Grad letztens, die Jüngeren werden sich erinnern können, den Älteren empfehle ich Knoblauchpräparate, sprachen wir ja ein bisschen über das Glück und seine vielfältigen Erscheinungsmöglichkeiten.
Es ist noch gar nicht so lange her, da zog die just wieder bei mir zur Erholung weilende Andrea in meine kleine, wenngleich feine Wohnung am Waldesrand. Das ist für einen Menschen, der in Barcelona in einem Viertel, wo jeden Nachmittag um 5 Happy Hour bei den Dermatologen ist und davor in einem Hamburger Stadtteil lebte, in dem es kein Grün mehr gibt, seitdem die Polizisten neue Uniformen haben, zunächst ein Schock und die ersten Nächte mögen wohl sehr aufregend gewesen sein.
So klingelte in der zweiten mein Handy, dran war sie und gab mir unmissverständlich zu verstehen, dass da ein wildes Tier ums Haus schliche, bestimmt ein Wolf.
"Hier gibts keine Wölfe!"
"Dann ein Bär."
"Das", log ich dreist, "kann auch nicht sein", denn gelegentlich tauchen hier in der Gegend tatsächlich Bären auf. Sagt man dann natürlich nicht. "Wenn´s ein Braunbär ist, frag ihn doch mal, wieso er seinen Cousin angeschwärzt hat", scherzte ich frohgemut, erntete jedoch nur die ziemlich harsch vorgetragene Aufforderung, mich gefälligst unverzüglich vor Ort einzufinden und dem Spuk ein Ende zu bereiten.
Wohldenn, Superheldenkostüm übergestreift, Taxi geordert und zum grossen Halali geblasen.
Und wie ich so ums Haus pirsche, überlegend, welche meiner Superkräfte ich bei Meister Petz zum Einsatz bringen würde, ist ein eindeutiges Rascheln im Gebüsch zu vernehmen.
Todesmutig werfe ich mich in selbiges und vor mir steht, wahrscheinlich genauso dämlich wie Andrea am Fenster guckend, ein Igel. Er ist gestellt, sieht die Ausweglosigkeit seiner Situation voll und ganz ein und rollt sich zusammen, was ich als bedingungslose Kapitulation werte.
So war das...und wie vorhin mein Telefon läutet, da dachte ich natürlich sofort an Kleinwild und junge Frauen reissende Igel und bereute schon, mein Superheldenkostüm grad gestern erst in die Reinigung gegeben zu haben, als eine zarte Stimme am anderen Ende der Leitung fragte, wann ich denn wohl heimkäme, weil sie nämlich ganz fürchterlich müde sei und jetzt ins Bett gehen würde.
"Es wird spät, viel zu tun, schlaf gut."
"Gute Nacht, Grosser, ich hab dich lieb."
Und das, meine lieben Freunde und Feinde dort draussen an den Monitoren, wo auch immer ihr sein mögt, das ist Glück.
Posts mit dem Label Andrea werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Andrea werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Donnerstag, 30. August 2012
Mittwoch, 29. August 2012
Chez Jaques
Seitdem ich den Eingeborenen hier gezeigt habe, wie man Feuer macht, verehren sie mich quasi wie eine Gottheit, was ich wiederum für durchaus angemessen halte und somit gutheisse.
Gestern nun, wir, will heissen Andrea und ich, lagerten unsere Luxuskörper ob der hohen Temperaturen und des allgemeinen Wohlbefindens wegen am örtlichen See zwischen, da sagt die doch plötzlich zu mir: "Deck mal deinen Kopf mit ´nem Handtuch zu, ich will, dass die anderen Frauen neidisch auf mich sind!", was ich als ungeheure Respektlosigkeit meiner sorgsam gepflegten Kopfbehaarung gegenüber deutete.
Ihr alle kennt Jon Bon Jovi? Wir hatten bis vor wenigen Stunden etwa die selbe Frisur, nur dass meine Haare etwas weniger und auch sehr viel grauer waren; a bisserl länger auch, eher links denn rechts gescheitelt...aber sonst: total gleich.
Man weiss ja schliesslich, was sich als Rockstar gehört.
Andrea aber, die ja immer was zu meckern findet, wenn ich nicht grad eine Kreditkarte in der Hand habe, meinte, eine schnieke Kurzhaarfrisur sei die ideale Ergänzung für meinen stylischen Körper.
Nachdem man ja nicht einfach junge Frauen im See ertränken darf, musste ich mir ´ne geschlagene halbe Stunde ihr Geseiere anhören und sah mir nicht mehr anders zu helfen, als in einen sofortigen Friseurbesuch einzuwilligen.
Ich sah, so meine Hoffnung, ja so ´nen federbeboaten Coiffeursmaitre die Hände überm toupierten Haupt zusammenschlagen und mit Verweis auf die boomende Konjunktur und allgemeine Nachfrage mir kopfschüttelnd einen Termin "Öndö Säptömbör" anbieten.
Ja, Scheisse aber auch.
Platz nehmen sollte ich und zwar gleich hier, womit er auf so ´ne Art gynäkologischen Stuhl nur ohne höhergelegte Beinablage deutete, mich in eine Kamera grinsen liess und fortan diverslichste Frisuren auf meinen digital enthaarten Kopf applizierte, immer von Andrea´s Lauten begleitet, die entweder Zu- oder Abneigung signalisieren sollten, für mich jedoch jedesmal gleich klangen, nämlich wie das Quietschen einer auf dem heissen Grill vergessenen Bratwurst.
Irgendwann waren die beiden sich handelseinig, ich durfte kurz abnicken und konnte den Scherenkünstler nur noch darauf hinweisen, dass ihm im Falle des Missslingens die Hände gebrochen würden. Natürlich würde ich´s wie ´nen Unfall aussehen lassen, klar.
Und siehe da: Jede Kokosnuss sieht nunmehr wie Jimmy Hendrix aus gegen mich, der Helm, den ich auf Austria´s Next Topmopped zu tragen pflege, schlackert mir um die freiliegenden Ohren und ich wirke, ich darf mal zitieren, und zwar die absolute Mehrheit der weiblichen, in meinem Umfeld marodierenden Bevölkerung, mindestens 10 Jahre jünger. Also wie 19. Operation gelungen.
Gestern nun, wir, will heissen Andrea und ich, lagerten unsere Luxuskörper ob der hohen Temperaturen und des allgemeinen Wohlbefindens wegen am örtlichen See zwischen, da sagt die doch plötzlich zu mir: "Deck mal deinen Kopf mit ´nem Handtuch zu, ich will, dass die anderen Frauen neidisch auf mich sind!", was ich als ungeheure Respektlosigkeit meiner sorgsam gepflegten Kopfbehaarung gegenüber deutete.
Ihr alle kennt Jon Bon Jovi? Wir hatten bis vor wenigen Stunden etwa die selbe Frisur, nur dass meine Haare etwas weniger und auch sehr viel grauer waren; a bisserl länger auch, eher links denn rechts gescheitelt...aber sonst: total gleich.
Man weiss ja schliesslich, was sich als Rockstar gehört.
Andrea aber, die ja immer was zu meckern findet, wenn ich nicht grad eine Kreditkarte in der Hand habe, meinte, eine schnieke Kurzhaarfrisur sei die ideale Ergänzung für meinen stylischen Körper.
Nachdem man ja nicht einfach junge Frauen im See ertränken darf, musste ich mir ´ne geschlagene halbe Stunde ihr Geseiere anhören und sah mir nicht mehr anders zu helfen, als in einen sofortigen Friseurbesuch einzuwilligen.
Ich sah, so meine Hoffnung, ja so ´nen federbeboaten Coiffeursmaitre die Hände überm toupierten Haupt zusammenschlagen und mit Verweis auf die boomende Konjunktur und allgemeine Nachfrage mir kopfschüttelnd einen Termin "Öndö Säptömbör" anbieten.
Ja, Scheisse aber auch.
Platz nehmen sollte ich und zwar gleich hier, womit er auf so ´ne Art gynäkologischen Stuhl nur ohne höhergelegte Beinablage deutete, mich in eine Kamera grinsen liess und fortan diverslichste Frisuren auf meinen digital enthaarten Kopf applizierte, immer von Andrea´s Lauten begleitet, die entweder Zu- oder Abneigung signalisieren sollten, für mich jedoch jedesmal gleich klangen, nämlich wie das Quietschen einer auf dem heissen Grill vergessenen Bratwurst.
Irgendwann waren die beiden sich handelseinig, ich durfte kurz abnicken und konnte den Scherenkünstler nur noch darauf hinweisen, dass ihm im Falle des Missslingens die Hände gebrochen würden. Natürlich würde ich´s wie ´nen Unfall aussehen lassen, klar.
Und siehe da: Jede Kokosnuss sieht nunmehr wie Jimmy Hendrix aus gegen mich, der Helm, den ich auf Austria´s Next Topmopped zu tragen pflege, schlackert mir um die freiliegenden Ohren und ich wirke, ich darf mal zitieren, und zwar die absolute Mehrheit der weiblichen, in meinem Umfeld marodierenden Bevölkerung, mindestens 10 Jahre jünger. Also wie 19. Operation gelungen.
![]() |
| www.lachmeister.de |
Aber der hier ist auch nicht schlecht, oder?
Donnerstag, 23. August 2012
222. Post
Man mag mich des Leichtsinns bezichtigen oder auch des Übermuts, aber als Luisa und Andrea letztens gemeinsam bei mir weilten, gab ich ihnen dummerweise das Passwort für dieses, mein Blog, worauf sie als erstes zur Tat schritten und das Layout dahingehend pimpten, dass man sich beim Anklicken unverzüglich einen bösartigen Augentumor einfing.
In der Folge wurde ich mit perfiden Methoden gezwungen, mich selbst diskreditierende Texte aus der Beiden Feder zu publizieren.
Nun, Andrea, Frischlingen sei´s verklickert, ist sowas wie meine Stieftochter und ferner ein absoluter Rockstar, weil sie nämlich in ganz jungen Jahren kräftigst auf die Schnauze gefallen, aber wieder aufgestanden und kämpfenderweise ins Leben zurückgekehrt ist.
Nun, da sie für ´ne Frau schon ziemlich alt ist, nämlich 21, um genau zu sein, lungert sie immer mal wieder in meiner Nähe rum, um sich in meiner Aura zu sonnen und mich nebenher auszunehmen wie die sprichwörtliche Weihnachtsgans. Da mich aber sonst keiner mag, lass ich das mit mir geschehen.
Und so hat mir die Plinse, die schiarche, gestern den 222. Post weggeschnappt, den ich aber zumindest einigermassen -bei Menschen mit Profil bei WKW schraubt man die Ansprüche ja gezwungenermassen schonmal runter- kreativ fand und daher stehen lasse.
Luisa hingegen, wo wir denn grad bei verständnisfördernden Massnahmen sind, ist meine ehemalige Mitbewohnerin/Untermieterin, die in meiner barceloneser Wohnung nunmehr alleine residiert.
War Andrea übrigens auch, also Mitbewohnerin jetzt, in ebenjener Wohnung. Da war sogar noch ´ne Frau, weshalb auch ich mit Fug und Recht als Rockstar bezeichnet werden kann. Oder Raubtierdompteur, je nach Gusto.
Wer´s genauer wissen will, sollte auf den in Post Nr.219 verlinkten Blog zugreifen und dann auf den davor, da kommen so bummelig 700 Posts zusammen, aber ihr habt ja eh nix Besseres vor.
Gelegentlich veranstalte ich auch kuschelige Erzählabende vorm Kaminfeuer, wo quasi ein jeder sich eingeladen fühlen darf, allerdings müsst ihr dann auch die entsprechenden Links anklicken, die eigentlich nie auf irgendwelche Klugscheisserseiten wie Wkipedia leiten, sondern nur auf pädagogisch wertvolle Inhalte, also in der Regel von mir verfasste Artikel.
In der Folge wurde ich mit perfiden Methoden gezwungen, mich selbst diskreditierende Texte aus der Beiden Feder zu publizieren.
Nun, Andrea, Frischlingen sei´s verklickert, ist sowas wie meine Stieftochter und ferner ein absoluter Rockstar, weil sie nämlich in ganz jungen Jahren kräftigst auf die Schnauze gefallen, aber wieder aufgestanden und kämpfenderweise ins Leben zurückgekehrt ist.
Nun, da sie für ´ne Frau schon ziemlich alt ist, nämlich 21, um genau zu sein, lungert sie immer mal wieder in meiner Nähe rum, um sich in meiner Aura zu sonnen und mich nebenher auszunehmen wie die sprichwörtliche Weihnachtsgans. Da mich aber sonst keiner mag, lass ich das mit mir geschehen.
Und so hat mir die Plinse, die schiarche, gestern den 222. Post weggeschnappt, den ich aber zumindest einigermassen -bei Menschen mit Profil bei WKW schraubt man die Ansprüche ja gezwungenermassen schonmal runter- kreativ fand und daher stehen lasse.
Luisa hingegen, wo wir denn grad bei verständnisfördernden Massnahmen sind, ist meine ehemalige Mitbewohnerin/Untermieterin, die in meiner barceloneser Wohnung nunmehr alleine residiert.
War Andrea übrigens auch, also Mitbewohnerin jetzt, in ebenjener Wohnung. Da war sogar noch ´ne Frau, weshalb auch ich mit Fug und Recht als Rockstar bezeichnet werden kann. Oder Raubtierdompteur, je nach Gusto.
Wer´s genauer wissen will, sollte auf den in Post Nr.219 verlinkten Blog zugreifen und dann auf den davor, da kommen so bummelig 700 Posts zusammen, aber ihr habt ja eh nix Besseres vor.
Gelegentlich veranstalte ich auch kuschelige Erzählabende vorm Kaminfeuer, wo quasi ein jeder sich eingeladen fühlen darf, allerdings müsst ihr dann auch die entsprechenden Links anklicken, die eigentlich nie auf irgendwelche Klugscheisserseiten wie Wkipedia leiten, sondern nur auf pädagogisch wertvolle Inhalte, also in der Regel von mir verfasste Artikel.
Mittwoch, 22. August 2012
Montag, 20. August 2012
Rock´n Roll, I gave you all the best years of my life
Ein Jeder kennt das: Man hat Besuch, trinkt 2-3 Tassen grünen oder wahlweise auch Kamillentee miteinander und schon gerät man ins Schwelgen. Vergangene Zeiten passieren Revue. Rührseligkeit macht sich breit.
Hach, Andrea hätte gerne, dass ein Mann mal sowas für sie tut: http://demiansunheilewelt.blogspot.co.at/2009/06/heart-of-gold.html
und ich würde mich ja ganz narrisch freun tun ob solcher, für nächsten Samstag (hatte ich das schon erwähnt?) anstehender Geburtstagsständchen:
http://demiansunheilewelt.blogspot.co.at/2009/12/danke.html
Wenn ich´s nicht sowieso schon getan hätte, würde ich einen Grossteil meiner Memoiren dem Teil meines Lebens widmen.
Titel (danke für die Inspiration): Ficköön, aber mit Stil.
Gegenstimmen?
Sonntag, 19. August 2012
Moin Moin
Ich bin´s, die Andrea und berichte heute wieder exklusiv über die seltsamen Angewohnheiten des Blogbetreibers.
Ich frage mich ja immer wieder, wie der es hier in Tirol überhaupt aushält. Ich meine, schön ist es irgendwie schon, aber bewegt man sich ausserhalb der Touristenzentren, kommt´s einem vor wie ein etwas zu gross geratenes Freilichtmuseum. So als Hamburgerin. Und er ist doch auch eher Grossstädter.
Kuhfladen statt Hundekacke als neue Lebensmaxime? Würde mich irgendwie wundern.
Und ob sich die von ihm angestrebte Weltherrschaft ausgerechnet am Arsch derselben starten lässt...man weiss es nicht.
Wohl bewusst war mir, was so ein Bergausflug mit Seiner Eminenz, dem Hüpfburgherrn, bedeutet:
Stress für mich.
Wann auch immer er euch zu - ich zitiere- "völlig harmlosen Vergnügungen" einlädt, dreht euch um und lauft, so schnell ihr könnt. Lauft weit. Fahrt am besten.
Wir kraxeln so ´nen Mega-Hügel hoch, ich schon in der Mitte völlig hinüber, er rauchend, kommen endlich irgendwann oben an, gehen in die Kneipe, die man hier wohl Almhütte nennt, schütten die Dreitagesproduktion einer Kuh in uns rein...und was erzählt er mal so locker nebenbei?
Wie schön jetzt doch ein Basejump wäre, so von der anderen Seite, wo´s ca. 700 Meter steil abfällt.
Wir zwei beiden...Tandem...gemütlich...
Waaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah!
Ich weiss noch nicht genau, ob ich die 2 Wochen hier überleben werde. Drückt mir die Daumen.
Ich frage mich ja immer wieder, wie der es hier in Tirol überhaupt aushält. Ich meine, schön ist es irgendwie schon, aber bewegt man sich ausserhalb der Touristenzentren, kommt´s einem vor wie ein etwas zu gross geratenes Freilichtmuseum. So als Hamburgerin. Und er ist doch auch eher Grossstädter.
Kuhfladen statt Hundekacke als neue Lebensmaxime? Würde mich irgendwie wundern.
Und ob sich die von ihm angestrebte Weltherrschaft ausgerechnet am Arsch derselben starten lässt...man weiss es nicht.
Wohl bewusst war mir, was so ein Bergausflug mit Seiner Eminenz, dem Hüpfburgherrn, bedeutet:
Stress für mich.
Wann auch immer er euch zu - ich zitiere- "völlig harmlosen Vergnügungen" einlädt, dreht euch um und lauft, so schnell ihr könnt. Lauft weit. Fahrt am besten.
Wir kraxeln so ´nen Mega-Hügel hoch, ich schon in der Mitte völlig hinüber, er rauchend, kommen endlich irgendwann oben an, gehen in die Kneipe, die man hier wohl Almhütte nennt, schütten die Dreitagesproduktion einer Kuh in uns rein...und was erzählt er mal so locker nebenbei?
Wie schön jetzt doch ein Basejump wäre, so von der anderen Seite, wo´s ca. 700 Meter steil abfällt.
Wir zwei beiden...Tandem...gemütlich...
Waaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah!
Nur ein Scherz, puh. Stattdessen ging´s damit wieder runter:
Ich weiss noch nicht genau, ob ich die 2 Wochen hier überleben werde. Drückt mir die Daumen.
Bitte!
Freitag, 17. August 2012
Mett-Man vs. Catwoman
Früher war, hab´s ja schon des öfteren erwähnt, irgendwie alles besser. Noch vor wenigen Dekaden überbrachte ich meine mal mehr, mal minder wichtigen Mitteilungen mittels brennendem Dornenbusch, wohingegen ich heutzutage nicht nur blogge, nein, auch SMS und Emails werden von mir verwendet.
Einer ernsthaften Nutzung von Herrn Sugarmountain´s Datensammelbecken hingegen verweigere ich mich nachwievor relativ erfolgreich.
Mitunter hat das jedoch auch Nachteile.
Nicht für mich, aber Andrea schien irgendwie ein wenig angepisst, weil sie am Flughafen ´ne schlappe Stunde warten musste, derweil von Hundertschaften junger Männer mit fremdländischem Aussehen, die sie allesamt pauschal des Drogenschmugglertums bezichtigte, angesabbert und wohl auch -gelabert wurde.
Kaum betrat ich das Flughafengebäude, schalt sie mich einen Nichtsnutz, einen unhippen Grufti und andere böse, böse Charakterisierungen, die ich hier gar nicht erst wiederholen möchte.
"Handy aus, Computer aus, Hirn aus!"
"Hab dich auch lieb. Mettbrötchen?"
Ich weiss ja nicht, wie es euch so geht, aber ich les gelegentlich bei Twitter mit und da ist das voll cool, das mit dem Mettbrötchen. Man möge mich bitte nicht nach Sinn oder Unsinn fragen, aber bei Facebook, worüber Andrea mir die Nachricht schickte, dass sie einen früheren Flug nähme, scheint das wohl nicht der Fall zu sein.
Kein Wunder, dass die Aktie fast die Hälfte ihres ursprünglichen Emissionswertes verloren hat, was ich ja, call me Via Kostolany, an jenem denkwürdigen Tag bereits in diesem, meinem Blog orakelte. Man memoriert es. Oder auch nicht.
Andrea schien jedenfalls von meinen diesbezüglichen Ausführungen nicht sehr angetan und es dauerte bestimmt geschlagene 45 Sekunden, bis ich ihr das erste Lächeln abringen konnte, indem ich mich auf die Knie -in diesem Fall ausnahmsweise mal die eigenen- warf, ihr linkes Bein umklammerte und um Gnade winselte. Man hätte meinen können, wir seien ein Ehepaar.
Endgültig gewonnen war die Schlacht, als ich dem Taxifahrer ein Mettbrötchen versprach, wenn er uns innerhalb von 5 Minuten in die grosse Stadt am Inn bringen würde. Glaub, der war Moslem.
Bestimmt auch nicht bei Facebook aktiv, obwohl seine anzüglichen Bemerkungen über ihre durch ´ne Art Catsuit hervorragend zur Geltung gebrachten körperlichen Hauptmerkmale das zunächst vermuten liessen.
Sie geniesst sowas ja, während ich armer, armer Aushilfsdaddy die geifernde Meute fernhalten muss.
Das Leben ist so ungerecht. In dem Zusammenhang fällt mir ein, dass es Hartz4 genau 10 Jahre lang gibt.
Ich gratuliere dem Mann der ersten Stunde, Herbert F. aus A., dem nächste Woche bei Jauch der erste Kasten Krombacher der Jubiläumsedition verliehen werden soll, wohingegen sich die alleinerziehende Katharina H. aus E. bei Maischberger von Altkanzler Schröder beschimpfen lassen wird.
Früher war, hab´s ja schon des öfteren erwähnt, irgendwie alles besser. Noch vor wenigen Dekaden überbrachte ich meine mal mehr, mal minder wichtigen Mitteilungen mittels brennendem Dornenbusch, wohingegen ich heutzutage nicht nur blogge, nein, auch SMS und Emails werden von mir verwendet.
Einer ernsthaften Nutzung von Herrn Sugarmountain´s Datensammelbecken hingegen verweigere ich mich nachwievor relativ erfolgreich.
Mitunter hat das jedoch auch Nachteile.
Nicht für mich, aber Andrea schien irgendwie ein wenig angepisst, weil sie am Flughafen ´ne schlappe Stunde warten musste, derweil von Hundertschaften junger Männer mit fremdländischem Aussehen, die sie allesamt pauschal des Drogenschmugglertums bezichtigte, angesabbert und wohl auch -gelabert wurde.
Kaum betrat ich das Flughafengebäude, schalt sie mich einen Nichtsnutz, einen unhippen Grufti und andere böse, böse Charakterisierungen, die ich hier gar nicht erst wiederholen möchte.
"Handy aus, Computer aus, Hirn aus!"
"Hab dich auch lieb. Mettbrötchen?"
Ich weiss ja nicht, wie es euch so geht, aber ich les gelegentlich bei Twitter mit und da ist das voll cool, das mit dem Mettbrötchen. Man möge mich bitte nicht nach Sinn oder Unsinn fragen, aber bei Facebook, worüber Andrea mir die Nachricht schickte, dass sie einen früheren Flug nähme, scheint das wohl nicht der Fall zu sein.
Kein Wunder, dass die Aktie fast die Hälfte ihres ursprünglichen Emissionswertes verloren hat, was ich ja, call me Via Kostolany, an jenem denkwürdigen Tag bereits in diesem, meinem Blog orakelte. Man memoriert es. Oder auch nicht.
Andrea schien jedenfalls von meinen diesbezüglichen Ausführungen nicht sehr angetan und es dauerte bestimmt geschlagene 45 Sekunden, bis ich ihr das erste Lächeln abringen konnte, indem ich mich auf die Knie -in diesem Fall ausnahmsweise mal die eigenen- warf, ihr linkes Bein umklammerte und um Gnade winselte. Man hätte meinen können, wir seien ein Ehepaar.
Endgültig gewonnen war die Schlacht, als ich dem Taxifahrer ein Mettbrötchen versprach, wenn er uns innerhalb von 5 Minuten in die grosse Stadt am Inn bringen würde. Glaub, der war Moslem.
Bestimmt auch nicht bei Facebook aktiv, obwohl seine anzüglichen Bemerkungen über ihre durch ´ne Art Catsuit hervorragend zur Geltung gebrachten körperlichen Hauptmerkmale das zunächst vermuten liessen.
Sie geniesst sowas ja, während ich armer, armer Aushilfsdaddy die geifernde Meute fernhalten muss.
Das Leben ist so ungerecht. In dem Zusammenhang fällt mir ein, dass es Hartz4 genau 10 Jahre lang gibt.
Ich gratuliere dem Mann der ersten Stunde, Herbert F. aus A., dem nächste Woche bei Jauch der erste Kasten Krombacher der Jubiläumsedition verliehen werden soll, wohingegen sich die alleinerziehende Katharina H. aus E. bei Maischberger von Altkanzler Schröder beschimpfen lassen wird.
![]() |
| von sueddeutsche.de |
Sonntag, 29. Juli 2012
Spiel, Spass und Schokolade
Vor ein paar Jahren, als ich David Guetta das erste Mal sah, da dachte ich: Hey, Otto Waalkes macht jetzt auch Techno? Es war im Amnesia, Ibiza, nachts um 4 und ich völlig durch den balearischen Wind.
Kam grad nur drauf, weil ich mit ´ner Bekannten über gute Musik geredet habe. Oder überhaupt Musik, jedenfalls kam David nicht vor.
Wer ja so richtig auf den Froschfresser steht, ist Andrea und die wird, zumindest hat sie mir das grad schriftlich angedroht, sich zu meinem Wiegenfeste hier einfinden. Da sich das ja aber gar nicht lohnen würde, käme sie gleich mal für gute 2 Wochen und ich solle mir doch schon mal ein Programm ausdenken, mit dem sie zwar ordentlich bespasst, gleichzeitig wiederum auch nicht überfordert wäre.
Manchmal frage ich mich ernsthaft, ob die Leute in mir sowas wie ein wandelndes Ü-Ei sehen.
Nun gut, jedenfalls werde ich 14 Tage betreutes Wohnen üben können, ist ja auch was.
Hoffe nur, das schadet meiner Kreativität nicht.
Grad erst ist mir eine Mörderidee gekommen, die ich jedoch den Bedürftigen unter euch spenden möchte:
Kam grad nur drauf, weil ich mit ´ner Bekannten über gute Musik geredet habe. Oder überhaupt Musik, jedenfalls kam David nicht vor.
Wer ja so richtig auf den Froschfresser steht, ist Andrea und die wird, zumindest hat sie mir das grad schriftlich angedroht, sich zu meinem Wiegenfeste hier einfinden. Da sich das ja aber gar nicht lohnen würde, käme sie gleich mal für gute 2 Wochen und ich solle mir doch schon mal ein Programm ausdenken, mit dem sie zwar ordentlich bespasst, gleichzeitig wiederum auch nicht überfordert wäre.
Manchmal frage ich mich ernsthaft, ob die Leute in mir sowas wie ein wandelndes Ü-Ei sehen.
Nun gut, jedenfalls werde ich 14 Tage betreutes Wohnen üben können, ist ja auch was.
Hoffe nur, das schadet meiner Kreativität nicht.
Grad erst ist mir eine Mörderidee gekommen, die ich jedoch den Bedürftigen unter euch spenden möchte:
FACEPUCK
Das wird der Knaller, schwör ich euch - ein soziales Netzwerk speziell für Eishockeyspieler mit einem Premiumbereich für Verteidiger, denen so ´ne Hartgummischeibe schonmal die Knabberleiste demoliert hat.
Potentielle Members aus Russland, Schweden, Finnland, Kanada und Kaufbeuren warten zu Millionen drauf.
Zur Einführung werden Werbespots im TV mit Monty Python gesendet.
Greift ruhig zu, solche Klopper hau ich jede Stunde raus.
Samstag, 31. Dezember 2011
...und wieder geht ein Jahr
Nur noch den Rest von heute überstehen und wir können 2011 ad acta legen.
Abgesehen von den Auswirkungen der persönlichen Katastrophe im August 2010, die sich immer wieder in meinem Alltag bemerkbar machen, war es ein gutes Jahr. Wir haben 3 Hotels eröffnet und mir fiel das zweifelhafte Vergnügen zu, daraus florierende Gastbehausungen zu zimmern. Das ist gelungen, die Reservierungen stapeln sich hier vor mir und die Hütten sind voll. Was will man mehr?
Ich schaff es immer noch, was wohl weniger an übersinnlichen Fähigkeiten liegen dürfte, bei vielen mir unangenehmen Leuten einen spontanen Ausbruch des Tourette-Syndroms auszulösen. Gut so; eine Tradition, die ich gerne auch 2012 weiterführen möchte.
Nette Menschen hingegen -und dazu zählt die überwiegende Zahl der Belegschaft- können sich auch weiterhin an meiner Gesellschaft delektieren und wenn sie mir einen 15 Meter hohen Schneemann bauen, der meine Gesichtszüge und Physiognomie trägt, denke ich mal wohlwollend über die Installation einer Heizung in den Mitarbeiterunterkünften nach.
Ja, so bin ich halt...aber wie waren die anderen? Die da draussen, die ganzen Bekloppten und Verwirrten, die unseren Planeten bevölkern und sich nichts dabei denken?
Besonders unangenehm aufgefallen sind mir da die offiziellen japanischen Stellen, die offenbar noch nichts von seismographischen und Tsunami-Frühwarnsystemen gehört haben. Das hat ein paar Tausend Leute das Leben gekostet und ein Atomkraftwerk in die Luft gejagt. Tolle Wurst.
Knapp geschlagen wurden sie in meinem ganz privaten Ranking nur von dem durch Deutschland ziehenden und mordenden rechten Gesocks, von denen sich ja wenigstens 2 selbst beseitigt haben. Applaus!
Platz 1 belegt unangefochten der Herr B. aus Norwegen, der, wen wundert´s, aus der selben ideologischen Ecke kommt. Oslo und Utoya, Zweiteres vor allem, werden zum Synonym für eine Wahnsinnstat, bei der selbst mir als eingefleischtem Gegner der Todesstrafe Zweifel an der diesbezüglichen Richtigkeit meiner Einstellung aufkamen.
In all den derzeit inflationär gesendeten Jahresrückblicken wird auch oft der Herr zu Guttendingens genannt.
Schade, da der diese Aufmerksamkeit nicht verdient. Ein Blender, Lügner, Betrüger und Leugner. Man sollte ihn auf Utoya aussetzen.
Auch über die ganzen anderen Skandale und Skandälchen mag ich mich nicht wirklich aufregen.
Solange es gesellschaftlich toleriert wird, dass derartiges Pack die höchsten Posten besetzt, muss man sich nicht wundern ob der Korruption, Klüngelei und persönlicher Vorteilnahme.
Letztens habe ich irgendwo gelesen, wenn man jetzt unseren Präsi angriffe wegen der Kreditaffäre, dann wäre das so, als ob man gegen die Fahne pinkle.
Menschen, es sind der oder die Verfasser gemeint, mit derartigem Demokatrie- und Moralverständnis verdienen keine bessere Führung.
Jut, am 21.12.12 geht ja bekanntlich die Welt unter, also geniesst das letzte euch noch verbleibende Jahr.
Ich hoffe, dass der Verkaufsleiter von Jack Daniels nicht vor mir den Löffel abgeben wird, denn, so man Andrea glauben kann, wird er der Einzige sein, der zu meiner Beerdigung kommen wird.
Na denn: Prost.
Abgesehen von den Auswirkungen der persönlichen Katastrophe im August 2010, die sich immer wieder in meinem Alltag bemerkbar machen, war es ein gutes Jahr. Wir haben 3 Hotels eröffnet und mir fiel das zweifelhafte Vergnügen zu, daraus florierende Gastbehausungen zu zimmern. Das ist gelungen, die Reservierungen stapeln sich hier vor mir und die Hütten sind voll. Was will man mehr?
Ich schaff es immer noch, was wohl weniger an übersinnlichen Fähigkeiten liegen dürfte, bei vielen mir unangenehmen Leuten einen spontanen Ausbruch des Tourette-Syndroms auszulösen. Gut so; eine Tradition, die ich gerne auch 2012 weiterführen möchte.
Nette Menschen hingegen -und dazu zählt die überwiegende Zahl der Belegschaft- können sich auch weiterhin an meiner Gesellschaft delektieren und wenn sie mir einen 15 Meter hohen Schneemann bauen, der meine Gesichtszüge und Physiognomie trägt, denke ich mal wohlwollend über die Installation einer Heizung in den Mitarbeiterunterkünften nach.
Ja, so bin ich halt...aber wie waren die anderen? Die da draussen, die ganzen Bekloppten und Verwirrten, die unseren Planeten bevölkern und sich nichts dabei denken?
Besonders unangenehm aufgefallen sind mir da die offiziellen japanischen Stellen, die offenbar noch nichts von seismographischen und Tsunami-Frühwarnsystemen gehört haben. Das hat ein paar Tausend Leute das Leben gekostet und ein Atomkraftwerk in die Luft gejagt. Tolle Wurst.
Knapp geschlagen wurden sie in meinem ganz privaten Ranking nur von dem durch Deutschland ziehenden und mordenden rechten Gesocks, von denen sich ja wenigstens 2 selbst beseitigt haben. Applaus!
Platz 1 belegt unangefochten der Herr B. aus Norwegen, der, wen wundert´s, aus der selben ideologischen Ecke kommt. Oslo und Utoya, Zweiteres vor allem, werden zum Synonym für eine Wahnsinnstat, bei der selbst mir als eingefleischtem Gegner der Todesstrafe Zweifel an der diesbezüglichen Richtigkeit meiner Einstellung aufkamen.
In all den derzeit inflationär gesendeten Jahresrückblicken wird auch oft der Herr zu Guttendingens genannt.
Schade, da der diese Aufmerksamkeit nicht verdient. Ein Blender, Lügner, Betrüger und Leugner. Man sollte ihn auf Utoya aussetzen.
Auch über die ganzen anderen Skandale und Skandälchen mag ich mich nicht wirklich aufregen.
Solange es gesellschaftlich toleriert wird, dass derartiges Pack die höchsten Posten besetzt, muss man sich nicht wundern ob der Korruption, Klüngelei und persönlicher Vorteilnahme.
Letztens habe ich irgendwo gelesen, wenn man jetzt unseren Präsi angriffe wegen der Kreditaffäre, dann wäre das so, als ob man gegen die Fahne pinkle.
Menschen, es sind der oder die Verfasser gemeint, mit derartigem Demokatrie- und Moralverständnis verdienen keine bessere Führung.
Jut, am 21.12.12 geht ja bekanntlich die Welt unter, also geniesst das letzte euch noch verbleibende Jahr.
Ich hoffe, dass der Verkaufsleiter von Jack Daniels nicht vor mir den Löffel abgeben wird, denn, so man Andrea glauben kann, wird er der Einzige sein, der zu meiner Beerdigung kommen wird.
Na denn: Prost.
Sonntag, 25. Dezember 2011
Besinnliches zum Feste
Ich kann mich noch gut an den Tag erinnern, als meine Mutter mich zur Seite nahm, ein furchtbar ernstes Gesicht aufsetzte und mir eröffnete, ich müsse jetzt sehr stark sein, weil die nachfolgende Mitteilung mein Weltbild quasi pulverisieren könne. Aus leeren Augen, wie ich sie bei ihr nur ganz selten vorher sah, blickte sie mich an, ja, durchdrang mich förmlich, um sodann jenen Satz zu sagen, den ich nie mehr vergass: "Es gibt gar keinen Weihnachtsmann!"
Ich war schockiert, 28 und bestenfalls halb so besoffen wie jetzt grade.
Lug und Trug hatten mich also bis dato begleitet und ich beschloss, dem in meiner Welt keinen Zugang zu gewähren. Schon bald sollte sich die Gelegenheit bieten, meinen Versprechen Taten folgen zu lassen, nämlich Weihnachten ´97, als Andrea 7 Jahre zählte und fragte: "Bekomm ich zu Weihnachten ein Pony, Jörg?" Gütig nickte ich und machte mich sogleich an die Realisierung ihres Begehrs.
Es war gar nicht so einfach, an Heiligabend einen Friseurtermin für die Kleine zu bekommen, das kann ich euch sagen. Und noch was kann ich euch sagen: Ab sofort werdet ihr einen anderen, viel gelasseneren ViaE erleben, einen, der lange nachsinnt, bevor ihm die bösen, bösen Buchstaben in noch böserer Reihenfolge in den Blog fliessen. Als Symbol hierfür soll das neue Design dienen, welches für Freiheit, Friede und Ausgleich steht, Werte, die 2011 gar zu rar waren.
Schauen wir zurück, so bleibt der rechte Terror im Fokus hängen, der leicht hätte verhindert werden können, wäre man meinen damaligen -wir reden von ´89, ´90- Vorschlägen gefolgt.
In mitteldeutschen Spielstrassen, vor Kindergärten, Grund- und Sonderschulen, sollte einheitlich, so mein Plan, ein Tempolimit eingeführt werden - ich hatte dabei an Tempo 230 gedacht.
Auch als der Klu-Klux-Klan Interesse an den ehemaligen Ostgebieten zeigte, wurde die einmalige Gelegenheit verschlafen, wenigstens noch eine D-Mark am braunen Bruder zu verdienen.
Nundenn, so gehn sie hin, die raren Chancen.
Nichtsdestotrotz solltet ihr die Feiertage geniessen, euch die Bäuche vollschlagen und auf die Berichte warten, die da in meinem Köpfchen schlummern, welches aber nun derart müde ist, dass ihm nichts Sinn- und Wertvolles mehr entweichen will.
Business as usual also.
Ich war schockiert, 28 und bestenfalls halb so besoffen wie jetzt grade.
Lug und Trug hatten mich also bis dato begleitet und ich beschloss, dem in meiner Welt keinen Zugang zu gewähren. Schon bald sollte sich die Gelegenheit bieten, meinen Versprechen Taten folgen zu lassen, nämlich Weihnachten ´97, als Andrea 7 Jahre zählte und fragte: "Bekomm ich zu Weihnachten ein Pony, Jörg?" Gütig nickte ich und machte mich sogleich an die Realisierung ihres Begehrs.
Es war gar nicht so einfach, an Heiligabend einen Friseurtermin für die Kleine zu bekommen, das kann ich euch sagen. Und noch was kann ich euch sagen: Ab sofort werdet ihr einen anderen, viel gelasseneren ViaE erleben, einen, der lange nachsinnt, bevor ihm die bösen, bösen Buchstaben in noch böserer Reihenfolge in den Blog fliessen. Als Symbol hierfür soll das neue Design dienen, welches für Freiheit, Friede und Ausgleich steht, Werte, die 2011 gar zu rar waren.
Schauen wir zurück, so bleibt der rechte Terror im Fokus hängen, der leicht hätte verhindert werden können, wäre man meinen damaligen -wir reden von ´89, ´90- Vorschlägen gefolgt.
In mitteldeutschen Spielstrassen, vor Kindergärten, Grund- und Sonderschulen, sollte einheitlich, so mein Plan, ein Tempolimit eingeführt werden - ich hatte dabei an Tempo 230 gedacht.
Auch als der Klu-Klux-Klan Interesse an den ehemaligen Ostgebieten zeigte, wurde die einmalige Gelegenheit verschlafen, wenigstens noch eine D-Mark am braunen Bruder zu verdienen.
Nundenn, so gehn sie hin, die raren Chancen.
Nichtsdestotrotz solltet ihr die Feiertage geniessen, euch die Bäuche vollschlagen und auf die Berichte warten, die da in meinem Köpfchen schlummern, welches aber nun derart müde ist, dass ihm nichts Sinn- und Wertvolles mehr entweichen will.
Business as usual also.
Samstag, 29. Oktober 2011
TIME TO SAY GOODBYE
| Bild von http://www.massivemoves.com/ |
Maui, Hawaii
dpaa- Wie erst heute bekannt wurde, ist vorgestern der in Insider-Kreisen als ViaE bekannte 48jährige Jörg S. (vollständiger Name der Redaktion bekannt, Anm. d. Redaktion) auf Maui eingetroffen.
Nach informativen Treffen in Wien, Barcelona und Tokyo wird er sich dort den Genüssen des Lebens hingeben -Saufen, Surfen, Sandburgen bauen.
Wir wünschen ihm an dieser Stelle geruhsame Urlaubstage fernab der Knödel.
-Wie uns soeben mitgeteilt wurde, ist er in Begleitung seiner Stieftochter, die bis zu einem frühmorgendlichen Blogpost am 29.10.11 nichts davon wusste.-
Donnerstag, 13. Oktober 2011
THE DAY WE (ALMOST) OCCUPIED WALL STREET
Man kann mir ja vieles vorwerfen, aber nicht, dass ich nicht jeden Scheiss mitmachen würde. Gestern war ich sogar mal wieder Vorreiter und Initiator einer Aktion, die wohl unter obiger Überschrift in die Analen und Geschichtsbücher eingehen wird. Obwohl ich weder 7Sterne-Weinbrand, noch Knoblauch-Gurken-Quark aus hellenischer Produktion konsumiere, Alexis Sorbas für einen der schlechtesten jemals gedrehten Filme halte und mir darüberhinaus furchtbar langweilig war, schlich ich zu Andrea, tackerte ihre Bluse unbemerkt an der Rückenlehne ihres Bürostuhls fest und rief: "Eine Maus, da ist eine Maus!" Sie sprang auf, liess die herbeigeeilten Kollegen einen Blick auf ihren nunmehr freiliegenden Push-Up werfen und verfolgte mich durchs halbe Hotel. Wohlweislich bin ich der Einzige, dessen Generalschlüssel alle Türen öffnet, so fanden wir uns, sie auf der Ost-, ich auf der Westseite, wie´s sich für´n ordentliches Kapitalistenschwein gehört, an der Tür zum Server-Raum wieder, sie ausgelaugt und zeternd, wie`s sich...äh, ok, lassen wir das.
"Zieh dich ma ordentlich an, dann fahrn wa inne Stadt", schrie ich, ein Friedensangebot auf hinterhältigste Art und Weise vortäuschend, durchs Holz. Derlei Gelegenheiten sind selten, also nahm sie die wenn auch nur vage vorhandene Chance wahr, den eigenen Geldbeutel schonend zu neuer Konfektion oder sonstigem Firlefanz zu kommen.
"Nehmen wir den grossen Bayern oder den Allrad-Engländer? fragte sie und ohne auf eine Antwort zu warten, stürmte sie los, riss dem für Ver-, Be- und Entsorgemassnahmen eigentlich zuständigen Hausmeister die Schlüssel aus der Hand, streifte sich ein Polo-Shirt mit Hotelwerbung über und schon nahmen wir in der eleganten Limousine mit der 7 am Anfang der Typenbezeichnung Platz.. Eine Weile glitten wir quer durchs Tiroler Hinterland, bis plötzlich eine der geschätzten 3 Millionen Warnlampen ihre Farbe in kommunistenrot änderte. Kaum noch Sprit drin, in der Saukarre, der verfluchten, so bogen wir ab zur Tankstelle mit der Muschel, wo neben logischerweise bleifreiem Treibstoff, man weiss ja schliesslich, was man der Umwelt schuldet, auch Sckokoladenerzeugnisse aus Schweizer Manufakturen in die entsprechenden Vorratsbehälter wanderten.
Mjamm, frisch gestärkt setzten wir den Ausflug fort und erreichten schon bald die grosse, grosse Stadt, die schon mit all ihren Verlockungen nach uns gierte. Was aber wäre ein Trip ins Paradies ohne Einkehr in die Speise- und Schankwirtschaft "Zum güldenen M", wo wir uns die Bäuche vollschlugen, natürlich nicht, ohne uns vorher die Geburtsurkunden der für uns dahingerafften Frikadellen gezeigt haben zu lassen.
"Nun denn, Mundschenk, weiss er das Geld aus Kunststoff zu schätzen?", was Mundschenk bejahte und 27,98 in den Datenübertragungskabeln verschwinden liess.
Gleich nebenan bewarb "Frollein 60" ein Schweisshemd, welches das stiefväterliche Saldo um satte -wir hatten ja grad gespeist- 39,90 erhöhte.
Es folgten:
2 Schlafsäcke für nur noch 168 € vom Outdoorspezialisten, der seine Überschüsse an den Konzern abtreten darf, auf dessen Zentrale die 5 Buchstaben prangen, die anderorts das Vorhandensein von U- oder S-Bahn anzeigen
1 Chronograph eidgenössischer Herkunft, dessen Preis ich erfolgreich verdrängt habe
4 Kleidungsstücke von der Firma, deren Initialen auch für Hakan & Murat stehen könnten
Diverse Kleinteile vom Möbelschweden = 95,87
Abschliessend liessen wir uns noch auf den Ringplaneten beamen, wo es allerdings nicht zum Kauf des ursprünglich ins Visier genommenen Spiels für eine japanische Konsole kam, weil meine Bankkarte in befristeten Hungerstreik trat.
Ein Geldinstitut musste her und so sollte Andrea ihr Apfeleiertelefon befragen, wo sich denn wohl die nächstgelegene Filiale befände. Derweil setzte ich mich ins Auto, schaltete das Radio ein und kurz vorm Wegschlummern kamen Nachrichten. Eine sonore Stimme kündete von Besetzungen der Wall Street, als Andrea ihr Köpfchen zum Fenster hereinstreckte und nur ein Wort sagte:"Mauerstrasse!"
Also wenn das kein Zeichen war. Was kommt da noch drüber? Blutende Wundmale an Händen und Füssen?
Flugs wühlte sich ein honoriger Gedanke durch meine Kleinhirnwindungen. Ich, nein, wir würden die Mauerstrasse besetzen und ein Signal für die freien Bürger der freien Welt setzen. Oder für Österreich.
Mit kurzem Verweis auf ihre Hüften und meinen Bizeps könnten wir´s als eine Massendemonstration titulieren.
Ja.
"Los, fahr da sofort hin!", rief ich voller Enthusiasmus. Und wie sie fuhr. Emotionalisiert ob des Gedankens, ein Zeichen setzen zu können und wie dereinst Rosa Luxemburg mythenumrankt dahinscheiden zu können oder sich vor die Ketten eines Schützenpanzers werfen zu dürfen, gab sie ordentlich Gas, missachtete, welch ziviler Ungehorsam, mindestens 7 Verkehrsschilder, bevor ein schon älterer Polizist seine gichtige Hand per Kelle verlängerte und uns zu sich bat.
"Herr Brigadekommandeursgeneralleutnatmajoradjutant, wir müssen dringend in die Mauerstrasse, Revolution machen."
"Dies ist eine Einbahnstrasse, dies ist die Mauerstrasse. Sie dürfen hier nicht reinfahrn."
"Oooch Scheisse, Sie Spielverderber. Na dann eben nicht. Aber ein andermal. Ganz sicher."
Labels:
Andrea,
Betrug,
Occuopy Wall Street,
Revolution,
Selbstbetrug,
ViaE
Abonnieren
Posts (Atom)



