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Mittwoch, 21. März 2012

HOME SWEET HOME

Ich bin daheim. Endlich angekommen. Nach langer  Irrfahrt durch die Strudel des weltweichen Webs habe ich meine Heimat gefunden. Bei Facebook, jawoll. Die wundersame Welt der Ame...äh...des Marc Z. hat mich in ihren Schoss, den übergrossen, aufgenommen und gleich mal sowas von liebgewonnen, man glaubt´s kaum.
Gut, natürlich habe ich mich dort nicht mit meinem Namen oder einem von hier bekannten Pseudo angemeldet, sondern - man beachte meine abgrundtiefe Kreativität- einem völlig unbekannten, bis dato nirgendwo im Netz oder freier Wildbahn erwähnten. Schlau, wa?
So habe ich dort etwa 870 Freunde gesammelt, von dennen ich allerdings kein Schwein wirklich kenne, nichtmal ansatzweise.
Weiters twittere ich. Unterm Logo des Piepmatzes (weil von Vögeln versteh ich ja was, gelle) hau ich Alltags- und Fussballweisheiten raus, dass es nur so kracht in der virtuellen Welt der maschenlosen Tore.
Dann noch schnell bei Google+ angemeldet und zack, schon steht die digitale Person wie ´ne Eins vorm surferischen Himmelstor, wo ihn Gleichgesinnte schon sehnsüchtig erwarten, auf dass er an ihren dämlichen Spielen teilnähme, ihre zum hunderttausendsten Male geposteten Kalendersprüche zu liken und irgendwelchen obskuren Apps Zugriffsrechte auf ihre gesamten Daten zu gewähren.

Und wozu das alles?
Es galt, etwas zu beweisen: Andrea hatte nämlich mit mir gewettet, dass der gesammelte oben beschriebene Rotz dazu führen wird, ganz, gaaaaaanz tolle Freundschaften zu finden, gründen, vertiefen blablubberblub.
Natürlich, das muss einschränkend zugegeben werden, könnte ich nun Bildchen mit anderen Usern tauschen, Firmen, von denen nicht nur ich noch nie etwas gehört habe, meine ungeteilte Zustimmung zu ihren Produkten, Dienstleistungen und Internetauftritt erteilen oder mit Menschen chatten, mit denen mich nur eins, wenn auch ziemlich locker, verbindet: Die Liebe zu einem bestimmten Verein.
Achso, das hätte ich ja fast vergessen - passend zu oben genannten Aktivitäten hab ich selbstverständlich auch ein Blog eingerichtet und die Posts werden automatisch auch bei FB, Zwidscheridoo und ich glaub sogar bei G+ publiziert.
Zugriffszahlen bei 10 Posts, verteilt auf knapp 3 Wochen: 65!
Pffft, fünfundsechzig Klicks bei, ähem, fast 900 "Freunden", auf deren Leib die Thematik eigentlich wie zugeschnitten sein sollte. Eigentlich.
Eigentlich hätte auch die von mir gegründete Gruppe, wo man nur selbst verfasste Artikel, Posts, meinetwgen auch Gedichte, Fotos oder wasweissichwas, aber eben selbst produziert, veröffentlichen sollte, ein voller Erfolg werden sollen. Eigentlich.
Von den damals etwa 800 Eingeladenen sind 4 der Gruppe beigetreten. Bisherige Beiträge: Alle von mir.

Tscha Andrea, du wirst wohl, so leid mir das auch tut, dich im nächsten halben Jahr von trockenem Toast oder bestenfalls Nudeln mit Ketchup ernähren müssen. Dumm gelaufen. Vielleicht hättest du mich doch nicht, im Gegensatz zu euch "digital natives" als "steam-engine native" bezeichnen sollen.

Mal abgesehen von der verlorenen Zeit, die sich dank ihrer Mithilfe bei Freundschaftsanfragen und sonstigem Käse auf ein immer noch recht ansehnliches Maß reduzierte, habe ich die Hoffnung verloren, dass sich die Menschheit jemals an die Lösung ihrer Probleme machen wird, wenn eine  immer ansteigende Anzahl  ihrer Vertreter sich mit so einem Scheiss beschäftigt, jeder Dahergelaufene seine Profilneurosen öffentlich ausleben kann und sich darbietet wie die letzte Wanderhure.
Jungs, Mädels, wenn man sich morgens unter der Dusche fotografiert, ist das ansich schon krank, wie erst soll man das bezeichnen, wenn man die Fotos in einem Netzwerk postet und an Leute weitergibt, die einem so unbekannt sind wie die Grundlagen der deutschen Rechtschreibung?
Und wenn man sein Gör Shakira-Madeleine nennt, halte ich persönlich es für relativ unangebracht, Ausländerfeindliches zu posten. Mal drüber nachdenken...

Alles in allem ergibt sich nur ein Fazit: Es ist völlig wurscht, was du postest, wo du deine (vielleicht auch imaginären) Freunde suchst - Qualität zählt nix, aber auch überhaupt gar nix, es macht allein die Quantität, nämlich die deiner eigenen Aktivitäten. Du musst um Aufmerksamkeit betteln und zwar mit einiger Penetranz.

Daher mein Tipp an alle: Trefft euch lieber gelegentlich mit euren echten Freunden, schreibt ihnen mal wieder eine persönliche Email oder ladet sie zum Essen, Saufen, Kino, Sex ein.
Da habt ihr mehr von. Mit Sicherheit.

Und sollte jemand auf die verwegene Idee kommen, ich hätte mir ja nur die falsche Zielgruppe ausgesucht, weil überdurchschnittlicher Anteil an Hauptschülern, Hartzlern oder sonstwie Benachteiligten: Weit gefehlt, Amigos, in anderen Kreisen sind es vielleicht keine Fussballbildchen, sondern neueste Taz-Meldungen, Links zu Spargel-offline oder Dissertationen anderweitig Verwirrter. Mehr nicht.
Selbes Prinzip.
Gute Nacht, Welt.
Wenn ich nicht schon wüsste, was ich zu Weihnachten kriege und mich darauf so tierisch freuen würde, könnten die Mayas ruhig Recht haben und den nächsten Winteranfang gediegen ausfallen lassen.



EDIT:
Falls sich irgendjemand fragt, wieso Linkedin nicht erwähnt wird: Das ist die Cyber-Herbertstrasse für Jungakademiker und Möchtegern-Leader. Indiskutabel!

Samstag, 22. Oktober 2011

Ehrlich gärt am längsten

Es ist ja so ein Kreuz mit der Piefigkeit, die mich neuerdings immer wieder heimtückisch überfällt. Jedoch kann ich denjenigen, die sich daran stören versichern, dass ich mir durch eine überaus geschickte Finanzmarktmanipulation ein Sparschwein der örtlichen Sparkasse für lau erschlichen habe, welches bei jedem  -und sei er noch so winzig- Anfall mit 20€ Scheinen gefüttert wird.
Der Wert der Porzellan-Sau - samt Inhalt natürlich- dürfte den eurer Automobile schon nach etwa nur 3 Tagen  bei weitem übersteigen.
Es sind die Zeiten, die schlimmen, die mir Sorgenfalten in die Hipophyse gravieren.
Europa geht den Bach runter, der Euro sowieso, in der Wüste werden Leute umgelegt, die ich lieber vor einem ordentlichen Gericht sähe und einer der beiden letztwöchentlich lädierten Finger ist tatsächlich gebrochen. Das wiederum würde mich nicht weiter beunruhigen, aber leider befindet er sich an der rechten Hand, sodass ich mir keine Schiene schnitzen konnte und ein Arztbesuch notwendig wurde. Leider habe ich ja kein FB-Account, folglich musste die überaus reizende Sprechstundenhilfe Schuhgrösse, sexuelle Vorlieben und den Geburtsnamen meiner Urgrossmutter väterlicherseits anhand der Versichertenkarte feststellen, was dauern kann; da muss man schonmal etwas Geduld zeigen. Die Zeit vertrieb ich mir mit dem Studium diverslicher Presseerzeugnisse.
Hätt ich nicht machen sollen.
Zwar weiss ich nun, welche Aktrice mit wem pennt, wenn sie grad nicht aktriert, aber -und das ist die alarmierende Nachricht- ich wurde zunächst eher unbewusst, später gezielt suchend, eines Phänomens gewahr, nämlich der offensichtlichen Verbrüderung der Parteien und Gruppierungen der verschiedensten, sonst eher auf Abgrenzung bedachten politischen Strömungen.
Rechts und links befleissigen sich des selben Tones, wenn es um die just anstehenden Probleme geht, prügeln unisono auf  USA, NATO, Banken, Global Player und was da sonst noch kreucht und fleucht ein und haben plötzlich im vormals durch-, jetzt eher abgeknallten lybischen Staatschef  einen Märtyrer im Kampf gegen den Imperialismus gesucht und gefunden. Philosophen jeglicher Couleur schiessen wie Hallimarsche aus dem feuchten Herbstboden und mahnen den Bürger der westlichen Hemisphäre, doch gefälligst Zelt und Campingkocher zur EZB oder ersatzweise anderen kriminellen Instituten zu wuppen und dort verbleiben, bis die Probleme dort durch heftigstes Aussitzen und Skandieren demokratiefreundlicher Parolen, die selbstverständlich nur so klingen, in Wirklichkeit aber die ganze Verlogenheit der Initiatoren reflektieren, sich in Luft auflösen.
Warum  nur kommt mir da sofort der Begriff  "Marionetten" in den Sinn? Warum muss ich an Pinocchio denken? Warum wächst dem Holzwichtel der Zinken und nicht dem  Puppenspieler?
Und warum können nicht alle so sein wie ich, der immer, wenn er von einer schönen jungen Frau nach seinem Beruf gefragt wird,  wahrheitsgemäss "Pilot. Kampfjet!" antwortet?

Samstag, 8. Oktober 2011

Ein guter Mensch, wer Schlechtes dabei denkt

Eine der wohl schillerndsten und erfolgreichsten Unternehmer aller Zeiten ist tot. Man kann die Produkte von Apple lieben oder hassen, in Steve Jobs einen Guru oder Scharlatan sehen, seine Marketingstrategie verteufeln oder anbeten - unterm Strich bleibt, dass grad ein Mensch  nach langem Leiden mit nur 56 Jahren gestorben ist, der sicher, wie wir alle, nicht frei von Makel war, aber deshalb ganz sicher nicht jene nun überall auftauchenden Hasstiraden verdient.
Die Produkte seien scheisse, er habe in China unter unmenschlichsten Bedingungen fertigen lassen, einen Kult um sich und die Marke aufgebaut, sind noch die harmlosesten Äusserungen.
Wie gut, dass ich mich ja eh grad über sogenannte Politik-Blogs bei wordpress auslasse, bin ich doch dort fündig geworden auf der Suche nach jenen  Subjekten, die sich Moral auf die Fahne schreiben, hinterm Rücken jedoch den Wimpel der Verlogenheit heftigst schwenken.
Diesmal ist´s, wie könnte es auch anders sein, ein Linker. Erst wird im Artikel angeprangert, was die Tastatur hergibt, später in den Kommentaren dann erwähnt, selber die apfelgeschmückten Produkte zu verwenden, womit ja wohl zugegeben wird, den oben genannten und verurteilten Vorgehensweisen Vorschub geleistet zu haben.
Wie gut, dass das Internet nie vergisst, denn nach kurzer Recherche hab ich schon herausgefunden, dass der Blogbetreiber zwar in seiner Selbstbeschreibung über unabhängigen Bürgerjournalismus schwadroniert, der es nicht erlaube, Werbung auf  seinem Blog zu schalten, andererseits aber auf mehreren Plattformen und Blogs als Gastautor tippselt, die vor Reklame schier bersten.
Tja, mien Jung, wenn du den ersten Stein wirfst, solltest du dich eventuell vorher vergewissern, ob es nicht doch vielleicht ein Bumerang ist.
Könnte es sein, dass unsere Gesellschaft eher an solch selbstgerechten und doppelmoralischen Subjekten krankt denn an den paar (relativ gesehen)  Hanseln, die uns übern Tisch ziehen wollen?

Öffentlich verlink ich das nicht, wenn Interesse besteht oder ihr meiner Deutungsgabe misstraut, kann der Link per Mail oder Kommi erfragt werden.

Verweisen möcht ich allerdings auf jenen Post hier: http://spoonsandskies.wordpress.com/2011/10/07/trauer-vs-moralapostelei/ , wo sich auch ´ne hübsche diesbezügliche Aussage findet.

Freitag, 7. Oktober 2011

Postpubertäre Inkontinenz

Hab ich nicht. Will ich nicht. Wenn überhaupt, wird´s bei mir wohl eher präsenile, denn postpubertäre. Trotz- und alledem stösst man auf mein Blog, sofern man damit googelt. Tolle Wurst. Offenbar findet man auch aus anderen Quellen  hierher und jenen neu Hinzugekommenen sei ein kleiner Hinweis gegeben: Dies ist kein thematisches Blog. Zwar kommt es mitunter vor, dass ich mich - so wie grad momentan- zu politischen oder auch wirtschaftlichen Dingen äussere, das ist aber nicht Intention meines Geschreibsels.
Dieses Blog (wie die vorherigen 2 auch) dient der reinen Selbstbeweihräucherung.
Wenn ich behaupte, ich sei gross, athletisch, sehr vital mit ausgesprochenem Hang zu Extremsportarten, blond und blauäugig, hätte in 7 Ländern gelebt, die ganze Welt bereist und dabei 8 Sprachen gelernt, sei Geschäftsführer von 3 Hotelbetriebsgesellschaften mit mittlerweile mehreren hundert Angestellten, hätte mit 22 meine erste Firma gekauft, sei sehr belesen und unter Berücksichtigung allgemeiner Standards relativ gebildet und intelligent, informiere mich umfassend, soweit das meine
7Tagewoche bei 16 bis 18 täglichen Arbeitsstunden zuliesse, ist das natürlich gelogen.
 Daher findet man auch nirgendwo meinen tatsächlichen Namen, denn würde man den in eine der handelsüblichen Suchmaschinen eingeben, käme heraus, dass ich aussehe wie Danny DeVito, nichtmal richtig Deutsch kann und seit 30 Jahren arbeitsloser Bauhelfer bin, der sich seinen Tagesablauf vom Sendetermin der Daily Soaps diktieren lässt.
Ich hoffe, dem netten Emailschreiber damit ausreichend Auskunft über mich erteilt zu haben. Deine Worte haben mich quasi wachgerüttelt und ich werde mir jetzt endlich bewusst, was für ein niederträchtiges Wesen ich doch bin, indem ich mich erdreiste, so über andere Blogschreiberlinge herzuziehen, weil ich doch selber nur so ein armes Würstchen bin, das nichts im Leben auf die Reihe kriegt.
Ich danke dir. Ehrlich.
Nachdem das auch geklärt wäre, wende ich den Blick wieder auf den vorherigen Post bzw. die Kommentare auf denselben.
Zunächst sei bemerkt, dass nicht wordpress der Verfasser oder Urheber der erwähnten Blogs ist, sondern nur der Hoster (sagt man so, ihr Nerds?). Dort gibt es, wie bei einigen anderen auch, Top Blogs- und Top Postslisten, die von mir herangezogen wurden. Meines Wissens ist wordpress das grösste Portal seiner Art und die dort im oberen Bereich vermerkten Blogs haben Zugriffszahlen im Millionenbereich, daher haben sie in meinen Augen  schon eine gewisse öffenliche Aufmerksamkeit und Relevanz.
Wenn sich dort jemand postenderweise tummelt und ein paar Tausend Menschen das täglich mitverfolgen, kann ein negativer Einfluss zumindest nicht ausgeschlossen werden.
Es müssen meiner unbescheidenen Meinung nach schon ziemlich naive und gutgläubige Menschen sein, die dortigem UFO- und Hohle-Erde-Geschwafel anhängen und genau jene Spezies ist auch besonders anfällig für seltsam anmutende Ideologien. Diese Siriuskacke hat ja Sektencharakter und den Vorbetern wird blauäugig und kritiklos alles geglaubt. In deren "Hauptwerk" wird behauptet, wir stammten von Ausserirdischen ab, seien von Haus aus gut und liebevoll blablabla. Die Bösen aber, das seien die Illuminaten - und ratet mal...ja genau, das sind alles Juden. Die Rothschilds und Consorten. Jepp - und da schliesst sich der Kreis mit rechtsextremen Blogs und Verschwörungstheoretikern, die zudem im Blogroll verlinkt sind.
Man könnte es sich natürlich einfach machen und das alles nicht als politisch, sondern völlig bekloppt zu titulieren, allerdings würde man die davon ausgehende Gefahr verniedlichen oder gar negieren, was ich für falsch halte, denn der mündige Bürger, wie´s immer so schön heisst, existiert, wenn überhaupt, wohl eher als Minorität. Der Rest ist durchaus gewillt, derartigen Gut / Böse - Schemata zu folgen.
Ist doch sehr viel einfacher, als selbst Verantwortung zu übernehmen und sein eigenes Handeln mal kritisch zu hinterfragen.
Und wie sowas bei mir aussieht und weshalb ich mir rausnehme, über andere zu urteilen - das gibt´s demnächst.
Fast live.
Hier.

Freitag, 16. September 2011

Holy Shit

Nun, da mir von erlauchter Seite  -Kritiker dürfen fortan ihre diesbezüglichen Kommentare direkt an den Dienstagshasser senden- Absolution in Sachen Intoleranz erteilt wurde, wende ich mich, obwohl ja eigentlich immer noch auf  angekündigte Beweise in Sachen False Flag / 9/11 wartend, der Kirche/den Kirchen/Religionen zu. Nicht die eine will ich über die andere erheben, nein, das findet man bei unserem Lieblingshoster zuhauf, sondern allen nur denkbaren Strömungen eins mit dem grossen Weihrauchschwenker verpassen.
Oft genug wird ja gefragt, woher denn Glaube/Religiosität/Irrglaube/FC Bayern-Fantum eigentlich käme.
Das soll meine Frage nicht sein, weiss ich doch, wie mir oft ein wenig kritelnd bescheinigt wird, auch hierauf, wie auf so vieles, was eigentlich niemanden interessiert, die Antwort:  Die Unwissenheit ist´s.
Spiritualität gleich welcher Coleur findet sich in jeder Kultur - egal, ob Götzen, Naturgötter oder eben ein einzelner Gott verehrt oder angebetet werden, letztendlich sind sie nur dazu da, unerklärbare Vorkommnisse oder Gegebenheiten in die Schuhe geschoben zu bekommen.
Schaue ich aus meinem Fenster, sehe ich einige ziemlich hohe Berge, was mir Gelegenheit gibt, diese meine kühne Behauptung ein wenig zu veranschaulichen. In jeder "Naturreligion", deren Anhänger sich aus Bergvölkern rekrutieren, wird ihm, dem Berg nämlich, mystische Bedeutung  und mindestens ein Gott mit dortigem Hauptwohnsitz zugemessen, was nicht weiter verwundert ob der Bedrohung, die von ihm ausgeht. Geröll- und Schneelawinen, Eiseskälte, plötzliche, schier unerklärliche Wetterumstürze, unbekannte, im Tal niemals zu sehende Raubtiere- all das und wahrscheinlich noch viel mehr führten zur Entstehung von bösen Dämonen, guten Geistern und dem Yeti, wahlweise auch Bigfoot in Nordamerika.
Man versuchte die Götter mit Essen, Schätzen oder gerne auch mal der ein oder anderen Jungfrau zu besänftigen.
Denen begegnet man übrigens immer wieder, fängt man erstmal an, sich mit Religionen zu beschäftigen. Sei´s die ihrem Jupp Hörner aufsetzende Maria oder jene, die auf den muslimischen Märtyrer im Paradies gleich in Kompaniestärke wartenden - Jungfern, soweit das theistisch geweitete Auge auch blickt.
Hmm, wie komme ich jetzt -schönes Bild übrigens- von den Jungfrauen wieder runter?
Ok, ich weiss schon - kann man getrost feststellen, dass der Mensch sehr gerne mal den Lauf der Dinge zu seinen Gunsten beeinflussen will, ihm aber in den meisten Fällen das Vermögen dazu fehlt, erfindet er sich Wesen, denen er zutraut, diese Fähigkeiten zu besitzen. D`accord?
Weil er aber im Lauf der Evolution auch ein wenig Gehirn-Jogging betrieb, konnte er sich immer mehr erklären und sah recht bald  diverse Götter als überflüssig an, was ihn zum Monotheismus trieb, der zeit- und opfersparenden Variante.
Damit sich zu den draussen in schwarzen Chrysler Voyager auf mich wartenden Herren mit schwarzen Sonnenbrillen nicht auch noch krummsäbeltragende gesellen, beschränke ich mich jetzt ein wenig auf die bei uns doch recht verbreitete Version, das Christentum nämlich.
Bis zur Geburt eines späteren Musical-Stars hatten sich nur wenige, insgesamt gesehen recht uncoole Glaubensgemeinschaften gebildet, die allesamt dem Verlangen nach Erklärung der Welt und seiner Bewohner nicht so recht nachkommen konnten oder wollten. Das sollte sich schlagartig ändern, erkannten doch  die bis dahin keinen Verleger findenden Märchenerzähler die Brisanz und Dynamik der Story eines bei 40 Grad durch die Wüste eiernden Kerls, der sich überdies zum Pazifismus bekannte und Wasser in beeindruckender Weise modifizieren konnte.

Jetzt mahnt mich aber ein Blick auf die Uhr, demnächst mein Bettchen anzusteuern. Überflüssig zu erwähnen, dass ich niemanden  bitten werde, im Schlaf über mich zu wachen (dafür habe ich eine Alarmanlage) und beim Frühstück, das ich Ungläubiger erst mittags einzunehmen pflege, danke ich niemandem, es auf meinen Tisch gebracht zu haben. Na okay, Andrea vielleicht, aber die hat  nichts wirklich Göttliches an sich.

Weiter geht´s demnächst, da ja noch der semigeniale Brückenschlag zu den bloggenden Vertretern jedweder Glaubens- und Unglaubensrichtung fehlt.
Daran soll´s nicht mangeln.

Samstag, 10. September 2011

Centrale Inkontinenz Agentur

Wie wir ja alle wissen, wird das gemeine UFO mit den getragenen Socken von Al Bundy angetrieben, der aber , das konnte man ja schliesslich gute 2 Jahrzehnte mitverfolgen, nur alle 3 Wochen seine Fusskleider wechselt. Daraus ergibt sich ein eklatanter Treibstoffmangel, sodass es gar nicht so viele ausserirdische Fluggeräte geben kann, wie durchs Netz geistern.
Nicht ohne Stolz kann ich hier und jetzt verkünden: Es ist mir gelungen, so ein Paar bei Ebay zu ersteigern, wir können unsere kleine Reise also fortführen.
Und während ihr es euch bequem macht, erzähl ich euch eine putzige Geschichte, die Geschichte von Fritze F. aus Wuppertal. Weil der Papst, trotz vorheriger Ankündigung, doch keine Boutique mit der Tochter von Lottogewinner Erwin Lindemann in der bergischen Metropole aufmachte, wurd´s Fritze F.  im fortgeschrittenen Alter von immerhin 24 arg fad und er beschloss, sein durch jahrelanges intensives Studium der Geheimdienste anhand von James-Bond-Filmen erworbenes Fachwissen in einem Blog der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen. Auslöser war, neben bereits angesprochener Langeweile, der 11.09.2001, wie er später freimütig in einem mit sich selbst geführten und für die Nachwelt akribisch aufgezeichneten Interview zugeben wird.
Neben seinem dreistündigen Architekturstudium, las er sich bei Wikidingens ein immenses Fachwissen in Statik, Sprengstofftechnik und Zionismus an. Dann stand für ihn fest: Die Centrale Inkontinenz Agentur, die sich erst kürzlich so umbenannt hatte, weil sie sich ob der gegen sie gerichteten Vorwürfe  ständig bepisste und lässig  ihren tatsächlichen dunklen Machenschaften nachging, hatte das World Trade Center in die Luft gejagt, damit der Herr Bush Nacktscanner an Flughäfen einrichten konnte, deren Bilder live ins Oval Office übertragen werden sollten. Oder in ein Land am Arsch der Welt einzureiten, um OBL zu jagen, der sich trotz Millionen-Offerte von Gillette weigerte, seinen Zottelbart abzunehmen. Oder er einfach grad Bock drauf hatte.
Das Pentagon  legten sie vorsichtshalber auch noch halbwegs in Schutt und Asche.

Fritze F. hält seine Version  übrigens für überaus intelligent und dem  immer wieder zitierten Mainstream für sowas von voraus, das glaubt man  gar nicht...


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In stillem Gedenken  an die über 3000 Opfer.
Ich wünsche ihren Angehörigen alle Kraft dieser Welt und derartigen "Autoren" wie Fritze F. ein wenig mehr Hirn. Vielleicht kann man sich das ja als App irgendwo runterladen.

Donnerstag, 8. September 2011

LUCY IN THE SKY WITH DIAMONDS

Ich halte, ums mal gleich vorneweg zu sagen und den Raum für diesbezügliche Spekulationen einzuengen, ca. 90 %, Tendenz steigend, der Menschheit für zu blöd, ein Loch in den Schnee zu pissen. Sollte mir jemals der Sinn nach einer Parteigründung mit nachfolgendem Wahlkampf in der Fussgängerzone stehen, werde ich wohl auf das lästige und zeitraubende Erstellen eines Wahlprogramms völlig verzichten und mich stattdessen darauf konzentrieren, die buntesten Luftballons zu verteilen - die 5-Prozent-Hürde werde ich locker-flockig überspringen wie dereinst Ed Moses die der Tartanbahnen dieser Welt.
Viele der an dieser eigentlich doch recht simplen Aufgabe - wir befinden uns gedanklich wieder beim Loch-in-den Schnee-pissen - ständig Scheiternden findet man im Impressum  von Zeitungen, Zeitschriften und seit einigen Jahren nun auch in Blogs. Der Rest befindet sich davor.
Man räumt ja in unseren Breiten der freien Meinungsäusserung  Zugeständnisse ein, wie sie anderswo kaum denkbar wären. Bayern fällt mir da spontan ein. Statt dieses hohe Gut angemessen zu verteidigen und sauber verfasste, gegebenenfalls einwandfrei recherchierte Posts in die Niederungen dieser unserer Welt abzulaichen, wird auf einem Niveau dahergeritten, das Boulevard-Journalismus in die Sphären Literatur- und Pulitzerpreis verdächtiger Exponate  vordringen lässt.
Ich möchte, um das mal ein bisschen zu verdeutlichen, euch auf eine kleine Blogreise mitnehmen, wobei die Destinationen, oh, ich Schelm, ich gewiefter, unbenannt sein werden, oder, ums anders auszudrücken:
No Link for this Bullshit!
Wie es sich für einen sorgfältig geplanten Ausflug geziemt, legen wir , also ich, ihr seid ja nur Trittbrettfahrer, zunächst das Fortbewegungsmittel fest: Ich hatte da an ein UFO gedacht. Drauf gekommen bin ich, als ich für unseren kleinen Trip einige Vorbesichtigungen der Lokalitäten vorgenommen habe. Habe ich Trottel bislang Unsummen für Taxi und öffentlichen Personennahverkehr ausgegeben oder mir auf meinem Mopfel  ´nen nassen Arsch geholt, zeigt uns das Web 2.0, wie Mann oder Frau von Welt sich heutzutage angemessen fortbewegt. Glaubt man den sich dort tummelnden und hobbyjournalistisch betätigenden Verkehrsplanern, sind sie nämlich mitten unter uns, die Raumfahrzeugführer aus fernen Galaxien. Leider habe ich auf dem Blog keine Möglichkeit gefunden, mir ´ne Zehnerkarte für den Grossraum Milchstrasse zu bestellen. Sicher nur ein Versehen des Betreibers. Aber Bücher kann man  immerhin ordern, wo Testmitfahrer über ihre Erfahrungen mit Service- und Bordpersonal berichten. Ich glaub allerdings, die schummeln da ein wenig, denn so ein toller Planet kann das nicht sein, wo die herkommen, hat man doch erst kürzlich ausgerechnet, dass es ca. 8 Milliarden Jahre dauern würde, um von dort hierher zu gelangen. Ich mein, ´ne 8 Milliarden Jahre alte Stewardess - da kann ich ja gleich mit der Lufthansa fliegen.

Wo nie und überhaupt gar niemals nicht geschummelt wird, sind, wir nähern uns der 2. Station, Verschwörungstheorien. Wie Pilze aus den Drogenlabors verarmter lebensunfähiger Biostudenten schiessen sie aus dem Boden und gedeihen virtuell im Web fröhlich vor sich hin, bevor sie von Dumpfbacken, die einen Champignon nicht von einem Atompilz unterscheiden können, verspeist und fortan als Verdauungsprodukt munter in der Natur und deren Bewohnern verteilt werden.
Ob JFK, Marylin Monroe, Kurt Cobain, 9/11, Chemtrails oder die Dorfbürgermeisterwahl in Büdelsdorf - Schuld haben die Juden. Hatten wa schomma, die Nummer, ist nicht so besonders gut ausgegangen für alle Beteiligten.
In satanistischen Zirkeln, die allesamt von den Rothschilds iniziiert und geleitet werden, hocken sie beisammen und denken sich aus, wie sie der Menschheit schaden und ihrem Vermögenszuwachs  nützen können.
Ja, das sind die wirklich Bösen, während wir, die Guten, unter ihnen zu leiden haben und wenn das auch durch nichts belegt werden kann, so verbreiten wir unsere Kunde trotzdem und unseren Kritikern werfen wir einfach vor, total un- oder gar falschinformiert zu sein, weil ja in keiner Fernseh- oder Zeitungsredaktion, die was auf sich hält, der Satan fehlen darf und seine Message aussendet.
Schaut man jedoch mal hinter die Kulissen, wer uns da eigentlich so vehement etwas einreden will, wogegen Grimm´s Märchen wahrlich Tatsachenberichte zu sein scheinen, erkennt man die wahre Absicht: Die guten, ehrenwerten Goldförderer und -händler sind´s, die mit Panikmache den grossen Reibach  erzielen wollen.
Weiss zufällig jemand, wie Gold gefördert wird? Wieviel Gewinnspanne zwischen  Goldgräber und Goldhändler liegen?

Aber weil mir vom UFO-Fliegen immer so schlecht wird, machen wir jetzt ein bisschen Pause.
Seien auch Sie demnächst wieder dabei, wenn es heisst : Unheimliche Begegnung der 2.0ten Art.

Mittwoch, 7. September 2011

Morgen, Kinder, wird´s was geben

Da wird der pöhse, pöhse ViaE nämlich mal wieder (höre ich da ein  "endlich" aus diversen Himmelsrichtungen?) die ganz grosse Keule auspacken  und hemmungs- sowie gnadenlos die Blogosphäre niederknüppeln.
Trug mir doch mein Findelkind, das dereinst in einem Baströckchen ausgesetzt wurde, das Lesen eines Posts an, dem gar schrecklicher verbaler, mentaler und auch sonstwie gearteter Inhalt innewohne.
Da man sich mit 20 aber nun wirklich nicht alles merken kann, vergass es die genaue Adresse des Machwerks und so sah ich mich gezwungen, der akuten Neugier verfallen, es zu suchen, das Machwerk nämlich, nicht das Findelkind (das findet man im Zweifelsfall immer vor meinem Kühlschrank). Fündig wurde ich auf http://www.wordpress.de/ , wo man Top-Blogs aufrufen kann.
"So will auch ich tun" sprach ich und bereute schon kurz drauf diesen meinen Ausruf, wurd mir doch bei Anklicken einzelner Exponate unter besagtem Listing immer übler und wenn ich mich ein wenig gefangen habe, Magen und Darm wieder über Normalfunktion verfügen, so werd ich berichten, welch widerliches Schriftgut dort auffindbar ist.
Jawoll - und wer sich vorbereiten möchte, dem sei ein kurzer Blick angeraten, hinein in die Abgründe der seelisch-literarischen Flachdübler. Mehr Link gibt´s übrigens nicht, denn ich weigere mich stand- und wehrhaft, derartigem Hirndünnschiss über Gebühr Aufmerksamkeit zuzuleiten.
So der Gott des Schedule´s es will, werd ich wohl morgen meine ungeliebte, wenngleich nicht minder uneinfühlsame Meinung kundtun, auf dass auch ihr es mir kommentierenderweise nachtun möget.
So gehet (noch) hin in Frieden...

Sonntag, 12. Juni 2011

Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen

Heute möchte ich euch etwas Schönes erzählen, was, wie einige raunen werden, ja wohl auch mal Zeit wird.
EHEC hat mir in der letzten Zeit so einige Sorgen bereitet; wie froh bin ich jetzt, dass Sprossen die Verursacher sein sollen, kann man den Gästen nun einfach empfehlen, keine Leitern mehr zu essen. Derartige Kalauer verbreitend, nahm ich gestern einen Telefonanruf entgegen, wo mir mitgeteilt wurde, vermisst zu werden, und zwar so sehr, dass mir schon Hauptrollen in Träumen zugesprochen würden.
Wie den Kollegen da links hätte sie mich auf einer Bank sitzen sehen, mein Leben jedem, der eigentlich nur auf den Bus warten wollte, erzählend.
Und weil das nicht sein soll, um nicht zu sagen, nicht sein kann, sollte mir ein Besuch doch gewiss einiges, z.B. ein Hin- und Rückflugticket Barcelona-Innsbruck, wert sein, damit keine unschuldigen Passanten, sondern eine junge Dame namens Andrea Adressat der Lebensgeschichte(n) wäre.
Und so liess ich weiches Herz und Kreditkarte sprechen, buchte den Flug und dachte drüber nach, was ich ihr denn wohl noch so erzählen könne. Ganz sicher nicht mehr, dass "Forrest Gump" mein absoluter Lieblingsfilm ist.
Verdammt, ich bin sowas von durchschau- und angreifbar.

Samstag, 14. Mai 2011

Ein Bi-Ba-Butzemann

Gestern wurde nicht nur ich, sondern sogar der Herr Blogspot ganz wuschig ob der Unmengen an Kommentaren, die ihr auf meinen letzten Post ablaichen wolltet. Ich gebe zu, das war zu schwer, freie Meinungsäusserung ist nicht Jedermann´s Sache, da muss man sich erst rantasten. Wie gut, dass ihr mich habt - ich erklär euch kurz mal, wie man zu einer eigenen Meinung kommt und die dann auch noch adäquat kundtut.
Ganz wichtig scheint mir eine angemessene Atmosphäre; und wo lässt es sich besser denken als im Wald? Aus diesem und tausend anderen Gründen bin ich ja jetzt quasi in den Wald gezogen. Ach übrigens, ein Wald, das ist, wo ganz viele Bäume nebeneinander stehen und wo´s so riecht wie in euren Autos, wenn ihr die grünen Duftbäumchen am Rückspiegel baumeln habt. Naja, oder es riecht nach Hasenköddel, das entspricht dann eher dem Aroma eurer Mittelkonsole.
Gut, nun wissen also alle, was ich meine : Wald, da lässt sich prima Seele baumeln, Pilze pflücken und anderer Unfug treiben. Manchmal, das möchte ich noch kurz einwerfen, gehe ich auch in eine Oben-Ohne-Bar, um zu sinnieren, aber da haben sie mir letztens das Hemd von der Garderobe geklaut.
Also Wald. Wie ich ihn denn nun so mich an der reinen Natur erfreuend durchstreife, kommen mir Gedanken, in erster Linie, dass es sinnvoll gewesen wäre, mir den Weg zu merken, in zweiter, entscheidender Linie hingegen über das Weltgeschehen oder was man mir dafür verkaufen möchte.
In diesem speziellen Fall hatte ich kurz zuvor dummerweise noch etwas gelesen. Ich weiss, das sollte man nicht tun, da kriegt man nur ´nen schwubbeligen Kopf von, aber es war nunmal passiert. Es ging in besagtem Schriftstück um Moral und dass wir Deutschen, wie auch alle anderen Kritiker, zuviel und vor allem die falsche hätten, da wir es offenbar nicht so gerne sähen, wenn man unbewaffnete Menschen einfach umlegt. Aber, wurde da eingeworfen, das sei ja der Teufel, das Böse himself gewesen, verdient hätte er´s gehabt und da könne man doch schonmal auf so sekundäre Sächelchen wie Gesetze, Völkerrecht und derartigen Schmarrn verzichten.
Lynchjustiz nennt man sowas und -ha- wer kennt sich damit besser aus als ich, habe ich doch ebenfalls dieses Mittel genutzt, um einen Täter seiner meiner Meinung nach gerechten
Strafe zuzuführen. Der Unterschied : Ich wusste ganz genau, was ich tat, habe aus Wut, Trauer und Schock heraus gehandelt und zwar in vollem Bewusstsein und Anerkennung der Konsequenzen; habe das Recht in die eigenen Hände genommen und dafür meine mehr oder weniger gerechte Strafe erhalten.
So spielt das Leben und es sind die Spielregeln, die sich die Gesellschaft auferlegt hat. Ohne geht es nämlich nicht - und das hat weniger mit Moral, denn mit geordnetem Zusammenleben zu tun, welches, da bin ich ja durchaus mit den Gegnern meiner Anschauung, empfindlich durch den Herrn Bin Laden gestört wurde. Inwiefern, das ist Sache eines Gerichts, das herauszufinden und entsprechend zu bestrafen - und nicht wildgewordener Wahlkampfstrategen.
So komme ich also zur Meinungsfindung; ist doch gar nicht so schwer, oder?
Probiert´s doch auch mal und wenn ihr grad keinen Wald zur Hand habt - die Oben-Ohne-Bar tut´s auch, aber passt auf eure Hemden auf.

Edit: Irgendwie passt die Überschrift nicht, weil der Butzemann nämlich im Haus und nicht im Wald herumtanzt, wie mir grad mal so einfällt. Hmm, was kann ich dafür, dass der Trottel nicht raus in den Wald geht...oder in die Oben-Ohne-Bar.

Donnerstag, 11. November 2010

WHAM!

Heute will ich euch ein wenig über Manipulation erzählen. Obwohl ihr das ja emsig verdrängt habt, lasse ich nicht nach, eifrig Feldstudien zu betreiben.
Alles fing mit einer jungen Dame an, ihr Name tut eigentlich nichts zur Sache, aber ich glaube, nicht zuviel zu verraten, wenn ich durchblicken lasse, dass ihr Name mit "A" sowohl anfängt als auch   aufhört.
Weil die junge Dame nur mässig nachtlebentauglich ist, gehe ich halt alleine weg, komme nachts um vier heim, rüttel sie wach und frage, warum sie nicht schläft. Dabei summt man (für diejenigen, die´s mal ausprobieren möchten) ein bekanntes Weihnachtslied. Wenn das zu öde wird, schnauzt man sie an, ob sie einen nicht endlich in Ruhe lassen könne und geht ins nebenzimmerliche Bett. Summen nicht vergessen.

Am Frühstücksbüffet hört man sie´s summen, das Weihnachtslied nämlich, kurz drauf den Kellner, noch ein bisschen später die Rezeptionistin, mittags vernimmt man´s schon von anderen Gästen, abends vom Barkeeper und dem zufällig reinschneienden Taxler, der, da kann man sich sicher sein, mindestens 10 Fahrgäste damit infiziert hat, die wiederum in ihren Pensionen, Hotels, in Gaststätten und Kneipen ebenfalls zur Verbreitung des Virus´ beigetragen haben.
Morgen singt halb Österreich von der letzten Weihnacht, wo du mir dein Herz geschenkt hast und Deutschland ebenfalls, weil ihr´s hinaustragen werdet in die Welt.
Na, habt ihr ihn schon, den Ohrwurm? Summt ihr ihn schon?
Natürlich nicht, denn ihr seid ja nicht zu manipulieren....
Last Christmas, I gave you my heart...*summ*

Donnerstag, 28. Oktober 2010

Samma, geht´s noch?

ViaE grad eben, weil ihr ja im vorgezogenen Winterschlaf seid, in den Untiefen des WWW, genauer gesagt bei den "Kollegen" des grössten Bloganbieters unterwegs...echt geile Blogs da - einer will mir weismachen, die Illuminati seien in Wirklichkeit Marsmännchen, einer (ein Österreicher, war ja klar^^) prügelt virtuell auf Islamisten, Juden, Ausländer und Käsespätzle ein, noch einer verehrt Lenin und möchte mich überzeugen, das doch bitteschön auch zu tun, weil das nämlich ein ganz lieber war, der Herr Uljanov (leider irgendwie unverstanden in letzter Zeit, der Arme), Bäume sonderten Weisheiten ab, die wir nur falsch interpretieren etc.pp.
Gut, jeder Nische sein Plätzchen, jedem Vollhonk die Meinungsfreiheit, aber sowas findet man dort unter den Top 20 Blogs. es müssen sich also nicht nur Bekloppte finden, die sowas schreiben, sondern noch viel mehr davon, die´s lesen.
*kopfschüttel*

Sonntag, 17. Oktober 2010

Gegen (selbst) darstellung

Dies ist kein wissenschaftliches Blog, ich bin kein Wissenschaftler und gehöre auch keiner Berufsgruppe der beim Thema Motivation beteiligten Disziplinen an. Wenn jemand wissenschaftliche Erklärungen benötigt, so möge er sich bitte bei den entsprechenden Quellen bedienen. Da mein Verhältnis zur Wissenschaft eher als gespalten bezeichnet werden muss, empfehle ich, sich durch ein paar Millionen Seiten Kauderwelsch zu kämpfen und sich dann gegebenenfalls selbst eine Meinung zu bilden.
Wenn ich hier beispielhaft spreche, dann  tue ich das für gewöhnlich, um Leute mit keinem so hohen Bildungsniveau nicht auszuschliessen. Es dürfte wohl jedem klar gewesen sein, wie ich das mit Musik und Mathe gemeint habe. Falls nicht - und ihr hier einen auf Schlaumeier machen wollt - es steht jedem frei, dieses Blog zu lesen und  zu kommentieren, aber lasst mich bitte mit euren klugscheisserischen Fragen in Ruhe.
Ich werde mich nämlich nicht auf Detaildiskussionen, die eh nix bringen, einlassen.


Letztens habe ich -wahrscheinlich in der Zeitung, weiss es nicht mehr- etwas gelesen, nämlich dass Forscher herausgefunden haben wollen, dass wir auf langarmige Menschen stehen.
Mein erster Gedanke war: Tscha, das kommt dabei raus, wenn man Orang-Utans befragt, der zweite: Hm, also ich denke ja, dass wir einen einsvierzig grossen Menschen mit 1m langen Armen wahrscheinlich eher nicht so attraktiv finden werden, womit wir ganz einfach wieder bei der altbekannten und durch tausende von Studien belegten Symetrie-Theorie wären und drittens: Schade, dass soviel Geld sinnlos verpulvert wird, wo man an den Krisenherden der Welt sicher etwas Sinnvolles damit hätte anfangen  oder es mir  überweisen können.
Forschung und Wissenschaft sollten sich doch bitteschön mit etwas Sinnvollem beschäftigen und den Nutzen daraus dem Menschen zur Verfügung stellen.
Ich habe übrigens auch gar nichts gegen Psychologen - sie sind äusserst sinnvolle Geschöpfe, allerdings nur, wenn  sie ihr Wissen benutzen, um "Gutes" zu tun, sprich Menschen mit psychischen Problemen helfen. Schimpfen sie sich jedoch Arbeitspsychologen und entwickeln schwachsinnige Einstellungstests und unterstützen damit Unternehmen, die selbst zu blöd sind, um sich geeignetes Personal zu beschaffen, verhindern damit jedoch die tatsächliche Kontraktierung sehr kompetenter Personen, dann haben diese, die Psychologen nämlich, ihren Beruf verfehlt und sind lediglich der Gier erlegen.


Und warum ich hier so auf die Kacke hauen kann?
Nun, ich musste mich damals damit anfangen zu beschäftigen - im Rahmen eienr innerbetrieblichen Fördermassnahme wurde ausgerechnet ich auserkoren (neben anderen natürlich), eine Nachwuchsführungskraft zu werden. Da musste ich diese ganzen Rollenspielchen mit Kamera absolvieren und unzählige Theorien zur Menschenführung erlernen...um festzustellen, dass die meisten davon, wenn man sie rein manipulativ anwendet, zwar funktionieren, letztendlich ein gutes Arbeitsklima dadurch aber mit Sicherheit nicht geschaffen wird. Einmal angefangen, hab ich nie wieder damit aufgehört...und mein Wissen in den eigenen Betrieb eingebracht und umgesetzt, den ich mir bekanntlich mit knapp 23 Jahren zugelegt habe und fast 18 Jahre mit sehr grossem Erfolg geführt habe. Dann habe ich ein paar Jahre alle möglichen Jobs gemacht, nix Berauschendes, aber da ich ackern kann wie ein Pferd, war´s auch wurscht. Letztes Jahr habe ich eine kleine Hotelkette fast aus dem nichts  errichtet, inmitten der grössten Wirtschaftskrise seit Bestehen Julio Iglesias´.Meine Leute haben immer mehr verdient als ihre Kollegen in vergleichbaren Betrieben und ich schätze, ich werde auch mit Lob, Anerkennung und Wertschätzung nicht sparsam umgegangen sein.
Vielleicht liegt mir so viel am Wohlergehen der arbeitenden Menschen um mich herum, weil ich die Leute so behandle, wie ich auch gerne behandelt werden würde...und das funktioniert -sogar ganz hervorrragend.
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Und dabei bin ich doch so schüchtern - mein Tipp für die, denen es auch so geht: Solltet ihr das nächste Mal mit dem/der angeschmachteten Typen/der Ollen eurer Träume in der Badewanne sitzen, lasst doch einfach mal die Seife fallen....

Da ist die wisenschaftliche Erklärung (mahaha, das heisst Wiesn, du Depp)


Reicht das?
Es gibt übrigens  -falls sich doch der ein oder andere Streber hierher verirrt haben sollte-  diverse Hemisphären-Modelle, aber ich denke, das da oben ist das bekannteste und wohl auch nicht ganz falsch; die restlichen unterteilen  nur noch genauer.

Freitag, 15. Oktober 2010

Watt für Denker

Nachdem hier offenbar Langeweile herrscht, daher Nebenkriegsschauplätze eröffnet wurden und ich ferner feststellen musste, dass ihr mit einfachem Klicken auf einen anderen Blog nicht ausgelastet seid  (und mir darüberhinaus schon wieder unlautere Absichten unterstellt wurden, tsss), gebe ich euch noch ´ne kleine Denksportaufgabe mit in die Heia.
Also: Wie wir ja alle wissen oder spätestens jetzt erfahren, verstärkt oder schwächt Musik Emotionen ab, ja sogar vom auslösenden Moment ist bisweilen die Rede. Musik folgt aber mathematischen Gesetzen.
(Soweit verständlich?)
Warum frage ich mich -aber da ich viel zu faul zum Denken bin lieber euch- löst dann eine mathematische Gleichung oder Formel keine Gefühle aus?

( Mathematikprofessoren oder ähnliche Streber, die wir früher immer ins Tor gestellt haben, um dann aus  einem Meter volle Kanne abzuziehen, sind von der Teilnahme leider ausgeschlossen)

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Provozieren für Fortgeschrittene

So, nachdem wir letztens festgestellt haben, dass wir kleinere Manipulationen gar nicht als solche empfinden (heureka!), örtliche Zugehörigkeiten einzelner Personen geklärt sind und wir konstatieren können, dass ViaE ein Schwein ist, will ich eurer vagen dahingehenden Vermutung den substanziellen Nährboden nachliefern.


Ich nutze die Provokation gezielt als Mittel, um mir ein Bild über Personen zu machen.
Ganz wichtig dabei ist (Solln wa mitschreiben? Ja, verdammt!), die zu provozierende Person erstmal einzulullen und dann blitzartig seinen miesen Charakter aus dem Hüftholster zu holen (anschliessendes Schiessen nicht vergessen).
Das ist ganz einfach: Man nehme einen möglichen Kandidaten für eine Führungsposition im eigenen oder einem übertragenen Unternehmen und lade jenen zu einem Gespräch ein. Unser Kandidat freut sich erstens ´n zweites Loch in den Arsch und zweitens eiert er sofort los -falls noch nicht vorher geschehen-, um sich über mögliche Fragestellungen und deren Antwortmöglichleiten, Eignungs- und Einstellungstests, sowie deren Lösungsansätze zu informieren. Gibt´s ja alles.
Da wir aber nicht so blöde sind, zu tun, was alle tun, unterhalten wir uns ganz locker und entspannt mit unserem Kandidaten. Hin und wieder werfen wir ´nen kurzen Blick auf die vorliegenden Dokumente wie Lebenslauf oder Zeugnisse (die wir jedoch genüsslich ignorieren, weil sie weniger Aussagekraft über einen Menschen haben  als das Tageshoroskop).
Wir lassen die ganze Litanei seiner einstudierten Antworten über uns ergehen, checken beiläufig, inwiefern Körperhaltung und -sprache mit seinem Gesülze übereinstimmen, dann, als es uns entweder zu bunt wird oder wir genug gehört haben, um zu einer Entscheidung zu gelangen, schauen wir kurz mal auf seinen Lebenslauf und konfrontieren ihn mit seiner dortigen Aussage, gut auf Menschen zugehen zu können.
Ein gedehntes "najaaaaaa" oder zackiges "jawohl" wird uns zuteil und wir -wir erinnern uns... einlullen...mieser Charakter...Hüftholster...schiessen-  fragen einfach mal staubtrocken und ohne eine Miene zu verziehen, ob denn die Menschen nicht erschreckt zurückweichen.


Ich habe übrigens den genommen, der: "Hm, nicht mehr als ich jetzt vor Ihnen." geantwortet hat.

Und welchen Nutzen habe ich davon?
Ihr Auftritt, Herr oder Frau LeserIn!

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Ich bin mit der Gesamtsituation unzufrieden

Was motiviert mich bloss zu dieser Überschrift?
Nun, zum einen nimmt das von mir für den 100. Leser ausgelobte Toastbrot so langsam eine ungesunde Farbe an und zum anderen seid ihr als Jünger meiner neu zu gründenden Weltreligion nur bedingt tauglich.
In Vermeidung von Schachtelsätzen ausgedrückt: Ihr seid noch nicht reif für meine Manipulationen!
Daher gehen wir mal wieder zurück in die Bereiche Motivation und Manipulation, wo der Herr M. mir in den letzten eineinhalb  Jahren  2 Tagen sehr hilfreich gewesen ist. Erklärend sei hinzugefügt -es soll ja immer wieder Neuleser geben, btw. wer von euch spielt denn so intensiv Backgammon online?-, dass der Herr M. neben Rofl die altgedientesten Leser sind; schon zu seligen Overblog-Zeiten haben sie sich das angetan (the artist now known as Sqwirrel kam etwas später dazu...bevor ich mir datt Gejammere wieder anhörn muss).
Dem wollte ich natürlich nie nachstehen, nahm ständig meinen ganzen Restmut zusammen und las auch bei ihm, weil ja sein Blog (man findet es da rechts in der Blogroll) bisweilen sehr amüsant, aber vor allem doch sehr persönlich ist. So hat er, der Herr M. nämlich, im Laufe der Zeit gar soviel von sich verraten, dass ich ziemlich genau weiss, wo ich bei ihm ansetzen muss, um eine Reaktion hervor zu rufen.
So bezeichnete ich ihn als Clown -man möge es mir vergeben- im Rahmen einer kleinen, aber feinen Aktion innerhalb des Kommentarfeldes; 8 Antworten wollte ich zunächst von ihm haben, die er mir nicht nur brav sogar noch vor Ablauf der Frist lieferte, nein, als wäre dies nicht genug, setzte er gleich noch 4 nach, macht ergo 12, von denen bestenfalls 2 als einigermassen vernünftig durchgehen konnten. Daher der Clown...was wiederum einen  (oder sogar mehrere...weiss ich jetzt nicht mehr) hervorrief, dann bezichtigte ich ihn des Opportunismus´, womit ich nicht nur ihn, sondern auch diverse Kommentare provozierte.
Hat wieder keiner gemerkt. Nichtmal Dr.B., die sich übrigens völlig zu Unrecht angesprochen fühlte, als ich die Beteiligung psychologisch geschulter Menschen einforderte - ich meinte jemand anderes, wusste jedoch, dass sie sich solch unglaublich subtiler Beeinflussung nicht  entziehen würde.
Und was will ich damit nun wieder ausdrücken?
Nein, nicht dass ich so´n toller Hecht bin und euch durchschauen kann, sondern wie sehr man auf Motivation, Manipulation oder auch jedwede Beeinflussung reagiert...und je besser man dich kennt (wobei das jetzt natürlich nur virtuell und aufgrund eurer Posts und Kommentare ist), desto einfacher wird´s.
Ein kleines Beispiel für ViaE...a giant step for all mankind.

Und wieso nahm ich Mika?
Weil er der Berechenbarste ist.
Ganz einfach.

Übrigens mach ich derlei Sachen wirklich schon die ganze Zeit...seitdem das erste Blog aus der Taufe gehoben wurde.
Bin ja auch Ehrenvorsitzender des SC Helm

Demnächst erzähl ich mal, wie man gezielt provoziert, um einen Nutzen daraus zu haben.