Als es anfing, feste Konturen anzunehmen, war ich grad in Paraguay und wie ich so den Fernseher einschalte, da seh ich doch Leute auf der Berliner Mauer rumturnen, Trabbis, vollbesetzt mit glücksstrahlenden Menschen, denen grösstenteils Wildfremde Bananen und Schokolade verabreichen.
In bedenklichen Dosen, aber das mal nur so nebenbei.
Ich bat meinen Cousin zu übersetzen, denn irgendwie mochte ich noch nicht so recht daran glauben, grad nicht veräppelt zu werden. Sein Erstaunen war noch sehr viel grösser, war er doch schon 15 Jahre weg aus Deutschland und die Vorgänge dort wurden in paraguayanischen Medien bestenfalls am Rande erwähnt.
Er bestätigte: Die Mauer war offen!
Anruf in Deutschland: Ja, es stimmt, hier ist die Hölle los. Zehntausende, wenn nicht gar noch mehr, reisten ungehindert in den Westen.
Wir stiessen mit einem lamapisseähnlichen Gebräu an und umarmten uns.
Das war am 09. November 1989 und knapp ein Jahr später, an ebenjenem 03. Oktober 1990, vollzog sich die von uns lapidar "Wiedervereinigung" genannte Zusammenführung und bescherte uns einen Feiertagstausch. Und jede Menge Ärger.
Jedem, der schonmal Fliegen mit einem Volkswirtschaftslehre-Buch erschlagen hatte, musste klar sein, wie sehr eine Angleichung der Lebensumstände auf beiden Seiten zu erheblichen Verlusten führen würde.
Hüben wie vormals drüben.
Ganoven aus dem Westen machten sich auf ins neue El Dorado, liessen sich Bier für 65 Pfennig schmecken und zockten nebenbei jeden ab, der nicht bei drei in seiner Platte war, die alten und auch nicht ganz so alten Kader dort sicherten sich Pöstchen und verarschten die Treuhand.
Ein Hauen und Stechen, bis am Ende in West und Ost die Verlierer feststanden.
Statt blühender Landschaften gab´s verwundete Seelen, verlorene Arbeitsplätze und derart bodenlose Fässer zu stopfen, wie sich das wohl niemand vorher ausgemalt hätte
Heute, genau 22 Jahre später, darf feiern, wem danach zumute ist, wobei mir spontan Chanel tragende Linke in den Sinn kommen, denen die Wende gutbezahlte Abgeordnetensitze eingebracht hat, für die sie nichts weiter tun müssen, als ein bisschen zu lamentieren, Spekulanten, grosse Firmen und ähnliches Geschmeiss, das immer als Erster da ist, wenn`s irgendwo Leichen zu fleddern gibt.
Die Kanzlerin natürlich auch. Gauck. Und noch ein paar mehr von denen, die die Gunst der historischen Stunde nutzen konnten.
Auf der negativen Seite verbuchen wir die hohe Arbeitslosigkeit, der die Agenda 2010 und somit die Hartz-Gesetze folgten, die durch Frankreich und England nunmehr forcierte und völlig übereilte Einführung des Euro mit seinen heute mehr als zuvor sichtbaren Auswirkungen.
Nicht zu vergessen die Menschen, die da wie dort durchs Raster fielen und das immer noch tun.
Ich denke, es fällt schwer, sich zu freuen, dass man zwar jetzt nach Malle oder Hawaii fliegen könnte, aber leider kein Geld dafür hat und dass die Merzedesse nicht auf Plantagen wachsen, wo sie nur darauf warten, gepflückt zu werden...nunja, diesem Irrglauben sind schon ganz Andere aufgesessen.
Es gibt noch viel zu tun, auch und gerade 22 Jahre danach und ich wünsche mir, dass mein Text zum 30. Jahrestag anders ausfallen möge.
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Mittwoch, 3. Oktober 2012
Samstag, 29. September 2012
Ich taufe dich auf den Namen "Becky"
Ich versau´s mir ja regelmässig mit der Obrigkeit, sei es nun bei Behörden -als ich hier zum Zwecke der Anmeldung ins Rathaus schlurfte und mich mit: "Super Kaff, hier bleib ich. Wo kriegt man das Brandzeichen?" physisch einführte, antwortete die ansonsten wahrscheinlich sehr nette Dame: "Hier! Was soll ich als Namen eintragen, Resident Evil?"- oder kirchlichen Einrichtungen.
Legendär waren ja schon meine Bemühungen, den damals doch eher lahmen Wettbewerb auf dem sakralen Leuchtmittelmarkt durch die Eröffnung eines Kerzenverkaufstandes vor dem Portal der lokalen Gottesanbetungsherberge zu befeuern, auch nicht schlecht der Schuss aus der Luftpistole auf die Schnapsflasche des Religion Unterrichtenden. Knapp daneben. Hat sich die Hand eingipsen lassen, der Lappen.
Sehr viel später, ich muss so Mitte dreissig und damit fast erwachsen gewesen sein, wurden wir zwecks Einrichtung eines Lichtsystems für ein bevorstehendes Konzert vom örtlichen Kirchenrat engagiert.
Damals war die katholische Kirche noch ein potenter Schuldner, Triple A sozusagen und da lässt man Zweifel an der moralischen Integrität des Auftraggebers schon mal aussen vor. Reicht ja auch, wenn man seine durchaus kritische Haltung durch Teufelssymbole auf dem T-Shirt zum Ausdruck bringt.
Irgendwie mulmig -muss das einfach kurz mal einfügen- fühlt man sich schon, wenn die ganze Zeit ein Mann in Frauenkleidern um einen rumscharwenzelt, andersrum macht´s mir relativ wenig aus.
Was der alles wissen wollte - ob mir denn bewusst sei, dass der Herr alles sähe beispielsweise und wie ich mir das Paradies vorstelle und wüsste, wie Gott die Uneinsichtigen bestrafe. Die ganze Litanei halt.
Was willste mit so einem machen? Bier holen schicken geht ja nicht.
Beschäftigung hingegen ist immer eine sinnvolle Alternative, wenn dir einer auf die Ketten geht, also bat ich ihn, so es ihm sein Gott erlaube, diese hübsche, kleine Betonplatte mal so zu halten, dass ich sie beidhändig unter Zuhilfenahme eines Schlagbohrers durchlöchern könne, um daran wiederum ein paar Schellen zu befestigen, die als Halterung...aber das ginge hier zu weit und ist unerheblich.
Jedenfalls setzte unsere klerikale Drag-Queen sie, die Betonplatte, die eigentlich nur ein Quader war, auf einen Sockel, auf dem das Taufbecken thronte und hielt dagegen, was das Zeug hielt.
Mir als eigentlich weltbestem Multi-Tasker fiel, als ich mich mit einem eingehenden Funkspruch befasste, nicht auf, wie weit der Bohrer schon gebohrt hatte und die Platte schon geplättet war.
Plötzlich war der Widerstand wie von Geisterhand weg und aus einem sauberen 10mm-Loch quoll Wasser.
Geistesgegenwärtig rief ich noch "Mayday, Mayday, wir verlieren Treibstoff" ins Walkie-Talkie, jedoch, man mag es ahnen - es war zu spät.
Mit etwas Gum Gum Auspuffdichtpaste war das Malheur einigermassen schnell behoben, aber die von mir reflexartig georderten 10 Flaschen Evian lehnte der Geistliche aus mir unerfindlichen Gründen ab, bevor er sich in sein Kämmerlein zurückzog und gar bitterlich weinte.
Ja, das hatte sein Gott nicht kommen sehen.
Blöd für die beiden, weil so ein neuwertiges Taufbecken durchaus mit locker 20 Riesen zu veranschlagen ist.
Ich versprach ihm, ´nen Heiermann in die Kollekte zu werfen, wenn mir das nicht als Schuldanerkenntnis ausgelegt würde. Also später, beim jüngsten Gericht.
Legendär waren ja schon meine Bemühungen, den damals doch eher lahmen Wettbewerb auf dem sakralen Leuchtmittelmarkt durch die Eröffnung eines Kerzenverkaufstandes vor dem Portal der lokalen Gottesanbetungsherberge zu befeuern, auch nicht schlecht der Schuss aus der Luftpistole auf die Schnapsflasche des Religion Unterrichtenden. Knapp daneben. Hat sich die Hand eingipsen lassen, der Lappen.
Sehr viel später, ich muss so Mitte dreissig und damit fast erwachsen gewesen sein, wurden wir zwecks Einrichtung eines Lichtsystems für ein bevorstehendes Konzert vom örtlichen Kirchenrat engagiert.
Damals war die katholische Kirche noch ein potenter Schuldner, Triple A sozusagen und da lässt man Zweifel an der moralischen Integrität des Auftraggebers schon mal aussen vor. Reicht ja auch, wenn man seine durchaus kritische Haltung durch Teufelssymbole auf dem T-Shirt zum Ausdruck bringt.
Irgendwie mulmig -muss das einfach kurz mal einfügen- fühlt man sich schon, wenn die ganze Zeit ein Mann in Frauenkleidern um einen rumscharwenzelt, andersrum macht´s mir relativ wenig aus.
Was der alles wissen wollte - ob mir denn bewusst sei, dass der Herr alles sähe beispielsweise und wie ich mir das Paradies vorstelle und wüsste, wie Gott die Uneinsichtigen bestrafe. Die ganze Litanei halt.
Was willste mit so einem machen? Bier holen schicken geht ja nicht.
Beschäftigung hingegen ist immer eine sinnvolle Alternative, wenn dir einer auf die Ketten geht, also bat ich ihn, so es ihm sein Gott erlaube, diese hübsche, kleine Betonplatte mal so zu halten, dass ich sie beidhändig unter Zuhilfenahme eines Schlagbohrers durchlöchern könne, um daran wiederum ein paar Schellen zu befestigen, die als Halterung...aber das ginge hier zu weit und ist unerheblich.
Jedenfalls setzte unsere klerikale Drag-Queen sie, die Betonplatte, die eigentlich nur ein Quader war, auf einen Sockel, auf dem das Taufbecken thronte und hielt dagegen, was das Zeug hielt.
Mir als eigentlich weltbestem Multi-Tasker fiel, als ich mich mit einem eingehenden Funkspruch befasste, nicht auf, wie weit der Bohrer schon gebohrt hatte und die Platte schon geplättet war.
Plötzlich war der Widerstand wie von Geisterhand weg und aus einem sauberen 10mm-Loch quoll Wasser.
Geistesgegenwärtig rief ich noch "Mayday, Mayday, wir verlieren Treibstoff" ins Walkie-Talkie, jedoch, man mag es ahnen - es war zu spät.
Mit etwas Gum Gum Auspuffdichtpaste war das Malheur einigermassen schnell behoben, aber die von mir reflexartig georderten 10 Flaschen Evian lehnte der Geistliche aus mir unerfindlichen Gründen ab, bevor er sich in sein Kämmerlein zurückzog und gar bitterlich weinte.
Ja, das hatte sein Gott nicht kommen sehen.
Blöd für die beiden, weil so ein neuwertiges Taufbecken durchaus mit locker 20 Riesen zu veranschlagen ist.
Ich versprach ihm, ´nen Heiermann in die Kollekte zu werfen, wenn mir das nicht als Schuldanerkenntnis ausgelegt würde. Also später, beim jüngsten Gericht.
Freitag, 28. September 2012
Joder
Nein, mir ist nicht die Schreibweise des ollen Jedi-Meisters entfallen, sondern das ist spanisch, heisst soviel wie "so ein Bullshit, scheisse, Mist" und wird Chodär ausgesprochen, wobei der Grad der Betonung des "ä" oder das Rollen des "r" die Verärgerung indiziert.
Chodääääärrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr!
Ich persönlich fluche mitunter sehr gerne auf spanisch, vor allem, wenn ich Blogs bei WP lese, was ja mein heimliches und untherapierbares Laster ist, wie man sich eventuell erinnert.
Grad fand ich 3 davon unter den Top-Elaboraten, die es sich zum Ziel gesetzt hatten, den Betonpfeiler, der das Eindringen von Kinderwagen in ein Berliner Café verhindern soll, medial anzuprangern.
Das hat zwar Aufmerksamkeit gebracht, ist aber aus diversen Gründen mal so richtig schön in die Hose gegangen, wobei in den meisten Fällen die Kommentatoren zur immer stärker anwachsenden Zahl der Halb- oder auch Gar-Nix-Wisser zu zählen sind.
Ich skizziere ganz kurz die Ausgangslage für diejenigen, an denen der kaffeetassenförmige Kelch vorbeigegangen sein sollte:
Besagte Gaststätte, denn um nichts anderes handelt es sich hierbei, in Prenzelberg, Berlin, hat die Idee der Ruhe-Oase zum Konzept ihres Etablissements gemacht und möchte zur Einhaltung desselben möglichst wenige bis gar keine Kinder in seinem Schuppen haben. Daher hat der Betreiber einen Betonpoller im Eingang platziert.
Kann man gut finden, muss man aber nicht. Kann man ein Fass für aufmachen, muss man aber auch nicht, denn wie gelegntlich schon mal vorkommen soll, ist der Wirt total im Recht, denn er verbietet lediglich Kinderwagen. Das kann er. Wie er auch Fahrräder, Roller oder ähnliche Vehikel nicht hereinlassen muss.
Bis hierhin verständlich?
Das ist gut, denn er hat noch eins, nämlich das Hausrecht, auf seiner Seite, was es ihm erlaubt, jedweden Gast, der den Betriebsablauf stört, an die frische Luft zu setzen. Hier könnte man getrost "lärmendes Gör" einsetzen.
Da er Kindern nicht generell den Zutritt verbietet, was unter Umständen gegen das Gleichbehandlungsgebot verstössen könnte, ist er auf der absolut rechtlich sicheren Seite und ihr solltet euch euer Gequake von wegen öffentliche Einrichtungen, freier Zugang für Alle, Recht des Bürgers (was auch immer das sein soll) etc.pp. einfach mal sparen, denn es ist substanzlos, dumm und zeugt von omnipräsenter Ahnungslosigkeit.
Letztens las ich einen Post, wo gefragt wurde, ob man das blaue oder das rote Halstuch schöner fände.
Das ist eure Gewichtsklasse.
Also nehmt entweder zu oder haltet einfach mal die Klappe und labert nicht von Dingen, die ihr auch nicht annähernd versteht.
Wer eine Marketing-Strategie mit Kinderhass gleichsetzt, der blickts glaub ich nicht ganz.
Finde ich die Strategie gut?
Nein.
Aber darum gehts nicht.
War das jetzt wieder zu brummig?
Nein.
Das war angepisst, erzürnt, erbost.
Darüber hab ich jetzt sogar das angebohrte Taufbecken hintenan gestellt.
Könnter mal sehn.
Chodääääärrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr!
Ich persönlich fluche mitunter sehr gerne auf spanisch, vor allem, wenn ich Blogs bei WP lese, was ja mein heimliches und untherapierbares Laster ist, wie man sich eventuell erinnert.
Grad fand ich 3 davon unter den Top-Elaboraten, die es sich zum Ziel gesetzt hatten, den Betonpfeiler, der das Eindringen von Kinderwagen in ein Berliner Café verhindern soll, medial anzuprangern.
Das hat zwar Aufmerksamkeit gebracht, ist aber aus diversen Gründen mal so richtig schön in die Hose gegangen, wobei in den meisten Fällen die Kommentatoren zur immer stärker anwachsenden Zahl der Halb- oder auch Gar-Nix-Wisser zu zählen sind.
Ich skizziere ganz kurz die Ausgangslage für diejenigen, an denen der kaffeetassenförmige Kelch vorbeigegangen sein sollte:
Besagte Gaststätte, denn um nichts anderes handelt es sich hierbei, in Prenzelberg, Berlin, hat die Idee der Ruhe-Oase zum Konzept ihres Etablissements gemacht und möchte zur Einhaltung desselben möglichst wenige bis gar keine Kinder in seinem Schuppen haben. Daher hat der Betreiber einen Betonpoller im Eingang platziert.
Kann man gut finden, muss man aber nicht. Kann man ein Fass für aufmachen, muss man aber auch nicht, denn wie gelegntlich schon mal vorkommen soll, ist der Wirt total im Recht, denn er verbietet lediglich Kinderwagen. Das kann er. Wie er auch Fahrräder, Roller oder ähnliche Vehikel nicht hereinlassen muss.
Bis hierhin verständlich?
Das ist gut, denn er hat noch eins, nämlich das Hausrecht, auf seiner Seite, was es ihm erlaubt, jedweden Gast, der den Betriebsablauf stört, an die frische Luft zu setzen. Hier könnte man getrost "lärmendes Gör" einsetzen.
Da er Kindern nicht generell den Zutritt verbietet, was unter Umständen gegen das Gleichbehandlungsgebot verstössen könnte, ist er auf der absolut rechtlich sicheren Seite und ihr solltet euch euer Gequake von wegen öffentliche Einrichtungen, freier Zugang für Alle, Recht des Bürgers (was auch immer das sein soll) etc.pp. einfach mal sparen, denn es ist substanzlos, dumm und zeugt von omnipräsenter Ahnungslosigkeit.
Letztens las ich einen Post, wo gefragt wurde, ob man das blaue oder das rote Halstuch schöner fände.
Das ist eure Gewichtsklasse.
Also nehmt entweder zu oder haltet einfach mal die Klappe und labert nicht von Dingen, die ihr auch nicht annähernd versteht.
Wer eine Marketing-Strategie mit Kinderhass gleichsetzt, der blickts glaub ich nicht ganz.
Finde ich die Strategie gut?
Nein.
Aber darum gehts nicht.
War das jetzt wieder zu brummig?
Nein.
Das war angepisst, erzürnt, erbost.
Darüber hab ich jetzt sogar das angebohrte Taufbecken hintenan gestellt.
Könnter mal sehn.
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Mittwoch, 5. September 2012
Von armen Seelen, asozialen Netzwerken und dummen Wissenschaftlern
Wieviel ist die Aussage zur Dummheit internetnutzender Menschen wert, die ziemlich augenscheinlich von jemandem kommt, dessen IQ kleiner ist als seine Schuhgrösse? Nix, niente, nada - genau.
Wieso fühlen sich zerebral besser Ausgestattete veranlasst, darauf kilometerlange Antworten zusammenzuschustern?
Das ist doch alles ganz einfach: Schlaue Menschen werden, sofern sie das Netz schlau nutzen, schlauer, dumme hingegen verharren in ihrem Zustand oder verschlimmern ihn sogar noch.
Was gibts da bitteschön zu diskutieren? Wozu muss man da empirische Studien veranlassen, auswerten oder sich auf sie berufen?
Wenn jemandem die geistigen Fähigkeiten fehlen, Informationen zu filtern, sie in Relation zu setzen oder überhaupt nur den anzunehmenden Wahrheitsgehalt zu ermitteln, dann ist das WWW mit Sicherheit der falsche Ort, um diese Defizite auszugleichen, die ihm die Natur von vornherein mitgab oder er sich mühsam in der Konsolenabteilung von Saturn angeeignet hat, während seine Mitschüler büffelnd im Klassenzimmer schwitzten.
Weiss jemand dagegen, was Schrott, reine PR, Werbung oder versuchte Indoktrination ist und was zumindest einigermassen seriös daherkommt, kann ihm der Informationsüberfluss einen Mehrwert bringen.
Ferdich is die Laube.
So.
Ich kann den Faust lesen oder damit Fliegen erschlagen, wie ich das auch mit der Vierbuchstabenzeitung machen kann.
Ich kann ein soziales Netzwerk oder eine x-beliebige Plattform nutzen, um mich mit Gleich- oder auch Fremdgesinnten auszutauschen, Fakten oder Meinungen zu erhalten oder auch meinen Selbstmord anzukündigen, wie offenbar gestern resp. vorgestern auf Twitter geschehen.
Und nun ist die Schlacht zwischen Gut und Böse voll entbrannt.
Die Guten - das sind die, die Depressionen ernstnehmen, die die Polizei verständigen und, da das alles nichts gebracht hat, Mitgefühl demonstrieren.
Seitenlang.
Die Bösen - das sind die Zyniker, die die offenbar bewusst noch das Vorhaben forciert haben sollen und denen jegliche Empathie fehlt.
140 Zeichen lang.
Das Eine wie das Andere findet sich im virtuellen wie auch im realen Leben und denen, die den Ernst der Lage nicht erkannt haben, hier jetzt bösen Willen zu unterstellen, finde ich ein bisschen heftig, meine Lieben.
Die Fehler werden zunächst mal im normalen, realen Umfeld zu suchen sein und nicht im Netz, wo es ungleich schwieriger sein dürfte, herauszufinden, wie ernst es jemandem mit so einer Androhung ist.
Antennen funktionieren ab einer gewissen Distanz nicht mehr, zumal die meisten der dort Funkenden eh schon überfordert sein dürften, ihre eigenen Signale zu deuten.
Die Masse ist ein Querschnitt durch die Gesellschaft mit fast allen ihren Facetten.
Und kein Psychologe.
Wieso fühlen sich zerebral besser Ausgestattete veranlasst, darauf kilometerlange Antworten zusammenzuschustern?
Das ist doch alles ganz einfach: Schlaue Menschen werden, sofern sie das Netz schlau nutzen, schlauer, dumme hingegen verharren in ihrem Zustand oder verschlimmern ihn sogar noch.
Was gibts da bitteschön zu diskutieren? Wozu muss man da empirische Studien veranlassen, auswerten oder sich auf sie berufen?
Wenn jemandem die geistigen Fähigkeiten fehlen, Informationen zu filtern, sie in Relation zu setzen oder überhaupt nur den anzunehmenden Wahrheitsgehalt zu ermitteln, dann ist das WWW mit Sicherheit der falsche Ort, um diese Defizite auszugleichen, die ihm die Natur von vornherein mitgab oder er sich mühsam in der Konsolenabteilung von Saturn angeeignet hat, während seine Mitschüler büffelnd im Klassenzimmer schwitzten.
Weiss jemand dagegen, was Schrott, reine PR, Werbung oder versuchte Indoktrination ist und was zumindest einigermassen seriös daherkommt, kann ihm der Informationsüberfluss einen Mehrwert bringen.
Ferdich is die Laube.
So.
Ich kann den Faust lesen oder damit Fliegen erschlagen, wie ich das auch mit der Vierbuchstabenzeitung machen kann.
Ich kann ein soziales Netzwerk oder eine x-beliebige Plattform nutzen, um mich mit Gleich- oder auch Fremdgesinnten auszutauschen, Fakten oder Meinungen zu erhalten oder auch meinen Selbstmord anzukündigen, wie offenbar gestern resp. vorgestern auf Twitter geschehen.
Und nun ist die Schlacht zwischen Gut und Böse voll entbrannt.
Die Guten - das sind die, die Depressionen ernstnehmen, die die Polizei verständigen und, da das alles nichts gebracht hat, Mitgefühl demonstrieren.
Seitenlang.
Die Bösen - das sind die Zyniker, die die offenbar bewusst noch das Vorhaben forciert haben sollen und denen jegliche Empathie fehlt.
140 Zeichen lang.
Das Eine wie das Andere findet sich im virtuellen wie auch im realen Leben und denen, die den Ernst der Lage nicht erkannt haben, hier jetzt bösen Willen zu unterstellen, finde ich ein bisschen heftig, meine Lieben.
Die Fehler werden zunächst mal im normalen, realen Umfeld zu suchen sein und nicht im Netz, wo es ungleich schwieriger sein dürfte, herauszufinden, wie ernst es jemandem mit so einer Androhung ist.
Antennen funktionieren ab einer gewissen Distanz nicht mehr, zumal die meisten der dort Funkenden eh schon überfordert sein dürften, ihre eigenen Signale zu deuten.
Die Masse ist ein Querschnitt durch die Gesellschaft mit fast allen ihren Facetten.
Und kein Psychologe.
Freitag, 24. August 2012
Das braune Ö-Ei**
Lang hat´s gedauert, geduldig harrte ich in meiner mit sexistischen Klischees und Vorurteilen geradezu vollgekleisterten Macho-Ecke, immer hoffend, dass so ein Flintenweib es mal auf mich abgesehen hätte.
Kam aber nix, könnte vielleicht daran liegen, dass ich gute 85 % der Führungspositionen mit Frauen besetzt habe und die anscheinend keinerlei Zeit für alberne Diskussionen über Farbe und Inhalt von Ü-Eiern haben.
Die stehen ihre Frau im Job, erziehen allein oder in angemessen aufgeteilter Form Kinder und managen sich samt ihrem Leben.
Die haben daheim keine Anrufbeantworterin, keine Salzstreuerin und erst recht keine Wasserhenne.
Die haben studiert. Manche auch nicht.
Die fühlen sich von mir nicht sexuell belästigt, wenn ich ihnen in einer Sresssituationen den Nacken massiere.
Die stehn auf Clooney oder Pattinson, je nach Alter und Präferenz.
Zumindest eine auf Jodie Foster.
Die alle gehn ziemlich sicher davon aus, dass ihre männlichen Nachkommen nicht zum Vergewaltiger werden, weil sie in hellblauer und später Spiderman-Bettwäsche geschlafen haben.
Und ihre Töchter nicht zwangsläufig Opfer maskuliner Gewalt und/oder Heimchen am Herd, weil sie gerne mit HelloKitty-Kram spielen.
Anstatt das Ü-Ei als solches, nämlich maßlos überteuertes, mit nutzlosem Plastikspielzeug vollgestopftes Verführunsobjekt zu brandmarken, moniert man / frau (Mannfrau) die geschlechterspezifische Ausrichtung.
Mein Vorschlag zur Güte: Kauft euren Blagen ´ne ordentliche Tafel Schokolade und vernünftige Spielwaren, damit sie nicht so dumm und arrogant werden wie derart spiegelfechtende Möchtegern-Amazonen.
**Ö steht für Östrogen und braun für, naja, ihr wisst schon...
Kam aber nix, könnte vielleicht daran liegen, dass ich gute 85 % der Führungspositionen mit Frauen besetzt habe und die anscheinend keinerlei Zeit für alberne Diskussionen über Farbe und Inhalt von Ü-Eiern haben.
Die stehen ihre Frau im Job, erziehen allein oder in angemessen aufgeteilter Form Kinder und managen sich samt ihrem Leben.
Die haben daheim keine Anrufbeantworterin, keine Salzstreuerin und erst recht keine Wasserhenne.
Die haben studiert. Manche auch nicht.
Die fühlen sich von mir nicht sexuell belästigt, wenn ich ihnen in einer Sresssituationen den Nacken massiere.
Die stehn auf Clooney oder Pattinson, je nach Alter und Präferenz.
Zumindest eine auf Jodie Foster.
Die alle gehn ziemlich sicher davon aus, dass ihre männlichen Nachkommen nicht zum Vergewaltiger werden, weil sie in hellblauer und später Spiderman-Bettwäsche geschlafen haben.
Und ihre Töchter nicht zwangsläufig Opfer maskuliner Gewalt und/oder Heimchen am Herd, weil sie gerne mit HelloKitty-Kram spielen.
Anstatt das Ü-Ei als solches, nämlich maßlos überteuertes, mit nutzlosem Plastikspielzeug vollgestopftes Verführunsobjekt zu brandmarken, moniert man / frau (Mannfrau) die geschlechterspezifische Ausrichtung.
Mein Vorschlag zur Güte: Kauft euren Blagen ´ne ordentliche Tafel Schokolade und vernünftige Spielwaren, damit sie nicht so dumm und arrogant werden wie derart spiegelfechtende Möchtegern-Amazonen.
![]() |
| by fussmoden.de |
Und kauft euren Jungen ja nicht diesen Fussballschuh, auch wenn irgendjemand ihnen erzählt hat, es handle sich dabei um eine Sonder-Edition "Cristano Ronaldo"!
**Ö steht für Östrogen und braun für, naja, ihr wisst schon...
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ViaE
Samstag, 4. August 2012
Ich hasse Euch alle
Stimmt so nicht ganz, vielmehr beschränkt sich das auf die Vollpfosten unter Euch, denen die Langeweile und Unzufriedenheit äusserst bedenkliche Aussagen in die Tastatur diktiert, die Ihr mir per Email schicken zu müssen glaubt.
Ich denke da an, nennen wir ihn mal, Alois Hampelhuber, seines Zeichens waschechter Österreicher, Patriot und dermassen stolz auf sein Land, dass ihm meine Verarschung seiner Landsleute fürchterlich gegen den Strich geht, wie er sich auszudrücken beliebt.
Lieber Alois (oder darf ich Loisl sagen?),
das Lesen und das Verstehen einer Sache sind zwei Dinge, wie sie unterschiedlicher wohl nicht sein könnten und Multitasking, das entnehme ich jetzt einfach mal Deinen Zeilen, scheint nicht zu Deinen herausragendsten Fähigkeiten zu gehören, sonst nämlich, aber nur sonst, hättest Du gemerkt, wie scheissegal mir die Herkunft eines Menschen ist.
Ja, ich bekenne mich schuldig - ich veräppel Leute, seien es nun Spanier, die noch bis vor etwa 2 Jahren den Hauptanteil davon abbekamen oder jetzt Österreicher.
Das ist ein wenig wohnortabhängig, einfach, weil mir hier mehr Ösis als beispielsweise Haitianer über den Weg laufen..
Sollte sich die Fügung, die glückliche, jedoch erdreisten, mir einen Ostfriesen oder Westfalen oder Australier oder was auch immer vor die zerebrale Linse zu zerren, so wird auch der sein Fett wegkriegen.
Mitunter verscheisser ich mich sogar selbst. Echt jetzt.
Soviel Rückgrat, vulgo: Eier, hab ich nämlich, obwohl meine Putze das letztens heftigst bestritt.
Frauen gehören übrigens auch zu meiner bevorzugten Zielgruppe, die kriegen´s besonders dicke.
So, und nun streng doch mal die verobstlerten Hirnwindungen ein bisschen an - na, merkst du was?
Genau!
Also, das nächste Mal, solltest Du diesen merkwürdigen Drang verspüren, dich äussern zu wollen oder gar müssen, schreib´s auf ´ne Klorolle und wisch dir damit den Arsch ab.
Oder noch besser: Es gibt genug Dummdödelblogs (Liste wird auf Wunsch zugeschickt), wo deine verbalen Entgleisungen Beifall hervorrufen. Warum nervst du die nicht?
Dein ViaE
---------------------------------------------------------------------------------------------------
Ps:
So hab ich´s gerne:
Der beste meiner Pläne ist bisher, in ViaE´s Hotel anzuheuern, wenn ich schon nach einem neuen Heim suchen muss, dann will ich wenigstens mal wieder einen respektablen Chef & Kollegen haben. Naja zumindest mein Bewerbungsstil dürfte ihm gefallen.Wünscht mir Glück.
Findet man hier, ganz unten.
Braves Mädchen *patpat* ( und das ganz ohne Fakelaki).
Ich denke da an, nennen wir ihn mal, Alois Hampelhuber, seines Zeichens waschechter Österreicher, Patriot und dermassen stolz auf sein Land, dass ihm meine Verarschung seiner Landsleute fürchterlich gegen den Strich geht, wie er sich auszudrücken beliebt.
Lieber Alois (oder darf ich Loisl sagen?),
das Lesen und das Verstehen einer Sache sind zwei Dinge, wie sie unterschiedlicher wohl nicht sein könnten und Multitasking, das entnehme ich jetzt einfach mal Deinen Zeilen, scheint nicht zu Deinen herausragendsten Fähigkeiten zu gehören, sonst nämlich, aber nur sonst, hättest Du gemerkt, wie scheissegal mir die Herkunft eines Menschen ist.
Ja, ich bekenne mich schuldig - ich veräppel Leute, seien es nun Spanier, die noch bis vor etwa 2 Jahren den Hauptanteil davon abbekamen oder jetzt Österreicher.
Das ist ein wenig wohnortabhängig, einfach, weil mir hier mehr Ösis als beispielsweise Haitianer über den Weg laufen..
Sollte sich die Fügung, die glückliche, jedoch erdreisten, mir einen Ostfriesen oder Westfalen oder Australier oder was auch immer vor die zerebrale Linse zu zerren, so wird auch der sein Fett wegkriegen.
Mitunter verscheisser ich mich sogar selbst. Echt jetzt.
Soviel Rückgrat, vulgo: Eier, hab ich nämlich, obwohl meine Putze das letztens heftigst bestritt.
Frauen gehören übrigens auch zu meiner bevorzugten Zielgruppe, die kriegen´s besonders dicke.
So, und nun streng doch mal die verobstlerten Hirnwindungen ein bisschen an - na, merkst du was?
Genau!
Also, das nächste Mal, solltest Du diesen merkwürdigen Drang verspüren, dich äussern zu wollen oder gar müssen, schreib´s auf ´ne Klorolle und wisch dir damit den Arsch ab.
Oder noch besser: Es gibt genug Dummdödelblogs (Liste wird auf Wunsch zugeschickt), wo deine verbalen Entgleisungen Beifall hervorrufen. Warum nervst du die nicht?
Dein ViaE
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Ps:
So hab ich´s gerne:
Der beste meiner Pläne ist bisher, in ViaE´s Hotel anzuheuern, wenn ich schon nach einem neuen Heim suchen muss, dann will ich wenigstens mal wieder einen respektablen Chef & Kollegen haben. Naja zumindest mein Bewerbungsstil dürfte ihm gefallen.Wünscht mir Glück.
Findet man hier, ganz unten.
Braves Mädchen *patpat* ( und das ganz ohne Fakelaki).
Samstag, 28. Juli 2012
Fly like an Igel
Immer wieder wird mir ja unterstellt, ich sei ein böser Mensch, sarkastisch, gar hinterhältig, arrogant und was der gemeine Pöbel sich noch für terrible Beschreibungen ausdenkt.
Das dem nicht so ist, soll hier und jetzt bewiesen werden, ich hatte nämlich gestern ein sehr, sehr nettes Gespräch mit einem Gast, der auf meine Frage nach dem werten Befinden dermassen überschwänglich von seiner ersten Erfahrung beim alleinigen und quasi völlig eigenständigen Paragliden schwärmte, dass ich ihm aufmunternd auf die schmale Schulter klopfte, anstatt ihm mitzuteilen, wie öde und langweilig ich das fände.
Drachenfliegen, wie´s ja bis zu den massiven Beschwerden der Schwiegermütter-Verbände hiess, löst bei mir in etwa den gleichen Adrenalinschub wie Briefschach aus und besitzt die Dynamik von Blaubeersammeln im Staatsforst.
Aber sagte ich ihm das etwa?
Nein.
Vielmehr brachte ich unsere Konversation schnell in eine andere Richtung, indem ich dreist vorgab, an der olympischen Erföffnungsfeier interessiert zu sein.
Wir können von Glück reden, es überhaupt bis zu selbiger geschafft zu haben, denn es war ja gross im Internet angekündigt, dass just am 27.7. der 3. Weltkrieg ausbräche, wobei, jetzt, wo ich´s schreibe, komme ich schon ein wenig ins Grübeln, was für´n Dreck ich immer lese.
Man möge mir gnädigst verzeihen, sollte ich das nicht mehr so ganz exakt zusammenbekommen, aber es bezog sich irgendwie auf das Datum, die darin enthaltenen Zahlen und/oder die postmenstruale Verfassung des Autors.
27 = 3x9, das Ganze umdrehn = 666 und die 7 wäre in irgendeinem mir nicht näher bekannten Kalender eigentlich die 12 -vielleicht auch 13, keine Ahnung-, die mystische Zahl schlechthin.
Oder so.
Jedenfalls lupenrein .
Nix dran zu rütteln.
Jetzt ist es aber so, dass bei mir hier quasi nix angekommen ist. Wie sieht´s bei euch aus? Irgendwelche Atombomben im Vorgarten? Granaten unterm Fernsehturm? Lustig kostümierte Männer, die marodierend durch die Strassen ziehen?**
Nicht, dass da voll die Action ist und mir sagt wieder keiner was.
**Es ist nicht der CSD in Gütersloh gemeint
Das dem nicht so ist, soll hier und jetzt bewiesen werden, ich hatte nämlich gestern ein sehr, sehr nettes Gespräch mit einem Gast, der auf meine Frage nach dem werten Befinden dermassen überschwänglich von seiner ersten Erfahrung beim alleinigen und quasi völlig eigenständigen Paragliden schwärmte, dass ich ihm aufmunternd auf die schmale Schulter klopfte, anstatt ihm mitzuteilen, wie öde und langweilig ich das fände.
Drachenfliegen, wie´s ja bis zu den massiven Beschwerden der Schwiegermütter-Verbände hiess, löst bei mir in etwa den gleichen Adrenalinschub wie Briefschach aus und besitzt die Dynamik von Blaubeersammeln im Staatsforst.
Aber sagte ich ihm das etwa?
Nein.
Vielmehr brachte ich unsere Konversation schnell in eine andere Richtung, indem ich dreist vorgab, an der olympischen Erföffnungsfeier interessiert zu sein.
Wir können von Glück reden, es überhaupt bis zu selbiger geschafft zu haben, denn es war ja gross im Internet angekündigt, dass just am 27.7. der 3. Weltkrieg ausbräche, wobei, jetzt, wo ich´s schreibe, komme ich schon ein wenig ins Grübeln, was für´n Dreck ich immer lese.
Man möge mir gnädigst verzeihen, sollte ich das nicht mehr so ganz exakt zusammenbekommen, aber es bezog sich irgendwie auf das Datum, die darin enthaltenen Zahlen und/oder die postmenstruale Verfassung des Autors.
27 = 3x9, das Ganze umdrehn = 666 und die 7 wäre in irgendeinem mir nicht näher bekannten Kalender eigentlich die 12 -vielleicht auch 13, keine Ahnung-, die mystische Zahl schlechthin.
Oder so.
Jedenfalls lupenrein .
Nix dran zu rütteln.
Jetzt ist es aber so, dass bei mir hier quasi nix angekommen ist. Wie sieht´s bei euch aus? Irgendwelche Atombomben im Vorgarten? Granaten unterm Fernsehturm? Lustig kostümierte Männer, die marodierend durch die Strassen ziehen?**
Nicht, dass da voll die Action ist und mir sagt wieder keiner was.
**Es ist nicht der CSD in Gütersloh gemeint
Samstag, 21. Juli 2012
Und das wäre Ihr Preis gewesen...
Leider konnte bei unserem heutigen Wettbewerb
"Wir labern um die goldene Ananas" kein eindeutiger Sieger ermittelt werden, was generell sehr schade ist, jedoch war es der Jury unmöglich, sich bei dem vielfältigen Angebot
festzulegen.
Ganz vorne mit dabei (wie immer) UHUPARDO , der sich grad ein zweites Loch in seinen iberischen Hintern zu freuen scheint, weil´s Hunderttausenden Spaniern so dreckig geht, dass sie den ihrigen endlich mal hochkriegen und demonstrieren. Ich hatte mich ja schon an anderer Stelle darüber ausgelassen, was ich von derart nichtsnutzigen Posts und ihren Autoren halte, die vorgeben, an Veränderungen nicht nur interessiert zu sein, sondern sogar daran arbeiten, in Wirklichkeit aber nur ihre Subjektivitäten unter die Leute bringen und die damit auffordern, doch bitteschön etwas zu tun.
Ay. wie sie mich ankotzen, diese Weltverbesserer, die vom Elend der anderen leben und selbst nichts, aber auch rein gar nichts zur Abschaffung desselben beitragen.
Das sind genau jene Typen, die uns in die Scheisse reiten - sich selbst für moralisch überlegen halten, aber wenn du ihnen 10 Riesen im Monat bezahlst, tun bzw. schreiben sie dafür alles.
Äbäh, no teneis cojones!
Denkbar wäre es auch gewesen, den Preis an die unzähligen Hobby-Verfassungsrechtler zu geben, denen die fremde Vorhaut plötzlich näher zu sein scheint, als die eigenen Schwimmhäute, mit denen sie sich krampfhaft überm von Piraten verseuchten Meer zu halten versuchen.
Just, da ich einen fetten Link setzen wollte, sind die plötzlich alle verschwunden. Nanü?
Muss es eben ohne gehen - im Grunde geht´s um Pelle ab oder nicht und ob ein versehrter Dödel mit dem Grundgesetz vereinbar ist.
Gähn, kommt in jeder halbwegs vernünftigen Prioritätenliste an ungefähr 122.454. Stelle.
Ganz heisser Anwärter auf Titel und Trophäe wäre auch er oder sie oder es hier gewesen. Was für ein Titel:
"Seid Euer multidimensionales Selbst"...wow, klingt für mich ´n bisschen wie die spirituell verquaste Version von "Mach dir nix draus, wennde fett bist", aber mir fehlen ja auch gerade Spirituosen, um in einen ähnlichen Geisteszustand zu entschwinden.
Was wäre noch so im Angebot gewesen?
Hmmm, hier, unser kleiner Vorzeigedemokrat beispielsweise.
Ich find ja die Vorgehensweise genial...erst kettet man sich an Bäume, alte Bahnhöfe, wasweissichwas, erwirkt eine Volksabstimmung, verliert die, macht aber dann weiter, als wär nix passiert.
Das hat Stil, das hat Klasse. Gut, hat leider nichts mit demokratischen Grundprinzipien zu tun, aber wen juckt´s.
Wir danken allen Beteiligten für die grösstenteils ungewollt vermittelte Heiterkeit, nehmen gerne noch Bewerbungen an und verbleiben ansonsten mit frotzeligen Grüssen.
Macht bitte weiter so.
Bitte.
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Leider konnte bei unserem heutigen Wettbewerb
"Wir labern um die goldene Ananas" kein eindeutiger Sieger ermittelt werden, was generell sehr schade ist, jedoch war es der Jury unmöglich, sich bei dem vielfältigen Angebot
festzulegen.
Ganz vorne mit dabei (wie immer) UHUPARDO , der sich grad ein zweites Loch in seinen iberischen Hintern zu freuen scheint, weil´s Hunderttausenden Spaniern so dreckig geht, dass sie den ihrigen endlich mal hochkriegen und demonstrieren. Ich hatte mich ja schon an anderer Stelle darüber ausgelassen, was ich von derart nichtsnutzigen Posts und ihren Autoren halte, die vorgeben, an Veränderungen nicht nur interessiert zu sein, sondern sogar daran arbeiten, in Wirklichkeit aber nur ihre Subjektivitäten unter die Leute bringen und die damit auffordern, doch bitteschön etwas zu tun.
Ay. wie sie mich ankotzen, diese Weltverbesserer, die vom Elend der anderen leben und selbst nichts, aber auch rein gar nichts zur Abschaffung desselben beitragen.
Das sind genau jene Typen, die uns in die Scheisse reiten - sich selbst für moralisch überlegen halten, aber wenn du ihnen 10 Riesen im Monat bezahlst, tun bzw. schreiben sie dafür alles.
Äbäh, no teneis cojones!
Denkbar wäre es auch gewesen, den Preis an die unzähligen Hobby-Verfassungsrechtler zu geben, denen die fremde Vorhaut plötzlich näher zu sein scheint, als die eigenen Schwimmhäute, mit denen sie sich krampfhaft überm von Piraten verseuchten Meer zu halten versuchen.
Just, da ich einen fetten Link setzen wollte, sind die plötzlich alle verschwunden. Nanü?
Muss es eben ohne gehen - im Grunde geht´s um Pelle ab oder nicht und ob ein versehrter Dödel mit dem Grundgesetz vereinbar ist.
Gähn, kommt in jeder halbwegs vernünftigen Prioritätenliste an ungefähr 122.454. Stelle.
Ganz heisser Anwärter auf Titel und Trophäe wäre auch er oder sie oder es hier gewesen. Was für ein Titel:
"Seid Euer multidimensionales Selbst"...wow, klingt für mich ´n bisschen wie die spirituell verquaste Version von "Mach dir nix draus, wennde fett bist", aber mir fehlen ja auch gerade Spirituosen, um in einen ähnlichen Geisteszustand zu entschwinden.
Was wäre noch so im Angebot gewesen?
Hmmm, hier, unser kleiner Vorzeigedemokrat beispielsweise.
Ich find ja die Vorgehensweise genial...erst kettet man sich an Bäume, alte Bahnhöfe, wasweissichwas, erwirkt eine Volksabstimmung, verliert die, macht aber dann weiter, als wär nix passiert.
Das hat Stil, das hat Klasse. Gut, hat leider nichts mit demokratischen Grundprinzipien zu tun, aber wen juckt´s.
Wir danken allen Beteiligten für die grösstenteils ungewollt vermittelte Heiterkeit, nehmen gerne noch Bewerbungen an und verbleiben ansonsten mit frotzeligen Grüssen.
Macht bitte weiter so.
Bitte.
Donnerstag, 19. Juli 2012
ViaE goes boyscouts
Gestern bin ich meinem Ziel, ein noch besserer Mensch zu werden, ein nicht unerhebliches Stück nähergekommen. Ich habe nämlich einer älteren Dame erst auf- und dann über die Strasse geholfen.
Sie hatte sich, darf man ihrer Schilderung Glauben schenken, ganz fürchterlich erschrocken, als sie Austria`s Next Topmopped auf sich zurasen sah. Als Pilot desselben muss ich an dieser Stelle heftigst widersprechen, pilotierte ich das Mördergerät doch mit bestenfalls 70 Sachen . Naja, ok, in der Fussgängerzone mag das zunächst mal viel klingen, aber so schlimm, wie´s die Zeternde darstellte, war´s denn doch nicht. Im übrigen würd ich ja nicht so auf die Kacke haun, wenn ich grad der Hälfte meines Blaseninhalts verlustig gegangen wäre.
Nun, jedenfalls wuppte ich sie in die Vertikale und schob sie aus dem Weg, auf dass nicht noch andere friedliche Verkehrsteilnehmer unter ihr zu leiden hätten.
Meinen Vorschlag, sie könne mich ja ruhig auf den Schreck zu einem Kaffee einladen, lehnte sie rundweg ab. Das haben wir gerne: verkehrsuntüchtig, grosse Klappe und auch noch pleite.
Manmanman, was soll bloss aus der werden, wenn sie erstmal die 40 erreicht?
Sie hatte sich, darf man ihrer Schilderung Glauben schenken, ganz fürchterlich erschrocken, als sie Austria`s Next Topmopped auf sich zurasen sah. Als Pilot desselben muss ich an dieser Stelle heftigst widersprechen, pilotierte ich das Mördergerät doch mit bestenfalls 70 Sachen . Naja, ok, in der Fussgängerzone mag das zunächst mal viel klingen, aber so schlimm, wie´s die Zeternde darstellte, war´s denn doch nicht. Im übrigen würd ich ja nicht so auf die Kacke haun, wenn ich grad der Hälfte meines Blaseninhalts verlustig gegangen wäre.
Nun, jedenfalls wuppte ich sie in die Vertikale und schob sie aus dem Weg, auf dass nicht noch andere friedliche Verkehrsteilnehmer unter ihr zu leiden hätten.
Meinen Vorschlag, sie könne mich ja ruhig auf den Schreck zu einem Kaffee einladen, lehnte sie rundweg ab. Das haben wir gerne: verkehrsuntüchtig, grosse Klappe und auch noch pleite.
Manmanman, was soll bloss aus der werden, wenn sie erstmal die 40 erreicht?
Sonntag, 15. Juli 2012
O sole mio
Zur altersbedingten geistigen Verwirrung gesellt sich , seit ich hier lebe, immer öfter die spontane, meistens hervorgerufen durch das unbeabsichtigte Aufeinandertreffen mit Amtspersonen, deren Lieblingsbeschäftigung darin zu bestehen scheint, mich in den Wahnsinn treiben zu wollen.
Man fühlt sich, sein wir doch mal ehrlich, immer recht unwohl in den unendlichen Weiten der Behördenflure, vermisst klare Hinweise bezüglich Zuständigkeiten, waschfeste Wandfarbe und ein wenig auch die persönliche Zuwendung, Liebe, eine Schulter zum Anlehnen oder einfach nur irgendjemanden, der annähernd einen Plan haben könnte.
Irgendwie lebt man ständig in der Furcht, im nächsten Augenblick wegen Störung der Totenruhe verhaftet zu werden, was die Unbehaglichkeit noch steigert.
Ehrfürchtig setzte ich mich also vor ein Büro, den Bollerwagen mit den erforderlichen Unterlagen sauber neben mir geparkt, und wartete ein halbes Stündchen, bis schliesslich jemand den Kopf zur Tür heraushielt und sich nach meinem Begehr erkundigte.
"Solarförderung!" rief ich mit fester Stimme.
"Zimmer 612, 4. Stock!" kam´s mit ebensolcher zurück.
Mein "besten Dank" prallte an der bereits wieder geschlossenenen Tür ab, komprimierte sich zu einem veritablen Echo und begleitete mich ein Stück auf dem Weg zum Lift, der selbstverständlich ausser Betrieb war. Irgendwie konnte ich nicht gegen den aufkeimenden Gedanken ankämpfen, dass man allein mit meinem Anteil am Einkommenssteueraufkommen sämtliche Lifte in sämtlichen Amtsgebäuden sämtlicher Städte in sämtlichen Bundesländern Tag und Nacht in einwandfreiem Betrieb halten können müsste, aber so kleinlich wollt ich denn doch nicht sein, sondern lieber ein Treppenhaus suchen, auf dass sich mein unaufhaltsamer Aufstieg vollziehen möge.
Ich war ein wenig -die Akten, Sie verstehn- ausser Atem und kognitiver Kontrolle, als mir 3 Personen entgegenkamen, die sich anhand von Kleidung, Aussehen und Geruch eindeutig als Beamte oder zumindest Angestellte im öffentlichen Dienst zu erkennen gaben und mir obendrein eröffneten, jetzt sei Frühstückspause. Ich könne die Angelegenheit, von der sie ja nichtmal ahnen konnten, welche das denn wohl sei, aber auch per Email klären. Oder morgen wiederkommen, was, da Freitag, obendrein der 13., war, mir recht unsinnig erschien.
Später am Vormittag ginge nicht, wie mir auf Nachfrage mitgeteilt wurde, weil wegen Abteilungsmeeting und nachmittags "hach, guter Mann, Freitag Nachmittag, tsss" schonmal gar nicht.
Ich glaube, um mal kurz zu resümieren, ich baue die Photovoltaikanlagen wieder ab, beziehe Atomstrom aus Frankreich oder der Ukraine und scher mich fortan ´nen Dreck um die Umwelt.
Und Behörden.
Man fühlt sich, sein wir doch mal ehrlich, immer recht unwohl in den unendlichen Weiten der Behördenflure, vermisst klare Hinweise bezüglich Zuständigkeiten, waschfeste Wandfarbe und ein wenig auch die persönliche Zuwendung, Liebe, eine Schulter zum Anlehnen oder einfach nur irgendjemanden, der annähernd einen Plan haben könnte.
Irgendwie lebt man ständig in der Furcht, im nächsten Augenblick wegen Störung der Totenruhe verhaftet zu werden, was die Unbehaglichkeit noch steigert.
Ehrfürchtig setzte ich mich also vor ein Büro, den Bollerwagen mit den erforderlichen Unterlagen sauber neben mir geparkt, und wartete ein halbes Stündchen, bis schliesslich jemand den Kopf zur Tür heraushielt und sich nach meinem Begehr erkundigte.
"Solarförderung!" rief ich mit fester Stimme.
"Zimmer 612, 4. Stock!" kam´s mit ebensolcher zurück.
Mein "besten Dank" prallte an der bereits wieder geschlossenenen Tür ab, komprimierte sich zu einem veritablen Echo und begleitete mich ein Stück auf dem Weg zum Lift, der selbstverständlich ausser Betrieb war. Irgendwie konnte ich nicht gegen den aufkeimenden Gedanken ankämpfen, dass man allein mit meinem Anteil am Einkommenssteueraufkommen sämtliche Lifte in sämtlichen Amtsgebäuden sämtlicher Städte in sämtlichen Bundesländern Tag und Nacht in einwandfreiem Betrieb halten können müsste, aber so kleinlich wollt ich denn doch nicht sein, sondern lieber ein Treppenhaus suchen, auf dass sich mein unaufhaltsamer Aufstieg vollziehen möge.
Ich war ein wenig -die Akten, Sie verstehn- ausser Atem und kognitiver Kontrolle, als mir 3 Personen entgegenkamen, die sich anhand von Kleidung, Aussehen und Geruch eindeutig als Beamte oder zumindest Angestellte im öffentlichen Dienst zu erkennen gaben und mir obendrein eröffneten, jetzt sei Frühstückspause. Ich könne die Angelegenheit, von der sie ja nichtmal ahnen konnten, welche das denn wohl sei, aber auch per Email klären. Oder morgen wiederkommen, was, da Freitag, obendrein der 13., war, mir recht unsinnig erschien.
Später am Vormittag ginge nicht, wie mir auf Nachfrage mitgeteilt wurde, weil wegen Abteilungsmeeting und nachmittags "hach, guter Mann, Freitag Nachmittag, tsss" schonmal gar nicht.
Ich glaube, um mal kurz zu resümieren, ich baue die Photovoltaikanlagen wieder ab, beziehe Atomstrom aus Frankreich oder der Ukraine und scher mich fortan ´nen Dreck um die Umwelt.
Und Behörden.
Samstag, 7. Juli 2012
Jetzt gibt´s Mecker
Der lieblichen Tradition folgend, meinem bescheidenen Wesen und seinen Aussagen mehr Geltung zu verschaffen, möchte ich heute ein wenig über den Menschen als solchen referieren und da ich grad aus selbiger komme, reden wir ein bisschen über die Wirtschaft.
Noch mehr solcher Brüllerwitze gibt´s, wenn ihr jetzt nicht wegklickt, brav meinen Gedankengängen folgt und ein wenig in euch geht, wo ihr eh viel besser aufgehoben seid, als da, wo ihr euch jetzt rumtreibt.
Anschliessend dürft ihr mich mit faulem Obst, Eiern oder Bügeleisen bewerfen, je nach persönlichem Gusto und Verfügbarkeit.
Solange ich lebe, hört man den Ruf nach einem Systemwechsel.
Früher war´s leicht, da konnte man die Rufer zumindest verbal gen Osten verbannen. "Hau doch ab zum Russen!" war ein gar geflügelt Wort, dem jedoch niemand nachkam, weil so dolle war´s da bei näherer Betrachtung ja nun doch wieder nicht und so verblieben die zumeist tiefrot gefärbten Revoluzzer im verhassten System, wo sie es sich gemütlich machten und den Staat, den ungeliebten, auf die eine oder andere Art ausnahmen.
Aussenminister zu sein, war plötzlich nicht mehr bäh, Europa-Abgeordneter und Verleger schonmal gar nicht. Als Sozialkundelehrer brachte man seine 5 Riesen nach Hause.
Das System war immer noch scheisse und an allem schuld, nur liess es sich jetzt viel besser ertragen.
Das war damals, wir hatten anfänglich eine soziale Marktwirtschaft, später nur noch Marktwirtschaft und jetzt nur noch Markt. Jahrmarkt, um genau zu sein.
Jeder mosert, jeder hat ´ne Meinung über Angelegenheiten, von denen er ungefähr soviel versteht wie ich vom Stricken.
Allein - Lösungen bietet keiner an, mal abgesehen von ein paar Abgespaceten, die glauben, so ein geistiger Dünnpfiff wie etwa das Bandbreitenmodell sei brauchbar. Motto: Hochmut kommt vor dem Durchfall.
Was aber ist denn eigentlich das "System", wer sind diese ominösen "Märkte", die uns angeblich oder tatsächlich in den Würgegriff genommen haben und wie die Zitronen auspressen?
Nun, es sind Menschen, Menschen wie du und ich, die bösen eher wie du, die guten eher wie ich, haha.
Ein System per se ist nicht gut oder schlecht, es bevorteilt immer eine Gruppe und benachteiligt logischerweise die andere. Gleicht man die Nachteile aus, ist alles im Lot und allen geht´s einigermassen gut.
Der Mensch zeichnet für diese Ausgestaltung verantwortlich und da liegt der Hund begraben:
Etwa 5 % der Menschheit ist kriminell veranlagt, die restlichen 95 werden´s, wenn man ihnen die Gelegenheit dazu gibt oder sie so in dubiose Machenschaften einbindet, dass sie entweder gar nicht anders können oder einfach der Macht des Bösen erliegen.
to be continued...weil issen weites Feld, ´n Acker quasi, von welchem ich mich jetzt erstmal mache.
Noch mehr solcher Brüllerwitze gibt´s, wenn ihr jetzt nicht wegklickt, brav meinen Gedankengängen folgt und ein wenig in euch geht, wo ihr eh viel besser aufgehoben seid, als da, wo ihr euch jetzt rumtreibt.
Anschliessend dürft ihr mich mit faulem Obst, Eiern oder Bügeleisen bewerfen, je nach persönlichem Gusto und Verfügbarkeit.
Solange ich lebe, hört man den Ruf nach einem Systemwechsel.
Früher war´s leicht, da konnte man die Rufer zumindest verbal gen Osten verbannen. "Hau doch ab zum Russen!" war ein gar geflügelt Wort, dem jedoch niemand nachkam, weil so dolle war´s da bei näherer Betrachtung ja nun doch wieder nicht und so verblieben die zumeist tiefrot gefärbten Revoluzzer im verhassten System, wo sie es sich gemütlich machten und den Staat, den ungeliebten, auf die eine oder andere Art ausnahmen.
Aussenminister zu sein, war plötzlich nicht mehr bäh, Europa-Abgeordneter und Verleger schonmal gar nicht. Als Sozialkundelehrer brachte man seine 5 Riesen nach Hause.
Das System war immer noch scheisse und an allem schuld, nur liess es sich jetzt viel besser ertragen.
Das war damals, wir hatten anfänglich eine soziale Marktwirtschaft, später nur noch Marktwirtschaft und jetzt nur noch Markt. Jahrmarkt, um genau zu sein.
Jeder mosert, jeder hat ´ne Meinung über Angelegenheiten, von denen er ungefähr soviel versteht wie ich vom Stricken.
Allein - Lösungen bietet keiner an, mal abgesehen von ein paar Abgespaceten, die glauben, so ein geistiger Dünnpfiff wie etwa das Bandbreitenmodell sei brauchbar. Motto: Hochmut kommt vor dem Durchfall.
Was aber ist denn eigentlich das "System", wer sind diese ominösen "Märkte", die uns angeblich oder tatsächlich in den Würgegriff genommen haben und wie die Zitronen auspressen?
Nun, es sind Menschen, Menschen wie du und ich, die bösen eher wie du, die guten eher wie ich, haha.
Ein System per se ist nicht gut oder schlecht, es bevorteilt immer eine Gruppe und benachteiligt logischerweise die andere. Gleicht man die Nachteile aus, ist alles im Lot und allen geht´s einigermassen gut.
Der Mensch zeichnet für diese Ausgestaltung verantwortlich und da liegt der Hund begraben:
Etwa 5 % der Menschheit ist kriminell veranlagt, die restlichen 95 werden´s, wenn man ihnen die Gelegenheit dazu gibt oder sie so in dubiose Machenschaften einbindet, dass sie entweder gar nicht anders können oder einfach der Macht des Bösen erliegen.
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to be continued...weil issen weites Feld, ´n Acker quasi, von welchem ich mich jetzt erstmal mache.
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Freitag, 29. Juni 2012
nicht lustig.it
Bei mir manifestiert sich grad eine ausgeprägte Schwabophobie.
Dabei frage ich mich seit kurz nach halb elf immer und immer wieder, was ich dem Mann wohl getan haben könnte, doch will mir beileibe nichts Stichhaltiges einfallen. Im Gegenteil. Keiner stand so wie ich hinter ihm und seinen Entscheidungen, gar verteidigt habe ich sie.
Und so dankt er´s mir.
Bringt Gomez, bringt Kroos, den Flankengott Boateng, Podolski und, das´eh der Bringer, den "emotionalen Leader" Schweinsteiger. Als ich so gegen 19:30 die Anfangsaufstellung vernahm, stellte sich so ein merkwürdiges Grummeln in der Magengegend ein. Ich schnappte mir Luisa, nahm sie beiseite und raunte ihr zu: "Du musst jetzt ganz tapfer sein, Mädel, aber am Sonntag wirst du ganz alleine sein im Finale. Der Jogi hat Schiss und belügt alle!"
Ja, so sprach ich und schwupps, kaum war das Spiel 20 Minuten alt, da lagen wir auch schon zurück. Nicht dass der Jogi darauf reagiert hätte, sieht man mal vom Nägelkauen auf der Bank ab, nein, auch die fehlenden Anspielstationen für Özil wollte er nicht einwechseln. Nach dem 0:2 und ´nem lecker Pausentee schon. Geniale Taktik, erinnerte mich ein wenig an 2010, WM-Halbfinale, als wir unser Spiel ja auch nicht nach dem Gegner ausrichten wollten.
Scheisse, Mann, wann begreift der das endlich mal? Wenn man Selbstbewusstsein heraufbeschwört, es jedem einredet, damit auch noch auf allen Kanälen hausieren geht und dann aufstellt wie der letzte Schisser vor dem Herrn, kann das nichts werden. Jeder Trainer der Welt würde mindestens 3mal monatlich auf Knien nach Santiago de Compostela kriechen, wenn er so aus dem Vollen schöpfen könnte. Nicht so unser kleiner Schwabe. Er greift viel lieber zielstrebig daneben. Weil ist ja Halbfinale, Gegner so stark, wuhuhu.
Ich geh mich jetzt besaufen.
Und dann adoptier ich Reus.
Und Ohr hab ich auch noch, verdammte Hacke.
Dabei frage ich mich seit kurz nach halb elf immer und immer wieder, was ich dem Mann wohl getan haben könnte, doch will mir beileibe nichts Stichhaltiges einfallen. Im Gegenteil. Keiner stand so wie ich hinter ihm und seinen Entscheidungen, gar verteidigt habe ich sie.
Und so dankt er´s mir.
Bringt Gomez, bringt Kroos, den Flankengott Boateng, Podolski und, das´eh der Bringer, den "emotionalen Leader" Schweinsteiger. Als ich so gegen 19:30 die Anfangsaufstellung vernahm, stellte sich so ein merkwürdiges Grummeln in der Magengegend ein. Ich schnappte mir Luisa, nahm sie beiseite und raunte ihr zu: "Du musst jetzt ganz tapfer sein, Mädel, aber am Sonntag wirst du ganz alleine sein im Finale. Der Jogi hat Schiss und belügt alle!"
Ja, so sprach ich und schwupps, kaum war das Spiel 20 Minuten alt, da lagen wir auch schon zurück. Nicht dass der Jogi darauf reagiert hätte, sieht man mal vom Nägelkauen auf der Bank ab, nein, auch die fehlenden Anspielstationen für Özil wollte er nicht einwechseln. Nach dem 0:2 und ´nem lecker Pausentee schon. Geniale Taktik, erinnerte mich ein wenig an 2010, WM-Halbfinale, als wir unser Spiel ja auch nicht nach dem Gegner ausrichten wollten.
Scheisse, Mann, wann begreift der das endlich mal? Wenn man Selbstbewusstsein heraufbeschwört, es jedem einredet, damit auch noch auf allen Kanälen hausieren geht und dann aufstellt wie der letzte Schisser vor dem Herrn, kann das nichts werden. Jeder Trainer der Welt würde mindestens 3mal monatlich auf Knien nach Santiago de Compostela kriechen, wenn er so aus dem Vollen schöpfen könnte. Nicht so unser kleiner Schwabe. Er greift viel lieber zielstrebig daneben. Weil ist ja Halbfinale, Gegner so stark, wuhuhu.
Ich geh mich jetzt besaufen.
Und dann adoptier ich Reus.
Und Ohr hab ich auch noch, verdammte Hacke.
Mittwoch, 20. Juni 2012
Me and Norman Bates
Hab ich eigentlich schonmal erwähnt, dass es mal eine, wenn auch zugegebenermassen recht kurze Zeit von etwa einer halben Stunde gab, in der ich den festen Vorsatz fasste, Psychologe zu werden?
Ich war 4 Jahre alt; bis dato war mein eigentlicher Berufswunsch Scharfrichter, mein Vater überzeugte mich jedoch davon, dass es da gewisse Schwierigkeiten mit dem Grundgesetz gäbe und Scharfrichter grad nicht so en vogue seien.
Also Psychologe - fasziniert von dem Gedanken, wie dauerhaft lebensunfähige Menschen den temporär lebensunfähigen hilfreich zur Seite stehen und dafür auch noch die fette Patte absahnen, versuchte ich erstmal, meine beiden geringfügig älteren Brüder zu therapieren. Dem grossen wollte ich die doch recht lästige Flugangst nehmen, indem ich ihn von einer ca. 4m hohen Schlackeaufhäufung (Jau, ich komm aussem Pott) stiess, der mittlere schien mir im Bereich Hundephobie behandlungsbedürftig.
Der Bruch wurde sauber geschient und der Biss mit 17 Stichen professionell genäht.
Danach beschloss ich, Hotelier zu werden. Ehrlich.
Als Hotelier hat man nämlich, so man denn im Ausland die Hoteliererei betreibt, ausgesprochen gute Chancen, den Integrationsbambi zu bekommen, was ja seit jeher eins meiner erklärten Ziele ist und von jenem, dem Ziel nämlich, befinde ich mich bestenfalls noch einen Steinwurf entfernt.
Österreich wird -Achtung, aufgemerkt, es folgt geopolitisches Basiswissen- bisweilen, um nicht zu sagen 2mal jährlich, von den Magyaren heimgesucht, die in der Regel auf der Suche nach einer möglichst sinnfreien, wenngleich gut dotierten Stellung sind, die in ihrem angrenzenden Heimatland fast vollständig ausgerottet sind.
Davon habe ich ja aber nun mehr als genug und so benutzte ich den gestrigen Tag, grad aus Wien zurückgekehrt, noch schwer vom Jetlag gezeichnet, um adäquates Personal einzustellen, was mir in geradezu vorzüglicher Art und Weise gelang: Jeder, der auf die Frage nach dem kommenden Europameister richtig antwortete, bekam einen grosszügig dotierten Vertrag, eine schöne, saubere Kemenate und 200€ Vorschuss, womit die Portokasse geplündert wäre und keine unvorhergesehenen Ereignisse mehr eintreten dürfen.
So, jetzt setz ich noch schnell die Dankesrede für die Bambi-Verleihung auf, faxe den Leuten von Burda, wo sie das Viech hinschicken und ja ausreichend frankieren sollen und dann mach ich mich an die Ausarbeitung des für Freitag vorgesehenen Vortrags. Obwohl - eignetlich bin ich ja nicht so der Freund von vorgestanzten und runtergeleierten Wortparaden - ich denke, angemessen wird sein, da es ja um alternatives Denken bei der Geschäftsführung gehen soll, wenn ich mich einfach bei meinen Labels hier aus dem Blog bediene und dann frei von der malträtierten Leber weg improvisiere.
Ich war 4 Jahre alt; bis dato war mein eigentlicher Berufswunsch Scharfrichter, mein Vater überzeugte mich jedoch davon, dass es da gewisse Schwierigkeiten mit dem Grundgesetz gäbe und Scharfrichter grad nicht so en vogue seien.
Also Psychologe - fasziniert von dem Gedanken, wie dauerhaft lebensunfähige Menschen den temporär lebensunfähigen hilfreich zur Seite stehen und dafür auch noch die fette Patte absahnen, versuchte ich erstmal, meine beiden geringfügig älteren Brüder zu therapieren. Dem grossen wollte ich die doch recht lästige Flugangst nehmen, indem ich ihn von einer ca. 4m hohen Schlackeaufhäufung (Jau, ich komm aussem Pott) stiess, der mittlere schien mir im Bereich Hundephobie behandlungsbedürftig.
Der Bruch wurde sauber geschient und der Biss mit 17 Stichen professionell genäht.
Danach beschloss ich, Hotelier zu werden. Ehrlich.
Als Hotelier hat man nämlich, so man denn im Ausland die Hoteliererei betreibt, ausgesprochen gute Chancen, den Integrationsbambi zu bekommen, was ja seit jeher eins meiner erklärten Ziele ist und von jenem, dem Ziel nämlich, befinde ich mich bestenfalls noch einen Steinwurf entfernt.
Österreich wird -Achtung, aufgemerkt, es folgt geopolitisches Basiswissen- bisweilen, um nicht zu sagen 2mal jährlich, von den Magyaren heimgesucht, die in der Regel auf der Suche nach einer möglichst sinnfreien, wenngleich gut dotierten Stellung sind, die in ihrem angrenzenden Heimatland fast vollständig ausgerottet sind.
Davon habe ich ja aber nun mehr als genug und so benutzte ich den gestrigen Tag, grad aus Wien zurückgekehrt, noch schwer vom Jetlag gezeichnet, um adäquates Personal einzustellen, was mir in geradezu vorzüglicher Art und Weise gelang: Jeder, der auf die Frage nach dem kommenden Europameister richtig antwortete, bekam einen grosszügig dotierten Vertrag, eine schöne, saubere Kemenate und 200€ Vorschuss, womit die Portokasse geplündert wäre und keine unvorhergesehenen Ereignisse mehr eintreten dürfen.
So, jetzt setz ich noch schnell die Dankesrede für die Bambi-Verleihung auf, faxe den Leuten von Burda, wo sie das Viech hinschicken und ja ausreichend frankieren sollen und dann mach ich mich an die Ausarbeitung des für Freitag vorgesehenen Vortrags. Obwohl - eignetlich bin ich ja nicht so der Freund von vorgestanzten und runtergeleierten Wortparaden - ich denke, angemessen wird sein, da es ja um alternatives Denken bei der Geschäftsführung gehen soll, wenn ich mich einfach bei meinen Labels hier aus dem Blog bediene und dann frei von der malträtierten Leber weg improvisiere.
Was haltet ihr von:
alle doof
Armageddon
Betrug
Dummheit
Fragen über Fragen
Revolution
scheisse?
Labels:
alle doof,
Arbeit,
Armageddon,
Betrug,
Dummheit,
Fragen über Fragen,
Revolution,
scheisse,
ViaE,
Wien
Donnerstag, 31. Mai 2012
Weltnichtrauchertag
(...)
(...)
(...)
(...)
Oh, ihr seid schon da?
Sorry, musste mir grad noch ´ne Zigarette drehen, denn immer wenn mich schlechte Nachrichten ereilen, greif ich gerne mal zur Kippe. Letztes Jahr, so habe ich grad eben gelesen, starben etwa 3000 Menschen in Deutschland an den Folgen des Passivrauchens. Etwa 20 Millionen Raucher gibt´s bei euch und ich war insgesamt 4 Tage dort. Das macht...3000 durch 20 Mio durch 365 mal vier...örgs, mein Taschenrechner verweigert grad die Auskunft...Hirn eingeschaltet...00000,15 so in etwa.
Hochgerechnet auf die Zeit, die ich a) schon lebe, b) das in Deutschland getan habe und c) davon rauche, habe ich ca. 0,0004 Menschen höchstpersönlich ins Jenseits befördert.
Buäääääääääh, ich fühle mich so schuldig, bringt mir einen Priester, ich will beichten.
Falls ich es schaffen sollte, noch 2500 Jahre zu leben, wird ein toter Passivraucher auf meine persönliche Kappe gehn.
Scheisse, Mord verjährt nie.
Ich weiss nicht, ob ich mit dieser Schuld leben kann, Vielleicht sollte ich gleich hier und jetzt, also live quasi, jemanden umnieten, das verkürzt die Sache doch ungemein. Am besten einen der Trottel von der WHO, die diesen absoluten Dünnpfiff verzapfen...oder einen von jenen, die denen Vertrauen und überdies auch noch Glauben schenken.
(...)
(...)
(...)
Oh, ihr seid schon da?
Sorry, musste mir grad noch ´ne Zigarette drehen, denn immer wenn mich schlechte Nachrichten ereilen, greif ich gerne mal zur Kippe. Letztes Jahr, so habe ich grad eben gelesen, starben etwa 3000 Menschen in Deutschland an den Folgen des Passivrauchens. Etwa 20 Millionen Raucher gibt´s bei euch und ich war insgesamt 4 Tage dort. Das macht...3000 durch 20 Mio durch 365 mal vier...örgs, mein Taschenrechner verweigert grad die Auskunft...Hirn eingeschaltet...00000,15 so in etwa.
Hochgerechnet auf die Zeit, die ich a) schon lebe, b) das in Deutschland getan habe und c) davon rauche, habe ich ca. 0,0004 Menschen höchstpersönlich ins Jenseits befördert.
Buäääääääääh, ich fühle mich so schuldig, bringt mir einen Priester, ich will beichten.
Falls ich es schaffen sollte, noch 2500 Jahre zu leben, wird ein toter Passivraucher auf meine persönliche Kappe gehn.
Scheisse, Mord verjährt nie.
Ich weiss nicht, ob ich mit dieser Schuld leben kann, Vielleicht sollte ich gleich hier und jetzt, also live quasi, jemanden umnieten, das verkürzt die Sache doch ungemein. Am besten einen der Trottel von der WHO, die diesen absoluten Dünnpfiff verzapfen...oder einen von jenen, die denen Vertrauen und überdies auch noch Glauben schenken.
Labels:
alle doof,
Armageddon,
Betrug,
Dummheit
Mittwoch, 21. März 2012
HOME SWEET HOME
Ich bin daheim. Endlich angekommen. Nach langer Irrfahrt durch die Strudel des weltweichen Webs habe ich meine Heimat gefunden. Bei Facebook, jawoll. Die wundersame Welt der Ame...äh...des Marc Z. hat mich in ihren Schoss, den übergrossen, aufgenommen und gleich mal sowas von liebgewonnen, man glaubt´s kaum.
Gut, natürlich habe ich mich dort nicht mit meinem Namen oder einem von hier bekannten Pseudo angemeldet, sondern - man beachte meine abgrundtiefe Kreativität- einem völlig unbekannten, bis dato nirgendwo im Netz oder freier Wildbahn erwähnten. Schlau, wa?
So habe ich dort etwa 870 Freunde gesammelt, von dennen ich allerdings kein Schwein wirklich kenne, nichtmal ansatzweise.
Weiters twittere ich. Unterm Logo des Piepmatzes (weil von Vögeln versteh ich ja was, gelle) hau ich Alltags- und Fussballweisheiten raus, dass es nur so kracht in der virtuellen Welt der maschenlosen Tore.
Dann noch schnell bei Google+ angemeldet und zack, schon steht die digitale Person wie ´ne Eins vorm surferischen Himmelstor, wo ihn Gleichgesinnte schon sehnsüchtig erwarten, auf dass er an ihren dämlichen Spielen teilnähme, ihre zum hunderttausendsten Male geposteten Kalendersprüche zu liken und irgendwelchen obskuren Apps Zugriffsrechte auf ihre gesamten Daten zu gewähren.
Und wozu das alles?
Es galt, etwas zu beweisen: Andrea hatte nämlich mit mir gewettet, dass der gesammelte oben beschriebene Rotz dazu führen wird, ganz, gaaaaaanz tolle Freundschaften zu finden, gründen, vertiefen blablubberblub.
Natürlich, das muss einschränkend zugegeben werden, könnte ich nun Bildchen mit anderen Usern tauschen, Firmen, von denen nicht nur ich noch nie etwas gehört habe, meine ungeteilte Zustimmung zu ihren Produkten, Dienstleistungen und Internetauftritt erteilen oder mit Menschen chatten, mit denen mich nur eins, wenn auch ziemlich locker, verbindet: Die Liebe zu einem bestimmten Verein.
Achso, das hätte ich ja fast vergessen - passend zu oben genannten Aktivitäten hab ich selbstverständlich auch ein Blog eingerichtet und die Posts werden automatisch auch bei FB, Zwidscheridoo und ich glaub sogar bei G+ publiziert.
Zugriffszahlen bei 10 Posts, verteilt auf knapp 3 Wochen: 65!
Pffft, fünfundsechzig Klicks bei, ähem, fast 900 "Freunden", auf deren Leib die Thematik eigentlich wie zugeschnitten sein sollte. Eigentlich.
Eigentlich hätte auch die von mir gegründete Gruppe, wo man nur selbst verfasste Artikel, Posts, meinetwgen auch Gedichte, Fotos oder wasweissichwas, aber eben selbst produziert, veröffentlichen sollte, ein voller Erfolg werden sollen. Eigentlich.
Von den damals etwa 800 Eingeladenen sind 4 der Gruppe beigetreten. Bisherige Beiträge: Alle von mir.
Tscha Andrea, du wirst wohl, so leid mir das auch tut, dich im nächsten halben Jahr von trockenem Toast oder bestenfalls Nudeln mit Ketchup ernähren müssen. Dumm gelaufen. Vielleicht hättest du mich doch nicht, im Gegensatz zu euch "digital natives" als "steam-engine native" bezeichnen sollen.
Mal abgesehen von der verlorenen Zeit, die sich dank ihrer Mithilfe bei Freundschaftsanfragen und sonstigem Käse auf ein immer noch recht ansehnliches Maß reduzierte, habe ich die Hoffnung verloren, dass sich die Menschheit jemals an die Lösung ihrer Probleme machen wird, wenn eine immer ansteigende Anzahl ihrer Vertreter sich mit so einem Scheiss beschäftigt, jeder Dahergelaufene seine Profilneurosen öffentlich ausleben kann und sich darbietet wie die letzte Wanderhure.
Jungs, Mädels, wenn man sich morgens unter der Dusche fotografiert, ist das ansich schon krank, wie erst soll man das bezeichnen, wenn man die Fotos in einem Netzwerk postet und an Leute weitergibt, die einem so unbekannt sind wie die Grundlagen der deutschen Rechtschreibung?
Und wenn man sein Gör Shakira-Madeleine nennt, halte ich persönlich es für relativ unangebracht, Ausländerfeindliches zu posten. Mal drüber nachdenken...
Alles in allem ergibt sich nur ein Fazit: Es ist völlig wurscht, was du postest, wo du deine (vielleicht auch imaginären) Freunde suchst - Qualität zählt nix, aber auch überhaupt gar nix, es macht allein die Quantität, nämlich die deiner eigenen Aktivitäten. Du musst um Aufmerksamkeit betteln und zwar mit einiger Penetranz.
Daher mein Tipp an alle: Trefft euch lieber gelegentlich mit euren echten Freunden, schreibt ihnen mal wieder eine persönliche Email oder ladet sie zum Essen, Saufen, Kino, Sex ein.
Da habt ihr mehr von. Mit Sicherheit.
Und sollte jemand auf die verwegene Idee kommen, ich hätte mir ja nur die falsche Zielgruppe ausgesucht, weil überdurchschnittlicher Anteil an Hauptschülern, Hartzlern oder sonstwie Benachteiligten: Weit gefehlt, Amigos, in anderen Kreisen sind es vielleicht keine Fussballbildchen, sondern neueste Taz-Meldungen, Links zu Spargel-offline oder Dissertationen anderweitig Verwirrter. Mehr nicht.
Selbes Prinzip.
Gute Nacht, Welt.
Wenn ich nicht schon wüsste, was ich zu Weihnachten kriege und mich darauf so tierisch freuen würde, könnten die Mayas ruhig Recht haben und den nächsten Winteranfang gediegen ausfallen lassen.
EDIT:
Falls sich irgendjemand fragt, wieso Linkedin nicht erwähnt wird: Das ist die Cyber-Herbertstrasse für Jungakademiker und Möchtegern-Leader. Indiskutabel!
Gut, natürlich habe ich mich dort nicht mit meinem Namen oder einem von hier bekannten Pseudo angemeldet, sondern - man beachte meine abgrundtiefe Kreativität- einem völlig unbekannten, bis dato nirgendwo im Netz oder freier Wildbahn erwähnten. Schlau, wa?
So habe ich dort etwa 870 Freunde gesammelt, von dennen ich allerdings kein Schwein wirklich kenne, nichtmal ansatzweise.
Weiters twittere ich. Unterm Logo des Piepmatzes (weil von Vögeln versteh ich ja was, gelle) hau ich Alltags- und Fussballweisheiten raus, dass es nur so kracht in der virtuellen Welt der maschenlosen Tore.
Dann noch schnell bei Google+ angemeldet und zack, schon steht die digitale Person wie ´ne Eins vorm surferischen Himmelstor, wo ihn Gleichgesinnte schon sehnsüchtig erwarten, auf dass er an ihren dämlichen Spielen teilnähme, ihre zum hunderttausendsten Male geposteten Kalendersprüche zu liken und irgendwelchen obskuren Apps Zugriffsrechte auf ihre gesamten Daten zu gewähren.
Und wozu das alles?
Es galt, etwas zu beweisen: Andrea hatte nämlich mit mir gewettet, dass der gesammelte oben beschriebene Rotz dazu führen wird, ganz, gaaaaaanz tolle Freundschaften zu finden, gründen, vertiefen blablubberblub.
Natürlich, das muss einschränkend zugegeben werden, könnte ich nun Bildchen mit anderen Usern tauschen, Firmen, von denen nicht nur ich noch nie etwas gehört habe, meine ungeteilte Zustimmung zu ihren Produkten, Dienstleistungen und Internetauftritt erteilen oder mit Menschen chatten, mit denen mich nur eins, wenn auch ziemlich locker, verbindet: Die Liebe zu einem bestimmten Verein.
Achso, das hätte ich ja fast vergessen - passend zu oben genannten Aktivitäten hab ich selbstverständlich auch ein Blog eingerichtet und die Posts werden automatisch auch bei FB, Zwidscheridoo und ich glaub sogar bei G+ publiziert.
Zugriffszahlen bei 10 Posts, verteilt auf knapp 3 Wochen: 65!
Pffft, fünfundsechzig Klicks bei, ähem, fast 900 "Freunden", auf deren Leib die Thematik eigentlich wie zugeschnitten sein sollte. Eigentlich.
Eigentlich hätte auch die von mir gegründete Gruppe, wo man nur selbst verfasste Artikel, Posts, meinetwgen auch Gedichte, Fotos oder wasweissichwas, aber eben selbst produziert, veröffentlichen sollte, ein voller Erfolg werden sollen. Eigentlich.
Von den damals etwa 800 Eingeladenen sind 4 der Gruppe beigetreten. Bisherige Beiträge: Alle von mir.
Tscha Andrea, du wirst wohl, so leid mir das auch tut, dich im nächsten halben Jahr von trockenem Toast oder bestenfalls Nudeln mit Ketchup ernähren müssen. Dumm gelaufen. Vielleicht hättest du mich doch nicht, im Gegensatz zu euch "digital natives" als "steam-engine native" bezeichnen sollen.
Mal abgesehen von der verlorenen Zeit, die sich dank ihrer Mithilfe bei Freundschaftsanfragen und sonstigem Käse auf ein immer noch recht ansehnliches Maß reduzierte, habe ich die Hoffnung verloren, dass sich die Menschheit jemals an die Lösung ihrer Probleme machen wird, wenn eine immer ansteigende Anzahl ihrer Vertreter sich mit so einem Scheiss beschäftigt, jeder Dahergelaufene seine Profilneurosen öffentlich ausleben kann und sich darbietet wie die letzte Wanderhure.
Jungs, Mädels, wenn man sich morgens unter der Dusche fotografiert, ist das ansich schon krank, wie erst soll man das bezeichnen, wenn man die Fotos in einem Netzwerk postet und an Leute weitergibt, die einem so unbekannt sind wie die Grundlagen der deutschen Rechtschreibung?
Und wenn man sein Gör Shakira-Madeleine nennt, halte ich persönlich es für relativ unangebracht, Ausländerfeindliches zu posten. Mal drüber nachdenken...
Alles in allem ergibt sich nur ein Fazit: Es ist völlig wurscht, was du postest, wo du deine (vielleicht auch imaginären) Freunde suchst - Qualität zählt nix, aber auch überhaupt gar nix, es macht allein die Quantität, nämlich die deiner eigenen Aktivitäten. Du musst um Aufmerksamkeit betteln und zwar mit einiger Penetranz.
Daher mein Tipp an alle: Trefft euch lieber gelegentlich mit euren echten Freunden, schreibt ihnen mal wieder eine persönliche Email oder ladet sie zum Essen, Saufen, Kino, Sex ein.
Da habt ihr mehr von. Mit Sicherheit.
Und sollte jemand auf die verwegene Idee kommen, ich hätte mir ja nur die falsche Zielgruppe ausgesucht, weil überdurchschnittlicher Anteil an Hauptschülern, Hartzlern oder sonstwie Benachteiligten: Weit gefehlt, Amigos, in anderen Kreisen sind es vielleicht keine Fussballbildchen, sondern neueste Taz-Meldungen, Links zu Spargel-offline oder Dissertationen anderweitig Verwirrter. Mehr nicht.
Selbes Prinzip.
Gute Nacht, Welt.
Wenn ich nicht schon wüsste, was ich zu Weihnachten kriege und mich darauf so tierisch freuen würde, könnten die Mayas ruhig Recht haben und den nächsten Winteranfang gediegen ausfallen lassen.
EDIT:
Falls sich irgendjemand fragt, wieso Linkedin nicht erwähnt wird: Das ist die Cyber-Herbertstrasse für Jungakademiker und Möchtegern-Leader. Indiskutabel!
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Samstag, 25. Februar 2012
Herr, lass Hirn regnen!
Das Fasten zeigt echt schon enorme Auswirkungen, kann man nicht anders sagen. Seitdem ich -und das sowas von konsequent- keinen grünen Tee und Tofu-Bällchen mehr zu mir nehme, bin ich viel, viel gelassener geworden, wie vorhin auch ein paar Gäste feststellen durften.
Vom Nachtportier gerufen, kam ich herangeeilt, um Zwistigkeiten zu schlichten. Es begab sich nämlich, dass das Türschloss eines Zimmers kurzfristig den Dienst verweigerte, der Gast den Nachtportier rief, auf dass der das Malheur behebe, der das auch tat, der Gast jedoch plötzlich zickig wurde und ein anderes Zimmer verlangte.
Freundlich, aber bestimmt verweigerte unser guter Nachtgeist dies, worauf sich ein grosses Wehklagen und der Ruf nach dem Chef erhob.
Blablablubber, Tür öffnet nicht,blablablubber.
Ich Karte rein, Tür öffnet. Tür wieder zu, Karte rein, Tür öffnet wieder. Gast sagt, er sei Ingenieur und wüsste, dass das Schloss kaputt sei. Ausserdem sei der Nachtportier unfreundlich gewesen.
Frage an Nachtportier: "Warst du unfreundlich?"
Antwort: "Nein!"
Gast steht leicht irritiert daneben, faselt was von Bewertung auf Buchungsportal und dass er sowas ja noch nie erlebt hätte.
Ich behaupte, ich auch nicht, was eine glatte Lüge ist, sind doch bestimmt 5% unserer werten Gäste Vollpfosten, die sich auf dubiose Art und Weise Vorteile erschleichen wollen.
Gast wird inzwischen von seiner nicht ganz so holden Gattin flankiert. Unholde fängt zu keifen an, aus dem Nebenzimmer dringen Rufe nach Ruhe. Da ich mir nichts sehnlicher als das wünsche, wende ich mich an Vollpfosten und Unholde, bitte sie, in ihr, wie ja mehrfach festgestellt wurde, einwandfrei zu öffnendes und schliessendes Zimmer zu gehen und keinen grünen Tee oder Tofu-Bällchen zu sich zu nehmen.
Unholde meint, das würden wir noch bereuen, Nachtportier merkt, wie mir langsam aber sicher der Kamm schwillt und macht sich aus dem Staub.
Ich biete zwei Optionen an:
1. Absolute Ruhe, Verbleib im Zimmer, Entschuldigung beim Nachtportier
"Niemals!"
2.Erstellung der Abschlussrechnung, Begleichung derselben, Abreise bis spätestens 11 Uhr.
Zeter, zeter.
Okay, füge ich halt Option 3 hinzu. "Raus hier und zwar sofort!"
Ungläubige Gesichter.
"Ich gebe Ihnen 5 Minuten, um Ihren Krempel zu packen und zu verschwinden."
Vollpfosten: "Mein Vater ist Anwalt, Sie werden Post von ihm bekommen."
Ich: "Mein Vater ist Rentner, wenn Sie wünschen, sag ich ihm, er soll Ihnen auch was Nettes schreiben."
Es war nicht gewünscht.
Kann man nix machen.
Vom Nachtportier gerufen, kam ich herangeeilt, um Zwistigkeiten zu schlichten. Es begab sich nämlich, dass das Türschloss eines Zimmers kurzfristig den Dienst verweigerte, der Gast den Nachtportier rief, auf dass der das Malheur behebe, der das auch tat, der Gast jedoch plötzlich zickig wurde und ein anderes Zimmer verlangte.
Freundlich, aber bestimmt verweigerte unser guter Nachtgeist dies, worauf sich ein grosses Wehklagen und der Ruf nach dem Chef erhob.
Blablablubber, Tür öffnet nicht,blablablubber.
Ich Karte rein, Tür öffnet. Tür wieder zu, Karte rein, Tür öffnet wieder. Gast sagt, er sei Ingenieur und wüsste, dass das Schloss kaputt sei. Ausserdem sei der Nachtportier unfreundlich gewesen.
Frage an Nachtportier: "Warst du unfreundlich?"
Antwort: "Nein!"
Gast steht leicht irritiert daneben, faselt was von Bewertung auf Buchungsportal und dass er sowas ja noch nie erlebt hätte.
Ich behaupte, ich auch nicht, was eine glatte Lüge ist, sind doch bestimmt 5% unserer werten Gäste Vollpfosten, die sich auf dubiose Art und Weise Vorteile erschleichen wollen.
Gast wird inzwischen von seiner nicht ganz so holden Gattin flankiert. Unholde fängt zu keifen an, aus dem Nebenzimmer dringen Rufe nach Ruhe. Da ich mir nichts sehnlicher als das wünsche, wende ich mich an Vollpfosten und Unholde, bitte sie, in ihr, wie ja mehrfach festgestellt wurde, einwandfrei zu öffnendes und schliessendes Zimmer zu gehen und keinen grünen Tee oder Tofu-Bällchen zu sich zu nehmen.
Unholde meint, das würden wir noch bereuen, Nachtportier merkt, wie mir langsam aber sicher der Kamm schwillt und macht sich aus dem Staub.
Ich biete zwei Optionen an:
1. Absolute Ruhe, Verbleib im Zimmer, Entschuldigung beim Nachtportier
"Niemals!"
2.Erstellung der Abschlussrechnung, Begleichung derselben, Abreise bis spätestens 11 Uhr.
Zeter, zeter.
Okay, füge ich halt Option 3 hinzu. "Raus hier und zwar sofort!"
Ungläubige Gesichter.
"Ich gebe Ihnen 5 Minuten, um Ihren Krempel zu packen und zu verschwinden."
Vollpfosten: "Mein Vater ist Anwalt, Sie werden Post von ihm bekommen."
Ich: "Mein Vater ist Rentner, wenn Sie wünschen, sag ich ihm, er soll Ihnen auch was Nettes schreiben."
Es war nicht gewünscht.
Kann man nix machen.
Mittwoch, 22. Februar 2012
LOST
Eddy hat im Park, jedenfalls ist das meine Vermutung, vergiftetes Vogelfutter gegessen. Nur so kann ich mir seinen plötzlichen Einfall, heiraten zu wollen, erklären. Ich bin erschüttert und darüberhinaus auch noch als Trauzeuge benannt worden. Nicht genug damit, dass ich mir anschauen soll, wie er seine Eier gegen ´nen Ring und gelegentliche inhäusige warme Mahlzeiten eintauscht, nein, bezeugen soll ich´s auch noch. Meine Fresse, muss dringend mal eruiren, ob es ein Gesetz gibt, das Argumentations-Support durch Baseballschläger unter Strafe stellt.
Gut, das Weib mag mich nicht...aber welches Weib tut das schon? Meine Vermutung, sie sei damals als Kind nur ganz knapp an der Hochbegabtenförderung vorbeigeschrammt, liesss sich schon nach den ersten drei zusammengehörigen Wörtern aus ihrem Mund nicht mehr aufrecht halten, figürlich liegt sie irgendwo zwischen Kate Moss und Beth Ditto, altersmässig zwischen Maggie Simpson und dem Highlander - spanischer Durchschnitt also, durch und durch.
Wie verzweifelt muss Eddy sein? Habe ich mich zu wenig um ihn gekümmert? Was kann ihm diese Frau geben, was er nicht auch von seiner Mutter bekommen könnte? Und zwar umsonst, ohne demnächst dreiviertel seines eh nicht grad üppigen Einkommens zu IKEA, ZARA und GÖRTZ zu schleppen.
Die Mayas hatten doch Recht, dieses Jahr werden noch nie dagewesene Katastrophen passieren - haben sich halt nur mit dem Datum etwas vertan.
Kann passieren.
Sollte aber nicht.
Gut, das Weib mag mich nicht...aber welches Weib tut das schon? Meine Vermutung, sie sei damals als Kind nur ganz knapp an der Hochbegabtenförderung vorbeigeschrammt, liesss sich schon nach den ersten drei zusammengehörigen Wörtern aus ihrem Mund nicht mehr aufrecht halten, figürlich liegt sie irgendwo zwischen Kate Moss und Beth Ditto, altersmässig zwischen Maggie Simpson und dem Highlander - spanischer Durchschnitt also, durch und durch.
Wie verzweifelt muss Eddy sein? Habe ich mich zu wenig um ihn gekümmert? Was kann ihm diese Frau geben, was er nicht auch von seiner Mutter bekommen könnte? Und zwar umsonst, ohne demnächst dreiviertel seines eh nicht grad üppigen Einkommens zu IKEA, ZARA und GÖRTZ zu schleppen.
Die Mayas hatten doch Recht, dieses Jahr werden noch nie dagewesene Katastrophen passieren - haben sich halt nur mit dem Datum etwas vertan.
Kann passieren.
Sollte aber nicht.
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Samstag, 22. Oktober 2011
Ehrlich gärt am längsten
Der Wert der Porzellan-Sau - samt Inhalt natürlich- dürfte den eurer Automobile schon nach etwa nur 3 Tagen bei weitem übersteigen.
Es sind die Zeiten, die schlimmen, die mir Sorgenfalten in die Hipophyse gravieren.
Europa geht den Bach runter, der Euro sowieso, in der Wüste werden Leute umgelegt, die ich lieber vor einem ordentlichen Gericht sähe und einer der beiden letztwöchentlich lädierten Finger ist tatsächlich gebrochen. Das wiederum würde mich nicht weiter beunruhigen, aber leider befindet er sich an der rechten Hand, sodass ich mir keine Schiene schnitzen konnte und ein Arztbesuch notwendig wurde. Leider habe ich ja kein FB-Account, folglich musste die überaus reizende Sprechstundenhilfe Schuhgrösse, sexuelle Vorlieben und den Geburtsnamen meiner Urgrossmutter väterlicherseits anhand der Versichertenkarte feststellen, was dauern kann; da muss man schonmal etwas Geduld zeigen. Die Zeit vertrieb ich mir mit dem Studium diverslicher Presseerzeugnisse.
Hätt ich nicht machen sollen.
Zwar weiss ich nun, welche Aktrice mit wem pennt, wenn sie grad nicht aktriert, aber -und das ist die alarmierende Nachricht- ich wurde zunächst eher unbewusst, später gezielt suchend, eines Phänomens gewahr, nämlich der offensichtlichen Verbrüderung der Parteien und Gruppierungen der verschiedensten, sonst eher auf Abgrenzung bedachten politischen Strömungen.
Rechts und links befleissigen sich des selben Tones, wenn es um die just anstehenden Probleme geht, prügeln unisono auf USA, NATO, Banken, Global Player und was da sonst noch kreucht und fleucht ein und haben plötzlich im vormals durch-, jetzt eher abgeknallten lybischen Staatschef einen Märtyrer im Kampf gegen den Imperialismus gesucht und gefunden. Philosophen jeglicher Couleur schiessen wie Hallimarsche aus dem feuchten Herbstboden und mahnen den Bürger der westlichen Hemisphäre, doch gefälligst Zelt und Campingkocher zur EZB oder ersatzweise anderen kriminellen Instituten zu wuppen und dort verbleiben, bis die Probleme dort durch heftigstes Aussitzen und Skandieren demokratiefreundlicher Parolen, die selbstverständlich nur so klingen, in Wirklichkeit aber die ganze Verlogenheit der Initiatoren reflektieren, sich in Luft auflösen.
Warum nur kommt mir da sofort der Begriff "Marionetten" in den Sinn? Warum muss ich an Pinocchio denken? Warum wächst dem Holzwichtel der Zinken und nicht dem Puppenspieler?
Und warum können nicht alle so sein wie ich, der immer, wenn er von einer schönen jungen Frau nach seinem Beruf gefragt wird, wahrheitsgemäss "Pilot. Kampfjet!" antwortet?
Mittwoch, 12. Oktober 2011
Freichampagner für alle
Wer nicht mitzieht, wird den Haien zum Frass vorgeworfen.
Stattdessen zahl ich gute 20% über Tarif, die sich durch ein geschickt ausgeklügeltes Prämien- und Bonussystem noch um gute zwei- bis dreihundert Euro monatlich erhöhen lassen, stelle geräumige Personalzimmer mit TV und freiem Internetzugang zur Verfügung, lasse hervorragendes, von excellenten Köchen zubereitetes Essen in einer eigens eingerichteten und geschmackvoll dekorierten Kantine servieren, nerve nicht mehr rum als unbedingt nötig, gebe Entscheidungs-, Entfaltungs- und Gestaltungsspielräume, wo nur möglich, lasse schlechte Behandlung durch aufmüpfige Gäste nicht ungesühnt - und was passiert? Kommt so´n
Morgen geh ich mir Bongos kaufen...jeder fängt mal klein an.
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ViaE
Samstag, 8. Oktober 2011
Ein guter Mensch, wer Schlechtes dabei denkt
Die Produkte seien scheisse, er habe in China unter unmenschlichsten Bedingungen fertigen lassen, einen Kult um sich und die Marke aufgebaut, sind noch die harmlosesten Äusserungen.
Wie gut, dass ich mich ja eh grad über sogenannte Politik-Blogs bei wordpress auslasse, bin ich doch dort fündig geworden auf der Suche nach jenen Subjekten, die sich Moral auf die Fahne schreiben, hinterm Rücken jedoch den Wimpel der Verlogenheit heftigst schwenken.
Diesmal ist´s, wie könnte es auch anders sein, ein Linker. Erst wird im Artikel angeprangert, was die Tastatur hergibt, später in den Kommentaren dann erwähnt, selber die apfelgeschmückten Produkte zu verwenden, womit ja wohl zugegeben wird, den oben genannten und verurteilten Vorgehensweisen Vorschub geleistet zu haben.
Wie gut, dass das Internet nie vergisst, denn nach kurzer Recherche hab ich schon herausgefunden, dass der Blogbetreiber zwar in seiner Selbstbeschreibung über unabhängigen Bürgerjournalismus schwadroniert, der es nicht erlaube, Werbung auf seinem Blog zu schalten, andererseits aber auf mehreren Plattformen und Blogs als Gastautor tippselt, die vor Reklame schier bersten.
Tja, mien Jung, wenn du den ersten Stein wirfst, solltest du dich eventuell vorher vergewissern, ob es nicht doch vielleicht ein Bumerang ist.
Könnte es sein, dass unsere Gesellschaft eher an solch selbstgerechten und doppelmoralischen Subjekten krankt denn an den paar (relativ gesehen) Hanseln, die uns übern Tisch ziehen wollen?
Öffentlich verlink ich das nicht, wenn Interesse besteht oder ihr meiner Deutungsgabe misstraut, kann der Link per Mail oder Kommi erfragt werden.
Verweisen möcht ich allerdings auf jenen Post hier: http://spoonsandskies.wordpress.com/2011/10/07/trauer-vs-moralapostelei/ , wo sich auch ´ne hübsche diesbezügliche Aussage findet.
Wie gut, dass ich mich ja eh grad über sogenannte Politik-Blogs bei wordpress auslasse, bin ich doch dort fündig geworden auf der Suche nach jenen Subjekten, die sich Moral auf die Fahne schreiben, hinterm Rücken jedoch den Wimpel der Verlogenheit heftigst schwenken.
Diesmal ist´s, wie könnte es auch anders sein, ein Linker. Erst wird im Artikel angeprangert, was die Tastatur hergibt, später in den Kommentaren dann erwähnt, selber die apfelgeschmückten Produkte zu verwenden, womit ja wohl zugegeben wird, den oben genannten und verurteilten Vorgehensweisen Vorschub geleistet zu haben.
Wie gut, dass das Internet nie vergisst, denn nach kurzer Recherche hab ich schon herausgefunden, dass der Blogbetreiber zwar in seiner Selbstbeschreibung über unabhängigen Bürgerjournalismus schwadroniert, der es nicht erlaube, Werbung auf seinem Blog zu schalten, andererseits aber auf mehreren Plattformen und Blogs als Gastautor tippselt, die vor Reklame schier bersten.
Tja, mien Jung, wenn du den ersten Stein wirfst, solltest du dich eventuell vorher vergewissern, ob es nicht doch vielleicht ein Bumerang ist.
Könnte es sein, dass unsere Gesellschaft eher an solch selbstgerechten und doppelmoralischen Subjekten krankt denn an den paar (relativ gesehen) Hanseln, die uns übern Tisch ziehen wollen?
Öffentlich verlink ich das nicht, wenn Interesse besteht oder ihr meiner Deutungsgabe misstraut, kann der Link per Mail oder Kommi erfragt werden.
Verweisen möcht ich allerdings auf jenen Post hier: http://spoonsandskies.wordpress.com/2011/10/07/trauer-vs-moralapostelei/ , wo sich auch ´ne hübsche diesbezügliche Aussage findet.
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