Grad letztens, die Jüngeren werden sich erinnern können, den Älteren empfehle ich Knoblauchpräparate, sprachen wir ja ein bisschen über das Glück und seine vielfältigen Erscheinungsmöglichkeiten.
Es ist noch gar nicht so lange her, da zog die just wieder bei mir zur Erholung weilende Andrea in meine kleine, wenngleich feine Wohnung am Waldesrand. Das ist für einen Menschen, der in Barcelona in einem Viertel, wo jeden Nachmittag um 5 Happy Hour bei den Dermatologen ist und davor in einem Hamburger Stadtteil lebte, in dem es kein Grün mehr gibt, seitdem die Polizisten neue Uniformen haben, zunächst ein Schock und die ersten Nächte mögen wohl sehr aufregend gewesen sein.
So klingelte in der zweiten mein Handy, dran war sie und gab mir unmissverständlich zu verstehen, dass da ein wildes Tier ums Haus schliche, bestimmt ein Wolf.
"Hier gibts keine Wölfe!"
"Dann ein Bär."
"Das", log ich dreist, "kann auch nicht sein", denn gelegentlich tauchen hier in der Gegend tatsächlich Bären auf. Sagt man dann natürlich nicht. "Wenn´s ein Braunbär ist, frag ihn doch mal, wieso er seinen Cousin angeschwärzt hat", scherzte ich frohgemut, erntete jedoch nur die ziemlich harsch vorgetragene Aufforderung, mich gefälligst unverzüglich vor Ort einzufinden und dem Spuk ein Ende zu bereiten.
Wohldenn, Superheldenkostüm übergestreift, Taxi geordert und zum grossen Halali geblasen.
Und wie ich so ums Haus pirsche, überlegend, welche meiner Superkräfte ich bei Meister Petz zum Einsatz bringen würde, ist ein eindeutiges Rascheln im Gebüsch zu vernehmen.
Todesmutig werfe ich mich in selbiges und vor mir steht, wahrscheinlich genauso dämlich wie Andrea am Fenster guckend, ein Igel. Er ist gestellt, sieht die Ausweglosigkeit seiner Situation voll und ganz ein und rollt sich zusammen, was ich als bedingungslose Kapitulation werte.
So war das...und wie vorhin mein Telefon läutet, da dachte ich natürlich sofort an Kleinwild und junge Frauen reissende Igel und bereute schon, mein Superheldenkostüm grad gestern erst in die Reinigung gegeben zu haben, als eine zarte Stimme am anderen Ende der Leitung fragte, wann ich denn wohl heimkäme, weil sie nämlich ganz fürchterlich müde sei und jetzt ins Bett gehen würde.
"Es wird spät, viel zu tun, schlaf gut."
"Gute Nacht, Grosser, ich hab dich lieb."
Und das, meine lieben Freunde und Feinde dort draussen an den Monitoren, wo auch immer ihr sein mögt, das ist Glück.
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Donnerstag, 30. August 2012
Montag, 20. August 2012
Rock´n Roll, I gave you all the best years of my life
Ein Jeder kennt das: Man hat Besuch, trinkt 2-3 Tassen grünen oder wahlweise auch Kamillentee miteinander und schon gerät man ins Schwelgen. Vergangene Zeiten passieren Revue. Rührseligkeit macht sich breit.
Hach, Andrea hätte gerne, dass ein Mann mal sowas für sie tut: http://demiansunheilewelt.blogspot.co.at/2009/06/heart-of-gold.html
und ich würde mich ja ganz narrisch freun tun ob solcher, für nächsten Samstag (hatte ich das schon erwähnt?) anstehender Geburtstagsständchen:
http://demiansunheilewelt.blogspot.co.at/2009/12/danke.html
Wenn ich´s nicht sowieso schon getan hätte, würde ich einen Grossteil meiner Memoiren dem Teil meines Lebens widmen.
Titel (danke für die Inspiration): Ficköön, aber mit Stil.
Gegenstimmen?
Freitag, 17. August 2012
Mett-Man vs. Catwoman
Früher war, hab´s ja schon des öfteren erwähnt, irgendwie alles besser. Noch vor wenigen Dekaden überbrachte ich meine mal mehr, mal minder wichtigen Mitteilungen mittels brennendem Dornenbusch, wohingegen ich heutzutage nicht nur blogge, nein, auch SMS und Emails werden von mir verwendet.
Einer ernsthaften Nutzung von Herrn Sugarmountain´s Datensammelbecken hingegen verweigere ich mich nachwievor relativ erfolgreich.
Mitunter hat das jedoch auch Nachteile.
Nicht für mich, aber Andrea schien irgendwie ein wenig angepisst, weil sie am Flughafen ´ne schlappe Stunde warten musste, derweil von Hundertschaften junger Männer mit fremdländischem Aussehen, die sie allesamt pauschal des Drogenschmugglertums bezichtigte, angesabbert und wohl auch -gelabert wurde.
Kaum betrat ich das Flughafengebäude, schalt sie mich einen Nichtsnutz, einen unhippen Grufti und andere böse, böse Charakterisierungen, die ich hier gar nicht erst wiederholen möchte.
"Handy aus, Computer aus, Hirn aus!"
"Hab dich auch lieb. Mettbrötchen?"
Ich weiss ja nicht, wie es euch so geht, aber ich les gelegentlich bei Twitter mit und da ist das voll cool, das mit dem Mettbrötchen. Man möge mich bitte nicht nach Sinn oder Unsinn fragen, aber bei Facebook, worüber Andrea mir die Nachricht schickte, dass sie einen früheren Flug nähme, scheint das wohl nicht der Fall zu sein.
Kein Wunder, dass die Aktie fast die Hälfte ihres ursprünglichen Emissionswertes verloren hat, was ich ja, call me Via Kostolany, an jenem denkwürdigen Tag bereits in diesem, meinem Blog orakelte. Man memoriert es. Oder auch nicht.
Andrea schien jedenfalls von meinen diesbezüglichen Ausführungen nicht sehr angetan und es dauerte bestimmt geschlagene 45 Sekunden, bis ich ihr das erste Lächeln abringen konnte, indem ich mich auf die Knie -in diesem Fall ausnahmsweise mal die eigenen- warf, ihr linkes Bein umklammerte und um Gnade winselte. Man hätte meinen können, wir seien ein Ehepaar.
Endgültig gewonnen war die Schlacht, als ich dem Taxifahrer ein Mettbrötchen versprach, wenn er uns innerhalb von 5 Minuten in die grosse Stadt am Inn bringen würde. Glaub, der war Moslem.
Bestimmt auch nicht bei Facebook aktiv, obwohl seine anzüglichen Bemerkungen über ihre durch ´ne Art Catsuit hervorragend zur Geltung gebrachten körperlichen Hauptmerkmale das zunächst vermuten liessen.
Sie geniesst sowas ja, während ich armer, armer Aushilfsdaddy die geifernde Meute fernhalten muss.
Das Leben ist so ungerecht. In dem Zusammenhang fällt mir ein, dass es Hartz4 genau 10 Jahre lang gibt.
Ich gratuliere dem Mann der ersten Stunde, Herbert F. aus A., dem nächste Woche bei Jauch der erste Kasten Krombacher der Jubiläumsedition verliehen werden soll, wohingegen sich die alleinerziehende Katharina H. aus E. bei Maischberger von Altkanzler Schröder beschimpfen lassen wird.
Früher war, hab´s ja schon des öfteren erwähnt, irgendwie alles besser. Noch vor wenigen Dekaden überbrachte ich meine mal mehr, mal minder wichtigen Mitteilungen mittels brennendem Dornenbusch, wohingegen ich heutzutage nicht nur blogge, nein, auch SMS und Emails werden von mir verwendet.
Einer ernsthaften Nutzung von Herrn Sugarmountain´s Datensammelbecken hingegen verweigere ich mich nachwievor relativ erfolgreich.
Mitunter hat das jedoch auch Nachteile.
Nicht für mich, aber Andrea schien irgendwie ein wenig angepisst, weil sie am Flughafen ´ne schlappe Stunde warten musste, derweil von Hundertschaften junger Männer mit fremdländischem Aussehen, die sie allesamt pauschal des Drogenschmugglertums bezichtigte, angesabbert und wohl auch -gelabert wurde.
Kaum betrat ich das Flughafengebäude, schalt sie mich einen Nichtsnutz, einen unhippen Grufti und andere böse, böse Charakterisierungen, die ich hier gar nicht erst wiederholen möchte.
"Handy aus, Computer aus, Hirn aus!"
"Hab dich auch lieb. Mettbrötchen?"
Ich weiss ja nicht, wie es euch so geht, aber ich les gelegentlich bei Twitter mit und da ist das voll cool, das mit dem Mettbrötchen. Man möge mich bitte nicht nach Sinn oder Unsinn fragen, aber bei Facebook, worüber Andrea mir die Nachricht schickte, dass sie einen früheren Flug nähme, scheint das wohl nicht der Fall zu sein.
Kein Wunder, dass die Aktie fast die Hälfte ihres ursprünglichen Emissionswertes verloren hat, was ich ja, call me Via Kostolany, an jenem denkwürdigen Tag bereits in diesem, meinem Blog orakelte. Man memoriert es. Oder auch nicht.
Andrea schien jedenfalls von meinen diesbezüglichen Ausführungen nicht sehr angetan und es dauerte bestimmt geschlagene 45 Sekunden, bis ich ihr das erste Lächeln abringen konnte, indem ich mich auf die Knie -in diesem Fall ausnahmsweise mal die eigenen- warf, ihr linkes Bein umklammerte und um Gnade winselte. Man hätte meinen können, wir seien ein Ehepaar.
Endgültig gewonnen war die Schlacht, als ich dem Taxifahrer ein Mettbrötchen versprach, wenn er uns innerhalb von 5 Minuten in die grosse Stadt am Inn bringen würde. Glaub, der war Moslem.
Bestimmt auch nicht bei Facebook aktiv, obwohl seine anzüglichen Bemerkungen über ihre durch ´ne Art Catsuit hervorragend zur Geltung gebrachten körperlichen Hauptmerkmale das zunächst vermuten liessen.
Sie geniesst sowas ja, während ich armer, armer Aushilfsdaddy die geifernde Meute fernhalten muss.
Das Leben ist so ungerecht. In dem Zusammenhang fällt mir ein, dass es Hartz4 genau 10 Jahre lang gibt.
Ich gratuliere dem Mann der ersten Stunde, Herbert F. aus A., dem nächste Woche bei Jauch der erste Kasten Krombacher der Jubiläumsedition verliehen werden soll, wohingegen sich die alleinerziehende Katharina H. aus E. bei Maischberger von Altkanzler Schröder beschimpfen lassen wird.
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| von sueddeutsche.de |
Donnerstag, 16. August 2012
Noch ein kleines Stück vom Glück
Ich bin ja nicht gerade, man dürfte es gemerkt haben können, zimperlich, sowohl was die Art der Waffen, als auch die Wortwahl angeht.
Was für ein Glück, dass wir grad erst kürzlich übers Glück zu filosofieren begonnen haben, denn dies wird so ´ne Art Fortsetzung des weiter unten befindlichen Posts und, da seid nun wiederum ihr auf Fortuna´s Seite, wir beziehen auch den vorangegangenen Artikel mit ein. Somit seid ihr gleich mehrfach beschenkt und ich kann mir teure Giveaways, wie von der misanthropen Juliane angedacht, die nebenbei bemerkt für kurzfristige Serverausfälle hier gesorgt hat, sparen.
Logischerweise macht nicht nur mein Beruf, den ich im Übrigen mittlerweile als Berufung sehe (man reiche mir das Phrasenschwein), mich ausserordentlich zufrieden, sondern auch die Gesundheit. Meine im Speziellen.
Doch schon leicht über 25, erfreue ich mich nämlich selbiger; und das nicht zu knapp.
Da sind zum einen die Gene, über die erstaunlicherweise niemand sonst in unserer Familie verfügt und zum anderen der Sport.
Wie hinlänglich bekannt sein dürfte, betreibe ich mehrere sogenannte Risikosportarten, für die man über eine ziemlich gute Konstitution verfügen sollte, will man nicht als Haifutter oder Rasendünger enden.
Grundlage ist und bleibt aber ein durchdachtes und nach neuesten Erkenntnissen der Sportmedizin ausgerichtetes Fitnesstraining, welches man sich durchliest, zur Kenntnis nimmt, es danach in die Tonne kloppt und einfach ein bischen an Geräten und Hanteln rumhampelt, so dreimal die Woche für´n gediegenes Stündchen...und schon schwingt sich Tarzan, die arme Sau, brüllend vor Neid durch den Urwald.
So gestählt, kann kommen, was wolle, jedenfalls auf physischer Ebene. Auch so´n Heiopei wie gestern geschildert. Habe ich keine Lust zu diskutieren, schnapp ich mir so ´nen Wicht. Das sähe relativ lächerlich aus, wenn ich den nicht mal wegzerren könnte. D´accord?
Ferner bilde ich mir ja auch ein, dass an der alten Mär, wonach körperliche Betätigung die Sauerstoffzufuhr im Gehirn befördere, etwas dran sein könnte.
Als Gegenbeweis dienen mir die Piraten
Punkt
Damit ihr mich nicht ewig ertragen und meine Rente finanzieren müsst, rauche und saufe ich, trinke eimerweise Kaffee und arbeite gute 400 Stunden monatlich.
Dummerweise macht auch das mich nicht grade krank, weshalb mir lebensverkürzende Arztbesuche und Tabletteneinnahmen weitestgehend erspart bleiben.
Ihr dürft aber auf eventuelle Langzeitwirkungen hoffen.
Aber bis dahin delektiere ich mich an bester Verfassung, wünsche euch selbige und mir ausserdem, dass ihr nie, niemals nicht Posts verfasst, in denen oben von Übergewicht, Blutzucker, Bluthochdruck und unten vom 12stündigen alltäglichen TV-Marathon, begleitet von Chips, Cola und Tiefkühlpizza die Rede ist.
Apropos TV: Ich find diese ganzen Koch-Shows ja voll super.
Endlich haben auch hässliche Menschen mit Kodderschnauze ´ne reelle Chance auf dem Arbeitsmarkt.
Da sind die bestimmt auch glücklich drüber.
Was für ein Glück, dass wir grad erst kürzlich übers Glück zu filosofieren begonnen haben, denn dies wird so ´ne Art Fortsetzung des weiter unten befindlichen Posts und, da seid nun wiederum ihr auf Fortuna´s Seite, wir beziehen auch den vorangegangenen Artikel mit ein. Somit seid ihr gleich mehrfach beschenkt und ich kann mir teure Giveaways, wie von der misanthropen Juliane angedacht, die nebenbei bemerkt für kurzfristige Serverausfälle hier gesorgt hat, sparen.
Logischerweise macht nicht nur mein Beruf, den ich im Übrigen mittlerweile als Berufung sehe (man reiche mir das Phrasenschwein), mich ausserordentlich zufrieden, sondern auch die Gesundheit. Meine im Speziellen.
Doch schon leicht über 25, erfreue ich mich nämlich selbiger; und das nicht zu knapp.
Da sind zum einen die Gene, über die erstaunlicherweise niemand sonst in unserer Familie verfügt und zum anderen der Sport.
Wie hinlänglich bekannt sein dürfte, betreibe ich mehrere sogenannte Risikosportarten, für die man über eine ziemlich gute Konstitution verfügen sollte, will man nicht als Haifutter oder Rasendünger enden.
Grundlage ist und bleibt aber ein durchdachtes und nach neuesten Erkenntnissen der Sportmedizin ausgerichtetes Fitnesstraining, welches man sich durchliest, zur Kenntnis nimmt, es danach in die Tonne kloppt und einfach ein bischen an Geräten und Hanteln rumhampelt, so dreimal die Woche für´n gediegenes Stündchen...und schon schwingt sich Tarzan, die arme Sau, brüllend vor Neid durch den Urwald.
So gestählt, kann kommen, was wolle, jedenfalls auf physischer Ebene. Auch so´n Heiopei wie gestern geschildert. Habe ich keine Lust zu diskutieren, schnapp ich mir so ´nen Wicht. Das sähe relativ lächerlich aus, wenn ich den nicht mal wegzerren könnte. D´accord?
Ferner bilde ich mir ja auch ein, dass an der alten Mär, wonach körperliche Betätigung die Sauerstoffzufuhr im Gehirn befördere, etwas dran sein könnte.
Als Gegenbeweis dienen mir die Piraten
Punkt
Damit ihr mich nicht ewig ertragen und meine Rente finanzieren müsst, rauche und saufe ich, trinke eimerweise Kaffee und arbeite gute 400 Stunden monatlich.
Dummerweise macht auch das mich nicht grade krank, weshalb mir lebensverkürzende Arztbesuche und Tabletteneinnahmen weitestgehend erspart bleiben.
Ihr dürft aber auf eventuelle Langzeitwirkungen hoffen.
Aber bis dahin delektiere ich mich an bester Verfassung, wünsche euch selbige und mir ausserdem, dass ihr nie, niemals nicht Posts verfasst, in denen oben von Übergewicht, Blutzucker, Bluthochdruck und unten vom 12stündigen alltäglichen TV-Marathon, begleitet von Chips, Cola und Tiefkühlpizza die Rede ist.
Apropos TV: Ich find diese ganzen Koch-Shows ja voll super.
Endlich haben auch hässliche Menschen mit Kodderschnauze ´ne reelle Chance auf dem Arbeitsmarkt.
Da sind die bestimmt auch glücklich drüber.
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