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Montag, 1. Oktober 2012

All night long (2)

Hallöle, da samma wieder. Wir, Pluralis Majestatis, bin eigentlich nur ich, aber das mit vollem Elan und ebensolcher Blase.
Daher gebe ich denjenigen, die gestern vorgaben, Besseres zu tun zu haben und nicht den Weg hierher fanden, die Möglichkeit, schnell mal runterzuscrollen und den vorherigen Beitrag zu inhalieren, denn die (2) da oben im Titel kündet von einer Fortsetzung.
Die anderen dürfen die Zeit sinnvoll nutzen, um beispielsweise ein Zigarettchen zu rauchen, ´nen Quickie  machen, den letzten Sexualpartner von Bettpfosten oder Heizung  befreien oder seinen Gören ´ne ordentliche Tracht Prügel  verpassen. Je nach Verfügbarkeit, Vorliebe und Lust.
Ich geh solange pullern.

In der Hoffnung, dass jetzt alle entspannt und auf dem neuesten Stand sind und nichts rekapituliert werden muss, steigen wir in die abendliche Berufsgestaltung ein.

Grob gesagt, was ja die von mir bevorzugte Art der Kommunikation zu sein scheint, talke ich da ein wenig small, wobei auch ganz gerne Nahrung aufgenommen wird. Um nicht zu fett zu werden, begrenzt man das am besten zeitlich. Ist auch besser für die Nerven, denn Leute im Urlaub neigen mitunter zu sehr, sehr merkwürdigen Gesprächsthemen und zum x-ten Mal hören, welches Wanderabzeichen errungen wurde, schleift sich auch relativ schnell ab.

Schon nähern wir uns wieder dem Büro, wo Korrespondenz von weniger Importanz oder Dringlichkeit erledigt werden will. Dem Wunsch wird nachgegeben.

Bevor Rezeption und Reservierung heim gehen, nutze ich noch die Möglichkeit, jemanden zu loben, weil
der- oder diejenige dann, die Erfahrung hat´s gezeigt, zufriedener schlafen oder saufen geht.
Es wird übrigens dringend davon abgeraten, Zufallsgeneratoren zum Einsatz zu bringen, sondern vielmehr nur überdurchschnittliche Leistungen zu honorieren. Aber das ist ein eigenständiges Thema und soll euch momentan nicht tangieren.

Der letzte Hausmeister geht, der Nachtportier kommt und von den Barkeepern mal abgesehen, sind wir allein im Haus. Ruhe kehrt so langsam ein.

Wir haben den Moment erreicht, wo, hach, endlich, ich Blogger, WP, Fb, Twitter und meine privaten Email-Accounts öffne und mich fix durch ein paar Online-Zeitungen zappe, um dann zu euren Ergüssen zu kommen.

So geht das dann die ganze Nacht: 1 Stündchen arbeiten, 5 Minütchen Pause, wo gelesen , kommentiert, auf Kommentare geantwortet und getwittert wird, wobei, das Letzte stimmt so nicht ganz, denn beim Zwitscherer hack ich auch zwischendurch mal eben ´nen dummen, ersatzweise schlauen Spruch rein, der mir vom Geiste geblitzt wurde, weil gedacht ist er dann ja eh schon und für das Tippen von maximal 140 Zeichen benötige ich nicht wirklich eine Ewigkeit.

Und wenn nicht gerade getippselt oder gelesen wird, erledige ich all die notwendigen Sachen wie Umsatzstatistiken checken, neue Hotels oder Aktionen planen, Prioritätenlisten für den folgenden Tag erstellen, Änderungen und Mitteilungen an die entsprechenden Abteilungsleiter weiterleiten und tausend andere kleine oder auch grössere Angelegenheiten, bei denen Störungen, seien es meine eigenen mentalen oder von aussen herangetragene, nicht weiter auffallen.

Zwischendurch versorge ich euch mit Lesestoff, wofür ich mir normalerweise ´ne halbe Stunde oder auch weniger, je nach Länge und Schwere des Textes, der meistens schon vorher im Kopfe entsanden ist, Zeit nehme.

So ist der halbe Tag und die ganze Nacht weitestgehend durchstrukturiert und wird auch so mit bestenfalls geringen Abweichungen durchgezogen.
Klingt nicht komisch, ist es aber, weil es im Grunde nur auf eins ankommt dabei:
Konsequenz!

Was wäre denn, wenn ich mich schon tagsüber von den genannten Social-Irgendwas ablenken liesse?

Dann würd´s mir gehen, wie all den Anderen, die zu nichts mehr kommen, ständig gehetzt sind, weil sie immer Angst haben, etwas wahnsinnig Wichtiges zu verpassen, wenn ihr Smartphone oder PC blinkt und sie das nicht sofort auf- oder abrufen.
Dem ist aber beileibe nicht so, von 100 Mitteilungen haben 98 eine Relevanz von -7 auf einer Skala
von +1 - +10.

Believe me, I´m old. But I´m happy.


Sonntag, 30. September 2012

All night long

Letztens fragte mich die Leserin Elfi B. aus H., der ich versehentlich mal ein Eheversprechen gab, soweit ich mich erinnere, wie es denn käme, dass ein so schöner, eloquenter, intelligenter Mensch wie ich (das stand da so, jedenfalls sinngemäss, kann ich auch nix für) sich nur nachts im Internet rumtriebe.

Das schreit ja förmlich nach einer adäquaten Antwort, die gerne noch vor Sonnenaufgang gegeben sein soll:
Zeitmanagement.
Ja.
Ganz dolle Sache, das. Beherrschen  leider nur  die wenigsten und ist daher zu Unrecht ein bisschen in Vergessenheit geraten.
Zum guten, ein besseres verlange ich ja gar nicht, bin ja bescheiden geworden, Verständnis erwähne ich an erster Stelle die mir gegebene Narrenfreiheit, die es mir erlaubt, den Tagesablauf weitestgehend selbst zu gestalten. Was ich sagen will: Solltest du bei einer Schraubenfabrik oder ähnlichem Arbeitgeber unter Vertrag und am Bande stehen, werden dir die folgenden, durchaus als nützlich zu bezeichnenden Ratschläge wenig bis gar nix nützen, aber wer weiss, vielleicht kannst du dich ja irgendwann mal hochschlafen und dann wirst du dich ärgern, nicht aufmerksam gelesen zu haben.

Ich halte mich für gewöhnlich zwischen 16 und 18 Stunden täglich ausser montags, da bin ich in Wien und abends gehen wir in der Regel gediegen einen picheln, in unseren Betrieben auf.
Dafür hat man mir entsprechende Räumlichkeiten zugestanden, an deren Türen "Bitte nicht füttern" prangt und die ferner von aussen verschliessbar sind. Das ist nur wegen der Hormone, glaub ich, bin halt in ´nem schwierigen Alter.

Aber wir wollen nicht abschweifen. Rechnet man die oben angegebenen Zeiten mal hoch, kommt man auf gute 115 Wochenstunden. Die arbeite ich logischerweise nicht volle Kanne durch, möcht ja nicht vorzeitig abtreten.
In erwähnten Zeitraum fallen körperliche Ertüchtigungen im Gym und Frei- bzw. Hallenbad, daher können wir getrost 6-8 Stunden abziehen.
Tagsüber, das heisst so ab Mittag respektive frühen Nachmittag wuppe ich meinen Luxuskörper in unser Headquarter; da ich der Head bin, ist das immer da, wo ich grad bin. Okay, für den soeben getätigten, überaus billigen Wortwitz bitte ich um Entschuldigung und fahre mit optimierten Arbeitsabläufen fort.
Die sehen vor, dass mir die Direktoren kurz im persönlichen Gespräch berichten, wie das Tagesgeschäft läuft und wo Besonderheiten meine Superkräfte erforderlich machen könnten.
Die beiden Hotels hier sind nur etwa 5 Gehminuten voneinander entfernt, mit Austria´s Next Topmopped schafft man das, sogar im nunmehr wieder gedrosselten Zustand, locker in 45 Sekunden. Wien wird videotelefonisch zugeschaltet. Das ist nicht nur praktisch, sondern hat auch was von Dr. No, ist also gut fürs Selbstwertgefühl.
Liegt nichts Bewegendes an, sportel ich erstmal und lass mich von dort anwesenden Gästen zutexten.
Danach sortiere ich die mir heimlich zugesteckten Handynummern der Damen nach Interessantheitsgrad, also nicht der Nummern als solche, sondern...aber das kann man sich ja denken.

Später empfange und oder werfe ich Firmenvertreter raus, beantworte Telefonate, Emails und ähnlichen Schnickschnack, diktiere unsinnige bis überflüssige Briefe, prüfe Angebote und allerlei Dinge mehr. Was halt so anfällt und man auf niemand anderen abwälzen kann oder will.

Ausserdem ist die Zeit zwischen 16 und 17 Uhr fest für Personalangelegenheiten, auf deutsch: Mimimi in Verbindung mit dem Wunsch nach mehr Geld oder Befugnissen, Arbeitsgeräten und ähnlichen Nebensächlichkeiten, reserviert, was ich anschliessend vor Ort überprüfe, wo weitere Gespräche mit Mitarbeitern stattfinden.

So, wer glaubt, das sei bisher nicht ungewöhnlich, hat nur bis zu dem Punkt Recht, wo ich ihm erzähle, dass das alles passiert, bevor ich überhaupt mal mein Handy, ein Smartphone besitze ich erst gar nicht, eingeschaltet habe, mal von einem internen abgesehen, für Notfälle.

Darüber dürft ihr jetzt eine Weile in euch gehen, bevor morgen weitere Geheimnisse verraten werden.
Nett von mir, oder?

Dienstag, 18. September 2012

Schluss mit listig

Habe ich bisher nur versucht, euer Bewusstsein aufs Subtilste zu unterwandern, gibt´s ab sofort die volle Breitseite. Kompromiss- und schonungslos werde ich offenbaren, wie es tatsächlich um mich und meine Seelenlage bestellt ist.
Zuallererst sei der Welt mitgeteilt, wie wenig Anerkennung mir im wirklichen Leben zuteil wird.
Leset und weinet:
Da war nämlich die Sache mit der Stange, der metallenen, bei uns im Kinderclub. Nun, da sich die Blätter  rot und meine Haare  grau färben, reduziert sich die Anzahl der Gäste, der Herbst hält Einzug.
Verwaist stehn Bobby-Car und Mensch-Ärgere-Dich-Nicht-Spiel, die Rutsche wird nicht berutscht und die Hüpfburg nicht behüpft. Gar düster wirkt´s. Um der Tristesse zu entfliehen, schlug ich nun vor, man könne doch an der Stange, an der normalerweise Kinderchen dem Feuerwehrmanndasein huldigen...nun, man könnte doch...halt so, wie ich das in dem Nachtclub meines Vertrauens gesehen hätte...am Wochenende...nein?
Der Witz ist ja: Die empören sich nichtmal richtig, ne, übern Kopf wird einem gestrichen oder in die Wange geknufft.
Derartige Respektlosigkeit und Geringschätzung meines kreativ-innovativen Potentials ist mir bislang kaum bis überhaupt noch nicht untergekommen und ich überlege ernsthaft, meine Taktik, mich mit jeder einzelnen Mitarbeiterin individuell und emotional zu befassen, aufzugeben.
Allerdings hätte ich dann mehr als 200 Menstruationszyklen völlig umsonst auswendig gelernt.




Montag, 13. August 2012

Das Glück dieser Erde

Das liegt, ums vorwegzunehmen, für mich keinesfalls auf dem Rücken von Pferden oder anderen Lebewesen, Menschen eingeschlossen. Obwohl sich gelegentlich der Eindruck, ich sei unglücklich, unzufrieden, ein mürrischer alter Sack, der sich vom Leben gefickt fühlt, anhand meiner Blogposts einschleichen mag, kann ich versichern, dass dem nicht so ist.

Glück, so individuell es  für den Einzelnen  auch sein mag, bedeutet letztendlich nichts anderes als Zufriedenheit mit seiner Situation, wobei die Highlights wohl den Unterschied zwischen den Begrifflichkeiten ausmachen.
Man sollte sich also glücklich schätzen, wenn man seine Lage  als zufriedenstellend einordnen kann und sich dann an Momenten des Glücks erfreuen, die eh rar gesät sind.

Wie kompliziert sich das gestalten kann, dürfte wohl an nur wenigen Personen klarer zum Ausdruck kommen, als bei mir.
Eigentlich könnte ich morgens -bzw. in meinem Fall eher mittags- aufwachen, den Tag freudig begrüssen und mich meines Lebens erfreuen, denn schaut man sich meine berufliche Situation an, müsste man mich wohl als von Fortuna abgeschleckt bezeichnen.
Wir haben in Spanien und Österreich 8 Hotels und über mir kommt nur noch Gott - und an den glaub ich nicht.
Spass beiseite, natürlich ist es extrem wichtig für das eigene Wohlbefinden, wie sich die individuelle berufliche Lage darstellt. Für den einen mag es ausreichen, wenn er mit seiner Tätigkeit genug Geld verdient, um sich seine Wünsche erfüllen, seine Familie ernähren und sich gelegentlich ein paar Extras leisten zu können, für mich zählt das eher wenig. Meine Motivation und somit auch mein Ziel besteht darin, das so zu tun, wie´s meiner Vorstellung entspricht.
Allein der Umstand, dass es da jemanden gibt, der mir in der Hinsicht absolut vertraut, gibt mir schon das Gefühl von Zufriedenheit, wenn´s dann auch noch klappt, stellt sich "Glück" ein. Grad eben hat Jefe, der ja eigentlich schon lange nicht mehr mein Jefe, sondern mein Geschäftspartner ist, 7,2 Millionen (reiner Kaufpreis, da kommen locker nochmal 2 für Umbauten, Systeme etc.pp. drauf) für ein neues Hotel locker gemacht. Jefe ist ein schwerreicher Geschäftsmann, besitzt Hotels, Parkhäuser, Immobilien, Kinos, Kneipen, Restaurants und wasweissichnichtalles. Als wir uns kennenlernten, zog ich grad durch Spanien, war ziemlich pleite, konnte die Landessprache nicht und brauchte dringend ´nen Job, also fing ich einem seiner English-Pubs in Barcelona als Kellner an. 6 Wochen später war ich Geschäftsführer desselbigen. Mein Gott, was hatten wir Kämpfe auszufechten - er, der pure Betriebswirtschaftler, für den nur die Zahlen und deren Optimierung zählten und meine Wenigkeit, beseelt von dem Gedanken, das alles auch oder sogar noch sehr viel besser durch Motivation und somit langfristige Bindung des Personals und der Gäste zu erreichen.
Das ist mein Wunsch, meine Motivation und mit dem Erfolg stellt sich dann Glück und Zufriedenheit ein.

Dass ich mir das gut bezahlen lasse - wer wollte mich dafür schelten?

Wenn man immer 2 Schritte vorwärts macht, fallen kleinere Rückschritte eben nicht so sehr ins Gewicht...und meine Richtung heisst immer nach vorne, meinetwegen auch nach oben, manchmal mit Irrungen, Wirrungen und kleinen Ausweichmanövern, die nunmal zum Lernprozess dazugehören.
Und das ist mein Leben: eine einzige Lehr- und Lernstunde. Neugierig wie ein Weib und wissbegierig wie ein kleines Kind streife ich durch meine Welt.

Ich muss immer das Gefühl haben, mit mir und meinen Entscheidungen im Reinen zu sein. Ist man das nicht oder ist´s einem egal, wird man zum Arsch, niemand kann einen mehr leiden und zum Schluss endet man, eventuell sogar reich, einsam und mit sich und der Welt unzufrieden.
Das habe ich Jefe so immer wieder vorgehalten. Ob´s was genützt hat, ist schwer zu beurteilen, aber eine gewisse Linderung seiner Gier sehe ich schon.
Hoffen wir das Beste für ihn.

Glück, Zufriedenheit bedeutet für mich auch, mir mein soziales Umfeld weitestgehend aussuchen zu können.
Ich veräppel gerne Leute und freue mich, wenn die´s mir nicht übel nehmen, sondern Kreativität bei ihren Gegenschlägen zeigen, egal, ob es sich dabei um Freunde oder Mitarbeiter handelt.

Die letzteren sind eh so ein Thema für sich, aber da sich das hier grad zum Mammutwerk auswächst, belasse ich es dabei, auf die  weitestgehende Zufriedenheit selbiger hinzuweisen und was mir das gibt - es ist ein herrliches Gefühl, von jedem Angestellten (fast) immer freundlich gegrüsst zu werden und ihre Meinung offen und ehrlich vor den Latz geknallt zu bekommen.
Ich bezahle und behandle sie fair, sie danken einem das zwar nicht immer, aber in der Regel eben doch.
Sie sind zufrieden, der Gast merkt´s und ist auch zufrieden, ich bin´s - was will man mehr.

Achso, ja, die Zahlen müssen natürlich stimmen. Wir sind ja keine caritative Einrichtung.

Aber die stimmen auch.
Folglich kann ich "glücklich" sein, jedenfalls, was diesen Part meines Lebens betrifft.
Über die anderen referiere ich demnächst.
Hier.
Exklusiv.


(und Schuld an diesem Post hat Hjitb, also wenn´s nicht gefällt,
beschwert euch gefälligst bei ihr)^^

Freitag, 29. Juni 2012

nicht lustig.it

Bei mir manifestiert sich grad eine ausgeprägte Schwabophobie.
Dabei frage ich mich seit kurz nach halb elf immer und immer wieder, was ich dem Mann wohl getan haben könnte, doch will mir beileibe nichts Stichhaltiges einfallen. Im Gegenteil. Keiner stand so wie ich hinter ihm und seinen Entscheidungen, gar verteidigt habe ich sie.
Und so dankt er´s mir.
Bringt Gomez, bringt Kroos, den Flankengott Boateng, Podolski und, das´eh der Bringer, den "emotionalen Leader" Schweinsteiger. Als ich so gegen 19:30 die Anfangsaufstellung vernahm, stellte sich so ein merkwürdiges Grummeln in der Magengegend ein. Ich schnappte mir Luisa, nahm sie beiseite und raunte ihr zu: "Du musst jetzt ganz tapfer sein, Mädel, aber am Sonntag wirst du ganz alleine sein im Finale. Der Jogi hat Schiss und belügt alle!"
Ja, so sprach ich und schwupps, kaum war das Spiel 20 Minuten alt, da lagen wir auch schon zurück. Nicht dass der Jogi darauf  reagiert hätte, sieht man mal vom Nägelkauen auf der Bank ab, nein, auch die fehlenden Anspielstationen für Özil wollte er nicht einwechseln. Nach dem 0:2 und ´nem lecker Pausentee schon. Geniale Taktik, erinnerte mich ein wenig an 2010, WM-Halbfinale, als wir unser Spiel ja auch nicht nach dem Gegner ausrichten wollten.
Scheisse, Mann, wann begreift der das endlich mal? Wenn man Selbstbewusstsein heraufbeschwört, es jedem einredet, damit auch noch auf allen Kanälen hausieren geht und dann aufstellt wie der letzte Schisser vor dem Herrn, kann das nichts werden. Jeder Trainer der Welt würde mindestens 3mal monatlich auf Knien nach Santiago de Compostela kriechen, wenn er so aus dem Vollen schöpfen könnte. Nicht so unser kleiner Schwabe. Er greift viel lieber zielstrebig daneben. Weil ist ja Halbfinale, Gegner so stark, wuhuhu.
Ich geh mich jetzt besaufen.
Und dann adoptier ich Reus.
Und Ohr hab ich auch noch, verdammte Hacke.

Mittwoch, 23. Mai 2012

Eine neue Liebe ist wie ´ne neue Leber...

Und weil das so ist und man ein derartig beanspruchtes Organ ja immer gerne in petto hat, habe ich beschlossen, mich neu zu verlieben. Nicht in ein spezielles weibliches Wesen, sondern gleich mal in den ganzen Feminismus. Anlässlich eines Artikels in einem nicht benannt werden wollenden Magazins vollzog sich diese gar seltsam anmutende Gefühlsregung.
Da stand, ich zitiere sinngemäss: Auch heute noch, im Jahre 2012, gibt es Frauen, die sich ihren Weg nach oben über die Zuneigung zu ihrem Chef erschleichen müssen. Zitatende.
Ich wollte mir vor Lachen auf die Schenkel haun, aber da sass meine Sekretärin. Also liess ich es, ging stattdessen in mich und kam nach kurzer, wenngleich heftiger Überlegung zu dem Schluss, mich bislang viel zu wenig mit dem Thema beschäftigt zu haben. Also liess ich mich noch zu Ende füttern, mir Mund und Hemd abwischen, um fortan meine ungeteilte Aufmerksamkeit den brennendsten Fragen unserer Zeit zu widmen.
"Frauenquote"  fiel mir spontan ein. Die holde Weiblichkeit fordert ja, je nach Gusto und Hormonspiegel, dass zwischen 30 und 50% der Führungspositionen mit Vertreterinnen ihres Geschlechts besetzt werden. Feministinnen 95%.
Ich persönlich halte ja  50% für durchaus angemessen und äusserst praktibel. Allerdings denke ich da weniger an die Frauen, die sind mir eher hupe,  denn an, man mag es vorausahnen, die Männer. Als Vertreter einer schon leicht angegrauten Generation  setze ich mich ja vehement dafür ein, dass es die nachfolgenden Männer mal besser haben sollen als wir. Die sollen sich nicht so schinden, sich keine 18 Stunden täglich den Arsch aufreissen, Frau, Freundin, Hund, Kinder, Hamster und soziale Netzwerke vernachlässigen müssen, um eine auch nur annähernd adäquate Position und Einkommen zu erzielen.
Nein, auch die sollen die Chance bekommen, sich nach oben zu vögeln.
Das gilt natürlich nur für heterosexuelle Jünglinge, alle anderen möglichen Konstellationen müssen durch Einzelregelungen  sichergestellt werden. Gleiches Recht für alle.
Kraft meines Amtes ernenne ich mich hiermit zum neuen Gleichstellungsbeauftragten unseres niedlichen Firmenkonglomerats und meine erste Amtshandlung wird darin bestehen, eine Verordnung zu erlassen, nach der es den männlichen Mitarbeitern strikt untersagt sein wird, gebrauchte Damenbinden im Herrenklo herunterzuspülen.
Bei Zuwiderhandlung werden sie zum Zimmermädchen befördert.

Sonntag, 19. Februar 2012

ViaE for Grüßaugust

Zuerst wollte ich mich ja für Franz Beckenbauer als neuen Bundespräsidenten stark machen. Mir gefällt sein Umgang mit den Medien und der Öffentlichkeit, wenn er bei kleinen Schweinereien, die bei ihm regelmässig in Vaterschaft münden, erwischt wird:
"Ja mei, woar halt Weihnachtsfeier".
Basta, nix weiter. Ja, der Franzl, äh, dös is halt a Weltklasserammler -  und gut ist.
Das nenne ich mal souverän, nicht so wie das Rumgeeiere vom Wulff. Der Mann hat uns mit seiner Eigenheimfinanzierung in der ganzen Welt lächerlich gemacht. Nicht wegen der Finanzierung, sondern eher wegen dem Eigenheim (wegen in Verbindung mit dem Dativ ist grammatikalisch unfein, ich weiss, ich weiss, jedoch üblich; daher bitte ich von Protestschreiben abzusehen).
Ich mein, der Berlusconi hat sich doch ´nen Ast gelacht - in der Bude gibts ja nichtmal ´nen Partykeller. Und das bei einem Mann, der doch allerbeste Verbindungen zu so hippen Menschen wie, äh, den Hollywoodgrössen Groenewold und Ferres, illustren Finanzmagnaten wie dem Oberdrücker Maschmeyer oder Partylöwe und Veranstalter rauschender Feste wie dem Nord-Süd-Dialog  Manni "die Brille" Schmidt pflegt. Beschämend. Fand auch die Staatsanwaltschaft.
In solchen Kreisen lässt man sich ´ne 3000qm-Villa von illegalen Marrokanern zu einssiebzig die Stunde auf Malle hinzimmern, finanziert mit dem Schwarzgeld aus dem Potenzmittelversandgeschäft des Cousins zweiten Grades seines Schwagers.
Ärgerlich, echt.
Bei so ´ner Hundehütte wegen Vorteilsnahme zu ermitteln, schien auch den Advokaten zu peinlich; Drohanrufe bei BILD regen sowieso niemanden auf.
Aber Chrissie wär ja nicht er selbst, hätte er nicht noch ein bisschen Bargeld im Ärmel gehabt, um dem mehrfach mit Landesmitteln geförderten Movie-Guru G., die ausgelegten Hotelkosten zu ersetzen.
Und schwupps, da haben sie ihn am Sack gehabt, dem hannoverschen, beantragten Aufhebung der Immunität und Einplanierung des Eigenheims.
Aus die Maus, Rücktritt.
Schwer gekränkt und beleidigt verzieht er sich aufs Altenteil.
Wer soll´s jetzt machen?
Jogi Löw muss ja erstmal Europameister werden.
Dieter Bohlen war mal Kommunist.
Uschi Glas schonmal im Playboy. Oder da wollte sie hin, keine Ahnung.
Neben den von mir genannten sind ja auch noch ein paar Politiker übrig.
Da das Amt aber eine moralisch integre Persönlichkeit erfordert, fallen die schon mal weg

Letztendlich, nach genauer und absolut objektiver Prüfung potentieller Kandidaten, bleibe nur ich übrig.
Gründe dafür werden nicht verraten, seit wann interessiert ihr euch für Politik?

Donnerstag, 27. Januar 2011

Allet janz einfach, wa

Um meine Bemühungen, künftig in einem Atemzug mit Bono, Sting, Lady Di, Franz von Assisi  und Mutter Theresa genannt zu werden, wenn von  "Gutmenschen" gesprochen wird, zu untermauern,  lasse ich die Tür zu meinem Reich mal ein wenig auf und jeder, der einen Einblick wagen mag, ist herzlich  eingeladen, teil zu haben an der wundersamen Arbeitswelt des ViaE.
Zunächst soll nicht unerwähnt bleiben, dass, sobald  jemand für eine bestimmte Position, wobei ausschliesslich arbeitstechnisch gedacht werden sollte, ihr Lümmel, gesucht wird, ich mir ein sehr genaues Bild mache.
Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?
Abitur? Studium? Mittlere Reife oder was auch immer für ein Schul- bzw. Studienabschluss?
Alter?  (wobei geistige Reife bei jüngeren, Vitalität bei älteren Bewerbern wichtiger sind als Zahlen)
Geschlecht? (Ja, das ist nicht egal, beispielsweise kann ich in der Innenstadt, in der Nähe der Hotspots, nachts keine Frau an die Rezeption setzen)
Erscheinungsbild? ( A bisserl freaky geht schon, aber 33 Piercings und Stirntattoos sind no-go)
Fachkompetenz (falls erforderlich) ? Muss z.B. jemand in der Reservierungsabteilung kurzfristig ersetzt werden, brauche ich eine Person mit entsprechender Erfahrung, ist genügend Einarbeitungszeit vorhanden, ist das wurscht.

Dann mache ich mich, so die Muse schmatzend über mich herfällt, an die Gestaltung einer Annonce.
Es darf getrost davon ausgegangen werden, dass jene aussergewöhnlich ist, so wie ja auch aussergewöhnliche Menschen (das sind i.d.R. solche, die´s länger als 2 Minuten mit mir in einem Raum aushalten) gesucht werden.
Lese ich also in der Betreffzeile einer Bewerbungs-Email: "Ihre Anzeige vom...im...oder: "Sehr geehrter Inserent" als Anrede, verschwindet dieses Schriftstück, welches mal freundlicherweise als solches bezeichnet werden soll, auf ewig in den Untiefen des digitalen Mülleimers.
Gleiches widerfährt den Elaboraten einer anderen Gruppe aussergewöhnlicher Vertreter der menschlichen Zunft : den aussergewöhnlich Realitätsfernen. Bin ich ja extrem aufgeschlossen, traue Vielen auch Vieles zu, so konnte ich doch die Bewerbung eines Schlachters (kein Witz), der keine einzige Fremdsprache beherrschte und dessen Schreiben ortografisch, grammatikalisch und stylistisch unter aller Sau -das ist noch vornehm ausgedrückt- war, nicht berücksichtigen. Rezeptionschef wollte er werden, der Gute...

Das ist die Pflicht...die Kür sieht folgendermassen aus :

Nachdem  3, manchmal, sollte mir etwas mehr Zeit zur Verfügung stehen, auch mehr, zum persönlichen Gespräch geladen werden  (diese finden sehr zeitnah statt, bestenfalls ein paar Tage nach der Anzeige und alle am selben Tag wennmöglich), denke ich mir ein paar kleine Bosheiten aus, mit denen ich Kreativität, Schlagfertigkeit und geistige Beweglichkeit der Delinquenten teste.
Dann entscheide ich mich. Sollte jemand mir überhaupt nicht zusagen, wird ihm das mitgeteilt und er/sie heim zu Mama geschickt, wo er/sie sich über den garstigen ViaE ausheulen darf , was zwar nichts nützt, aber unheimlich befreit, wie mir jeder Psychologe gerne bestätigen wird.
Der geeignete Bewerber bzw. sein weibliches Pendant wird adhoc eingestellt, mit Sozialleistungen, Boni und zu erwartenden Gehaltserhöhungen geradezu eingeseift und darf sich fortan  als Member of the Empire fühlen.

So sucht und findet man Personal, ihr personalsachbearbeitenden Recruitment-Center-Manager, Human-Resources-Directors und wie auch sonst ihr euch nennen lassen mögt.

Und ich sehe schon meinen Namen leuchten, wenn ihr demnächst bei Google nach "Gutmensch" sucht...

Sonntag, 17. Oktober 2010

Gegen (selbst) darstellung

Dies ist kein wissenschaftliches Blog, ich bin kein Wissenschaftler und gehöre auch keiner Berufsgruppe der beim Thema Motivation beteiligten Disziplinen an. Wenn jemand wissenschaftliche Erklärungen benötigt, so möge er sich bitte bei den entsprechenden Quellen bedienen. Da mein Verhältnis zur Wissenschaft eher als gespalten bezeichnet werden muss, empfehle ich, sich durch ein paar Millionen Seiten Kauderwelsch zu kämpfen und sich dann gegebenenfalls selbst eine Meinung zu bilden.
Wenn ich hier beispielhaft spreche, dann  tue ich das für gewöhnlich, um Leute mit keinem so hohen Bildungsniveau nicht auszuschliessen. Es dürfte wohl jedem klar gewesen sein, wie ich das mit Musik und Mathe gemeint habe. Falls nicht - und ihr hier einen auf Schlaumeier machen wollt - es steht jedem frei, dieses Blog zu lesen und  zu kommentieren, aber lasst mich bitte mit euren klugscheisserischen Fragen in Ruhe.
Ich werde mich nämlich nicht auf Detaildiskussionen, die eh nix bringen, einlassen.


Letztens habe ich -wahrscheinlich in der Zeitung, weiss es nicht mehr- etwas gelesen, nämlich dass Forscher herausgefunden haben wollen, dass wir auf langarmige Menschen stehen.
Mein erster Gedanke war: Tscha, das kommt dabei raus, wenn man Orang-Utans befragt, der zweite: Hm, also ich denke ja, dass wir einen einsvierzig grossen Menschen mit 1m langen Armen wahrscheinlich eher nicht so attraktiv finden werden, womit wir ganz einfach wieder bei der altbekannten und durch tausende von Studien belegten Symetrie-Theorie wären und drittens: Schade, dass soviel Geld sinnlos verpulvert wird, wo man an den Krisenherden der Welt sicher etwas Sinnvolles damit hätte anfangen  oder es mir  überweisen können.
Forschung und Wissenschaft sollten sich doch bitteschön mit etwas Sinnvollem beschäftigen und den Nutzen daraus dem Menschen zur Verfügung stellen.
Ich habe übrigens auch gar nichts gegen Psychologen - sie sind äusserst sinnvolle Geschöpfe, allerdings nur, wenn  sie ihr Wissen benutzen, um "Gutes" zu tun, sprich Menschen mit psychischen Problemen helfen. Schimpfen sie sich jedoch Arbeitspsychologen und entwickeln schwachsinnige Einstellungstests und unterstützen damit Unternehmen, die selbst zu blöd sind, um sich geeignetes Personal zu beschaffen, verhindern damit jedoch die tatsächliche Kontraktierung sehr kompetenter Personen, dann haben diese, die Psychologen nämlich, ihren Beruf verfehlt und sind lediglich der Gier erlegen.


Und warum ich hier so auf die Kacke hauen kann?
Nun, ich musste mich damals damit anfangen zu beschäftigen - im Rahmen eienr innerbetrieblichen Fördermassnahme wurde ausgerechnet ich auserkoren (neben anderen natürlich), eine Nachwuchsführungskraft zu werden. Da musste ich diese ganzen Rollenspielchen mit Kamera absolvieren und unzählige Theorien zur Menschenführung erlernen...um festzustellen, dass die meisten davon, wenn man sie rein manipulativ anwendet, zwar funktionieren, letztendlich ein gutes Arbeitsklima dadurch aber mit Sicherheit nicht geschaffen wird. Einmal angefangen, hab ich nie wieder damit aufgehört...und mein Wissen in den eigenen Betrieb eingebracht und umgesetzt, den ich mir bekanntlich mit knapp 23 Jahren zugelegt habe und fast 18 Jahre mit sehr grossem Erfolg geführt habe. Dann habe ich ein paar Jahre alle möglichen Jobs gemacht, nix Berauschendes, aber da ich ackern kann wie ein Pferd, war´s auch wurscht. Letztes Jahr habe ich eine kleine Hotelkette fast aus dem nichts  errichtet, inmitten der grössten Wirtschaftskrise seit Bestehen Julio Iglesias´.Meine Leute haben immer mehr verdient als ihre Kollegen in vergleichbaren Betrieben und ich schätze, ich werde auch mit Lob, Anerkennung und Wertschätzung nicht sparsam umgegangen sein.
Vielleicht liegt mir so viel am Wohlergehen der arbeitenden Menschen um mich herum, weil ich die Leute so behandle, wie ich auch gerne behandelt werden würde...und das funktioniert -sogar ganz hervorrragend.
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Und dabei bin ich doch so schüchtern - mein Tipp für die, denen es auch so geht: Solltet ihr das nächste Mal mit dem/der angeschmachteten Typen/der Ollen eurer Träume in der Badewanne sitzen, lasst doch einfach mal die Seife fallen....

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Provozieren für Fortgeschrittene

So, nachdem wir letztens festgestellt haben, dass wir kleinere Manipulationen gar nicht als solche empfinden (heureka!), örtliche Zugehörigkeiten einzelner Personen geklärt sind und wir konstatieren können, dass ViaE ein Schwein ist, will ich eurer vagen dahingehenden Vermutung den substanziellen Nährboden nachliefern.


Ich nutze die Provokation gezielt als Mittel, um mir ein Bild über Personen zu machen.
Ganz wichtig dabei ist (Solln wa mitschreiben? Ja, verdammt!), die zu provozierende Person erstmal einzulullen und dann blitzartig seinen miesen Charakter aus dem Hüftholster zu holen (anschliessendes Schiessen nicht vergessen).
Das ist ganz einfach: Man nehme einen möglichen Kandidaten für eine Führungsposition im eigenen oder einem übertragenen Unternehmen und lade jenen zu einem Gespräch ein. Unser Kandidat freut sich erstens ´n zweites Loch in den Arsch und zweitens eiert er sofort los -falls noch nicht vorher geschehen-, um sich über mögliche Fragestellungen und deren Antwortmöglichleiten, Eignungs- und Einstellungstests, sowie deren Lösungsansätze zu informieren. Gibt´s ja alles.
Da wir aber nicht so blöde sind, zu tun, was alle tun, unterhalten wir uns ganz locker und entspannt mit unserem Kandidaten. Hin und wieder werfen wir ´nen kurzen Blick auf die vorliegenden Dokumente wie Lebenslauf oder Zeugnisse (die wir jedoch genüsslich ignorieren, weil sie weniger Aussagekraft über einen Menschen haben  als das Tageshoroskop).
Wir lassen die ganze Litanei seiner einstudierten Antworten über uns ergehen, checken beiläufig, inwiefern Körperhaltung und -sprache mit seinem Gesülze übereinstimmen, dann, als es uns entweder zu bunt wird oder wir genug gehört haben, um zu einer Entscheidung zu gelangen, schauen wir kurz mal auf seinen Lebenslauf und konfrontieren ihn mit seiner dortigen Aussage, gut auf Menschen zugehen zu können.
Ein gedehntes "najaaaaaa" oder zackiges "jawohl" wird uns zuteil und wir -wir erinnern uns... einlullen...mieser Charakter...Hüftholster...schiessen-  fragen einfach mal staubtrocken und ohne eine Miene zu verziehen, ob denn die Menschen nicht erschreckt zurückweichen.


Ich habe übrigens den genommen, der: "Hm, nicht mehr als ich jetzt vor Ihnen." geantwortet hat.

Und welchen Nutzen habe ich davon?
Ihr Auftritt, Herr oder Frau LeserIn!

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Ich bin mit der Gesamtsituation unzufrieden

Was motiviert mich bloss zu dieser Überschrift?
Nun, zum einen nimmt das von mir für den 100. Leser ausgelobte Toastbrot so langsam eine ungesunde Farbe an und zum anderen seid ihr als Jünger meiner neu zu gründenden Weltreligion nur bedingt tauglich.
In Vermeidung von Schachtelsätzen ausgedrückt: Ihr seid noch nicht reif für meine Manipulationen!
Daher gehen wir mal wieder zurück in die Bereiche Motivation und Manipulation, wo der Herr M. mir in den letzten eineinhalb  Jahren  2 Tagen sehr hilfreich gewesen ist. Erklärend sei hinzugefügt -es soll ja immer wieder Neuleser geben, btw. wer von euch spielt denn so intensiv Backgammon online?-, dass der Herr M. neben Rofl die altgedientesten Leser sind; schon zu seligen Overblog-Zeiten haben sie sich das angetan (the artist now known as Sqwirrel kam etwas später dazu...bevor ich mir datt Gejammere wieder anhörn muss).
Dem wollte ich natürlich nie nachstehen, nahm ständig meinen ganzen Restmut zusammen und las auch bei ihm, weil ja sein Blog (man findet es da rechts in der Blogroll) bisweilen sehr amüsant, aber vor allem doch sehr persönlich ist. So hat er, der Herr M. nämlich, im Laufe der Zeit gar soviel von sich verraten, dass ich ziemlich genau weiss, wo ich bei ihm ansetzen muss, um eine Reaktion hervor zu rufen.
So bezeichnete ich ihn als Clown -man möge es mir vergeben- im Rahmen einer kleinen, aber feinen Aktion innerhalb des Kommentarfeldes; 8 Antworten wollte ich zunächst von ihm haben, die er mir nicht nur brav sogar noch vor Ablauf der Frist lieferte, nein, als wäre dies nicht genug, setzte er gleich noch 4 nach, macht ergo 12, von denen bestenfalls 2 als einigermassen vernünftig durchgehen konnten. Daher der Clown...was wiederum einen  (oder sogar mehrere...weiss ich jetzt nicht mehr) hervorrief, dann bezichtigte ich ihn des Opportunismus´, womit ich nicht nur ihn, sondern auch diverse Kommentare provozierte.
Hat wieder keiner gemerkt. Nichtmal Dr.B., die sich übrigens völlig zu Unrecht angesprochen fühlte, als ich die Beteiligung psychologisch geschulter Menschen einforderte - ich meinte jemand anderes, wusste jedoch, dass sie sich solch unglaublich subtiler Beeinflussung nicht  entziehen würde.
Und was will ich damit nun wieder ausdrücken?
Nein, nicht dass ich so´n toller Hecht bin und euch durchschauen kann, sondern wie sehr man auf Motivation, Manipulation oder auch jedwede Beeinflussung reagiert...und je besser man dich kennt (wobei das jetzt natürlich nur virtuell und aufgrund eurer Posts und Kommentare ist), desto einfacher wird´s.
Ein kleines Beispiel für ViaE...a giant step for all mankind.

Und wieso nahm ich Mika?
Weil er der Berechenbarste ist.
Ganz einfach.

Übrigens mach ich derlei Sachen wirklich schon die ganze Zeit...seitdem das erste Blog aus der Taufe gehoben wurde.
Bin ja auch Ehrenvorsitzender des SC Helm

Demnächst erzähl ich mal, wie man gezielt provoziert, um einen Nutzen daraus zu haben.

Dienstag, 12. Oktober 2010

Jetzt mal ganz ernsthaft *giggel*

Keiner braucht hier Angst haben, seine Antwort könnte falsch sein und ich nähme ihn deshalb auf die Schippe. Auf die Schippe nehm ich euch sowieso, unabhängig von Sinnhaftigkeit oder gar Wahrheitsgehalt eurer Kommentare - einfach nur, weil´s mir Spass macht.
Dies ist -und wird es nie sein- ein  hundertprozentig ernstzunehmendes Blog, ich will euch keine Weisheiten verkaufen und kein Abo andrehn, aber (Achtung, jetzt kommt´s)  man erkennt doch an der Vielfältigkeit der Antworten - nicht nur bei der Frage im vorigen Post, sondern auch bei allen vorher- die Verschiedenheit der Menschen und ihrer Denkweisen und dass alles mit allem zusammenhängt, wie ich euch im Laufe der nächsten Jahrzehnte auf diesem, meinem schönen Blog nachweisen werde (Achja...und dass  der Herr M. aus OWL ein verkappter Clown ist).
Es gibt immer verschiedene Denkansätze und wenn sie für einen selbst in sich logisch sind...wieso nicht?
Selbstverständlich habe ich als Verfasser einen Wissensvorsprung (also in diesem Fall jetzt), weil ich meine Denkweise zu Grunde lege und wenn ihr nicht drauf kommt, lach ich euch nicht aus - oder zumindest nur ein bisschen.

Ich wollte auf eine gewisse Fragestellung hinaus, nämlich inwiefern unser soziales Umfeld und unsere Erziehung Führungsfähigleiten fördern (oder auch verkümmern lassen) können.
Der Dalai Lama ist (für mich jedenfalls) ein Kind wie so ziemlich jedes andere in Tibet auch, da ich nicht an den Wiedergeburtenschmonzes glaube. Was wäre aus ihm geworden, wenn er weiter von seinen Eltern er- und aufgezogen worden wäre?
So, um die Verwirrung noch perfekt zu machen: Gibt es geborene "Führer"?
Bin mir auch bewusst, dass der Vergleich bzw. das Beispiel Dalai Lama humpelt, aber welcher Vergleich tut das nicht?
Ob er letztendlich nur eine Marionette oder ein Sprecher ist, lass ich mal dahin gestellt sein.
Beim Papst bin ich mir da schon sicherer, jedenfalls beim jetzigen - beim Polen haben sich die Jungs ja wohl selber ins Knie geschossen

Montag, 11. Oktober 2010

TIBETAN IDOL

Es war einmal vor vielen, vielen Monden, da sassen ein paar Klosterchefs und Mönchshäuptlinge beieinander. Ihren alten Boss schon ziemlich klapprig findend, beschlossen sie, Ausschau nach einem geistigen Nachwuchs-Trainee zu halten. Weil nun aber Tibet ziemlich unwirtlich und auch nicht ganz klein ist, wollten sie längere Fussmärsche mit zu erwartenden Frostbeulen vermeiden.
"Tibet sucht den Super-Lama" schied auch aus, weil sie keine Lizenzgebühren an China-TV zahlen wollten oder konnten. So liessen sie sich das Wiedergeburtenregister kommen, spielten "Eene, meene, muh,der neue Dalai Lama wirst du" und pickten sich weniger zielstrebig denn lustlos ausgerechnet ein 5jähriges Kind heraus und schickten nach ihm, dem Kinde nämlich.
Essig war´s fortan für den Bengel mit Yakdungball, stattdessen lehrten sie ihn das Dauergrinsen und schlaue Sachen sagen, worin er auch erstaunliche Fortschritte machte, was die spirituellen Talent-Scouts mit Freude und Stolz erfüllte.
Heute ist der kleine Junge längst schon selbst ein alter Mann und kauft immer noch Storck-Riesen bei Tante Emma, äh, macht´s wohl auch nicht mehr so lange...und wieder setzen sich Klosterchefs und Mönchshäuptlinge zusammen...


Und weil ich grad mein Karma schwinden sehe, könntet ihr mir vielleicht sagen, was ich damit sagen will.