Ich bin ja nicht nur blutjung, wunderschön und hyperintelligent, sondern auch sehr oft einfach verwundert, über wie wenig Geschmack urlaubende Menschen verfügen.
Mir ist kurzfristig der Musiker ausgefallen und dank der Agentur, die "Topp Kwaliteht zum Billich-Prais" anbot, ist es gelungen, innerhalb von nur 2 Stunden Ersatz aufzubieten, dessen Repertoire von Dean Martin bis Jürgen Drews reichen sollte und der wahrscheinlich in der Zeit, die sein Auftritt dauerte, auch locker so 20-30 Euro auf dem Innsbrucker Strassenstrich hätte verdienen können.
Baskenmütze, weisser Anzug und Cowboy-Boots, dazu stimmliche Variation wie Kermit. Warum gehen solche Leute nicht zu Bohlen?
Nun, dem Publikum gefiel´s anscheinend: Da wurde heftigst mitgegröhlt, sofern es der Refrain zuliess und zu spanischen Eiern geschwoft, was das mittelalte Raucherbein hergab. Weitestgehend nüchtern.
Meine Vermutung ist, dass der Programmierer unseres Reservierungsprogramms da irgendwelche Mindcontrol-Segmente verwendet hat, die dem Gast jeglichen guten Geschmack bei der Eingabe seiner persönlichen Daten entziehen. Oder beim Check-In.
Werd das mal im Auge behalten.
Genau wie den sich alleinunterhaltenden Musikmenschen, der talentfrei, aber tapfer die toten Hosen coverte. Oder wie er sagte: Die tottän Chosän.
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Donnerstag, 13. September 2012
Freitag, 17. August 2012
Mett-Man vs. Catwoman
Früher war, hab´s ja schon des öfteren erwähnt, irgendwie alles besser. Noch vor wenigen Dekaden überbrachte ich meine mal mehr, mal minder wichtigen Mitteilungen mittels brennendem Dornenbusch, wohingegen ich heutzutage nicht nur blogge, nein, auch SMS und Emails werden von mir verwendet.
Einer ernsthaften Nutzung von Herrn Sugarmountain´s Datensammelbecken hingegen verweigere ich mich nachwievor relativ erfolgreich.
Mitunter hat das jedoch auch Nachteile.
Nicht für mich, aber Andrea schien irgendwie ein wenig angepisst, weil sie am Flughafen ´ne schlappe Stunde warten musste, derweil von Hundertschaften junger Männer mit fremdländischem Aussehen, die sie allesamt pauschal des Drogenschmugglertums bezichtigte, angesabbert und wohl auch -gelabert wurde.
Kaum betrat ich das Flughafengebäude, schalt sie mich einen Nichtsnutz, einen unhippen Grufti und andere böse, böse Charakterisierungen, die ich hier gar nicht erst wiederholen möchte.
"Handy aus, Computer aus, Hirn aus!"
"Hab dich auch lieb. Mettbrötchen?"
Ich weiss ja nicht, wie es euch so geht, aber ich les gelegentlich bei Twitter mit und da ist das voll cool, das mit dem Mettbrötchen. Man möge mich bitte nicht nach Sinn oder Unsinn fragen, aber bei Facebook, worüber Andrea mir die Nachricht schickte, dass sie einen früheren Flug nähme, scheint das wohl nicht der Fall zu sein.
Kein Wunder, dass die Aktie fast die Hälfte ihres ursprünglichen Emissionswertes verloren hat, was ich ja, call me Via Kostolany, an jenem denkwürdigen Tag bereits in diesem, meinem Blog orakelte. Man memoriert es. Oder auch nicht.
Andrea schien jedenfalls von meinen diesbezüglichen Ausführungen nicht sehr angetan und es dauerte bestimmt geschlagene 45 Sekunden, bis ich ihr das erste Lächeln abringen konnte, indem ich mich auf die Knie -in diesem Fall ausnahmsweise mal die eigenen- warf, ihr linkes Bein umklammerte und um Gnade winselte. Man hätte meinen können, wir seien ein Ehepaar.
Endgültig gewonnen war die Schlacht, als ich dem Taxifahrer ein Mettbrötchen versprach, wenn er uns innerhalb von 5 Minuten in die grosse Stadt am Inn bringen würde. Glaub, der war Moslem.
Bestimmt auch nicht bei Facebook aktiv, obwohl seine anzüglichen Bemerkungen über ihre durch ´ne Art Catsuit hervorragend zur Geltung gebrachten körperlichen Hauptmerkmale das zunächst vermuten liessen.
Sie geniesst sowas ja, während ich armer, armer Aushilfsdaddy die geifernde Meute fernhalten muss.
Das Leben ist so ungerecht. In dem Zusammenhang fällt mir ein, dass es Hartz4 genau 10 Jahre lang gibt.
Ich gratuliere dem Mann der ersten Stunde, Herbert F. aus A., dem nächste Woche bei Jauch der erste Kasten Krombacher der Jubiläumsedition verliehen werden soll, wohingegen sich die alleinerziehende Katharina H. aus E. bei Maischberger von Altkanzler Schröder beschimpfen lassen wird.
Früher war, hab´s ja schon des öfteren erwähnt, irgendwie alles besser. Noch vor wenigen Dekaden überbrachte ich meine mal mehr, mal minder wichtigen Mitteilungen mittels brennendem Dornenbusch, wohingegen ich heutzutage nicht nur blogge, nein, auch SMS und Emails werden von mir verwendet.
Einer ernsthaften Nutzung von Herrn Sugarmountain´s Datensammelbecken hingegen verweigere ich mich nachwievor relativ erfolgreich.
Mitunter hat das jedoch auch Nachteile.
Nicht für mich, aber Andrea schien irgendwie ein wenig angepisst, weil sie am Flughafen ´ne schlappe Stunde warten musste, derweil von Hundertschaften junger Männer mit fremdländischem Aussehen, die sie allesamt pauschal des Drogenschmugglertums bezichtigte, angesabbert und wohl auch -gelabert wurde.
Kaum betrat ich das Flughafengebäude, schalt sie mich einen Nichtsnutz, einen unhippen Grufti und andere böse, böse Charakterisierungen, die ich hier gar nicht erst wiederholen möchte.
"Handy aus, Computer aus, Hirn aus!"
"Hab dich auch lieb. Mettbrötchen?"
Ich weiss ja nicht, wie es euch so geht, aber ich les gelegentlich bei Twitter mit und da ist das voll cool, das mit dem Mettbrötchen. Man möge mich bitte nicht nach Sinn oder Unsinn fragen, aber bei Facebook, worüber Andrea mir die Nachricht schickte, dass sie einen früheren Flug nähme, scheint das wohl nicht der Fall zu sein.
Kein Wunder, dass die Aktie fast die Hälfte ihres ursprünglichen Emissionswertes verloren hat, was ich ja, call me Via Kostolany, an jenem denkwürdigen Tag bereits in diesem, meinem Blog orakelte. Man memoriert es. Oder auch nicht.
Andrea schien jedenfalls von meinen diesbezüglichen Ausführungen nicht sehr angetan und es dauerte bestimmt geschlagene 45 Sekunden, bis ich ihr das erste Lächeln abringen konnte, indem ich mich auf die Knie -in diesem Fall ausnahmsweise mal die eigenen- warf, ihr linkes Bein umklammerte und um Gnade winselte. Man hätte meinen können, wir seien ein Ehepaar.
Endgültig gewonnen war die Schlacht, als ich dem Taxifahrer ein Mettbrötchen versprach, wenn er uns innerhalb von 5 Minuten in die grosse Stadt am Inn bringen würde. Glaub, der war Moslem.
Bestimmt auch nicht bei Facebook aktiv, obwohl seine anzüglichen Bemerkungen über ihre durch ´ne Art Catsuit hervorragend zur Geltung gebrachten körperlichen Hauptmerkmale das zunächst vermuten liessen.
Sie geniesst sowas ja, während ich armer, armer Aushilfsdaddy die geifernde Meute fernhalten muss.
Das Leben ist so ungerecht. In dem Zusammenhang fällt mir ein, dass es Hartz4 genau 10 Jahre lang gibt.
Ich gratuliere dem Mann der ersten Stunde, Herbert F. aus A., dem nächste Woche bei Jauch der erste Kasten Krombacher der Jubiläumsedition verliehen werden soll, wohingegen sich die alleinerziehende Katharina H. aus E. bei Maischberger von Altkanzler Schröder beschimpfen lassen wird.
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| von sueddeutsche.de |
Sonntag, 22. Juli 2012
I can be an asshole of the grandest kind ...
Sagte dereinst die Frau Morissette. Zwar nicht zu mir und schon gar nicht ins Gesicht, das edel geschnittene, dafür aber verwendete sie´s als Liedzeile. Ob sie dabei an mich gedacht hat, lässt sich heute leider nicht mehr so genau eruiren. Eigentlich meinte sie ja auch sich selbst damit und wäre ich nicht ein so ungemein gut erzogener Mensch, würde ich jetzt und hier verraten, dass sie damit nicht ganz so falsch liegt.
Mitte der 90er verschlug´s sie nämlich in Deutschland´s hohen Norden und noch heute denk ich mit Freuden an die deliziöse Aufgabe, sie ausleuchten zu dürfen. Bühnentechnisch gesehn.
Ich schreibe wirr, es sei mir bitte verziehn. Es ist nur so, dass ich vorhin kurz im Casino war und dort einer Frau, ach was sag ich, einer Göttin angesichtig werden durfte, die eine schon fast unheimlich zu nennende Ähnlichkeit mit besagter Dame hatte.
Hier in der Ecke weiss man ja nie so -hinterher haben sie die hierher gelockt- so von wegen stylish area und so, daher wagte ich nur einen für meine Verhältnisse recht zaghaften, wenn nicht gar schüchternen Annäherungsversuch. In Englisch, klar, man is´ ja schliesslich von Welt:
"Hey, a drink?"
"Wos wuisten, Brunzkopf, schiarcher?"
Ähm, ja, soviel dazu.
Aus lauter Frust hab ich dann noch 200 Ocken gewonnen, was mich gleich beruhigt und zufrieden in dem Bewusstsein einschlafen lassen wird, dass die Welt zwar klein, im Zweifel jedoch nicht so winzig ist, dass man hier kanadischen Weltstars über den Weg läuft. Oder andersrum.
Ist ja auch egal.
Hätt ich was Ordentliches gelernt, würd mir sowas gar nicht erst passieren.
Mitte der 90er verschlug´s sie nämlich in Deutschland´s hohen Norden und noch heute denk ich mit Freuden an die deliziöse Aufgabe, sie ausleuchten zu dürfen. Bühnentechnisch gesehn.
Ich schreibe wirr, es sei mir bitte verziehn. Es ist nur so, dass ich vorhin kurz im Casino war und dort einer Frau, ach was sag ich, einer Göttin angesichtig werden durfte, die eine schon fast unheimlich zu nennende Ähnlichkeit mit besagter Dame hatte.
Hier in der Ecke weiss man ja nie so -hinterher haben sie die hierher gelockt- so von wegen stylish area und so, daher wagte ich nur einen für meine Verhältnisse recht zaghaften, wenn nicht gar schüchternen Annäherungsversuch. In Englisch, klar, man is´ ja schliesslich von Welt:
"Hey, a drink?"
"Wos wuisten, Brunzkopf, schiarcher?"
Ähm, ja, soviel dazu.
Aus lauter Frust hab ich dann noch 200 Ocken gewonnen, was mich gleich beruhigt und zufrieden in dem Bewusstsein einschlafen lassen wird, dass die Welt zwar klein, im Zweifel jedoch nicht so winzig ist, dass man hier kanadischen Weltstars über den Weg läuft. Oder andersrum.
Ist ja auch egal.
Hätt ich was Ordentliches gelernt, würd mir sowas gar nicht erst passieren.
Sonntag, 15. Juli 2012
O sole mio
Zur altersbedingten geistigen Verwirrung gesellt sich , seit ich hier lebe, immer öfter die spontane, meistens hervorgerufen durch das unbeabsichtigte Aufeinandertreffen mit Amtspersonen, deren Lieblingsbeschäftigung darin zu bestehen scheint, mich in den Wahnsinn treiben zu wollen.
Man fühlt sich, sein wir doch mal ehrlich, immer recht unwohl in den unendlichen Weiten der Behördenflure, vermisst klare Hinweise bezüglich Zuständigkeiten, waschfeste Wandfarbe und ein wenig auch die persönliche Zuwendung, Liebe, eine Schulter zum Anlehnen oder einfach nur irgendjemanden, der annähernd einen Plan haben könnte.
Irgendwie lebt man ständig in der Furcht, im nächsten Augenblick wegen Störung der Totenruhe verhaftet zu werden, was die Unbehaglichkeit noch steigert.
Ehrfürchtig setzte ich mich also vor ein Büro, den Bollerwagen mit den erforderlichen Unterlagen sauber neben mir geparkt, und wartete ein halbes Stündchen, bis schliesslich jemand den Kopf zur Tür heraushielt und sich nach meinem Begehr erkundigte.
"Solarförderung!" rief ich mit fester Stimme.
"Zimmer 612, 4. Stock!" kam´s mit ebensolcher zurück.
Mein "besten Dank" prallte an der bereits wieder geschlossenenen Tür ab, komprimierte sich zu einem veritablen Echo und begleitete mich ein Stück auf dem Weg zum Lift, der selbstverständlich ausser Betrieb war. Irgendwie konnte ich nicht gegen den aufkeimenden Gedanken ankämpfen, dass man allein mit meinem Anteil am Einkommenssteueraufkommen sämtliche Lifte in sämtlichen Amtsgebäuden sämtlicher Städte in sämtlichen Bundesländern Tag und Nacht in einwandfreiem Betrieb halten können müsste, aber so kleinlich wollt ich denn doch nicht sein, sondern lieber ein Treppenhaus suchen, auf dass sich mein unaufhaltsamer Aufstieg vollziehen möge.
Ich war ein wenig -die Akten, Sie verstehn- ausser Atem und kognitiver Kontrolle, als mir 3 Personen entgegenkamen, die sich anhand von Kleidung, Aussehen und Geruch eindeutig als Beamte oder zumindest Angestellte im öffentlichen Dienst zu erkennen gaben und mir obendrein eröffneten, jetzt sei Frühstückspause. Ich könne die Angelegenheit, von der sie ja nichtmal ahnen konnten, welche das denn wohl sei, aber auch per Email klären. Oder morgen wiederkommen, was, da Freitag, obendrein der 13., war, mir recht unsinnig erschien.
Später am Vormittag ginge nicht, wie mir auf Nachfrage mitgeteilt wurde, weil wegen Abteilungsmeeting und nachmittags "hach, guter Mann, Freitag Nachmittag, tsss" schonmal gar nicht.
Ich glaube, um mal kurz zu resümieren, ich baue die Photovoltaikanlagen wieder ab, beziehe Atomstrom aus Frankreich oder der Ukraine und scher mich fortan ´nen Dreck um die Umwelt.
Und Behörden.
Man fühlt sich, sein wir doch mal ehrlich, immer recht unwohl in den unendlichen Weiten der Behördenflure, vermisst klare Hinweise bezüglich Zuständigkeiten, waschfeste Wandfarbe und ein wenig auch die persönliche Zuwendung, Liebe, eine Schulter zum Anlehnen oder einfach nur irgendjemanden, der annähernd einen Plan haben könnte.
Irgendwie lebt man ständig in der Furcht, im nächsten Augenblick wegen Störung der Totenruhe verhaftet zu werden, was die Unbehaglichkeit noch steigert.
Ehrfürchtig setzte ich mich also vor ein Büro, den Bollerwagen mit den erforderlichen Unterlagen sauber neben mir geparkt, und wartete ein halbes Stündchen, bis schliesslich jemand den Kopf zur Tür heraushielt und sich nach meinem Begehr erkundigte.
"Solarförderung!" rief ich mit fester Stimme.
"Zimmer 612, 4. Stock!" kam´s mit ebensolcher zurück.
Mein "besten Dank" prallte an der bereits wieder geschlossenenen Tür ab, komprimierte sich zu einem veritablen Echo und begleitete mich ein Stück auf dem Weg zum Lift, der selbstverständlich ausser Betrieb war. Irgendwie konnte ich nicht gegen den aufkeimenden Gedanken ankämpfen, dass man allein mit meinem Anteil am Einkommenssteueraufkommen sämtliche Lifte in sämtlichen Amtsgebäuden sämtlicher Städte in sämtlichen Bundesländern Tag und Nacht in einwandfreiem Betrieb halten können müsste, aber so kleinlich wollt ich denn doch nicht sein, sondern lieber ein Treppenhaus suchen, auf dass sich mein unaufhaltsamer Aufstieg vollziehen möge.
Ich war ein wenig -die Akten, Sie verstehn- ausser Atem und kognitiver Kontrolle, als mir 3 Personen entgegenkamen, die sich anhand von Kleidung, Aussehen und Geruch eindeutig als Beamte oder zumindest Angestellte im öffentlichen Dienst zu erkennen gaben und mir obendrein eröffneten, jetzt sei Frühstückspause. Ich könne die Angelegenheit, von der sie ja nichtmal ahnen konnten, welche das denn wohl sei, aber auch per Email klären. Oder morgen wiederkommen, was, da Freitag, obendrein der 13., war, mir recht unsinnig erschien.
Später am Vormittag ginge nicht, wie mir auf Nachfrage mitgeteilt wurde, weil wegen Abteilungsmeeting und nachmittags "hach, guter Mann, Freitag Nachmittag, tsss" schonmal gar nicht.
Ich glaube, um mal kurz zu resümieren, ich baue die Photovoltaikanlagen wieder ab, beziehe Atomstrom aus Frankreich oder der Ukraine und scher mich fortan ´nen Dreck um die Umwelt.
Und Behörden.
Freitag, 12. August 2011
Muss das so?
So dämliche Fragen kann eigentlich nur eine stellen : genau, Andrea. Natürlich müssen die Hupen beim Dirndl fast rausfallen, schlieslich wollen Sepp und Toni vorab wissen, wieviel Masse da bewältigt werden muss.
Ich hatte sie -ich beziehe mich auf Andrea, nicht Sepp und schon gar nicht Toni- extra in ein eigens zum Zweck des Trachtenverkaufs installiertes Fachgeschäft geschleift, wo sich alsbald ein offenbar stockschwuler Konfektionsverkäufer zu uns gesellte und seine fachmännischen Kommentare zum Thema weiblicher Körperbau und Hervorhebung/Kaschierung von Vor-/Nachteilen desselben abgab. Keine wirklich grosse Hilfe, der Mensch, aber die beiden schienen sich sehr gut zu verstehen, so einiges Gekicher konnte man aus der Umkleide hören und auch dass sie mit ihrem weissen String eher zum Sumo-Ringkampf, denn zum Folklorekleid-Einkauf gewappnet war, schien unseren Wattebäuschchenwerfer nicht zu stören.
So erstand ich, zum absoluten Vorzugs- und Sommerschlussverkaufspreis von nur noch 1899 € Kleid, Schürze und passendes Wams, bat sie, es gleich anzubehalten, um in der Regionalbahn Autogramme als Marianne und Michael geben zu können und somit wenigstens meine Fahrt zu einem Vergnügen zu machen.
Und dann ging er auch schon los, ihr erster Arbeitstag als Rezeptions- und Reservierungsmanagement-Trainee, begleitet von meinen besten Wünschen, lieferte ich sie an ihrer neuen Wirkungsstätte ab, stellte sie kurz vor und machte mich schleunigst aus dem Tiroler Staub, um nicht just in dem Augenblick, wo sie merken sollte, dass ausser ihr keiner folkloristisch gekleidet ist, anwesend zu sein.
Nunja, vielleicht kann sie ihr Dirndl ja beim örtlichen Feuerwehrfest vollkotzen, allein dafür hat sich der Gag aus meiner Sicht gelohnt.
Ich hätte auch 100 Leute zu einer Party einladen können, einem sagt man, es sei ein Kostümball.
Also ich fands luschtig...unser Buchhalter wirds wohl auch luschtig finden, wenn er die Rechnung als Betriebsausgaben Entertainment verbuchen und abrechnen darf
Ich hatte sie -ich beziehe mich auf Andrea, nicht Sepp und schon gar nicht Toni- extra in ein eigens zum Zweck des Trachtenverkaufs installiertes Fachgeschäft geschleift, wo sich alsbald ein offenbar stockschwuler Konfektionsverkäufer zu uns gesellte und seine fachmännischen Kommentare zum Thema weiblicher Körperbau und Hervorhebung/Kaschierung von Vor-/Nachteilen desselben abgab. Keine wirklich grosse Hilfe, der Mensch, aber die beiden schienen sich sehr gut zu verstehen, so einiges Gekicher konnte man aus der Umkleide hören und auch dass sie mit ihrem weissen String eher zum Sumo-Ringkampf, denn zum Folklorekleid-Einkauf gewappnet war, schien unseren Wattebäuschchenwerfer nicht zu stören.
So erstand ich, zum absoluten Vorzugs- und Sommerschlussverkaufspreis von nur noch 1899 € Kleid, Schürze und passendes Wams, bat sie, es gleich anzubehalten, um in der Regionalbahn Autogramme als Marianne und Michael geben zu können und somit wenigstens meine Fahrt zu einem Vergnügen zu machen.
Und dann ging er auch schon los, ihr erster Arbeitstag als Rezeptions- und Reservierungsmanagement-Trainee, begleitet von meinen besten Wünschen, lieferte ich sie an ihrer neuen Wirkungsstätte ab, stellte sie kurz vor und machte mich schleunigst aus dem Tiroler Staub, um nicht just in dem Augenblick, wo sie merken sollte, dass ausser ihr keiner folkloristisch gekleidet ist, anwesend zu sein.
Nunja, vielleicht kann sie ihr Dirndl ja beim örtlichen Feuerwehrfest vollkotzen, allein dafür hat sich der Gag aus meiner Sicht gelohnt.
Ich hätte auch 100 Leute zu einer Party einladen können, einem sagt man, es sei ein Kostümball.
Also ich fands luschtig...unser Buchhalter wirds wohl auch luschtig finden, wenn er die Rechnung als Betriebsausgaben Entertainment verbuchen und abrechnen darf
Freitag, 19. November 2010
Riejännäwaplü
Nachdem wir gestern die 14 Achttausender Tirol´s ohne Sauerstoffmaske und lange Unterhosen bestiegen hatten, war uns der Sinn nach Krönung dieses aussergewöhnlichen Tages.
Im Angebot standen ein wiederholter Besuch auf dem Weihnachtsmarkt mit anschliessendem glühweinseligen Nachhauseschlingern oder Option C wie Casino.
Croupiers sind bewundernswerte Menschen - belegt man die beidseitigen 3 Nachbarzahlen der Zero, werfen sie die Kugel treffsicher auf...ja genau, die Zero. Dreimal hintereinander. Ich wittere Beschiss und setze die Zero, dafür die Nachbarn nicht mehr. Es kommt die 26, linke Zeronachbarin.
Während ich Haus, Hof und so langsam die Lust verliere, kommt Andrea vom Automaten zurück, wo sie aus 10€ Einsatz 150 gemacht hat und das breiteste Grinsen der nördlichen Hemisphäre vor sich herträgt.
Ich sehe mich gezwungen, sie eindringlich vor den Suchtgefahren des Glückspiels zu warnen und damit sie ihren Gewinn nicht gleich wieder verlieren kann, nehm ich ihn ihr ab und setze nun meinerseits wild Jetons auf den grünen Filz, das heisst, so wild nun auch wieder nicht, schon durchdacht irgendwie.
So ist auch die 27 dabei, mein Alter also...und siehe da: Es kommt die 27.
Cool, als täte ich das ständig, streiche ich die 350€ Gewinn ein, lasse ein gar fröhlich "Ammplohjee" ertönen, worauf der rechenschwingende Croupier , an dem sich eindrucksvoll gerächt wurde, war er doch der Verantwortliche für die dreimalige Zero , den ihm zugeworfenen Jeton lässig in das Fach für die Angestellten verschwinden lässt.
Ja, so sehen Gewinner aus und zur Feier des Tages gibt´s an der Bar Champagner für alle, die mehr als 1 Million € gewonnen haben, wie ich lauthals verkünde.
Ich selbst trink ja keine Nuttenbrause.
Im Angebot standen ein wiederholter Besuch auf dem Weihnachtsmarkt mit anschliessendem glühweinseligen Nachhauseschlingern oder Option C wie Casino.
Croupiers sind bewundernswerte Menschen - belegt man die beidseitigen 3 Nachbarzahlen der Zero, werfen sie die Kugel treffsicher auf...ja genau, die Zero. Dreimal hintereinander. Ich wittere Beschiss und setze die Zero, dafür die Nachbarn nicht mehr. Es kommt die 26, linke Zeronachbarin.
Während ich Haus, Hof und so langsam die Lust verliere, kommt Andrea vom Automaten zurück, wo sie aus 10€ Einsatz 150 gemacht hat und das breiteste Grinsen der nördlichen Hemisphäre vor sich herträgt.
Ich sehe mich gezwungen, sie eindringlich vor den Suchtgefahren des Glückspiels zu warnen und damit sie ihren Gewinn nicht gleich wieder verlieren kann, nehm ich ihn ihr ab und setze nun meinerseits wild Jetons auf den grünen Filz, das heisst, so wild nun auch wieder nicht, schon durchdacht irgendwie.
So ist auch die 27 dabei, mein Alter also...und siehe da: Es kommt die 27.
Cool, als täte ich das ständig, streiche ich die 350€ Gewinn ein, lasse ein gar fröhlich "Ammplohjee" ertönen, worauf der rechenschwingende Croupier , an dem sich eindrucksvoll gerächt wurde, war er doch der Verantwortliche für die dreimalige Zero , den ihm zugeworfenen Jeton lässig in das Fach für die Angestellten verschwinden lässt.
Ja, so sehen Gewinner aus und zur Feier des Tages gibt´s an der Bar Champagner für alle, die mehr als 1 Million € gewonnen haben, wie ich lauthals verkünde.
Ich selbst trink ja keine Nuttenbrause.
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Mittwoch, 17. November 2010
NANU?
Grad mal zwecks Infos saugen in der Unibibliothek Innsbruck vorbeigeschaut. Anhängsel mitgeschleift.
Plötzlich steht Anhängsel inmitten der vollbesetzten Bibliothek, hält ein Machwerk von Dan Brown in die Höhe und schreit:
"Ey, kumma, Jörg, hier gibt das sogar Bücher...in Deutsch!
Plötzlich steht Anhängsel inmitten der vollbesetzten Bibliothek, hält ein Machwerk von Dan Brown in die Höhe und schreit:
"Ey, kumma, Jörg, hier gibt das sogar Bücher...in Deutsch!
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Montag, 15. November 2010
Stille Nacht
Sonntagnacht 2 Uhr. Ganz Österreich schläft. Nur in der Tiroler Landeshauptstadt steht ein junger Mann mitsamt ganz junger Frau auf dem Christkindlmarkt vorm Glühweinstand und verlangt nach Alkohol, der als Wegzehrung gedacht ist und weil er diesen, den Weg nämlich, nur bedingt allein zurücklegen kann, sollen´s gleich zwei Haferl sein, wobei, der Lernwillige darf Obacht geben, ein Haferl ein Becher ist - das für diejenigen unter euch, die nicht von Bergziegen abstammen (Soviel zum Thema "informatives Blog").
Seiner Order wird nicht gerade zügig, um nicht zu sagen gar nicht entsprochen und so steigert er seine Lautstärke um einige Hundert Dezibel, was jedoch kein Getränk, sondern uniformierte Staatsangestellte, hier auch Kieberer genannt, auf den Plan ruft.
Nach den üblichen Begrüssungsfloskeln, wo ich der mich begleitenden, nun jedoch sehr ruhig werdenden Jugend, eine kostenlose Nachhilfestunde in respektvollem Umgang mit der Staatsgewalt gebe, darf ich mich ein wenig am Polizeiauto ausruhen, ja sogar die Hände dabei aufs Dach legen und die Beine bequem spreizen.
So sans, die Österreicher, gastfreundlich bis zum Erbrechen, was ich mir allerdings für später aufhebe.
Jetzt kommt seine grosse Stunde - er, etwa Mitte 20, Schnauzbart, die Sonnenbrille lässig über die Stirn geschoben, beweist überdurchschnittliche Intelligenz, indem er die Öffnungszeiten mit der aktuellen Tages- bzw. Nachtzeit vergleicht und kommt zum Schluss, dass es unmöglich sein muss, jetzt noch Wein zu bekommen, egal ob glühend oder nicht. Ausserdem öffne der Markt eh erst am 23. November, man sei noch mit dem Aufbau beschäftigt.
Ich murmel was von Potemkinsches Dorf, will dem Kieberer zwei Euro geben, damit er sich im Kurzwarengeschäft ein paar Sterne für seine Schulterklappen kaufen kann, schwöre, nie, nie wieder so was zu machen -wobei ich offen lasse, was- und dann dürfen wir gehen.
Andrea meint, man könne mich nicht alleine lassen...sie bleibt noch ´ne Woche.
Morgen schreib ich mal was über Vorbildfunktion. Vielleicht.
Seiner Order wird nicht gerade zügig, um nicht zu sagen gar nicht entsprochen und so steigert er seine Lautstärke um einige Hundert Dezibel, was jedoch kein Getränk, sondern uniformierte Staatsangestellte, hier auch Kieberer genannt, auf den Plan ruft.
Nach den üblichen Begrüssungsfloskeln, wo ich der mich begleitenden, nun jedoch sehr ruhig werdenden Jugend, eine kostenlose Nachhilfestunde in respektvollem Umgang mit der Staatsgewalt gebe, darf ich mich ein wenig am Polizeiauto ausruhen, ja sogar die Hände dabei aufs Dach legen und die Beine bequem spreizen.
So sans, die Österreicher, gastfreundlich bis zum Erbrechen, was ich mir allerdings für später aufhebe.
Jetzt kommt seine grosse Stunde - er, etwa Mitte 20, Schnauzbart, die Sonnenbrille lässig über die Stirn geschoben, beweist überdurchschnittliche Intelligenz, indem er die Öffnungszeiten mit der aktuellen Tages- bzw. Nachtzeit vergleicht und kommt zum Schluss, dass es unmöglich sein muss, jetzt noch Wein zu bekommen, egal ob glühend oder nicht. Ausserdem öffne der Markt eh erst am 23. November, man sei noch mit dem Aufbau beschäftigt.
Ich murmel was von Potemkinsches Dorf, will dem Kieberer zwei Euro geben, damit er sich im Kurzwarengeschäft ein paar Sterne für seine Schulterklappen kaufen kann, schwöre, nie, nie wieder so was zu machen -wobei ich offen lasse, was- und dann dürfen wir gehen.
Andrea meint, man könne mich nicht alleine lassen...sie bleibt noch ´ne Woche.
Morgen schreib ich mal was über Vorbildfunktion. Vielleicht.
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Dienstag, 9. November 2010
Wearner Bluat
"Und hier hammse 'Der dritte Mann' gedreht."
Ich deute auf eine Spelunke, aus der eine Geruchswolke kommt, die wohl in nichts der des tatsächlichen Schauplatzes nachsteht.
"Ist ein Klassiker...geht um ´ne unvollständige Skatrunde."
Andrea kommt aus dem Staunen gar nicht mehr raus, erst die Pferde, dann das Riesenrad - es ist schön, wenn sich junge Menschen noch für etwas begeistern können, wofür sie keinen Pfennig dazu bezahlt haben. Ich hatte mich ja schon drauf gefreut, bei dem Eintrittspreis anschliessend so ´nen Klepper mit nach Hause nehmen zu dürfen, aber ob der die Fahrt im Riesenrad so richtig hätte geniessen können...ich weiss nicht. Mit dem sind wir natürlich nicht nach Haus bzw. Innsbruck gefahren. Dafür gibt´s ja die ÖBB (Österreichische Bimmelbahn), deren Ausstattung bisweilen an Viehwaggons erinnern lässt, was wiederum für den Zossen nicht schlecht gewesen wäre, für halbwegs menschliche Wesen jedoch unzumutbar scheint.
Gute 5 Stunden juckeln wir quer durch Österreich; vorbei an glücklichen Kühen, weniger glücklichen Eingeborenen und selbstmordgefährdeten Murmeltieren, führt uns die wilde Fahrt durch des Jodlers Heimat.
Endlich angekommen, wird ein Taxi okkupiert. "Folgen Sie dem roten Wagen da vorne!"
Man darf, das muss Andrea noch lernen, keine Miene verziehn, wenn man sowas sagt - und schon gar nicht kichern, man wirkt recht schnell unglaubwürdig und dann macht´s keinen Spass mehr.
Und weil ich ja ein alter Mann bin und solche Tage sehr anstrengend sind, ist Andrea dann auch gleich schlafen gegangen.
Ja, so war das....
----------------------------------------------------------------------------------------------------------
Herzliche Grüsse von Andrea an alle.
Vielleicht lass ich sie die Woche mal ´nen Gastbeitrag verfassen, vielleicht über das Leben als Liv Tyler.
Oder so.
Ich deute auf eine Spelunke, aus der eine Geruchswolke kommt, die wohl in nichts der des tatsächlichen Schauplatzes nachsteht.
"Ist ein Klassiker...geht um ´ne unvollständige Skatrunde."
Andrea kommt aus dem Staunen gar nicht mehr raus, erst die Pferde, dann das Riesenrad - es ist schön, wenn sich junge Menschen noch für etwas begeistern können, wofür sie keinen Pfennig dazu bezahlt haben. Ich hatte mich ja schon drauf gefreut, bei dem Eintrittspreis anschliessend so ´nen Klepper mit nach Hause nehmen zu dürfen, aber ob der die Fahrt im Riesenrad so richtig hätte geniessen können...ich weiss nicht. Mit dem sind wir natürlich nicht nach Haus bzw. Innsbruck gefahren. Dafür gibt´s ja die ÖBB (Österreichische Bimmelbahn), deren Ausstattung bisweilen an Viehwaggons erinnern lässt, was wiederum für den Zossen nicht schlecht gewesen wäre, für halbwegs menschliche Wesen jedoch unzumutbar scheint.
Gute 5 Stunden juckeln wir quer durch Österreich; vorbei an glücklichen Kühen, weniger glücklichen Eingeborenen und selbstmordgefährdeten Murmeltieren, führt uns die wilde Fahrt durch des Jodlers Heimat.
Endlich angekommen, wird ein Taxi okkupiert. "Folgen Sie dem roten Wagen da vorne!"
Man darf, das muss Andrea noch lernen, keine Miene verziehn, wenn man sowas sagt - und schon gar nicht kichern, man wirkt recht schnell unglaubwürdig und dann macht´s keinen Spass mehr.
Und weil ich ja ein alter Mann bin und solche Tage sehr anstrengend sind, ist Andrea dann auch gleich schlafen gegangen.
Ja, so war das....
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Herzliche Grüsse von Andrea an alle.
Vielleicht lass ich sie die Woche mal ´nen Gastbeitrag verfassen, vielleicht über das Leben als Liv Tyler.
Oder so.
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Freitag, 5. November 2010
Wieso geht jemand freiwillig nach Österreich?
Um dieser berechtigten (Servus, ihr Leser aus Österreich^^), von einem eifrigen Leser gestellten Frage die gebührende Antwort zuzuordnen, muss ich ganz woanders anfangen, nämlich in Barcelona (das ist in Spanien, liebe Österreicher^^).
Okay, das war der lustige Teil dieses Posts, wenn ihr also nochmal lachen wollt, dann jetzt.
Wer nicht weiss, was am 10. August 2010 dort passiert ist, dem empfehle ich, einen kurzen Blick hierauf zu werfen.
Die Tage nach besagtem Datum waren die absolute Hölle. Man muss sich um Dinge kümmern, nach denen einem grad in solchen Momenten nicht ist, ständig rufen Leute an, um ihr Mitgefühl und Beileid auszusprechen und du, du stehst da mittendrin, alles wird dir zuviel, du willst das einfach nicht mehr.
Wo du auch hingehst, die Menschen senken Kopf und Stimme, wenn sie dich sehen, Gespräche verstummen bei deinem Eintreffen und du wirst mitleidig angeschaut wie ein Ausserirdischer, der ausgerechnet dort auf der Suche nach intelligentem Leben gelandet ist.
Also gehst du wieder heim. Da sind zwei Frauen, denen Tränen die Stimmen ersticken. Geteiltes Leid ist halbes Leid? Ja, von wegen, geteiltes Leid ist nicht nur doppeltes Leid, nein, es potenziert sich sogar.
Du fühlst dich wie in einem Labyrinth, aus dem du den Ausweg nicht findest. Deine einzige Chance ist der Ausbruch.
Du regelst wieder Angelegenheiten, versicherst dich, dass es den Zurückbleibenden so weit gut geht, sie -das gilt besonders für die Jüngere von beiden- alleine klarkommen, schnappst dir ein paar Klamotten, stopfst sie in den Rucksack, legst ein Ziel fest und fährst los. Wenn du viel gereist bist im Leben, fallen dir sofort Orte ein, wo du mal warst, vielleicht im Urlaub oder um ´nen Job zu machen. Erinnerungen an unbeschwerte Zeiten kommen da hoch und du willst dahin. Sofort.
Dort angekommen merkst du eine seltsame Leere in dir, merkst, dass der Ort seinen damaligen Zauber verloren hat.
Und so ziehst du weiter. Nächster Ort, selbes Spiel. Und weiter. Und weiter.
Du suchst etwas, das es nicht mehr gibt, daher kannst du auch nicht fündig werden.
Wenn du das eingesehen hast, kannst du aufhören zu reisen.
An dem Punkt war ich grad am Brenner, nächster Halt Innsbruck. Hab mir die Stadt angeschaut, das Bergpanorama drumherum, für okay befunden und mich zum Ausruhen gelegt.
Irgendwann ist dir das Ausruhen nicht mehr genug, du versuchst, dein Leben wieder mit irgendwas zu füllen, also kramst du in deinen Hirnwindungen nach Möglichkeiten, wirst fündig und beschliesst, das umzusetzen.
Du bleibst, weil´s passt, weil´s annähernd das ist, was du benötigst: eine Stadt, wenn auch nicht grade New York, aber doch gross genug, um dir als altem Stadtneurotiker Unterschlupf zu bieten, die Möglichkeit, Ski zu fahren, wenn man sich ´ne Stunde in den Bus setzen mag und -ganz wichtig- keine Freunde oder Bekannten dort.
Wenn du Menschen kennenlernst, dann ist das unbefangen, denn du erzählst nichts davon, du kannst dich unterhalten wie jeder x-beliebige Mensch auf dieser Welt und dich für Augenblicke wohlfühlen.
Schalten auch Sie demnächst wieder ein, wenn es heisst:
ViaE öffnet seine Trickkiste mit Survival-Strategien!
Okay, das war der lustige Teil dieses Posts, wenn ihr also nochmal lachen wollt, dann jetzt.
Wer nicht weiss, was am 10. August 2010 dort passiert ist, dem empfehle ich, einen kurzen Blick hierauf zu werfen.
Die Tage nach besagtem Datum waren die absolute Hölle. Man muss sich um Dinge kümmern, nach denen einem grad in solchen Momenten nicht ist, ständig rufen Leute an, um ihr Mitgefühl und Beileid auszusprechen und du, du stehst da mittendrin, alles wird dir zuviel, du willst das einfach nicht mehr.
Wo du auch hingehst, die Menschen senken Kopf und Stimme, wenn sie dich sehen, Gespräche verstummen bei deinem Eintreffen und du wirst mitleidig angeschaut wie ein Ausserirdischer, der ausgerechnet dort auf der Suche nach intelligentem Leben gelandet ist.
Also gehst du wieder heim. Da sind zwei Frauen, denen Tränen die Stimmen ersticken. Geteiltes Leid ist halbes Leid? Ja, von wegen, geteiltes Leid ist nicht nur doppeltes Leid, nein, es potenziert sich sogar.
Du fühlst dich wie in einem Labyrinth, aus dem du den Ausweg nicht findest. Deine einzige Chance ist der Ausbruch.
Du regelst wieder Angelegenheiten, versicherst dich, dass es den Zurückbleibenden so weit gut geht, sie -das gilt besonders für die Jüngere von beiden- alleine klarkommen, schnappst dir ein paar Klamotten, stopfst sie in den Rucksack, legst ein Ziel fest und fährst los. Wenn du viel gereist bist im Leben, fallen dir sofort Orte ein, wo du mal warst, vielleicht im Urlaub oder um ´nen Job zu machen. Erinnerungen an unbeschwerte Zeiten kommen da hoch und du willst dahin. Sofort.
Dort angekommen merkst du eine seltsame Leere in dir, merkst, dass der Ort seinen damaligen Zauber verloren hat.
Und so ziehst du weiter. Nächster Ort, selbes Spiel. Und weiter. Und weiter.
Du suchst etwas, das es nicht mehr gibt, daher kannst du auch nicht fündig werden.
Wenn du das eingesehen hast, kannst du aufhören zu reisen.
An dem Punkt war ich grad am Brenner, nächster Halt Innsbruck. Hab mir die Stadt angeschaut, das Bergpanorama drumherum, für okay befunden und mich zum Ausruhen gelegt.
Irgendwann ist dir das Ausruhen nicht mehr genug, du versuchst, dein Leben wieder mit irgendwas zu füllen, also kramst du in deinen Hirnwindungen nach Möglichkeiten, wirst fündig und beschliesst, das umzusetzen.
Du bleibst, weil´s passt, weil´s annähernd das ist, was du benötigst: eine Stadt, wenn auch nicht grade New York, aber doch gross genug, um dir als altem Stadtneurotiker Unterschlupf zu bieten, die Möglichkeit, Ski zu fahren, wenn man sich ´ne Stunde in den Bus setzen mag und -ganz wichtig- keine Freunde oder Bekannten dort.
Wenn du Menschen kennenlernst, dann ist das unbefangen, denn du erzählst nichts davon, du kannst dich unterhalten wie jeder x-beliebige Mensch auf dieser Welt und dich für Augenblicke wohlfühlen.
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Samstag, 30. Oktober 2010
TU FELIX AUSTRIA
Der Aldi heisst hier Hofer, der Andreas auch; letzterer ist weniger präsent und führt auch in seinem Sortiment aus Freiheitskampf, vermischt mit pathetischem katholischen Fundamentalismus, keine Telefonwertkarten - ich also in eine Filiale des ersteren rein. Obendrein ist er schon ´ne Weile tot, der Andy.
Vorbei an sich ankeifenden Hausfrauen, deren Kampf um die letzten Filzpantoffeln für 6,99 sich in der entscheidenden Phase zu befinden scheint, Kleinkindern mit Rotznasen, die ihre Mütter an den Rand der Verzweiflung und finanziellen Ruin durch Aufreissen und Reinbeissen in allerlei Süssigkeiten zu bringen versuchen, führt mich mein Weg schnurstracks zur Kasse, hier Kassa genannt.
Da sitzt sie, fulminant und unter vollem Körpereinsatz dominiert sie Scanner und Kaufwillige gleichermassen. Ein kleines Schildlein weist sie als Hildegard aus, ich taufe sie im Stillen Kassandra.
Mein Anliegen vortragend merke ich, wie sie ein wenig nervös wird und auf ihrem Stuhl hin- und herrutscht.
Ob es vorteilig wäre, die Karte mit 20€ -im Vergleich zu der mit nur 10€- Guthaben zu erwerben und wie die Tarife ins nahe Ausland denn gestaltet sein, hätte ich ganz gerne von ihr gewusst und ernte ein "Hä?".
Zweiter Versuch, ich bin ja insgesamt gesehn doch sehr tolerant im Umgang mit ausländischen Mitbürgern; diesmal verrate ich mein Herkunftsland, ignoriere die mitleidigen Blicke der Umstehenden und setze nach.
"Wos weiss den i?" kann ich ihr damit immerhin entlocken. Mein hilfesuchender Blick wandert über den sich schlängelnden Besucherstrom, ob es denn nicht gelingen möge, jemanden ausfindig zu machen, der mir eine derart harmlose und simple Frage beantworten könne. Betretenes Schweigen, einige wenden den Blick schamvoll ab.
Und ich stehe da, strecke den Zeigefinger aus und meine Lippen formen die Worte:
Naaaaachhaus teleeefooniiiiiren...
Vorbei an sich ankeifenden Hausfrauen, deren Kampf um die letzten Filzpantoffeln für 6,99 sich in der entscheidenden Phase zu befinden scheint, Kleinkindern mit Rotznasen, die ihre Mütter an den Rand der Verzweiflung und finanziellen Ruin durch Aufreissen und Reinbeissen in allerlei Süssigkeiten zu bringen versuchen, führt mich mein Weg schnurstracks zur Kasse, hier Kassa genannt.
Da sitzt sie, fulminant und unter vollem Körpereinsatz dominiert sie Scanner und Kaufwillige gleichermassen. Ein kleines Schildlein weist sie als Hildegard aus, ich taufe sie im Stillen Kassandra.
Mein Anliegen vortragend merke ich, wie sie ein wenig nervös wird und auf ihrem Stuhl hin- und herrutscht.
Ob es vorteilig wäre, die Karte mit 20€ -im Vergleich zu der mit nur 10€- Guthaben zu erwerben und wie die Tarife ins nahe Ausland denn gestaltet sein, hätte ich ganz gerne von ihr gewusst und ernte ein "Hä?".
Zweiter Versuch, ich bin ja insgesamt gesehn doch sehr tolerant im Umgang mit ausländischen Mitbürgern; diesmal verrate ich mein Herkunftsland, ignoriere die mitleidigen Blicke der Umstehenden und setze nach.
"Wos weiss den i?" kann ich ihr damit immerhin entlocken. Mein hilfesuchender Blick wandert über den sich schlängelnden Besucherstrom, ob es denn nicht gelingen möge, jemanden ausfindig zu machen, der mir eine derart harmlose und simple Frage beantworten könne. Betretenes Schweigen, einige wenden den Blick schamvoll ab.
Und ich stehe da, strecke den Zeigefinger aus und meine Lippen formen die Worte:
Naaaaachhaus teleeefooniiiiiren...
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Dienstag, 5. Oktober 2010
Liebes Innsbruck, liebe InnsbruckerInnen
Zunächst möchte ich mich mal für meine Leser entschuldigen. Wenn ihr aus den Kommentaren zum vorangegangenen Post so etwas wie Österreich-Feindlichkeit heraus gelesen habt - dem ist nicht so.
Es sind nur ein paar geistig Heimatlose, die bei mir ständig um Asyl anklopfen und weil ich mir die Toleranz, für die ja grade und auch Österreich in der Welt bekannt und gerühmt ist, auf die Alkoholfahne geschrieben habe, sind derartige Entgleisungen unverständlich und werden von mir aufs Schärfste verurteilt.
Wenn im Artikel der Eindruck aufgekommen sein sollte, die offensichtliche Notgeilheit einiger Bevölkerungsschichten sei symptomatisch für euer bezauberndes Städtchen, so stelle ich hier eindeutig klar: Nur weil ich mit meinem athletischen Körperbau, den blonden Haaren und blauen Augen dem Idealbild des immer noch bekanntesten, berühmtesten und wohl auch noch verehrtesten Österreichers entspreche, sind libidöse Entgleisungen der geschätzten Weiblichkeit eher Ausnahme als Regel. Selbst meine Pensionswirtin hat, nachdem sie feststellen musste, dass das rumänische Zimmermädchen jeden Tag 2 leere Whiskey-Flaschen bei mir entsorgt, ihre diesbezüglichen Bemühungen drastisch reduziert.
Nichts wissen die Kommentatoren von eurer gehobenen, um nicht zu sagen erhabenen Gastlichkeit, wo jede Hundehütte mindestens 4 Sterne erhält und die Kulinarik haubenheischenderweise gleichsam Futter für die Bewohner zubereitet.
Die Bergiselschanze ist ein architektonisches Meisterwerk und auch nur dreimal so teuer wie ursprünglich veranschlagt geworden, das "Goldene Dachl" sorgt für Arbeit bei den ortsansässigen ChiropraktikerInnen.
Mit einem oder doch zumindest wenigen Worten: Innsbruck und die InnsbruckerInnen sind klasse, das Leben hier schön und billig -Dreizwanzig für ´nen labbrigen Kaffee sollte der gemeine Piefke doch wohl locker machen können- und die Berge hoch.
Und ein ebensolches rufe ich aus, sogar dreimal.
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------
(Könn´die mich ausweisen, weiss das einer?^^)
Es sind nur ein paar geistig Heimatlose, die bei mir ständig um Asyl anklopfen und weil ich mir die Toleranz, für die ja grade und auch Österreich in der Welt bekannt und gerühmt ist, auf die Alkoholfahne geschrieben habe, sind derartige Entgleisungen unverständlich und werden von mir aufs Schärfste verurteilt.
Wenn im Artikel der Eindruck aufgekommen sein sollte, die offensichtliche Notgeilheit einiger Bevölkerungsschichten sei symptomatisch für euer bezauberndes Städtchen, so stelle ich hier eindeutig klar: Nur weil ich mit meinem athletischen Körperbau, den blonden Haaren und blauen Augen dem Idealbild des immer noch bekanntesten, berühmtesten und wohl auch noch verehrtesten Österreichers entspreche, sind libidöse Entgleisungen der geschätzten Weiblichkeit eher Ausnahme als Regel. Selbst meine Pensionswirtin hat, nachdem sie feststellen musste, dass das rumänische Zimmermädchen jeden Tag 2 leere Whiskey-Flaschen bei mir entsorgt, ihre diesbezüglichen Bemühungen drastisch reduziert.
Nichts wissen die Kommentatoren von eurer gehobenen, um nicht zu sagen erhabenen Gastlichkeit, wo jede Hundehütte mindestens 4 Sterne erhält und die Kulinarik haubenheischenderweise gleichsam Futter für die Bewohner zubereitet.
Die Bergiselschanze ist ein architektonisches Meisterwerk und auch nur dreimal so teuer wie ursprünglich veranschlagt geworden, das "Goldene Dachl" sorgt für Arbeit bei den ortsansässigen ChiropraktikerInnen.
Mit einem oder doch zumindest wenigen Worten: Innsbruck und die InnsbruckerInnen sind klasse, das Leben hier schön und billig -Dreizwanzig für ´nen labbrigen Kaffee sollte der gemeine Piefke doch wohl locker machen können- und die Berge hoch.
Und ein ebensolches rufe ich aus, sogar dreimal.
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(Könn´die mich ausweisen, weiss das einer?^^)
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