mir als Erzkapitalisten wurde es nur unter der Auflage erlaubt, daran teilzunehmen, wenn ich bei jedem Spiel 50 Ocken abdrück, der Rest der geldgierigen Bande aber jeweils nur einsfuffzich.
Wo, bitteschön, ist denn da die Gerechtigkeit? Ich müsste, nur um meinen Einsatz wieder reinzuholen, alle 4 Spiele ´nen alleinigen Volltreffer landen, will heissen: beide Tagesspiele korrekt tippen, während jeder andere...na, das könnt ihr euch ja selbst ausrechnen.
Um Marx, Engels, Castro und Chavez auszutricksen, braucht´s also einfach nur Wissen.
Das haben die wohl nicht bedacht. Ein IQ über Zimmertemperatur, gelegentlich mal ein Buch oder ´ne Zeitschrift lesen, die Lage vorurteilsfrei analysieren - scho isse hin, die Ideologie und unsereins hat morgens die Wahl entweder im kühlen Nass des eigenen Swimming-Pools oder aber im Geldspeicher zu baden.
Da muss, schätze ich mal, ein wenig nachgebessert werden, wobei ich allerdings stark vermute, dass dem kommunistisch-sozialistischen Lager zwar nicht die Köpfe dafür fehlen, deren Inhalt jedoch kaum ausreicht, Deutschland-Ruanda auch nur einigermassen treffend vorherzusagen.
Ups, eigentlich wollte ich ja heute die rechten Spackos rundmachen, die glauben, eine Nationalmannschaft sei ´ne Ersatzarmee und man in Polen und der Ukraine schon ziemlich lange keinen Lebensraum mehr gewonnen hätte.
Macht nix, die nehm ich mir dann halt morgen vor.
Grad vorhin nöhlt er rum, dass er nicht schlafen kann, sag ich ihm, er soll´s doch mal mit heisser Milch versuchen.
Ja glaubste denn, der antwortet, geschweige denn bedankt sich mal?
Seht ihr, das ist das Problem: Die Jugend von heute hat einfach kein Benehmen, keinen Anstand mehr.
Der Junge hat doch alles - jede Menge Kohle, Shakira und demnächst viel Zeit, wenn sie im Viertelfinale rausfliegen, wo richtige Gegner warten und nicht solche Tanzschulpartner wie die Iren gestern.
Immerhin -und das gibt mir die Gelegenheit, euch mal zu verklickern, wieso Sozialismus nicht funktionieren kann- hab ich gestern beim firmeninternen EM-Tip fett abgesahnt.
Mir als Erzkapitalisten wurde es nur unter der Auflage erlaubt, daran teilzunehmen, wenn ich bei jedem Spiel 50 Ocken abdrück, der Rest der geldgierigen Bande aber jeweils nur einsfuffzich.
Wo, bitteschön, ist denn da die Gerechtigkeit? Ich müsste, nur um meinen Einsatz wieder reinzuholen, alle 4 Spiele ´nen alleinigen Volltreffer landen, will heissen: beide Tagesspiele korrekt tippen, während jeder andere...na, das könnt ihr euch ja selbst ausrechnen.
Um Marx, Engels, Castro und Chavez auszutricksen, braucht´s also einfach nur Wissen.
Das haben die wohl nicht bedacht. Ein IQ über Zimmertemperatur, gelegentlich mal ein Buch oder ´ne Zeitschrift lesen, die Lage vorurteilsfrei analysieren - scho isse hin, die Ideologie und unsereins hat morgens die Wahl entweder im kühlen Nass des eigenen Swimming-Pools oder aber im Geldspeicher zu baden.
Da muss, schätze ich mal, ein wenig nachgebessert werden, wobei ich allerdings stark vermute, dass dem kommunistisch-sozialistischen Lager zwar nicht die Köpfe dafür fehlen, deren Inhalt jedoch kaum ausreicht, Deutschland-Ruanda auch nur einigermassen treffend vorherzusagen.
Ups, eigentlich wollte ich ja heute die rechten Spackos rundmachen, die glauben, eine Nationalmannschaft sei ´ne Ersatzarmee und man in Polen und der Ukraine schon ziemlich lange keinen Lebensraum mehr gewonnen hätte.
Macht nix, die nehm ich mir dann halt morgen vor.
Donnerstag, 31. Mai 2012
Weltnichtrauchertag
(...)
(...)
(...)
(...)
Oh, ihr seid schon da?
Sorry, musste mir grad noch ´ne Zigarette drehen, denn immer wenn mich schlechte Nachrichten ereilen, greif ich gerne mal zur Kippe. Letztes Jahr, so habe ich grad eben gelesen, starben etwa 3000 Menschen in Deutschland an den Folgen des Passivrauchens. Etwa 20 Millionen Raucher gibt´s bei euch und ich war insgesamt 4 Tage dort. Das macht...3000 durch 20 Mio durch 365 mal vier...örgs, mein Taschenrechner verweigert grad die Auskunft...Hirn eingeschaltet...00000,15 so in etwa.
Hochgerechnet auf die Zeit, die ich a) schon lebe, b) das in Deutschland getan habe und c) davon rauche, habe ich ca. 0,0004 Menschen höchstpersönlich ins Jenseits befördert.
Buäääääääääh, ich fühle mich so schuldig, bringt mir einen Priester, ich will beichten.
Falls ich es schaffen sollte, noch 2500 Jahre zu leben, wird ein toter Passivraucher auf meine persönliche Kappe gehn.
Scheisse, Mord verjährt nie.
Ich weiss nicht, ob ich mit dieser Schuld leben kann, Vielleicht sollte ich gleich hier und jetzt, also live quasi, jemanden umnieten, das verkürzt die Sache doch ungemein. Am besten einen der Trottel von der WHO, die diesen absoluten Dünnpfiff verzapfen...oder einen von jenen, die denen Vertrauen und überdies auch noch Glauben schenken.
(...)
(...)
(...)
Oh, ihr seid schon da?
Sorry, musste mir grad noch ´ne Zigarette drehen, denn immer wenn mich schlechte Nachrichten ereilen, greif ich gerne mal zur Kippe. Letztes Jahr, so habe ich grad eben gelesen, starben etwa 3000 Menschen in Deutschland an den Folgen des Passivrauchens. Etwa 20 Millionen Raucher gibt´s bei euch und ich war insgesamt 4 Tage dort. Das macht...3000 durch 20 Mio durch 365 mal vier...örgs, mein Taschenrechner verweigert grad die Auskunft...Hirn eingeschaltet...00000,15 so in etwa.
Hochgerechnet auf die Zeit, die ich a) schon lebe, b) das in Deutschland getan habe und c) davon rauche, habe ich ca. 0,0004 Menschen höchstpersönlich ins Jenseits befördert.
Buäääääääääh, ich fühle mich so schuldig, bringt mir einen Priester, ich will beichten.
Falls ich es schaffen sollte, noch 2500 Jahre zu leben, wird ein toter Passivraucher auf meine persönliche Kappe gehn.
Scheisse, Mord verjährt nie.
Ich weiss nicht, ob ich mit dieser Schuld leben kann, Vielleicht sollte ich gleich hier und jetzt, also live quasi, jemanden umnieten, das verkürzt die Sache doch ungemein. Am besten einen der Trottel von der WHO, die diesen absoluten Dünnpfiff verzapfen...oder einen von jenen, die denen Vertrauen und überdies auch noch Glauben schenken.
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Samstag, 19. Mai 2012
Eierless Wahn
Letztens habe ich ein wenig in die Glotze geguckt. "The Big Bang Theory", sehr lustig. Als aber nach ´ner dreiviertel Stunde immer noch kein Abspann kam und ich mal genauer hinschaute, merkte ich, dass das ein Bericht vom Parteitag der PIRATEN war...
Tscha, so kann´s gehen und damit ein herzliches "Grüss Gott" aus seinem irdischen Kräutergarten.
Da bin ich wieder.
Schön, gell?
Wer insgeheim oder auch offen die Hoffnung hegte, mich los zu sein, der muss jetzt ganz stark sein: Nach einer sehr erholsamen Pause vom digitalen Leben steige ich wieder ein und nerve weiterhin mit blumigen Posts zur Lage der Nation, dem BIP, BAP und sonstigen Drei-oder-mehr-oder-auch-weniger-buchstabengebilden.
Während sich Facebook anschickt, die neue Telekom-Aktie zu werden, treiben mich ganz andere Dinge um, als da primär die Frage wäre, ob und inwiefern es wohl Sinn machen würde, sich -also mich in diesem Fall- zum Kaiser von Österreich wählen zu lassen. Oder alternativ zum König von Spanien. Zwar schiesse ich keine Elefanten, dafür aber einen Bock nach dem anderen.
Wie kam ich drauf?
Achja, die letzten Wahlerfolge von Dr.Sheldon Cooper, Wolowitz und Co.
Runde 8% der sich zur Wahlurne Aufraffenden hievten Ahnungs-, Planungs- und Orientierungslosigkeit in die mit fast 10.000 € monatlich sattsam gepolsterten Sessel ihrer Landtage.
Obwohl..."liquid democracy" hat ja was; zwar verstand ich darunter bisher die freie Wahl zwischen Warsteiner und Jack Daniels, aber wenn´s nun zum plebiszitären Prinzip erhoben werden soll - meinen Segen habter.
Grundeinkommen für alle? Ja, wieso denn nicht? Ist ja eh nur die aufgewärmte Form der alten 80er Forderung nach Arbeitslosigkeit bei vollem Lohnausgleich.
U-, S- und Trambahn für lau? Coole Sache, endlich auf Augenhöhe mit dem gemeinen Schwarzfahrer.
Urheberrecht, wer braucht das schon? Steht doch sowieso alles im Internet wie bestellt und nicht abgeholt rum.
War da noch mehr? Hmm, vielleicht die herrlich herzliche Naivität, mit der dem Wahlvolk versprochen wird, sich nun -wahrscheinlich mit allem Nachdruck, wie´s immer so schön heisst- in die Sachthemen einzuarbeiten und kundig zu machen. Wenn´s denn jemals dazu kommen wird, freue ich mich schon auf die langen Gesichter der Wählenden ob der selben Phrasen wie bei den "Etablierten".
Dass mir dann bloss keiner ankommt, rumheult und die kaiserliche oder königliche Schärpe einnässt.
Hiermit erkläre ich das Projekt Demokratie für gescheitert und führe den Absolutismus wieder ein.
Audienzen werden ab sofort wieder regelmässig gewährt.
Anmeldungen unten.
Horrido.
Tscha, so kann´s gehen und damit ein herzliches "Grüss Gott" aus seinem irdischen Kräutergarten.
Da bin ich wieder.
Schön, gell?
Wer insgeheim oder auch offen die Hoffnung hegte, mich los zu sein, der muss jetzt ganz stark sein: Nach einer sehr erholsamen Pause vom digitalen Leben steige ich wieder ein und nerve weiterhin mit blumigen Posts zur Lage der Nation, dem BIP, BAP und sonstigen Drei-oder-mehr-oder-auch-weniger-buchstabengebilden.
Während sich Facebook anschickt, die neue Telekom-Aktie zu werden, treiben mich ganz andere Dinge um, als da primär die Frage wäre, ob und inwiefern es wohl Sinn machen würde, sich -also mich in diesem Fall- zum Kaiser von Österreich wählen zu lassen. Oder alternativ zum König von Spanien. Zwar schiesse ich keine Elefanten, dafür aber einen Bock nach dem anderen.
Wie kam ich drauf?
Achja, die letzten Wahlerfolge von Dr.Sheldon Cooper, Wolowitz und Co.
Runde 8% der sich zur Wahlurne Aufraffenden hievten Ahnungs-, Planungs- und Orientierungslosigkeit in die mit fast 10.000 € monatlich sattsam gepolsterten Sessel ihrer Landtage.
Obwohl..."liquid democracy" hat ja was; zwar verstand ich darunter bisher die freie Wahl zwischen Warsteiner und Jack Daniels, aber wenn´s nun zum plebiszitären Prinzip erhoben werden soll - meinen Segen habter.
Grundeinkommen für alle? Ja, wieso denn nicht? Ist ja eh nur die aufgewärmte Form der alten 80er Forderung nach Arbeitslosigkeit bei vollem Lohnausgleich.
U-, S- und Trambahn für lau? Coole Sache, endlich auf Augenhöhe mit dem gemeinen Schwarzfahrer.
Urheberrecht, wer braucht das schon? Steht doch sowieso alles im Internet wie bestellt und nicht abgeholt rum.
War da noch mehr? Hmm, vielleicht die herrlich herzliche Naivität, mit der dem Wahlvolk versprochen wird, sich nun -wahrscheinlich mit allem Nachdruck, wie´s immer so schön heisst- in die Sachthemen einzuarbeiten und kundig zu machen. Wenn´s denn jemals dazu kommen wird, freue ich mich schon auf die langen Gesichter der Wählenden ob der selben Phrasen wie bei den "Etablierten".
Dass mir dann bloss keiner ankommt, rumheult und die kaiserliche oder königliche Schärpe einnässt.
Hiermit erkläre ich das Projekt Demokratie für gescheitert und führe den Absolutismus wieder ein.
Audienzen werden ab sofort wieder regelmässig gewährt.
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Samstag, 22. Oktober 2011
Ehrlich gärt am längsten
Der Wert der Porzellan-Sau - samt Inhalt natürlich- dürfte den eurer Automobile schon nach etwa nur 3 Tagen bei weitem übersteigen.
Es sind die Zeiten, die schlimmen, die mir Sorgenfalten in die Hipophyse gravieren.
Europa geht den Bach runter, der Euro sowieso, in der Wüste werden Leute umgelegt, die ich lieber vor einem ordentlichen Gericht sähe und einer der beiden letztwöchentlich lädierten Finger ist tatsächlich gebrochen. Das wiederum würde mich nicht weiter beunruhigen, aber leider befindet er sich an der rechten Hand, sodass ich mir keine Schiene schnitzen konnte und ein Arztbesuch notwendig wurde. Leider habe ich ja kein FB-Account, folglich musste die überaus reizende Sprechstundenhilfe Schuhgrösse, sexuelle Vorlieben und den Geburtsnamen meiner Urgrossmutter väterlicherseits anhand der Versichertenkarte feststellen, was dauern kann; da muss man schonmal etwas Geduld zeigen. Die Zeit vertrieb ich mir mit dem Studium diverslicher Presseerzeugnisse.
Hätt ich nicht machen sollen.
Zwar weiss ich nun, welche Aktrice mit wem pennt, wenn sie grad nicht aktriert, aber -und das ist die alarmierende Nachricht- ich wurde zunächst eher unbewusst, später gezielt suchend, eines Phänomens gewahr, nämlich der offensichtlichen Verbrüderung der Parteien und Gruppierungen der verschiedensten, sonst eher auf Abgrenzung bedachten politischen Strömungen.
Rechts und links befleissigen sich des selben Tones, wenn es um die just anstehenden Probleme geht, prügeln unisono auf USA, NATO, Banken, Global Player und was da sonst noch kreucht und fleucht ein und haben plötzlich im vormals durch-, jetzt eher abgeknallten lybischen Staatschef einen Märtyrer im Kampf gegen den Imperialismus gesucht und gefunden. Philosophen jeglicher Couleur schiessen wie Hallimarsche aus dem feuchten Herbstboden und mahnen den Bürger der westlichen Hemisphäre, doch gefälligst Zelt und Campingkocher zur EZB oder ersatzweise anderen kriminellen Instituten zu wuppen und dort verbleiben, bis die Probleme dort durch heftigstes Aussitzen und Skandieren demokratiefreundlicher Parolen, die selbstverständlich nur so klingen, in Wirklichkeit aber die ganze Verlogenheit der Initiatoren reflektieren, sich in Luft auflösen.
Warum nur kommt mir da sofort der Begriff "Marionetten" in den Sinn? Warum muss ich an Pinocchio denken? Warum wächst dem Holzwichtel der Zinken und nicht dem Puppenspieler?
Und warum können nicht alle so sein wie ich, der immer, wenn er von einer schönen jungen Frau nach seinem Beruf gefragt wird, wahrheitsgemäss "Pilot. Kampfjet!" antwortet?
Donnerstag, 13. Oktober 2011
THE DAY WE (ALMOST) OCCUPIED WALL STREET
Man kann mir ja vieles vorwerfen, aber nicht, dass ich nicht jeden Scheiss mitmachen würde. Gestern war ich sogar mal wieder Vorreiter und Initiator einer Aktion, die wohl unter obiger Überschrift in die Analen und Geschichtsbücher eingehen wird. Obwohl ich weder 7Sterne-Weinbrand, noch Knoblauch-Gurken-Quark aus hellenischer Produktion konsumiere, Alexis Sorbas für einen der schlechtesten jemals gedrehten Filme halte und mir darüberhinaus furchtbar langweilig war, schlich ich zu Andrea, tackerte ihre Bluse unbemerkt an der Rückenlehne ihres Bürostuhls fest und rief: "Eine Maus, da ist eine Maus!" Sie sprang auf, liess die herbeigeeilten Kollegen einen Blick auf ihren nunmehr freiliegenden Push-Up werfen und verfolgte mich durchs halbe Hotel. Wohlweislich bin ich der Einzige, dessen Generalschlüssel alle Türen öffnet, so fanden wir uns, sie auf der Ost-, ich auf der Westseite, wie´s sich für´n ordentliches Kapitalistenschwein gehört, an der Tür zum Server-Raum wieder, sie ausgelaugt und zeternd, wie`s sich...äh, ok, lassen wir das.
"Zieh dich ma ordentlich an, dann fahrn wa inne Stadt", schrie ich, ein Friedensangebot auf hinterhältigste Art und Weise vortäuschend, durchs Holz. Derlei Gelegenheiten sind selten, also nahm sie die wenn auch nur vage vorhandene Chance wahr, den eigenen Geldbeutel schonend zu neuer Konfektion oder sonstigem Firlefanz zu kommen.
"Nehmen wir den grossen Bayern oder den Allrad-Engländer? fragte sie und ohne auf eine Antwort zu warten, stürmte sie los, riss dem für Ver-, Be- und Entsorgemassnahmen eigentlich zuständigen Hausmeister die Schlüssel aus der Hand, streifte sich ein Polo-Shirt mit Hotelwerbung über und schon nahmen wir in der eleganten Limousine mit der 7 am Anfang der Typenbezeichnung Platz.. Eine Weile glitten wir quer durchs Tiroler Hinterland, bis plötzlich eine der geschätzten 3 Millionen Warnlampen ihre Farbe in kommunistenrot änderte. Kaum noch Sprit drin, in der Saukarre, der verfluchten, so bogen wir ab zur Tankstelle mit der Muschel, wo neben logischerweise bleifreiem Treibstoff, man weiss ja schliesslich, was man der Umwelt schuldet, auch Sckokoladenerzeugnisse aus Schweizer Manufakturen in die entsprechenden Vorratsbehälter wanderten.
Mjamm, frisch gestärkt setzten wir den Ausflug fort und erreichten schon bald die grosse, grosse Stadt, die schon mit all ihren Verlockungen nach uns gierte. Was aber wäre ein Trip ins Paradies ohne Einkehr in die Speise- und Schankwirtschaft "Zum güldenen M", wo wir uns die Bäuche vollschlugen, natürlich nicht, ohne uns vorher die Geburtsurkunden der für uns dahingerafften Frikadellen gezeigt haben zu lassen.
"Nun denn, Mundschenk, weiss er das Geld aus Kunststoff zu schätzen?", was Mundschenk bejahte und 27,98 in den Datenübertragungskabeln verschwinden liess.
Gleich nebenan bewarb "Frollein 60" ein Schweisshemd, welches das stiefväterliche Saldo um satte -wir hatten ja grad gespeist- 39,90 erhöhte.
Es folgten:
2 Schlafsäcke für nur noch 168 € vom Outdoorspezialisten, der seine Überschüsse an den Konzern abtreten darf, auf dessen Zentrale die 5 Buchstaben prangen, die anderorts das Vorhandensein von U- oder S-Bahn anzeigen
1 Chronograph eidgenössischer Herkunft, dessen Preis ich erfolgreich verdrängt habe
4 Kleidungsstücke von der Firma, deren Initialen auch für Hakan & Murat stehen könnten
Diverse Kleinteile vom Möbelschweden = 95,87
Abschliessend liessen wir uns noch auf den Ringplaneten beamen, wo es allerdings nicht zum Kauf des ursprünglich ins Visier genommenen Spiels für eine japanische Konsole kam, weil meine Bankkarte in befristeten Hungerstreik trat.
Ein Geldinstitut musste her und so sollte Andrea ihr Apfeleiertelefon befragen, wo sich denn wohl die nächstgelegene Filiale befände. Derweil setzte ich mich ins Auto, schaltete das Radio ein und kurz vorm Wegschlummern kamen Nachrichten. Eine sonore Stimme kündete von Besetzungen der Wall Street, als Andrea ihr Köpfchen zum Fenster hereinstreckte und nur ein Wort sagte:"Mauerstrasse!"
Also wenn das kein Zeichen war. Was kommt da noch drüber? Blutende Wundmale an Händen und Füssen?
Flugs wühlte sich ein honoriger Gedanke durch meine Kleinhirnwindungen. Ich, nein, wir würden die Mauerstrasse besetzen und ein Signal für die freien Bürger der freien Welt setzen. Oder für Österreich.
Mit kurzem Verweis auf ihre Hüften und meinen Bizeps könnten wir´s als eine Massendemonstration titulieren.
Ja.
"Los, fahr da sofort hin!", rief ich voller Enthusiasmus. Und wie sie fuhr. Emotionalisiert ob des Gedankens, ein Zeichen setzen zu können und wie dereinst Rosa Luxemburg mythenumrankt dahinscheiden zu können oder sich vor die Ketten eines Schützenpanzers werfen zu dürfen, gab sie ordentlich Gas, missachtete, welch ziviler Ungehorsam, mindestens 7 Verkehrsschilder, bevor ein schon älterer Polizist seine gichtige Hand per Kelle verlängerte und uns zu sich bat.
"Herr Brigadekommandeursgeneralleutnatmajoradjutant, wir müssen dringend in die Mauerstrasse, Revolution machen."
"Dies ist eine Einbahnstrasse, dies ist die Mauerstrasse. Sie dürfen hier nicht reinfahrn."
"Oooch Scheisse, Sie Spielverderber. Na dann eben nicht. Aber ein andermal. Ganz sicher."
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Samstag, 8. Oktober 2011
Ein guter Mensch, wer Schlechtes dabei denkt
Die Produkte seien scheisse, er habe in China unter unmenschlichsten Bedingungen fertigen lassen, einen Kult um sich und die Marke aufgebaut, sind noch die harmlosesten Äusserungen.
Wie gut, dass ich mich ja eh grad über sogenannte Politik-Blogs bei wordpress auslasse, bin ich doch dort fündig geworden auf der Suche nach jenen Subjekten, die sich Moral auf die Fahne schreiben, hinterm Rücken jedoch den Wimpel der Verlogenheit heftigst schwenken.
Diesmal ist´s, wie könnte es auch anders sein, ein Linker. Erst wird im Artikel angeprangert, was die Tastatur hergibt, später in den Kommentaren dann erwähnt, selber die apfelgeschmückten Produkte zu verwenden, womit ja wohl zugegeben wird, den oben genannten und verurteilten Vorgehensweisen Vorschub geleistet zu haben.
Wie gut, dass das Internet nie vergisst, denn nach kurzer Recherche hab ich schon herausgefunden, dass der Blogbetreiber zwar in seiner Selbstbeschreibung über unabhängigen Bürgerjournalismus schwadroniert, der es nicht erlaube, Werbung auf seinem Blog zu schalten, andererseits aber auf mehreren Plattformen und Blogs als Gastautor tippselt, die vor Reklame schier bersten.
Tja, mien Jung, wenn du den ersten Stein wirfst, solltest du dich eventuell vorher vergewissern, ob es nicht doch vielleicht ein Bumerang ist.
Könnte es sein, dass unsere Gesellschaft eher an solch selbstgerechten und doppelmoralischen Subjekten krankt denn an den paar (relativ gesehen) Hanseln, die uns übern Tisch ziehen wollen?
Öffentlich verlink ich das nicht, wenn Interesse besteht oder ihr meiner Deutungsgabe misstraut, kann der Link per Mail oder Kommi erfragt werden.
Verweisen möcht ich allerdings auf jenen Post hier: http://spoonsandskies.wordpress.com/2011/10/07/trauer-vs-moralapostelei/ , wo sich auch ´ne hübsche diesbezügliche Aussage findet.
Wie gut, dass ich mich ja eh grad über sogenannte Politik-Blogs bei wordpress auslasse, bin ich doch dort fündig geworden auf der Suche nach jenen Subjekten, die sich Moral auf die Fahne schreiben, hinterm Rücken jedoch den Wimpel der Verlogenheit heftigst schwenken.
Diesmal ist´s, wie könnte es auch anders sein, ein Linker. Erst wird im Artikel angeprangert, was die Tastatur hergibt, später in den Kommentaren dann erwähnt, selber die apfelgeschmückten Produkte zu verwenden, womit ja wohl zugegeben wird, den oben genannten und verurteilten Vorgehensweisen Vorschub geleistet zu haben.
Wie gut, dass das Internet nie vergisst, denn nach kurzer Recherche hab ich schon herausgefunden, dass der Blogbetreiber zwar in seiner Selbstbeschreibung über unabhängigen Bürgerjournalismus schwadroniert, der es nicht erlaube, Werbung auf seinem Blog zu schalten, andererseits aber auf mehreren Plattformen und Blogs als Gastautor tippselt, die vor Reklame schier bersten.
Tja, mien Jung, wenn du den ersten Stein wirfst, solltest du dich eventuell vorher vergewissern, ob es nicht doch vielleicht ein Bumerang ist.
Könnte es sein, dass unsere Gesellschaft eher an solch selbstgerechten und doppelmoralischen Subjekten krankt denn an den paar (relativ gesehen) Hanseln, die uns übern Tisch ziehen wollen?
Öffentlich verlink ich das nicht, wenn Interesse besteht oder ihr meiner Deutungsgabe misstraut, kann der Link per Mail oder Kommi erfragt werden.
Verweisen möcht ich allerdings auf jenen Post hier: http://spoonsandskies.wordpress.com/2011/10/07/trauer-vs-moralapostelei/ , wo sich auch ´ne hübsche diesbezügliche Aussage findet.
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Freitag, 7. Oktober 2011
Postpubertäre Inkontinenz
Hab ich nicht. Will ich nicht. Wenn überhaupt, wird´s bei mir wohl eher präsenile, denn postpubertäre. Trotz- und alledem stösst man auf mein Blog, sofern man damit googelt. Tolle Wurst. Offenbar findet man auch aus anderen Quellen hierher und jenen neu Hinzugekommenen sei ein kleiner Hinweis gegeben: Dies ist kein thematisches Blog. Zwar kommt es mitunter vor, dass ich mich - so wie grad momentan- zu politischen oder auch wirtschaftlichen Dingen äussere, das ist aber nicht Intention meines Geschreibsels.
Dieses Blog (wie die vorherigen 2 auch) dient der reinen Selbstbeweihräucherung.
Wenn ich behaupte, ich sei gross, athletisch, sehr vital mit ausgesprochenem Hang zu Extremsportarten, blond und blauäugig, hätte in 7 Ländern gelebt, die ganze Welt bereist und dabei 8 Sprachen gelernt, sei Geschäftsführer von 3 Hotelbetriebsgesellschaften mit mittlerweile mehreren hundert Angestellten, hätte mit 22 meine erste Firma gekauft, sei sehr belesen und unter Berücksichtigung allgemeiner Standards relativ gebildet und intelligent, informiere mich umfassend, soweit das meine
7Tagewoche bei 16 bis 18 täglichen Arbeitsstunden zuliesse, ist das natürlich gelogen.
Daher findet man auch nirgendwo meinen tatsächlichen Namen, denn würde man den in eine der handelsüblichen Suchmaschinen eingeben, käme heraus, dass ich aussehe wie Danny DeVito, nichtmal richtig Deutsch kann und seit 30 Jahren arbeitsloser Bauhelfer bin, der sich seinen Tagesablauf vom Sendetermin der Daily Soaps diktieren lässt.
Ich hoffe, dem netten Emailschreiber damit ausreichend Auskunft über mich erteilt zu haben. Deine Worte haben mich quasi wachgerüttelt und ich werde mir jetzt endlich bewusst, was für ein niederträchtiges Wesen ich doch bin, indem ich mich erdreiste, so über andere Blogschreiberlinge herzuziehen, weil ich doch selber nur so ein armes Würstchen bin, das nichts im Leben auf die Reihe kriegt.
Ich danke dir. Ehrlich.
Nachdem das auch geklärt wäre, wende ich den Blick wieder auf den vorherigen Post bzw. die Kommentare auf denselben.
Zunächst sei bemerkt, dass nicht wordpress der Verfasser oder Urheber der erwähnten Blogs ist, sondern nur der Hoster (sagt man so, ihr Nerds?). Dort gibt es, wie bei einigen anderen auch, Top Blogs- und Top Postslisten, die von mir herangezogen wurden. Meines Wissens ist wordpress das grösste Portal seiner Art und die dort im oberen Bereich vermerkten Blogs haben Zugriffszahlen im Millionenbereich, daher haben sie in meinen Augen schon eine gewisse öffenliche Aufmerksamkeit und Relevanz.
Wenn sich dort jemand postenderweise tummelt und ein paar Tausend Menschen das täglich mitverfolgen, kann ein negativer Einfluss zumindest nicht ausgeschlossen werden.
Es müssen meiner unbescheidenen Meinung nach schon ziemlich naive und gutgläubige Menschen sein, die dortigem UFO- und Hohle-Erde-Geschwafel anhängen und genau jene Spezies ist auch besonders anfällig für seltsam anmutende Ideologien. Diese Siriuskacke hat ja Sektencharakter und den Vorbetern wird blauäugig und kritiklos alles geglaubt. In deren "Hauptwerk" wird behauptet, wir stammten von Ausserirdischen ab, seien von Haus aus gut und liebevoll blablabla. Die Bösen aber, das seien die Illuminaten - und ratet mal...ja genau, das sind alles Juden. Die Rothschilds und Consorten. Jepp - und da schliesst sich der Kreis mit rechtsextremen Blogs und Verschwörungstheoretikern, die zudem im Blogroll verlinkt sind.
Man könnte es sich natürlich einfach machen und das alles nicht als politisch, sondern völlig bekloppt zu titulieren, allerdings würde man die davon ausgehende Gefahr verniedlichen oder gar negieren, was ich für falsch halte, denn der mündige Bürger, wie´s immer so schön heisst, existiert, wenn überhaupt, wohl eher als Minorität. Der Rest ist durchaus gewillt, derartigen Gut / Böse - Schemata zu folgen.
Ist doch sehr viel einfacher, als selbst Verantwortung zu übernehmen und sein eigenes Handeln mal kritisch zu hinterfragen.
Und wie sowas bei mir aussieht und weshalb ich mir rausnehme, über andere zu urteilen - das gibt´s demnächst.
Fast live.
Hier.
Dieses Blog (wie die vorherigen 2 auch) dient der reinen Selbstbeweihräucherung.
Wenn ich behaupte, ich sei gross, athletisch, sehr vital mit ausgesprochenem Hang zu Extremsportarten, blond und blauäugig, hätte in 7 Ländern gelebt, die ganze Welt bereist und dabei 8 Sprachen gelernt, sei Geschäftsführer von 3 Hotelbetriebsgesellschaften mit mittlerweile mehreren hundert Angestellten, hätte mit 22 meine erste Firma gekauft, sei sehr belesen und unter Berücksichtigung allgemeiner Standards relativ gebildet und intelligent, informiere mich umfassend, soweit das meine
7Tagewoche bei 16 bis 18 täglichen Arbeitsstunden zuliesse, ist das natürlich gelogen.
Daher findet man auch nirgendwo meinen tatsächlichen Namen, denn würde man den in eine der handelsüblichen Suchmaschinen eingeben, käme heraus, dass ich aussehe wie Danny DeVito, nichtmal richtig Deutsch kann und seit 30 Jahren arbeitsloser Bauhelfer bin, der sich seinen Tagesablauf vom Sendetermin der Daily Soaps diktieren lässt.
Ich hoffe, dem netten Emailschreiber damit ausreichend Auskunft über mich erteilt zu haben. Deine Worte haben mich quasi wachgerüttelt und ich werde mir jetzt endlich bewusst, was für ein niederträchtiges Wesen ich doch bin, indem ich mich erdreiste, so über andere Blogschreiberlinge herzuziehen, weil ich doch selber nur so ein armes Würstchen bin, das nichts im Leben auf die Reihe kriegt.
Ich danke dir. Ehrlich.
Nachdem das auch geklärt wäre, wende ich den Blick wieder auf den vorherigen Post bzw. die Kommentare auf denselben.
Zunächst sei bemerkt, dass nicht wordpress der Verfasser oder Urheber der erwähnten Blogs ist, sondern nur der Hoster (sagt man so, ihr Nerds?). Dort gibt es, wie bei einigen anderen auch, Top Blogs- und Top Postslisten, die von mir herangezogen wurden. Meines Wissens ist wordpress das grösste Portal seiner Art und die dort im oberen Bereich vermerkten Blogs haben Zugriffszahlen im Millionenbereich, daher haben sie in meinen Augen schon eine gewisse öffenliche Aufmerksamkeit und Relevanz.
Wenn sich dort jemand postenderweise tummelt und ein paar Tausend Menschen das täglich mitverfolgen, kann ein negativer Einfluss zumindest nicht ausgeschlossen werden.
Es müssen meiner unbescheidenen Meinung nach schon ziemlich naive und gutgläubige Menschen sein, die dortigem UFO- und Hohle-Erde-Geschwafel anhängen und genau jene Spezies ist auch besonders anfällig für seltsam anmutende Ideologien. Diese Siriuskacke hat ja Sektencharakter und den Vorbetern wird blauäugig und kritiklos alles geglaubt. In deren "Hauptwerk" wird behauptet, wir stammten von Ausserirdischen ab, seien von Haus aus gut und liebevoll blablabla. Die Bösen aber, das seien die Illuminaten - und ratet mal...ja genau, das sind alles Juden. Die Rothschilds und Consorten. Jepp - und da schliesst sich der Kreis mit rechtsextremen Blogs und Verschwörungstheoretikern, die zudem im Blogroll verlinkt sind.
Man könnte es sich natürlich einfach machen und das alles nicht als politisch, sondern völlig bekloppt zu titulieren, allerdings würde man die davon ausgehende Gefahr verniedlichen oder gar negieren, was ich für falsch halte, denn der mündige Bürger, wie´s immer so schön heisst, existiert, wenn überhaupt, wohl eher als Minorität. Der Rest ist durchaus gewillt, derartigen Gut / Böse - Schemata zu folgen.
Ist doch sehr viel einfacher, als selbst Verantwortung zu übernehmen und sein eigenes Handeln mal kritisch zu hinterfragen.
Und wie sowas bei mir aussieht und weshalb ich mir rausnehme, über andere zu urteilen - das gibt´s demnächst.
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Freitag, 16. September 2011
Holy Shit
Nun, da mir von erlauchter Seite -Kritiker dürfen fortan ihre diesbezüglichen Kommentare direkt an den Dienstagshasser senden- Absolution in Sachen Intoleranz erteilt wurde, wende ich mich, obwohl ja eigentlich immer noch auf angekündigte Beweise in Sachen False Flag / 9/11 wartend, der Kirche/den Kirchen/Religionen zu. Nicht die eine will ich über die andere erheben, nein, das findet man bei unserem Lieblingshoster zuhauf, sondern allen nur denkbaren Strömungen eins mit dem grossen Weihrauchschwenker verpassen.
Oft genug wird ja gefragt, woher denn Glaube/Religiosität/Irrglaube/FC Bayern-Fantum eigentlich käme.
Das soll meine Frage nicht sein, weiss ich doch, wie mir oft ein wenig kritelnd bescheinigt wird, auch hierauf, wie auf so vieles, was eigentlich niemanden interessiert, die Antwort: Die Unwissenheit ist´s.
Spiritualität gleich welcher Coleur findet sich in jeder Kultur - egal, ob Götzen, Naturgötter oder eben ein einzelner Gott verehrt oder angebetet werden, letztendlich sind sie nur dazu da, unerklärbare Vorkommnisse oder Gegebenheiten in die Schuhe geschoben zu bekommen.
Schaue ich aus meinem Fenster, sehe ich einige ziemlich hohe Berge, was mir Gelegenheit gibt, diese meine kühne Behauptung ein wenig zu veranschaulichen. In jeder "Naturreligion", deren Anhänger sich aus Bergvölkern rekrutieren, wird ihm, dem Berg nämlich, mystische Bedeutung und mindestens ein Gott mit dortigem Hauptwohnsitz zugemessen, was nicht weiter verwundert ob der Bedrohung, die von ihm ausgeht. Geröll- und Schneelawinen, Eiseskälte, plötzliche, schier unerklärliche Wetterumstürze, unbekannte, im Tal niemals zu sehende Raubtiere- all das und wahrscheinlich noch viel mehr führten zur Entstehung von bösen Dämonen, guten Geistern und dem Yeti, wahlweise auch Bigfoot in Nordamerika.
Man versuchte die Götter mit Essen, Schätzen oder gerne auch mal der ein oder anderen Jungfrau zu besänftigen.
Denen begegnet man übrigens immer wieder, fängt man erstmal an, sich mit Religionen zu beschäftigen. Sei´s die ihrem Jupp Hörner aufsetzende Maria oder jene, die auf den muslimischen Märtyrer im Paradies gleich in Kompaniestärke wartenden - Jungfern, soweit das theistisch geweitete Auge auch blickt.
Hmm, wie komme ich jetzt -schönes Bild übrigens- von den Jungfrauen wieder runter?
Ok, ich weiss schon - kann man getrost feststellen, dass der Mensch sehr gerne mal den Lauf der Dinge zu seinen Gunsten beeinflussen will, ihm aber in den meisten Fällen das Vermögen dazu fehlt, erfindet er sich Wesen, denen er zutraut, diese Fähigkeiten zu besitzen. D`accord?
Weil er aber im Lauf der Evolution auch ein wenig Gehirn-Jogging betrieb, konnte er sich immer mehr erklären und sah recht bald diverse Götter als überflüssig an, was ihn zum Monotheismus trieb, der zeit- und opfersparenden Variante.
Damit sich zu den draussen in schwarzen Chrysler Voyager auf mich wartenden Herren mit schwarzen Sonnenbrillen nicht auch noch krummsäbeltragende gesellen, beschränke ich mich jetzt ein wenig auf die bei uns doch recht verbreitete Version, das Christentum nämlich.
Bis zur Geburt eines späteren Musical-Stars hatten sich nur wenige, insgesamt gesehen recht uncoole Glaubensgemeinschaften gebildet, die allesamt dem Verlangen nach Erklärung der Welt und seiner Bewohner nicht so recht nachkommen konnten oder wollten. Das sollte sich schlagartig ändern, erkannten doch die bis dahin keinen Verleger findenden Märchenerzähler die Brisanz und Dynamik der Story eines bei 40 Grad durch die Wüste eiernden Kerls, der sich überdies zum Pazifismus bekannte und Wasser in beeindruckender Weise modifizieren konnte.
Jetzt mahnt mich aber ein Blick auf die Uhr, demnächst mein Bettchen anzusteuern. Überflüssig zu erwähnen, dass ich niemanden bitten werde, im Schlaf über mich zu wachen (dafür habe ich eine Alarmanlage) und beim Frühstück, das ich Ungläubiger erst mittags einzunehmen pflege, danke ich niemandem, es auf meinen Tisch gebracht zu haben. Na okay, Andrea vielleicht, aber die hat nichts wirklich Göttliches an sich.
Weiter geht´s demnächst, da ja noch der semigeniale Brückenschlag zu den bloggenden Vertretern jedweder Glaubens- und Unglaubensrichtung fehlt.
Daran soll´s nicht mangeln.
Oft genug wird ja gefragt, woher denn Glaube/Religiosität/Irrglaube/FC Bayern-Fantum eigentlich käme.
Das soll meine Frage nicht sein, weiss ich doch, wie mir oft ein wenig kritelnd bescheinigt wird, auch hierauf, wie auf so vieles, was eigentlich niemanden interessiert, die Antwort: Die Unwissenheit ist´s.
Spiritualität gleich welcher Coleur findet sich in jeder Kultur - egal, ob Götzen, Naturgötter oder eben ein einzelner Gott verehrt oder angebetet werden, letztendlich sind sie nur dazu da, unerklärbare Vorkommnisse oder Gegebenheiten in die Schuhe geschoben zu bekommen.
Schaue ich aus meinem Fenster, sehe ich einige ziemlich hohe Berge, was mir Gelegenheit gibt, diese meine kühne Behauptung ein wenig zu veranschaulichen. In jeder "Naturreligion", deren Anhänger sich aus Bergvölkern rekrutieren, wird ihm, dem Berg nämlich, mystische Bedeutung und mindestens ein Gott mit dortigem Hauptwohnsitz zugemessen, was nicht weiter verwundert ob der Bedrohung, die von ihm ausgeht. Geröll- und Schneelawinen, Eiseskälte, plötzliche, schier unerklärliche Wetterumstürze, unbekannte, im Tal niemals zu sehende Raubtiere- all das und wahrscheinlich noch viel mehr führten zur Entstehung von bösen Dämonen, guten Geistern und dem Yeti, wahlweise auch Bigfoot in Nordamerika.
Man versuchte die Götter mit Essen, Schätzen oder gerne auch mal der ein oder anderen Jungfrau zu besänftigen.
Denen begegnet man übrigens immer wieder, fängt man erstmal an, sich mit Religionen zu beschäftigen. Sei´s die ihrem Jupp Hörner aufsetzende Maria oder jene, die auf den muslimischen Märtyrer im Paradies gleich in Kompaniestärke wartenden - Jungfern, soweit das theistisch geweitete Auge auch blickt.
Hmm, wie komme ich jetzt -schönes Bild übrigens- von den Jungfrauen wieder runter?
Ok, ich weiss schon - kann man getrost feststellen, dass der Mensch sehr gerne mal den Lauf der Dinge zu seinen Gunsten beeinflussen will, ihm aber in den meisten Fällen das Vermögen dazu fehlt, erfindet er sich Wesen, denen er zutraut, diese Fähigkeiten zu besitzen. D`accord?
Weil er aber im Lauf der Evolution auch ein wenig Gehirn-Jogging betrieb, konnte er sich immer mehr erklären und sah recht bald diverse Götter als überflüssig an, was ihn zum Monotheismus trieb, der zeit- und opfersparenden Variante.
Damit sich zu den draussen in schwarzen Chrysler Voyager auf mich wartenden Herren mit schwarzen Sonnenbrillen nicht auch noch krummsäbeltragende gesellen, beschränke ich mich jetzt ein wenig auf die bei uns doch recht verbreitete Version, das Christentum nämlich.
Bis zur Geburt eines späteren Musical-Stars hatten sich nur wenige, insgesamt gesehen recht uncoole Glaubensgemeinschaften gebildet, die allesamt dem Verlangen nach Erklärung der Welt und seiner Bewohner nicht so recht nachkommen konnten oder wollten. Das sollte sich schlagartig ändern, erkannten doch die bis dahin keinen Verleger findenden Märchenerzähler die Brisanz und Dynamik der Story eines bei 40 Grad durch die Wüste eiernden Kerls, der sich überdies zum Pazifismus bekannte und Wasser in beeindruckender Weise modifizieren konnte.
Jetzt mahnt mich aber ein Blick auf die Uhr, demnächst mein Bettchen anzusteuern. Überflüssig zu erwähnen, dass ich niemanden bitten werde, im Schlaf über mich zu wachen (dafür habe ich eine Alarmanlage) und beim Frühstück, das ich Ungläubiger erst mittags einzunehmen pflege, danke ich niemandem, es auf meinen Tisch gebracht zu haben. Na okay, Andrea vielleicht, aber die hat nichts wirklich Göttliches an sich.
Weiter geht´s demnächst, da ja noch der semigeniale Brückenschlag zu den bloggenden Vertretern jedweder Glaubens- und Unglaubensrichtung fehlt.
Daran soll´s nicht mangeln.
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Samstag, 14. Mai 2011
Ein Bi-Ba-Butzemann
Gestern wurde nicht nur ich, sondern sogar der Herr Blogspot ganz wuschig ob der Unmengen an Kommentaren, die ihr auf meinen letzten Post ablaichen wolltet. Ich gebe zu, das war zu schwer, freie Meinungsäusserung ist nicht Jedermann´s Sache, da muss man sich erst rantasten. Wie gut, dass ihr mich habt - ich erklär euch kurz mal, wie man zu einer eigenen Meinung kommt und die dann auch noch adäquat kundtut.
Ganz wichtig scheint mir eine angemessene Atmosphäre; und wo lässt es sich besser denken als im Wald? Aus diesem und tausend anderen Gründen bin ich ja jetzt quasi in den Wald gezogen. Ach übrigens, ein Wald, das ist, wo ganz viele Bäume nebeneinander stehen und wo´s so riecht wie in euren Autos, wenn ihr die grünen Duftbäumchen am Rückspiegel baumeln habt. Naja, oder es riecht nach Hasenköddel, das entspricht dann eher dem Aroma eurer Mittelkonsole.
Gut, nun wissen also alle, was ich meine : Wald, da lässt sich prima Seele baumeln, Pilze pflücken und anderer Unfug treiben. Manchmal, das möchte ich noch kurz einwerfen, gehe ich auch in eine Oben-Ohne-Bar, um zu sinnieren, aber da haben sie mir letztens das Hemd von der Garderobe geklaut.
Also Wald. Wie ich ihn denn nun so mich an der reinen Natur erfreuend durchstreife, kommen mir Gedanken, in erster Linie, dass es sinnvoll gewesen wäre, mir den Weg zu merken, in zweiter, entscheidender Linie hingegen über das Weltgeschehen oder was man mir dafür verkaufen möchte.
In diesem speziellen Fall hatte ich kurz zuvor dummerweise noch etwas gelesen. Ich weiss, das sollte man nicht tun, da kriegt man nur ´nen schwubbeligen Kopf von, aber es war nunmal passiert. Es ging in besagtem Schriftstück um Moral und dass wir Deutschen, wie auch alle anderen Kritiker, zuviel und vor allem die falsche hätten, da wir es offenbar nicht so gerne sähen, wenn man unbewaffnete Menschen einfach umlegt. Aber, wurde da eingeworfen, das sei ja der Teufel, das Böse himself gewesen, verdient hätte er´s gehabt und da könne man doch schonmal auf so sekundäre Sächelchen wie Gesetze, Völkerrecht und derartigen Schmarrn verzichten.
Lynchjustiz nennt man sowas und -ha- wer kennt sich damit besser aus als ich, habe ich doch ebenfalls dieses Mittel genutzt, um einen Täter seiner meiner Meinung nach gerechten
Strafe zuzuführen. Der Unterschied : Ich wusste ganz genau, was ich tat, habe aus Wut, Trauer und Schock heraus gehandelt und zwar in vollem Bewusstsein und Anerkennung der Konsequenzen; habe das Recht in die eigenen Hände genommen und dafür meine mehr oder weniger gerechte Strafe erhalten.
So spielt das Leben und es sind die Spielregeln, die sich die Gesellschaft auferlegt hat. Ohne geht es nämlich nicht - und das hat weniger mit Moral, denn mit geordnetem Zusammenleben zu tun, welches, da bin ich ja durchaus mit den Gegnern meiner Anschauung, empfindlich durch den Herrn Bin Laden gestört wurde. Inwiefern, das ist Sache eines Gerichts, das herauszufinden und entsprechend zu bestrafen - und nicht wildgewordener Wahlkampfstrategen.
So komme ich also zur Meinungsfindung; ist doch gar nicht so schwer, oder?
Probiert´s doch auch mal und wenn ihr grad keinen Wald zur Hand habt - die Oben-Ohne-Bar tut´s auch, aber passt auf eure Hemden auf.
Edit: Irgendwie passt die Überschrift nicht, weil der Butzemann nämlich im Haus und nicht im Wald herumtanzt, wie mir grad mal so einfällt. Hmm, was kann ich dafür, dass der Trottel nicht raus in den Wald geht...oder in die Oben-Ohne-Bar.
Ganz wichtig scheint mir eine angemessene Atmosphäre; und wo lässt es sich besser denken als im Wald? Aus diesem und tausend anderen Gründen bin ich ja jetzt quasi in den Wald gezogen. Ach übrigens, ein Wald, das ist, wo ganz viele Bäume nebeneinander stehen und wo´s so riecht wie in euren Autos, wenn ihr die grünen Duftbäumchen am Rückspiegel baumeln habt. Naja, oder es riecht nach Hasenköddel, das entspricht dann eher dem Aroma eurer Mittelkonsole.
Gut, nun wissen also alle, was ich meine : Wald, da lässt sich prima Seele baumeln, Pilze pflücken und anderer Unfug treiben. Manchmal, das möchte ich noch kurz einwerfen, gehe ich auch in eine Oben-Ohne-Bar, um zu sinnieren, aber da haben sie mir letztens das Hemd von der Garderobe geklaut.
Also Wald. Wie ich ihn denn nun so mich an der reinen Natur erfreuend durchstreife, kommen mir Gedanken, in erster Linie, dass es sinnvoll gewesen wäre, mir den Weg zu merken, in zweiter, entscheidender Linie hingegen über das Weltgeschehen oder was man mir dafür verkaufen möchte.
In diesem speziellen Fall hatte ich kurz zuvor dummerweise noch etwas gelesen. Ich weiss, das sollte man nicht tun, da kriegt man nur ´nen schwubbeligen Kopf von, aber es war nunmal passiert. Es ging in besagtem Schriftstück um Moral und dass wir Deutschen, wie auch alle anderen Kritiker, zuviel und vor allem die falsche hätten, da wir es offenbar nicht so gerne sähen, wenn man unbewaffnete Menschen einfach umlegt. Aber, wurde da eingeworfen, das sei ja der Teufel, das Böse himself gewesen, verdient hätte er´s gehabt und da könne man doch schonmal auf so sekundäre Sächelchen wie Gesetze, Völkerrecht und derartigen Schmarrn verzichten.
Lynchjustiz nennt man sowas und -ha- wer kennt sich damit besser aus als ich, habe ich doch ebenfalls dieses Mittel genutzt, um einen Täter seiner meiner Meinung nach gerechten
Strafe zuzuführen. Der Unterschied : Ich wusste ganz genau, was ich tat, habe aus Wut, Trauer und Schock heraus gehandelt und zwar in vollem Bewusstsein und Anerkennung der Konsequenzen; habe das Recht in die eigenen Hände genommen und dafür meine mehr oder weniger gerechte Strafe erhalten.
So spielt das Leben und es sind die Spielregeln, die sich die Gesellschaft auferlegt hat. Ohne geht es nämlich nicht - und das hat weniger mit Moral, denn mit geordnetem Zusammenleben zu tun, welches, da bin ich ja durchaus mit den Gegnern meiner Anschauung, empfindlich durch den Herrn Bin Laden gestört wurde. Inwiefern, das ist Sache eines Gerichts, das herauszufinden und entsprechend zu bestrafen - und nicht wildgewordener Wahlkampfstrategen.
So komme ich also zur Meinungsfindung; ist doch gar nicht so schwer, oder?
Probiert´s doch auch mal und wenn ihr grad keinen Wald zur Hand habt - die Oben-Ohne-Bar tut´s auch, aber passt auf eure Hemden auf.
Edit: Irgendwie passt die Überschrift nicht, weil der Butzemann nämlich im Haus und nicht im Wald herumtanzt, wie mir grad mal so einfällt. Hmm, was kann ich dafür, dass der Trottel nicht raus in den Wald geht...oder in die Oben-Ohne-Bar.
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Mittwoch, 11. Mai 2011
Werte
Einige vermittelt bekommen, andere selbst zugelegt.
Einer davon:
Hier sehen wir Mördern bei der Arbeit zu
Einer davon:
Hier sehen wir Mördern bei der Arbeit zu
Donnerstag, 24. März 2011
They´re back
Wenn der Anlass nicht so traurig wäre, käme ein wenig Stolz bei mir auf:
Immerhin fliegen Montag 7 der besten (zum grössten Teil ehemaligen) Veranstaltungstechniker der Welt nach Japan, wo sie nach ihren, durchaus gegebenen Kräften unter Einsatz von körperlichen und inzwischen von diversen Produktions- und Musikfirmen bereitgestellten Finanzmitteln, den Hinterbliebenen ihrer Kollegen, Freunden und Bekannten unter die Arme greifen werden.
Mein Dank geht an:
Manni
Greg
Graham
Tony (the machine)
Robby
Eggy
Ich weiss, das wird nicht einfach, aber wir machen´s. Unser "Yes, we can" steht - im Gegensatz zu den leeren Versprechungen, die sich ansonsten hinter dem Slogan befinden.
22 Tote unter den Tausenden, aber um die restlichen sollen sich gefälligst die kümmern, die das zu verantworten haben: all die Politiker, die keine Vorwarnung und auch keinen Platz für Evakuirung gegeben haben, die die Menschen als Versuchskanichen betrachten.
Ihr seid die modernen Dr. Mengeles und ich hoffe, man zieht euch zur Rechenschaft.
Mistpack, elendiges!
Freitag, 11. Februar 2011
Sehr geehrter Herr Blogspot
Ich schreiben Ihnen heute, weil ich Ihnen leider mitteilen muss, dass Ihr Service fürn Arsch ist und ich diese blöden Facebook- und sonstigen "Gefällt mir"- Dingenskirchensdingers da weg haben will und in Ihrem Hilfeforum offensichtlich nur Nutzer dieser Dienste ihre dreistdämlichen Fragen stellen und da so komische Leute in einer Sprache antworten, die ich nicht beherrsche, irgendsowas mit <head<<+möpmöp> und so.
Daher frage ich sie jetzt mal ganz direkt : Würde es was nützen, wenn ich mit einer 44er Magnum auf mein Laptop schiesse, vorausgesetzt, ich träfe gut, wovon Sie aber ausgehen können?
Oder zu ´nem anderen Anbieter wechselte? (Das ist -lieber Hr. Sick, grammatikalisch voll gut -kleiner Insider^^)
Mir bleibt ja auch nichts erspart, aber Sie können sich demnächst die Mühe ersparen, mich in Ihrer Kundenkartei zu führen, da ich mich von Ihnen vertraglich geknebelt wie die Hupfdohlen vom Bohlen fühle.
Auf dass Sie pleite gehen mögen.
Herzlichst, ViaE
Daher frage ich sie jetzt mal ganz direkt : Würde es was nützen, wenn ich mit einer 44er Magnum auf mein Laptop schiesse, vorausgesetzt, ich träfe gut, wovon Sie aber ausgehen können?
Oder zu ´nem anderen Anbieter wechselte? (Das ist -lieber Hr. Sick, grammatikalisch voll gut -kleiner Insider^^)
Mir bleibt ja auch nichts erspart, aber Sie können sich demnächst die Mühe ersparen, mich in Ihrer Kundenkartei zu führen, da ich mich von Ihnen vertraglich geknebelt wie die Hupfdohlen vom Bohlen fühle.
Auf dass Sie pleite gehen mögen.
Herzlichst, ViaE
Dienstag, 25. Januar 2011
Kein Kommentar
Da mich anscheinend, ich entnehm´s mal der wahren Kommentarflut auf den letzten Post, von euch auch keiner haben will, schwenken wir den Focus mal wieder mehr in Richtung Motivation und dergleichen.
Gar schwierig wird´s, will man jemanden motivieren, der ständig Absagen auf seine Bewerbungen bekommt, wie es seit längerem bei einem guten Bekannten von mir geschieht. Neben Durchhalteparolen, leichten Modifizierungen an den Unterlagen und allgemeiner Aufmunterung habe ich da auch nicht viel mehr parat.
Guuuuut, is´nich´wahr - natürlich hab ich noch was in petto gehabt, nämlich habe ich mich daselbst in diverse Jobbörsen (international, national und auch regional) eingeschrieben und Bewerbungen verschickt, beispielsweise auf Rezeptionisten- und Nachtportierjobs. Dabei wurde lediglich die letzte Tätigkeit (als "Direktor" von 5 Hotels, falls es der ein oder andere nicht weiss) verschwiegen, alles andere - Ausbildungen, Studium, Arbeitsleben etc.pp.- wurde wahrheitsgemäss dargestellt.
Die Ausbeute: auf 27 Bewerbungen erhielt ich 24 Absagen, 3 Betriebe meldeten sich gar nicht erst.
Wäre ich auf einen Job angewiesen, sähe ich wohl den Punkt gekommen, wo´s an der Zeit ist, daheim im Keller explosive Gemische in Stahlrohre zu zwängen...
Dabei wollte ich meinem Kumpel doch nur klarmachen, dass auch mit erfüllterer Vita als seiner Absagen nicht ungewöhnlich sind...und hätte die schlechten Zeiten und Unvernunft Personalverantwortlicher als Gründe angegeben. Oder den Wasserstand des Yangtse Kiang bei Vollmond.
Nundenn, ihr seht mich erschüttert ob des Resultats, gleichwohl bestärkt in meiner These der Bevorzugung von Persönlichkeit bei der Auswahl von Kandidaten.
Unfassbar, wie gut es den Hotels gehen muss, wenn sie es sich leisten können , jemanden, der 8 Sprachen spricht, die meisten gängigen Hotelprogramme kennt, gute 6 Jahre Erfahrung in Gastronomie und Hostelerie hat (und noch so diverse Sachen mehr, die eigentlich zumindest eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch nach sich ziehen müssten), rundweg abzulehnen .
Gleichzeitig liest man das grosse Gejammer, dass es doch gar so schwierig sei, geeignetes Personal zu finden, grade und vor allem in der Tourismusbranche.
Kuddl, es tut mir leid, das war so nicht gedacht - lern spanisch und ich sehe, was ich für dich tun kann...
Gar schwierig wird´s, will man jemanden motivieren, der ständig Absagen auf seine Bewerbungen bekommt, wie es seit längerem bei einem guten Bekannten von mir geschieht. Neben Durchhalteparolen, leichten Modifizierungen an den Unterlagen und allgemeiner Aufmunterung habe ich da auch nicht viel mehr parat.
Guuuuut, is´nich´wahr - natürlich hab ich noch was in petto gehabt, nämlich habe ich mich daselbst in diverse Jobbörsen (international, national und auch regional) eingeschrieben und Bewerbungen verschickt, beispielsweise auf Rezeptionisten- und Nachtportierjobs. Dabei wurde lediglich die letzte Tätigkeit (als "Direktor" von 5 Hotels, falls es der ein oder andere nicht weiss) verschwiegen, alles andere - Ausbildungen, Studium, Arbeitsleben etc.pp.- wurde wahrheitsgemäss dargestellt.
Die Ausbeute: auf 27 Bewerbungen erhielt ich 24 Absagen, 3 Betriebe meldeten sich gar nicht erst.
Wäre ich auf einen Job angewiesen, sähe ich wohl den Punkt gekommen, wo´s an der Zeit ist, daheim im Keller explosive Gemische in Stahlrohre zu zwängen...
Dabei wollte ich meinem Kumpel doch nur klarmachen, dass auch mit erfüllterer Vita als seiner Absagen nicht ungewöhnlich sind...und hätte die schlechten Zeiten und Unvernunft Personalverantwortlicher als Gründe angegeben. Oder den Wasserstand des Yangtse Kiang bei Vollmond.
Nundenn, ihr seht mich erschüttert ob des Resultats, gleichwohl bestärkt in meiner These der Bevorzugung von Persönlichkeit bei der Auswahl von Kandidaten.
Unfassbar, wie gut es den Hotels gehen muss, wenn sie es sich leisten können , jemanden, der 8 Sprachen spricht, die meisten gängigen Hotelprogramme kennt, gute 6 Jahre Erfahrung in Gastronomie und Hostelerie hat (und noch so diverse Sachen mehr, die eigentlich zumindest eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch nach sich ziehen müssten), rundweg abzulehnen .
Gleichzeitig liest man das grosse Gejammer, dass es doch gar so schwierig sei, geeignetes Personal zu finden, grade und vor allem in der Tourismusbranche.
Kuddl, es tut mir leid, das war so nicht gedacht - lern spanisch und ich sehe, was ich für dich tun kann...
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Montag, 25. Oktober 2010
Everything but the truth
Im Zuge der neu entflammten Ehrlickeitswelle will auch ich nicht nachstehn und gebe hiermit zu, gelegentlich nicht die ganze Wahrheit zu schreiben. Jawoll.
Grad setzte ich mich erstens hin und zweitens zum Versuch an, den heutigen und hiesigen Schneefall in einen Post einzubauen; das Resultat: Heute habe ich einen Schneemann gebaut. Ein grosser Wurf!
Richtig muss es heissen: Heute habe ich einen grossen Mann auf dem Bau mit Schnee beworfen!
Asche auf mein Haupt.
Morgen feiert Österreich und ich mach mit. Erst schau ich mir eine eventuelle neue Unterkunft an, um anschliessend dem hemmungslosen Obstlergenuss zu frönen. Mal schaun, vielleicht machen wir ja auch noch ´ne Knödelschlacht.
Nichts ist unmöglich.
Grad setzte ich mich erstens hin und zweitens zum Versuch an, den heutigen und hiesigen Schneefall in einen Post einzubauen; das Resultat: Heute habe ich einen Schneemann gebaut. Ein grosser Wurf!
Richtig muss es heissen: Heute habe ich einen grossen Mann auf dem Bau mit Schnee beworfen!
Asche auf mein Haupt.
Morgen feiert Österreich und ich mach mit. Erst schau ich mir eine eventuelle neue Unterkunft an, um anschliessend dem hemmungslosen Obstlergenuss zu frönen. Mal schaun, vielleicht machen wir ja auch noch ´ne Knödelschlacht.
Nichts ist unmöglich.
Dienstag, 12. Oktober 2010
Jetzt mal ganz ernsthaft *giggel*
Keiner braucht hier Angst haben, seine Antwort könnte falsch sein und ich nähme ihn deshalb auf die Schippe. Auf die Schippe nehm ich euch sowieso, unabhängig von Sinnhaftigkeit oder gar Wahrheitsgehalt eurer Kommentare - einfach nur, weil´s mir Spass macht.
Dies ist -und wird es nie sein- ein hundertprozentig ernstzunehmendes Blog, ich will euch keine Weisheiten verkaufen und kein Abo andrehn, aber (Achtung, jetzt kommt´s) man erkennt doch an der Vielfältigkeit der Antworten - nicht nur bei der Frage im vorigen Post, sondern auch bei allen vorher- die Verschiedenheit der Menschen und ihrer Denkweisen und dass alles mit allem zusammenhängt, wie ich euch im Laufe der nächsten Jahrzehnte auf diesem, meinem schönen Blog nachweisen werde (Achja...und dass der Herr M. aus OWL ein verkappter Clown ist).
Es gibt immer verschiedene Denkansätze und wenn sie für einen selbst in sich logisch sind...wieso nicht?
Selbstverständlich habe ich als Verfasser einen Wissensvorsprung (also in diesem Fall jetzt), weil ich meine Denkweise zu Grunde lege und wenn ihr nicht drauf kommt, lach ich euch nicht aus - oder zumindest nur ein bisschen.
Ich wollte auf eine gewisse Fragestellung hinaus, nämlich inwiefern unser soziales Umfeld und unsere Erziehung Führungsfähigleiten fördern (oder auch verkümmern lassen) können.
Der Dalai Lama ist (für mich jedenfalls) ein Kind wie so ziemlich jedes andere in Tibet auch, da ich nicht an den Wiedergeburtenschmonzes glaube. Was wäre aus ihm geworden, wenn er weiter von seinen Eltern er- und aufgezogen worden wäre?
So, um die Verwirrung noch perfekt zu machen: Gibt es geborene "Führer"?
Bin mir auch bewusst, dass der Vergleich bzw. das Beispiel Dalai Lama humpelt, aber welcher Vergleich tut das nicht?
Ob er letztendlich nur eine Marionette oder ein Sprecher ist, lass ich mal dahin gestellt sein.
Beim Papst bin ich mir da schon sicherer, jedenfalls beim jetzigen - beim Polen haben sich die Jungs ja wohl selber ins Knie geschossen
Dies ist -und wird es nie sein- ein hundertprozentig ernstzunehmendes Blog, ich will euch keine Weisheiten verkaufen und kein Abo andrehn, aber (Achtung, jetzt kommt´s) man erkennt doch an der Vielfältigkeit der Antworten - nicht nur bei der Frage im vorigen Post, sondern auch bei allen vorher- die Verschiedenheit der Menschen und ihrer Denkweisen und dass alles mit allem zusammenhängt, wie ich euch im Laufe der nächsten Jahrzehnte auf diesem, meinem schönen Blog nachweisen werde (Achja...und dass der Herr M. aus OWL ein verkappter Clown ist).
Es gibt immer verschiedene Denkansätze und wenn sie für einen selbst in sich logisch sind...wieso nicht?
Selbstverständlich habe ich als Verfasser einen Wissensvorsprung (also in diesem Fall jetzt), weil ich meine Denkweise zu Grunde lege und wenn ihr nicht drauf kommt, lach ich euch nicht aus - oder zumindest nur ein bisschen.
Ich wollte auf eine gewisse Fragestellung hinaus, nämlich inwiefern unser soziales Umfeld und unsere Erziehung Führungsfähigleiten fördern (oder auch verkümmern lassen) können.
Der Dalai Lama ist (für mich jedenfalls) ein Kind wie so ziemlich jedes andere in Tibet auch, da ich nicht an den Wiedergeburtenschmonzes glaube. Was wäre aus ihm geworden, wenn er weiter von seinen Eltern er- und aufgezogen worden wäre?
So, um die Verwirrung noch perfekt zu machen: Gibt es geborene "Führer"?
Bin mir auch bewusst, dass der Vergleich bzw. das Beispiel Dalai Lama humpelt, aber welcher Vergleich tut das nicht?
Ob er letztendlich nur eine Marionette oder ein Sprecher ist, lass ich mal dahin gestellt sein.
Beim Papst bin ich mir da schon sicherer, jedenfalls beim jetzigen - beim Polen haben sich die Jungs ja wohl selber ins Knie geschossen
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Donnerstag, 7. Oktober 2010
Was ist eigentlich Motivation und wieso hab ich keine?
Was Motivation sein soll, erklären wissenschaftliche Bücher. Sie tun das zwar nicht gut...aber immerhin bekommt man eine ungefähre Idee vom Thema.
Ich unterscheide hier genau wie im Leben eigentlich nur zwischen 2 Arten der Motivation, nämlich dem Selbstantrieb und der Fremdbeeinflussung, die sich nur leider allzuoft als Manipulation entpuppt.
Die Grenzen sind aber auch sowas von fliessend...
Logischerweise will ich etwas von dir, wenn ich dich motiviere - ob´s nur Manipulation ist, hängt von unserem Verhältnis zueinander ab. Als dein Chef beispielsweise versuche ich dich zu besserer, schnellerer oder auch konzentrierterer Arbeit anzutreiben - und habe davon u.A. einen wirtschaftlichen Nutzen. Ist es deshalb Manipulation? Oder könnte es nicht einfach auch so sein, dass ich dir im Gegenzug etwas gebe (und ich meine nicht Geld oder Anerkennung, die beiden Leitmotivationen im Arbeitssektor)?
Was, wenn du dich bei und nach der Arbeit nicht mehr gestresst fühlst, du sehr viel ausgeglichener und besser gelaunt bist?
Als dein (Ehe-)Mann unterstütze ich deinen Wunsch, endlich eine gute Köchin zu werden, indem ich dich zur VHS fahre und dir gut zurede, wenn der Kuchen wie´n Omelette aussieht. Natürlich habe ich auch einen Vorteil von deinen neuen Fähigkeiten, z.B. muss ich keine Magenmittel mehr einnehmen.
Manipulation?
Ganz selbstlos ist man nie - keiner!
Das liegt ganz einfach an meiner eigenen Motivation (bzw. meinem Motiv), deinen Wunsch zu fördern.
Manchmal muss ich diesen Wunsch erstmal in dir erwecken und genau das muss ein guter Motivateur können.
Was sich so Motivationscoach nennt und unter 30.000 Watt auf einer Bühne rumhampelt, kann das gar nicht.
Wie auch? Er setzt voraus, dass du bereits ein Ziel hast (i.d.R. Geld, viel, viiiiiel Geld) und dafür nimmt er dir oder deiner Firma Geld, viel, viiiiel Geld ab.
Und wieso du keine Motivation hast, weiss ich nicht.
Sag´s mir!
Ich unterscheide hier genau wie im Leben eigentlich nur zwischen 2 Arten der Motivation, nämlich dem Selbstantrieb und der Fremdbeeinflussung, die sich nur leider allzuoft als Manipulation entpuppt.
Die Grenzen sind aber auch sowas von fliessend...
Logischerweise will ich etwas von dir, wenn ich dich motiviere - ob´s nur Manipulation ist, hängt von unserem Verhältnis zueinander ab. Als dein Chef beispielsweise versuche ich dich zu besserer, schnellerer oder auch konzentrierterer Arbeit anzutreiben - und habe davon u.A. einen wirtschaftlichen Nutzen. Ist es deshalb Manipulation? Oder könnte es nicht einfach auch so sein, dass ich dir im Gegenzug etwas gebe (und ich meine nicht Geld oder Anerkennung, die beiden Leitmotivationen im Arbeitssektor)?
Was, wenn du dich bei und nach der Arbeit nicht mehr gestresst fühlst, du sehr viel ausgeglichener und besser gelaunt bist?
Als dein (Ehe-)Mann unterstütze ich deinen Wunsch, endlich eine gute Köchin zu werden, indem ich dich zur VHS fahre und dir gut zurede, wenn der Kuchen wie´n Omelette aussieht. Natürlich habe ich auch einen Vorteil von deinen neuen Fähigkeiten, z.B. muss ich keine Magenmittel mehr einnehmen.
Manipulation?
Ganz selbstlos ist man nie - keiner!
Das liegt ganz einfach an meiner eigenen Motivation (bzw. meinem Motiv), deinen Wunsch zu fördern.
Manchmal muss ich diesen Wunsch erstmal in dir erwecken und genau das muss ein guter Motivateur können.
Was sich so Motivationscoach nennt und unter 30.000 Watt auf einer Bühne rumhampelt, kann das gar nicht.
Wie auch? Er setzt voraus, dass du bereits ein Ziel hast (i.d.R. Geld, viel, viiiiiel Geld) und dafür nimmt er dir oder deiner Firma Geld, viel, viiiiel Geld ab.
Und wieso du keine Motivation hast, weiss ich nicht.
Sag´s mir!
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Samstag, 2. Oktober 2010
Von Mäusen und Menschen (reloaded^^)
Menschen sind, wem ist es nicht schon mal aufgefallen, unterschiedlich.
Während sich die einen ´nen Sturzhelm aufsetzen, bevor sie kurz zum Aldi um die Ecke radeln (ja Kinder, das is´richtig so, immer schön machen!), klemmen sich andere zwei Bretter unter die Füsse und nageln mit 100 Sachen die Piste runter, bestenfalls mit ´ner Wollmütze behütet; einige sammeln Briefmarken, andere Frauen/Männer/beides; nicht wenige wägen alle Pro´s und Contra´s ab, bevor eine Entscheidung gefällt wird, ein nicht unerheblicher Anteil tut dies intuitiv.
Es gibt bei menschlichen Handlungsweisen kein Gut oder Böse, kein Richtig oder Falsch (ausgenommen sind hiervon selbstverständlich Taten, die eindeutig gegen Gesetze oder allgemein als recht sinnig anerkannte Moralvorstellungen verstossen).
Diese Erkenntnis ist weder neu, noch bahnbrechend und dürfte eigentlich jedermann bekannt sein. Dennoch neigen wir dazu, unser eigenes Handeln und Denken als das richtige anzusehen und abweichendes im günstigsten Fall mit Befremdung zu notieren und strafen.
Anders wird das erst, wenn entweder wir oder Andere an uns Rückschritte, Stillstand oder, um´s einfach auszudrücken, beim besten Willen keine Motivation feststellen und diesbezüglicher Handlungsbedarf gesehen wird.
Da kommen die Mäuse ins Spiel, nämlich diejenigen, die wir abdrücken müssen, damit uns irgendwer aus der Misere hilft, der elendigen. Selbst haben wir das leider ja nie gelernt, also wenden wir uns scheinbar geeigneten Personen oder gar Gruppen zu. Die finden wir beispielsweise, wenn wir mit "motivation training" unter google.uk suchen, satte 22.220.000 Mal.
Von dem ganzen Käse ja eh keinen blassen Schimmer habend, picken wir uns einen Eintrag raus; nehmen wir spasseshalber "Alpacas über die Alpen führen". Zwar fragen wir uns noch, warum es unbedingt Alpacas und nicht meinetwegen ´ne Kuh, ein Schaf oder ´n Köter und ausgerechnet die Alpen, wo doch das Rotharrgebirge oder die Rhön gleich um die Ecke liegen, sein müssen, aber wer mag sinnkriselnd auch noch als kleinlich gelten.
Wir lernen, so verspricht der Anbieter, uns a) in der rauen Bergwelt zu behaupten (wo doch der Konkurrenzkampf in der unsrigen Wirtschaft auch so rau sei) und b) das Führen (wobei wir das Zottelviech mit einem Mitarbeiter zu vergleichen hätten, der, uns anvertraut, auf uns baut und sicher auf seinem Weg, der ja auch der unsere sein soll, begleitet werden will).
Stimmige Erklärung oder Psychlogie für Brigitte-Leser?
(Wie heisst noch gleich mein Blog?)
Es wäre jetzt ziemlich böse von mir, zu behaupten, datt Viech wäre ohne uns dreimal schneller vorangekommen, also lass ich´s.
Ich lasse ferner mal dahingestellt, ob der Anbieter sich einfach die Dummheit der Menschen zu Nutze macht oder er selbst glaubt, was er da verspricht...entscheidet selbst!
Während sich die einen ´nen Sturzhelm aufsetzen, bevor sie kurz zum Aldi um die Ecke radeln (ja Kinder, das is´richtig so, immer schön machen!), klemmen sich andere zwei Bretter unter die Füsse und nageln mit 100 Sachen die Piste runter, bestenfalls mit ´ner Wollmütze behütet; einige sammeln Briefmarken, andere Frauen/Männer/beides; nicht wenige wägen alle Pro´s und Contra´s ab, bevor eine Entscheidung gefällt wird, ein nicht unerheblicher Anteil tut dies intuitiv.
Es gibt bei menschlichen Handlungsweisen kein Gut oder Böse, kein Richtig oder Falsch (ausgenommen sind hiervon selbstverständlich Taten, die eindeutig gegen Gesetze oder allgemein als recht sinnig anerkannte Moralvorstellungen verstossen).
Diese Erkenntnis ist weder neu, noch bahnbrechend und dürfte eigentlich jedermann bekannt sein. Dennoch neigen wir dazu, unser eigenes Handeln und Denken als das richtige anzusehen und abweichendes im günstigsten Fall mit Befremdung zu notieren und strafen.
Anders wird das erst, wenn entweder wir oder Andere an uns Rückschritte, Stillstand oder, um´s einfach auszudrücken, beim besten Willen keine Motivation feststellen und diesbezüglicher Handlungsbedarf gesehen wird.
Da kommen die Mäuse ins Spiel, nämlich diejenigen, die wir abdrücken müssen, damit uns irgendwer aus der Misere hilft, der elendigen. Selbst haben wir das leider ja nie gelernt, also wenden wir uns scheinbar geeigneten Personen oder gar Gruppen zu. Die finden wir beispielsweise, wenn wir mit "motivation training" unter google.uk suchen, satte 22.220.000 Mal.
Von dem ganzen Käse ja eh keinen blassen Schimmer habend, picken wir uns einen Eintrag raus; nehmen wir spasseshalber "Alpacas über die Alpen führen". Zwar fragen wir uns noch, warum es unbedingt Alpacas und nicht meinetwegen ´ne Kuh, ein Schaf oder ´n Köter und ausgerechnet die Alpen, wo doch das Rotharrgebirge oder die Rhön gleich um die Ecke liegen, sein müssen, aber wer mag sinnkriselnd auch noch als kleinlich gelten.
Wir lernen, so verspricht der Anbieter, uns a) in der rauen Bergwelt zu behaupten (wo doch der Konkurrenzkampf in der unsrigen Wirtschaft auch so rau sei) und b) das Führen (wobei wir das Zottelviech mit einem Mitarbeiter zu vergleichen hätten, der, uns anvertraut, auf uns baut und sicher auf seinem Weg, der ja auch der unsere sein soll, begleitet werden will).
Stimmige Erklärung oder Psychlogie für Brigitte-Leser?
(Wie heisst noch gleich mein Blog?)
Es wäre jetzt ziemlich böse von mir, zu behaupten, datt Viech wäre ohne uns dreimal schneller vorangekommen, also lass ich´s.
Ich lasse ferner mal dahingestellt, ob der Anbieter sich einfach die Dummheit der Menschen zu Nutze macht oder er selbst glaubt, was er da verspricht...entscheidet selbst!
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