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Mittwoch, 3. Oktober 2012

Einheitsbrei

Als es anfing, feste Konturen anzunehmen, war ich grad in Paraguay und wie ich so den Fernseher einschalte, da seh ich doch Leute auf der Berliner Mauer rumturnen, Trabbis, vollbesetzt mit glücksstrahlenden Menschen, denen grösstenteils Wildfremde Bananen und Schokolade verabreichen.
In bedenklichen Dosen, aber  das mal nur so nebenbei.
Ich bat meinen Cousin zu übersetzen, denn irgendwie mochte ich noch nicht so recht daran glauben, grad nicht veräppelt zu werden. Sein Erstaunen war noch sehr viel grösser, war er doch schon 15 Jahre weg aus Deutschland und die Vorgänge dort wurden in paraguayanischen Medien bestenfalls am Rande erwähnt.

Er bestätigte: Die Mauer war offen!
Anruf in Deutschland: Ja, es stimmt, hier ist die Hölle los. Zehntausende, wenn nicht gar noch mehr, reisten ungehindert in den Westen.

Wir stiessen mit einem lamapisseähnlichen Gebräu an und umarmten uns.

Das war am 09. November 1989 und knapp ein Jahr später, an ebenjenem 03. Oktober 1990, vollzog sich die von uns lapidar "Wiedervereinigung" genannte Zusammenführung und bescherte uns einen Feiertagstausch. Und jede Menge Ärger.
Jedem, der schonmal Fliegen mit einem Volkswirtschaftslehre-Buch erschlagen hatte, musste klar sein, wie sehr eine Angleichung der Lebensumstände auf beiden Seiten zu erheblichen Verlusten führen würde.
Hüben wie vormals drüben.
Ganoven aus dem Westen machten sich auf ins neue El Dorado, liessen sich Bier für 65 Pfennig schmecken und zockten nebenbei jeden ab, der nicht bei drei in seiner Platte war, die alten und auch nicht ganz so alten Kader dort sicherten sich Pöstchen und verarschten die Treuhand.
Ein Hauen und Stechen, bis am Ende in West und Ost die Verlierer feststanden.

Statt blühender Landschaften gab´s verwundete Seelen, verlorene Arbeitsplätze und derart bodenlose Fässer zu stopfen, wie sich das wohl  niemand vorher ausgemalt hätte

Heute, genau 22 Jahre später, darf feiern, wem danach zumute ist, wobei mir spontan Chanel tragende Linke in den Sinn kommen, denen die Wende gutbezahlte Abgeordnetensitze eingebracht hat, für die sie nichts weiter tun müssen, als ein bisschen zu lamentieren, Spekulanten, grosse Firmen und ähnliches Geschmeiss, das immer als Erster da ist, wenn`s irgendwo Leichen zu fleddern gibt.
Die Kanzlerin natürlich auch. Gauck. Und noch ein paar mehr von denen, die die Gunst der historischen Stunde nutzen konnten.

Auf der negativen Seite verbuchen wir die hohe Arbeitslosigkeit, der die Agenda 2010 und somit die Hartz-Gesetze folgten, die durch Frankreich und England nunmehr forcierte und völlig übereilte Einführung des Euro mit seinen heute mehr als  zuvor sichtbaren Auswirkungen.
Nicht zu vergessen die Menschen, die da wie dort durchs Raster fielen und das immer noch tun.

Ich denke, es fällt schwer, sich zu freuen, dass man zwar jetzt nach Malle oder Hawaii fliegen könnte, aber leider kein Geld dafür hat und dass die Merzedesse nicht auf Plantagen wachsen, wo sie nur darauf warten, gepflückt zu werden...nunja, diesem Irrglauben sind schon ganz Andere aufgesessen.

Es gibt noch viel zu tun, auch und gerade 22 Jahre danach und ich wünsche mir, dass mein Text zum 30. Jahrestag anders ausfallen möge.

Samstag, 22. September 2012

Grüezi

"Mir hat mal einer ´nen echten Picasso für 4000 Franken verkauft. So ein Trottel."

Ich für meinen Teil liebe es ja, Bargespräche zu belauschen. Die Schweizer haben zu ihrem Unglück keine nennenswerte Spirituosenindustrie und sind daher auf Gedeih und Verderb den hiesigen Destillaten ausgeliefert. Die vertragen sie genau so wenig wie Kritik oder ich ihre linguistischen Artikulationsversuche, die nicht selten in einem Buchstabenmassaker zu enden drohen.
Er zügelt z.B. gern, leider nicht sich selbst und seinen Wortschwall, sondern seine sieben, eventuell auch mehr Sachen, so man ihn denn lässt, was wir mit allen Mitteln zu verhindern suchen. Also, wenn wir rausgefunden haben -Google-Translator kann man dabei knicken-, was er will.
Zunächst mal gefällt dem Eidgenossen das von ihm ausgewählte und von uns zugeordnete Zimmer nicht, weil es einen / keinen Balkon hat, zu weit / nah vom Schwimmbad entfernt , zu hoch / tief gelegen ist oder einfach weil Samstag ist und samstags zügelt er halt gern.
Im Restaurant stossen die Ruebli nicht auf seinen Geschmack, womit er gemeinhin ausdrücken will, dass ihm die Möhrchen nicht munden und ihn erstaunt, dass wir die Rösti zu handlicheren Knödeln rollen.
Der wohlhabende Schweizer, und nur  den beherbergen wir, fährt gerne nordamerikanische Autos, kann die Riesenkutsche aber nicht in der Tiefgarage parkieren, weil die nunmal nicht für 8m-Strassenkreuzer ausgelegt ist.

Trinkgeld scheint für ihn die Arbeitsmoral zu senken.
Das nächste Hotel wird schweizerfrei.

Freitag, 21. September 2012

Form follows function

Heute möchte ich mal mit den gängigsten Klischees über Österreicher brechen und euch ein wenig in meinen momentanen Kulturkreis einführen. Dass Mozart im engeren Sinne nicht, der Obdachlose aus Braunau mit der hässlichen Frisur sehr wohl  der Alpenrepublik zugehörig war, habe ich ja schon an anderer Stelle mal ausgeführt, daher überspringen wir diesen Punkt gnädigst und wenden unser Augenmerk auf den nachfolgend Prominentesten, den Herrn Hölzel nämlich, der ja dereinst in den Tropen beschloss, Führerschein samt Löffel abzugeben. Bis in die gelackten Haarspitzen zugedröhnt, erwischte ihn ein Bus.

Nur um diesen geilen Wortwitz nicht bei Twitter zu verschwenden, behaupte ich hier und jetzt, dass die zugepengten Verkehrsopfer hier auch "Falcoholiker" genannt werden.
Womit, welch kühne Überleitung, wir zu Nennungen, Ernennungen, Ehrentiteln und derartigem Krempel kommen können, worin Austria auch Anno Domini 2012 noch der Weltmarktführer ist.

Ohne Magister biste hier gar nix, Magister ist der, soweit ich weiss, niedrigste zu erreichende akademische Titel, er entspricht in etwa unserem Seepferdchen und man scheint von Seiten der Hochschulen recht inflationär damit um sich zu werfen, denn es wimmelt nur so davon, was nicht weiter schlimm wäre, gäbe es nicht diesen unheilvollen Hang, auf Nennung zu bestehen.

Im Vergleich dazu macht der Hofrat hingegen schon was her, zumal Berufs- und Ehrenbezeichnung  sich hier vermengen können und letztendlich jeder Depp, so er nur lange genug in seinem Amte bleibt, derart bezichtigt werden kann.

Besonders schön aber, nicht zuletzt, weil ich da gewisse Perspektiven für mich selbst sehe, ist der Kommerzialrat, denn das kann man mit 50 werden und muss dafür lediglich Verdienste jedweder Art in der Wirtschaft vorweisen. Quasi wie geschaffen für mich.

Wenn´s damit wider Erwarten doch nichts werden sollte, bleibt immer noch der Umweg übers Showbusiness: Alexander ist schon hinüber, Jürgens steht schon mit einem Bein im Grab, mit dem anderen im Knast wegen seiner sexuellen Vorlieben und Skimopp Hinterseer, nun, der wohnt hier in der Nähe, man könnte es wie einen Bergunfall aussehen lassen.

Alles in allem gute Aussichten und so bleib i no a bisserl.
Mei, irgendwie sans ja scho liab, die Ösis, verschroben, aber liab.

Donnerstag, 6. September 2012

Wer Gutes tut, darf auch mal drüber reden

Wie ihr ja alle wisst oder es zumindest erahnen könnt, ist  "Verdummt in alle Ewigkeit"  das Blog für praktisch angewandte Lebenshilfe.
Immer der Prämisse des intuitiven Altruismus´ folgend, werden hier Weisheiten und Erkenntnisse vermittelt, für die ihr sonst stunden- , ja wenn nicht sogar tagelang selber leben müsstet.
Den männlichen Lesern  sei heute ans Herz gelegt, dass man auf die Frage, warum man nicht die Paralympics im Fernsehn verfolge, keinesfalls :" Wieso denn, ich guck ja auch keinen Frauenfussball." antworten möge, jedenfalls nicht, wenn es sich um eine Fragestellerin handelt.
Das kann mitunter zu leichten Verstimmungen führen und ist dem  Betriebsklima abträglich, es sei denn, ihr habt keine mehr oder weniger mitarbeitenden Zicken.

Wie weit ich dagegen schon in den Bemühungen gekommen bin, der nachfolgenden Generation meine Werte und Ziele weiterzugeben, ist sehr gut an einem meiner Direktoren zu sehen, der sein leichtes Zuspätkommen mit einer äusserst guten Tat rechtfertigen konnte:
Gestern Nacht nämlich, als ihm der Sinn nach Hochprozentigem stand, führte ihn sein Weg in eine Diskothek und dort, wie er mir unter Tränen der Rührung gestand, wurde er einer offensichtlich aus einem ehemaligen Ostblockstaat stämmigen jungen Frau angesichtig, die so arm gewesen sein muss, dass sie sich nur ganz wenig Kleidung leisten konnte und -wohl aufgrund mangelnder Ernährung- auch nicht gerade übergewichtig war. Ich könne mir ja gar nicht vorstellen, fuhr er fort, wie ihn das emotional aufgewühlt hätte und aus Mitleid habe er sich gezwungen gesehen, das Mädchen vor den überall lauernden Gefahren schützen zu müssen und  sie daher zu sich mit nach Hause genommen, ihr eine warme Mahlzeit und ein Lager für die Nacht geboten.
Mei...meine Schule. Ich bin so stolz.

(Und  "solche Hupen"  hätte die gehabt, aber ich habe ihm geraten, das besser nicht an die grossen Glocken zu hängen)

Samstag, 18. August 2012

The Godfather

Justitia scheint nicht nur blind, sondern auch blöde und taub zu sein, denn sein wir doch mal ehrlich: Wenn Pussy Riot für lautes Falschsingen 2 Jahre in den Bunker muss - wieso geht Elton John dann straffrei aus?
Der kann, so vermute ich jedenfalls, besser mit der Mafia, die gestern in allmächtiger Gestalt des Vladimir P. aus M. nur nochmals untermauert hat, wie leicht es doch zu sein scheint, selbst die grössten Länder der Erde zu übernehmen, sie auszubluten und sich selbst unter Zuhilfenahme alpenländischer Banken für immer und ewig auf die Sonnenseite des Lebens zu katapultieren.

Er hat sie alle gekauft...und die, die sich nicht kaufen lassen mit seinen geschätzten 40-50 Milliarden USD Privatvermögen, werden niedergeprügelt, weggesperrt oder politisch kalt gestellt.
Mörderregime ganz offiziell gestützt.

Es ist ein wenig befremdlich, sowas im Jahre 2012 noch sehen zu müssen, vor allem aber auch, wie die weltweiten  Reaktionen via Twitter, Facebook, Google+  und wie der ganze Rotz heissen mag, solche Schergen unbeeindruckt lassen..

Von der Politik, also unserer jetzt, erwarte ich eh nix. Die gefallen sich im Schulterschluss mit Schwerstverbrechern. Taten sie schon immer. Fiel mehr für sie dabei ab.

Mir fällt jetzt auch gleich was ab, daher geh ich lieber in die Heia.

Und auch ihr möget sanft ruhen.


Donnerstag, 16. August 2012

Noch ein kleines Stück vom Glück

Ich bin ja nicht gerade, man dürfte es gemerkt haben können, zimperlich, sowohl was die Art der Waffen, als auch die Wortwahl angeht.
Was für ein Glück, dass wir grad erst kürzlich übers Glück zu filosofieren begonnen haben, denn dies wird so ´ne Art Fortsetzung des weiter unten befindlichen Posts und, da seid nun wiederum ihr auf Fortuna´s Seite, wir beziehen auch den vorangegangenen Artikel mit ein. Somit seid ihr gleich mehrfach beschenkt und ich kann mir teure Giveaways, wie von der misanthropen Juliane angedacht, die nebenbei bemerkt für kurzfristige Serverausfälle hier gesorgt hat, sparen.

Logischerweise macht nicht nur mein Beruf, den ich im Übrigen mittlerweile als Berufung sehe (man reiche mir das Phrasenschwein), mich ausserordentlich zufrieden, sondern auch die Gesundheit. Meine im Speziellen.
Doch schon leicht über 25, erfreue ich mich nämlich selbiger; und das nicht zu knapp.
Da sind zum einen die Gene, über die erstaunlicherweise niemand sonst in unserer Familie verfügt und zum anderen der Sport.
Wie hinlänglich bekannt sein dürfte, betreibe ich mehrere sogenannte Risikosportarten, für die man über eine ziemlich gute Konstitution verfügen sollte, will man nicht als Haifutter oder Rasendünger enden.
Grundlage ist und bleibt aber ein durchdachtes und nach neuesten Erkenntnissen der Sportmedizin ausgerichtetes Fitnesstraining, welches man sich durchliest, zur Kenntnis nimmt, es danach in die Tonne kloppt und einfach ein bischen an Geräten und Hanteln rumhampelt, so dreimal die Woche für´n gediegenes Stündchen...und schon schwingt sich Tarzan, die arme Sau, brüllend vor Neid durch den Urwald.

So gestählt, kann kommen, was wolle, jedenfalls auf physischer Ebene. Auch so´n Heiopei wie gestern geschildert. Habe ich keine Lust zu diskutieren, schnapp ich mir so ´nen Wicht. Das sähe relativ lächerlich aus, wenn ich den nicht mal wegzerren könnte. D´accord?

Ferner bilde ich mir ja auch ein, dass an der alten Mär, wonach körperliche Betätigung die Sauerstoffzufuhr im Gehirn befördere, etwas dran sein könnte.
Als Gegenbeweis dienen mir die Piraten
Punkt

Damit ihr mich nicht ewig ertragen und meine Rente finanzieren müsst, rauche und saufe ich, trinke eimerweise Kaffee und arbeite gute 400 Stunden monatlich.
Dummerweise macht auch das mich nicht grade krank, weshalb mir lebensverkürzende Arztbesuche und Tabletteneinnahmen weitestgehend erspart bleiben.
Ihr dürft aber auf eventuelle Langzeitwirkungen hoffen.

Aber bis dahin delektiere ich mich an bester Verfassung, wünsche euch selbige und mir ausserdem, dass ihr nie, niemals nicht Posts verfasst, in denen oben von Übergewicht, Blutzucker, Bluthochdruck und unten vom 12stündigen alltäglichen TV-Marathon, begleitet von Chips, Cola und Tiefkühlpizza die Rede ist.

Apropos TV: Ich find diese ganzen Koch-Shows ja voll super.
Endlich haben auch hässliche Menschen mit Kodderschnauze ´ne reelle Chance auf dem Arbeitsmarkt.

Da sind die bestimmt auch glücklich drüber.

Montag, 13. August 2012

Das Glück dieser Erde

Das liegt, ums vorwegzunehmen, für mich keinesfalls auf dem Rücken von Pferden oder anderen Lebewesen, Menschen eingeschlossen. Obwohl sich gelegentlich der Eindruck, ich sei unglücklich, unzufrieden, ein mürrischer alter Sack, der sich vom Leben gefickt fühlt, anhand meiner Blogposts einschleichen mag, kann ich versichern, dass dem nicht so ist.

Glück, so individuell es  für den Einzelnen  auch sein mag, bedeutet letztendlich nichts anderes als Zufriedenheit mit seiner Situation, wobei die Highlights wohl den Unterschied zwischen den Begrifflichkeiten ausmachen.
Man sollte sich also glücklich schätzen, wenn man seine Lage  als zufriedenstellend einordnen kann und sich dann an Momenten des Glücks erfreuen, die eh rar gesät sind.

Wie kompliziert sich das gestalten kann, dürfte wohl an nur wenigen Personen klarer zum Ausdruck kommen, als bei mir.
Eigentlich könnte ich morgens -bzw. in meinem Fall eher mittags- aufwachen, den Tag freudig begrüssen und mich meines Lebens erfreuen, denn schaut man sich meine berufliche Situation an, müsste man mich wohl als von Fortuna abgeschleckt bezeichnen.
Wir haben in Spanien und Österreich 8 Hotels und über mir kommt nur noch Gott - und an den glaub ich nicht.
Spass beiseite, natürlich ist es extrem wichtig für das eigene Wohlbefinden, wie sich die individuelle berufliche Lage darstellt. Für den einen mag es ausreichen, wenn er mit seiner Tätigkeit genug Geld verdient, um sich seine Wünsche erfüllen, seine Familie ernähren und sich gelegentlich ein paar Extras leisten zu können, für mich zählt das eher wenig. Meine Motivation und somit auch mein Ziel besteht darin, das so zu tun, wie´s meiner Vorstellung entspricht.
Allein der Umstand, dass es da jemanden gibt, der mir in der Hinsicht absolut vertraut, gibt mir schon das Gefühl von Zufriedenheit, wenn´s dann auch noch klappt, stellt sich "Glück" ein. Grad eben hat Jefe, der ja eigentlich schon lange nicht mehr mein Jefe, sondern mein Geschäftspartner ist, 7,2 Millionen (reiner Kaufpreis, da kommen locker nochmal 2 für Umbauten, Systeme etc.pp. drauf) für ein neues Hotel locker gemacht. Jefe ist ein schwerreicher Geschäftsmann, besitzt Hotels, Parkhäuser, Immobilien, Kinos, Kneipen, Restaurants und wasweissichnichtalles. Als wir uns kennenlernten, zog ich grad durch Spanien, war ziemlich pleite, konnte die Landessprache nicht und brauchte dringend ´nen Job, also fing ich einem seiner English-Pubs in Barcelona als Kellner an. 6 Wochen später war ich Geschäftsführer desselbigen. Mein Gott, was hatten wir Kämpfe auszufechten - er, der pure Betriebswirtschaftler, für den nur die Zahlen und deren Optimierung zählten und meine Wenigkeit, beseelt von dem Gedanken, das alles auch oder sogar noch sehr viel besser durch Motivation und somit langfristige Bindung des Personals und der Gäste zu erreichen.
Das ist mein Wunsch, meine Motivation und mit dem Erfolg stellt sich dann Glück und Zufriedenheit ein.

Dass ich mir das gut bezahlen lasse - wer wollte mich dafür schelten?

Wenn man immer 2 Schritte vorwärts macht, fallen kleinere Rückschritte eben nicht so sehr ins Gewicht...und meine Richtung heisst immer nach vorne, meinetwegen auch nach oben, manchmal mit Irrungen, Wirrungen und kleinen Ausweichmanövern, die nunmal zum Lernprozess dazugehören.
Und das ist mein Leben: eine einzige Lehr- und Lernstunde. Neugierig wie ein Weib und wissbegierig wie ein kleines Kind streife ich durch meine Welt.

Ich muss immer das Gefühl haben, mit mir und meinen Entscheidungen im Reinen zu sein. Ist man das nicht oder ist´s einem egal, wird man zum Arsch, niemand kann einen mehr leiden und zum Schluss endet man, eventuell sogar reich, einsam und mit sich und der Welt unzufrieden.
Das habe ich Jefe so immer wieder vorgehalten. Ob´s was genützt hat, ist schwer zu beurteilen, aber eine gewisse Linderung seiner Gier sehe ich schon.
Hoffen wir das Beste für ihn.

Glück, Zufriedenheit bedeutet für mich auch, mir mein soziales Umfeld weitestgehend aussuchen zu können.
Ich veräppel gerne Leute und freue mich, wenn die´s mir nicht übel nehmen, sondern Kreativität bei ihren Gegenschlägen zeigen, egal, ob es sich dabei um Freunde oder Mitarbeiter handelt.

Die letzteren sind eh so ein Thema für sich, aber da sich das hier grad zum Mammutwerk auswächst, belasse ich es dabei, auf die  weitestgehende Zufriedenheit selbiger hinzuweisen und was mir das gibt - es ist ein herrliches Gefühl, von jedem Angestellten (fast) immer freundlich gegrüsst zu werden und ihre Meinung offen und ehrlich vor den Latz geknallt zu bekommen.
Ich bezahle und behandle sie fair, sie danken einem das zwar nicht immer, aber in der Regel eben doch.
Sie sind zufrieden, der Gast merkt´s und ist auch zufrieden, ich bin´s - was will man mehr.

Achso, ja, die Zahlen müssen natürlich stimmen. Wir sind ja keine caritative Einrichtung.

Aber die stimmen auch.
Folglich kann ich "glücklich" sein, jedenfalls, was diesen Part meines Lebens betrifft.
Über die anderen referiere ich demnächst.
Hier.
Exklusiv.


(und Schuld an diesem Post hat Hjitb, also wenn´s nicht gefällt,
beschwert euch gefälligst bei ihr)^^

Montag, 30. Juli 2012

It´s raining again

Es regnet.
Das ist  weder ungewöhnlich für die Jahreszeit in hiesigen Gefilden, noch würde es mich weiter stören, wenn ich nicht grad heim wollte. Gewöhnlich nutze ich -fleissige Leser wissen`s eh- Austria´s Next Topmopped für geringe Entfernungen, was eigentlich nur Vorteile hat, beispielsweise hab ich nach 20 Minuten Fahrt so viele Mücken intus, dass ich mir das Frühstück locker sparen kann.
Nun aber regnet es.
Das ist schlecht, muss ich doch gewissermassen gleich anschliessend weiter nach Wien. Die allmontäglichen Zugfahrten dorthin nutze ich immer für ein erholsames Nickerchen.
Jetzt muss ich aber erstmal mit dem Zug -es regnet, wir erinnern uns- nach Hause, was in der anderen Richtung liegt. Schlafe ich dort ein, könnte es passieren, dass ich in Berlin aufwache, da ich dort aber schon mal ein Jahr gewohnt habe, möchte ich das lieber nicht. Hauptstadtbewohner wissen, was ich meine.
In Wien habe ich auch schon gewohnt, allerdings ist es dort viel lustiger und letztendlich ist´s ja auch meine heutige Destination.
Wien ist viel schöner als Berlin und von allen Städten, wo ich schon gewohnt habe, würde es bei einem Ranking, einem sehr subjektiven, weil sehr persönlichem, zugegeben, mindestens auf dem 25. Platz landen, wahrscheinlich ganz knapp vor Innsbruck, gewiss jedoch hinter Salzburg.
Den Top-Platz nähme Barcelona ein, aber nur, weil´s da jetzt bestimmt nicht regnet. Dann folgte Hamburg.

Und damit schliesst sich der Kreis, denn am 1. August bekommen wir eine Praktikantin aus ebenjenem, von mir so heissgeliebten Hansestädtchen, der wir nur noch operativ das Sprachzenrum entfernen und Brustimplantate einsetzen müssen. Dann geht sie als waschechte Tirolerin durch.
Und bevor jetzt die Pferde mit mir selbiges tun, verabschiede ich mich artigst und wünsche einen gediegenen Montag.
Sollten es Bacchus und der mir namentlich leider unbekannte Gott des Bieres gut mit mir meinen, stehe ich Dienstag und/oder Mittwoch wieder zur Verfügung.
Benehmt euch solange.

Mittwoch, 25. Juli 2012

50 Shades of ViaE

Den heutigen Post möchte ich der Forschung widmen, und zwar nach der Antwort auf diverse Fragen, die mir nicht erst seit gestern durch den Kopf geistern.

Zunächst mal hätte ich ganz gerne gewusst, wie es kommen kann, dass der von der kommentierenden Zunft sträflich vernachlässigte Artikel "O sole mio" hier abgeht wie´n Zäpfchen, obwohl kaum bis gar nicht danach gegooglet wird und andererseits ständig nach "Murmeltiersalbe" gefragt wird, das entsprechende Produkt aber in unseren Wellnessbereichen die Regale verstopft.

Und wie ist -wir entfernen uns etwas von der Blog-,  noch weiter hin zur realen Welt, das nur, damit ihr da nix durcheinanderbringt- es möglich, dass "Starbucks" so einen Erfolg hat, wo doch Kaffee angeblich die Denkfähigkeit steigert?

Wer eine befriedigende Antwort auf die folgende Frage parat hat, der möge damit bitte auch nicht hinterm Berg (an dessen Fusse ich ja bekanntlich hause) halten :
Was um alles in der Welt macht den Erfolg von "Shades of  Grey" aus, einem Buch, bei dessen auszugsweiser Lektüre mir sich der Verdacht aufdrängt, dass sowohl für das Schreiben wie das Lesen selbigens der gleiche IQ wie fürs Komasaufen erforderlich ist?
Oder hab ich nur die falschen 3 der über 600 Seiten erwischt?
Sind die anderen genial?
Bin ich eventuell mit Anti-Hype imprägniert?
Sind Frauen wirklich so und wenn ja, wieso verkauft dann der Reitsportartikel-Höker so wenige Gerten?
Hätte Grey´s Anatomie eine reelle Chance gegen meine?

Fragen über Fragen - die Antworten bitte wie immer auf ein unliniertes Blatt Papier, Format DIN A4, schreiben, es zu einem Flieger basteln und aus dem Schlafzimmerfenster segeln lassen.
Viel Spass!

Sonntag, 22. Juli 2012

I can be an asshole of the grandest kind ...

Sagte dereinst die Frau Morissette. Zwar nicht zu mir und schon gar nicht ins Gesicht, das edel geschnittene, dafür aber  verwendete sie´s als Liedzeile. Ob sie dabei an mich gedacht hat, lässt sich heute leider nicht mehr so genau eruiren. Eigentlich meinte sie ja auch sich selbst damit und wäre ich nicht ein so ungemein gut erzogener Mensch, würde ich jetzt und hier verraten, dass sie damit nicht ganz so falsch liegt.

Mitte der 90er verschlug´s sie nämlich in Deutschland´s hohen Norden und noch heute denk ich mit Freuden an die deliziöse Aufgabe, sie ausleuchten zu dürfen. Bühnentechnisch gesehn.

Ich schreibe wirr, es sei mir bitte verziehn. Es ist nur so, dass ich vorhin kurz im Casino war und dort einer Frau, ach was sag ich, einer Göttin angesichtig werden durfte, die eine schon fast unheimlich zu nennende Ähnlichkeit mit besagter Dame hatte.
Hier in der Ecke weiss man ja nie so -hinterher haben sie die hierher gelockt- so von wegen stylish area und so, daher wagte ich nur einen für meine Verhältnisse recht zaghaften, wenn nicht gar schüchternen Annäherungsversuch. In Englisch, klar, man is´ ja schliesslich von Welt:
"Hey, a drink?"
"Wos wuisten, Brunzkopf, schiarcher?"

Ähm, ja, soviel dazu.
Aus lauter Frust hab ich dann noch 200 Ocken gewonnen, was mich gleich beruhigt und zufrieden in dem Bewusstsein einschlafen lassen wird, dass die Welt zwar klein, im Zweifel jedoch nicht so winzig ist, dass man hier kanadischen Weltstars über den Weg läuft. Oder andersrum.
Ist ja auch egal.
Hätt ich was Ordentliches gelernt, würd mir sowas gar nicht erst passieren.

Samstag, 21. Juli 2012

Und das wäre Ihr Preis gewesen...


hintergrundbilder.wallpaperstock.net

Leider konnte bei unserem heutigen Wettbewerb
"Wir labern um die goldene Ananas" kein eindeutiger Sieger ermittelt werden, was generell sehr schade ist, jedoch war es der Jury unmöglich, sich bei dem vielfältigen Angebot
festzulegen.

Ganz vorne mit dabei (wie immer) UHUPARDO , der sich grad ein zweites Loch in seinen iberischen Hintern zu freuen scheint, weil´s Hunderttausenden Spaniern so dreckig geht, dass sie den ihrigen endlich mal hochkriegen und demonstrieren. Ich hatte mich ja schon an anderer Stelle darüber ausgelassen, was ich von derart nichtsnutzigen Posts und ihren Autoren halte, die vorgeben, an Veränderungen nicht nur interessiert zu sein, sondern sogar daran arbeiten, in Wirklichkeit aber nur ihre Subjektivitäten unter die Leute bringen und die damit auffordern, doch bitteschön etwas zu tun.
Ay. wie sie mich ankotzen, diese Weltverbesserer, die vom Elend der anderen leben und selbst nichts, aber auch rein gar nichts zur Abschaffung desselben beitragen.
Das sind genau jene Typen, die uns in die Scheisse reiten - sich selbst für moralisch überlegen halten, aber wenn du ihnen 10 Riesen im Monat bezahlst, tun bzw. schreiben sie dafür alles.
Äbäh, no teneis cojones!

Denkbar wäre es auch gewesen, den Preis an die unzähligen Hobby-Verfassungsrechtler zu geben, denen die fremde Vorhaut plötzlich näher zu sein scheint, als die eigenen Schwimmhäute, mit denen sie sich krampfhaft überm von Piraten verseuchten Meer zu halten versuchen.
Just, da ich einen fetten Link setzen wollte, sind die plötzlich alle verschwunden. Nanü?
Muss es eben ohne gehen - im Grunde geht´s um Pelle ab oder nicht und ob ein versehrter Dödel mit dem Grundgesetz vereinbar ist.
Gähn, kommt in jeder halbwegs vernünftigen Prioritätenliste an ungefähr 122.454. Stelle.

Ganz heisser Anwärter auf Titel und Trophäe wäre auch er oder sie oder es hier gewesen. Was für ein Titel:
"Seid Euer multidimensionales Selbst"...wow, klingt für mich ´n bisschen wie die spirituell verquaste Version von  "Mach dir nix draus, wennde fett bist", aber mir fehlen ja auch gerade Spirituosen, um in einen ähnlichen Geisteszustand zu entschwinden.

Was wäre noch so im Angebot gewesen?
Hmmm, hier, unser kleiner Vorzeigedemokrat beispielsweise.
Ich find ja die Vorgehensweise genial...erst kettet man sich an Bäume, alte Bahnhöfe, wasweissichwas, erwirkt eine Volksabstimmung, verliert die, macht aber dann weiter, als wär nix passiert.
Das hat Stil, das hat Klasse. Gut, hat leider nichts mit demokratischen Grundprinzipien zu tun, aber wen juckt´s.


Wir danken allen Beteiligten für die grösstenteils ungewollt vermittelte Heiterkeit, nehmen gerne noch Bewerbungen an und verbleiben ansonsten mit frotzeligen Grüssen.
Macht bitte weiter so.
Bitte.









Samstag, 7. Juli 2012

Jetzt gibt´s Mecker

Der lieblichen Tradition folgend, meinem bescheidenen Wesen und seinen Aussagen mehr Geltung zu verschaffen, möchte ich heute ein wenig über den Menschen als solchen referieren und da ich grad aus selbiger komme, reden wir ein bisschen über die Wirtschaft.

Noch mehr solcher Brüllerwitze gibt´s, wenn ihr jetzt nicht wegklickt, brav meinen Gedankengängen folgt und ein wenig in euch geht, wo ihr eh viel besser aufgehoben seid, als da, wo ihr euch jetzt rumtreibt.
Anschliessend dürft ihr mich mit faulem Obst, Eiern oder Bügeleisen bewerfen, je nach persönlichem Gusto und Verfügbarkeit.

Solange ich lebe, hört man den Ruf nach einem Systemwechsel.
Früher war´s leicht, da konnte man die Rufer zumindest verbal gen Osten verbannen. "Hau doch ab zum Russen!" war ein gar geflügelt Wort, dem jedoch niemand nachkam, weil so dolle war´s da bei näherer Betrachtung ja nun doch wieder nicht und so verblieben die zumeist tiefrot gefärbten Revoluzzer im verhassten System, wo sie es sich gemütlich machten und den Staat, den ungeliebten, auf die eine oder andere Art ausnahmen.
Aussenminister zu sein, war plötzlich nicht mehr bäh, Europa-Abgeordneter und Verleger schonmal gar nicht. Als Sozialkundelehrer brachte man seine 5 Riesen nach Hause.
Das System war immer noch scheisse und an allem schuld, nur liess es sich jetzt viel besser ertragen.

Das war damals, wir hatten anfänglich eine soziale Marktwirtschaft, später nur noch Marktwirtschaft und jetzt nur noch Markt. Jahrmarkt, um genau zu sein.
Jeder mosert, jeder hat ´ne Meinung über Angelegenheiten, von denen er ungefähr soviel versteht wie ich vom Stricken.
Allein - Lösungen bietet keiner an, mal abgesehen von ein paar Abgespaceten, die glauben, so ein geistiger Dünnpfiff wie etwa das Bandbreitenmodell sei brauchbar. Motto: Hochmut kommt vor dem Durchfall.

Was aber ist denn eigentlich das "System", wer sind diese ominösen "Märkte", die uns angeblich oder tatsächlich in den Würgegriff genommen haben und wie die Zitronen auspressen?

Nun, es sind Menschen, Menschen wie du und ich, die bösen eher wie du, die guten eher wie ich, haha.
Ein System per se ist nicht gut oder schlecht, es bevorteilt immer eine Gruppe und benachteiligt logischerweise die andere. Gleicht man die Nachteile aus, ist alles im Lot und allen geht´s einigermassen gut.
Der Mensch zeichnet für diese Ausgestaltung verantwortlich  und da liegt der Hund begraben:
Etwa 5 % der Menschheit ist kriminell veranlagt, die restlichen 95 werden´s, wenn man ihnen die Gelegenheit dazu gibt oder sie so in dubiose Machenschaften einbindet, dass sie entweder gar nicht anders können oder einfach der Macht des Bösen erliegen.

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to be continued...weil issen weites Feld, ´n Acker quasi, von welchem ich mich jetzt erstmal mache.

Sonntag, 10. Juni 2012

HAND IN HAND FOR A BETTER WORLD

Jetzt ist ja wieder die Zeit, wo Friseusen zu Freistoss-Furien (das war unbeabsichtigt zweideutig, ich rede vom Fussball) werden. Oft haben sie so wenig Ahnung vom runden Leder und seinem Drumherum ( O-Ton auf Twitter: "Van der Vaart zu Schalke? Joa, wieso nicht, ganz hübsch isse ja"), dass sich UEFA, FIFA und die CAMORRA entschlossen haben, den auf den Platz einlaufenden Spielern bei grossen Turnieren kleine Jungs oder Mädels an die Hand zu geben, damit man sie einwandfrei erkennen kann.
Weiss man also nicht, wie Philipp Lahm aussieht - kein Problem, er ist immer der kleinere von beiden.
Damit er mal ein ganz Grosser, nämlich beispielsweise Europameister wird, sollte ein Sieg gegen Portugal her...und siehe da: Mit einem nicht übertrieben deklassierendem 1:0 wurden der Herr Ronaldo und seine Mitstreiter geputzt.
Gott sei Dank war Ronaldo ab der zweiten Halbzeit so in etwa gedanklich schon beim Abschminken; damit war das einstmals so stolze Seefahrervolk zur Verdammnis verurteilt.
Mehr sollte man zum momentanen Zeitpunkt eher nicht zum deutschen Spiel äussern, auch  Boateng
(eigentlich boah, Teng) nicht, der ebenjenen CR7 in Schach hielt. Es wird gemunkelt, mit nicht ganz lauteren Mitteln. So soll er ihm, Insider-Berichten zufolge, beim Warmlaufen gesagt haben, jemand hätte sein Beauty-Case geklaut.
Nicht ganz fein, nicht ganz fair...aber was soll´s?
Letztendlich zählt der Erfolg allein und den wird sich Holland wohl daheim in der Glotze anschauen dürfen, wenn sie so weiterspielen.

Aber Vorsicht, "Eckehord, die Rrrussen kommen", könnte zum Angstschrei des Jahres werden. Bisher die einzig überzeugende Mannschaft und brandgefährlich. Möglicher Viertelfinalgegner.

Österreich wäre ja auch gerne dabei gewesen, allerdings durfte man nicht schon wieder als Ausrichter fungieren ("Fohrma holt Schi, des könnts ihr Pimpfen net")

Auf den Endsieg, Hansi Flick.
Also ich hab auch keine Stahlhelme bei Ronaldo-Freistössen gesehn, aber bestimmt wollte er eh sagen, dass wenn der uns tatsächlich hinten einen reinballert, das nix macht, weil´s der Volkssturm vorne  dann schon richten wird.
Blöder Versprecher eben.
Nix passiert.

Freitag, 8. Juni 2012

Meine Bewerbung bei der SCHUFA

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Schufa,

mit grossem Interesse habe ich die gestrigen Medienberichte verfolgt, wonach Sie jetzt auch in sozialen Netzwerken Daten von Verbrauchern erheben bzw. ermitteln wollen.
Für diese in meinen Augen sehr lobenswerte Aufgabe wird doch sicher noch geeignetes Personal gesucht, weshalb ich mich bei Ihnen gerne als informeller Mitarbeiter bewerben möchte.
Sie könnten mich ja dann als "IM Pleitier" oder "IM Top-Scorer" führen, da bin ich flexibel.
Immer wieder hört man ja nur Gutes über Sie.
Die negativen Schlagzeilen, wonach Sie schonmal vergessen, Negativeinträge zu löschen und Fehl- oder sogar Falschinformationen von Kreditinstituten oder  Versandhandel nicht gegengecheckt werden, sind sicher nur übertrieben und haben bestimmt auch gar keinen Einfluss auf das Scoring.
Sehr gut finde ich übrigens  die Idee, nach amerikanischem Vorbild Arbeitgeber- und Wohnsituation in die Bewertung mit einfliessen zu lassen, so kann man kreditunwürdige Asis ja auch viel besser vorm Konsumterror schützen.

Wenn ich Ihr Interesse geweckt haben sollte, melden Sie sich bitte umgehend bei mir, damit Sie mich in einem persönlichen Gespräch durchleuchten  und wir die Modalitäten festlegen können.
Meinen Lebenslauf dürften Sie ja schon haben.

Mit bonitären Grüssen,

 Ihr ViaE

Ps.: Ich bin sehr gut vernetzt. Also, ich kenn da ´n paar...alter Schwede, sag ich nur.

Donnerstag, 7. Juni 2012

Der Twitterer


Liebe Zuschauer,
heute habe ich eine grausige Entdeckung gemacht. Mir wurde schlagartig bewusst, welch  unangenehme Situation es ist, wenn einem das Gemächt juckt, man aber gerade ein halbes Hähnchen isst.
Das hat mit  unserer heutigen Sendung aber nur peripher zu tun, in der wir  uns mit einer mittlerweile zu einer echten Plage gewordenen Art auseinandersetzen wollen:
dem Twitterer
Der gemeine Twitterer (lat.: homo einsilbicus) bevölkert zu Millionen das Internet, wo ihm sogenannte Follower auf infamste Unart und Weise Interesse an seinen Geistesausdünstungen vorgaukeln, was unseren kleinen, possierlichen Freund dazu ermutigt, immer mehr und unkontrollierter zu dünsten.
Sein natürlicher Lebensraum ist auf 140 Zeichen begrenzt und Nahrung findet er in seiner von der Aussenwelt völlig abgeschnittenen rechten oder auch schon mal linken Gehirnhälfte, die aber wiederum ein völlig  selbständiges Eigenleben führt. Durch das beinahe vollständige Fehlen von Synapsen kommt es zu zusammenhanglosen Sätzen, denen nicht selten keinerlei Bezug zu irgendwas zuzuordnen ist.
Schon in grauer Vorzeit war ein Vorläufer des Twitterers unter der Bezeichnung "Quasselstrippe" oder auch "Nervensäge" bekannt, der jedoch durch körperliche Gewalteinwirkung relativ gut im Zaum zu halten und somit eher ungefährlich war.
Während der Aufzucht, die gewöhnlich etwa 45 Jahre dauert, durchleiden die Eltern Höllenqualen, weil sie irgendwann feststellen müssen, sich dem Nervbalg nur durch Tod entziehen zu können.
In der Adoleszenz wird der Twitterer unwahrscheinlich pickelig, was er als Ausrede benutzt, um anstrengende sexuelle Aktivitäten zu vermeiden.
So hackt er lediglich Computer.
Eine nächste Generation wird es daher nicht geben.
Gott sei Dank.
Guten Abend.


*Bild schamlos bei radio.bremen.de gemopst (was wortwitztechnisch voll der Brüller ist, weil das nämlich gar nicht der Grzimek, sondern Loriot ist. Ich mag ja auch Möpse. Wollt´s mal gesagt haben)


Samstag, 31. Dezember 2011

...und wieder geht ein Jahr

Nur noch den Rest von heute überstehen und wir können 2011 ad acta legen.
Abgesehen von den Auswirkungen der persönlichen Katastrophe im August 2010, die sich immer wieder in meinem Alltag bemerkbar machen, war es ein gutes Jahr. Wir haben 3 Hotels eröffnet und mir fiel das zweifelhafte Vergnügen zu, daraus florierende Gastbehausungen zu zimmern. Das ist gelungen, die Reservierungen stapeln sich hier vor mir und die Hütten sind voll. Was will man mehr?
Ich schaff es immer noch, was wohl weniger an übersinnlichen Fähigkeiten liegen dürfte, bei vielen mir unangenehmen Leuten  einen spontanen Ausbruch des Tourette-Syndroms auszulösen. Gut so; eine Tradition, die ich gerne auch  2012 weiterführen möchte.
Nette Menschen hingegen -und dazu zählt die überwiegende Zahl der Belegschaft- können sich auch  weiterhin an meiner Gesellschaft delektieren und wenn sie mir einen 15 Meter hohen Schneemann bauen, der meine Gesichtszüge und Physiognomie trägt, denke ich mal wohlwollend über die Installation  einer Heizung in den Mitarbeiterunterkünften nach.
Ja, so bin ich halt...aber wie waren die anderen? Die da draussen, die ganzen Bekloppten und Verwirrten, die unseren Planeten bevölkern und sich nichts dabei denken?
Besonders unangenehm aufgefallen sind mir da die offiziellen japanischen Stellen, die offenbar noch nichts von seismographischen und Tsunami-Frühwarnsystemen gehört haben. Das hat ein paar Tausend Leute das Leben gekostet und ein Atomkraftwerk in die Luft gejagt. Tolle Wurst.
Knapp geschlagen wurden sie in meinem ganz privaten Ranking nur von dem durch Deutschland ziehenden und mordenden rechten Gesocks, von denen sich ja wenigstens 2 selbst beseitigt haben. Applaus!
Platz 1 belegt unangefochten der Herr B. aus Norwegen, der, wen wundert´s, aus der selben ideologischen Ecke kommt. Oslo und Utoya, Zweiteres vor allem, werden zum Synonym  für eine Wahnsinnstat, bei der selbst mir als eingefleischtem Gegner der Todesstrafe Zweifel an der diesbezüglichen Richtigkeit meiner Einstellung aufkamen.
In all den derzeit inflationär gesendeten  Jahresrückblicken wird auch oft der Herr zu Guttendingens genannt.
Schade, da der diese Aufmerksamkeit  nicht verdient. Ein Blender, Lügner, Betrüger und Leugner. Man sollte ihn auf Utoya aussetzen.
Auch über die ganzen anderen Skandale und Skandälchen mag ich mich nicht wirklich aufregen.
Solange es gesellschaftlich toleriert wird, dass derartiges Pack die höchsten Posten besetzt, muss man sich nicht wundern ob der Korruption, Klüngelei und persönlicher Vorteilnahme.
Letztens habe ich irgendwo gelesen, wenn man jetzt  unseren Präsi angriffe wegen der Kreditaffäre, dann wäre das so, als ob man gegen die Fahne pinkle.
Menschen, es sind der oder die Verfasser gemeint, mit derartigem Demokatrie- und Moralverständnis verdienen keine bessere Führung.

Jut, am 21.12.12 geht ja bekanntlich die Welt unter, also geniesst das letzte euch noch verbleibende Jahr.
Ich hoffe, dass der Verkaufsleiter von Jack Daniels nicht vor mir den Löffel abgeben wird, denn, so man Andrea glauben kann, wird er der Einzige sein, der zu meiner Beerdigung kommen wird.
Na denn: Prost.

Dienstag, 27. Dezember 2011

4 Kontinente in 5 Wochen

Das soll mir erstmal einer nachmachen. In nur 33 Tagen war ich in Asien, Nordamerika, Südamerika und im Sauerland.

Japan hat letztendlich lediglich die Erkenntnis gebracht, dass die Leute auch dort hinter grosskotzig von staatlichen Stellen angekündigten Entschädigungszahlungen hinterherrennen müssen, um dann doch nur einen Bruchteil des Versprochenen zu bekommen. Die einstmals verwüsteten Bezirke sind noch nicht wieder vollständig aufgebaut - es sieht dort ungefähr so aus wie in MeckPomm, aber demnächst werden die, die das wünschen, wohl wieder an ihre alten Wohnorte zurückkehren können. Die Gegend ums AKW ist weitflächig verstrahlt und wie üblich kabbeln sich Betreiber, Regierung und Umweltschutzorganisationen um die Strahlenwerte. Ums auf den Punkt zu bringen: Ich würd mich dem Schrotthaufen da nicht auf mehr als 50 km nähern, wenn ich nicht unbedingt müsste.
Die Menschen lernen, mit ihren Verlusten, menschlichen wie materiellen, zu leben.
Sehr bedenklich finde ich das sehr verbreitete Unverständnis über den deutschen Atomausstieg als Folge der nuklearen Katastrophe.
Aber wer versteht schon Japaner...

Nächste Station war Hawaii, wo man die Jappsen nach Pearl Harbor ja auch nicht mehr so richtig lieb hat.
Mich dagegen lieben sie dort geradezu. Vielleicht, weil ich der einzige Trottel war, der sich in die 15Meter-Welle gestürzt hat und beim Abflug vom Board ein sehr unterhaltsames Beiprogramm zum handelsüblichen Strandleben beisteuerte.
Was soll´s, betrunken kann man auch das überleben, wie man sieht. Habe aber Toast- und Pizza Hawaii erstmal von meinem Speiseplan gestrichen.

Fortan wurde mechikanich diniert, bis die Rezeptoren auf der Zunge Rock´n Roll tanzten.
Eigentlich war ich ja -neben einer geschäftlichen Angelegenheit- nur wegen Salma Hayek gekommen. Die lebt allerdings in Paris, wie mir relativ glaubhaft versichert wurde. Arglistige Täuschung witternd liess ich das Geschäft platzen und so muss die Drogenmafia wohl weiterhin auf  ihr Schutzgeld warten. Mit mir nicht!

Dann kam das absolute Highlight meiner kleinen Expedition: das Sauerland, wo es mir ziemlich schwer fiel, die fremden Riten und Gebräuche anzunehmen, vor allem die meiner Eltern.
Nachdem Muttern mir zähneknirschend ausreichende Ernährung zugestehen musste, blieb ihr nichts weiter, als auf meinem persönlichen Belastheitsgrad herumzureiten.
Bedenklich sei mein Elan und Einsatzwille, liess sie verlauten.
Das wurde mir schnell zu bunt und ich sprach -Gott hab mich selig- eine Einladung aus, damit sie sich vor Ort einen persönlichen Eindruck verschaffen könne.
Was habe ich nur getan?
Wir werden alle stärrrrrbennnnnnnnnn...

Sonntag, 25. Dezember 2011

Besinnliches zum Feste

Ich kann mich noch gut an den Tag erinnern, als meine Mutter mich zur Seite nahm, ein furchtbar ernstes Gesicht aufsetzte und mir eröffnete, ich müsse jetzt sehr stark sein, weil die nachfolgende Mitteilung mein Weltbild quasi pulverisieren könne. Aus leeren Augen, wie ich sie bei ihr nur ganz selten vorher sah, blickte sie mich an, ja, durchdrang mich förmlich, um sodann jenen Satz zu sagen, den ich nie mehr vergass: "Es gibt gar keinen Weihnachtsmann!"
Ich war schockiert, 28 und bestenfalls halb so besoffen wie jetzt grade.
Lug und Trug hatten mich also bis dato begleitet und ich beschloss, dem in meiner Welt keinen Zugang zu gewähren. Schon bald sollte sich die Gelegenheit bieten, meinen Versprechen Taten folgen zu lassen, nämlich Weihnachten ´97, als Andrea 7 Jahre zählte und fragte: "Bekomm ich zu Weihnachten ein Pony, Jörg?" Gütig nickte ich und machte mich sogleich an die Realisierung ihres Begehrs.
Es war gar nicht so einfach, an Heiligabend  einen Friseurtermin für die Kleine zu bekommen, das kann ich euch sagen. Und noch was kann ich euch sagen:  Ab sofort werdet ihr einen anderen, viel gelasseneren ViaE erleben, einen, der lange nachsinnt, bevor ihm die bösen, bösen Buchstaben in noch böserer Reihenfolge in den Blog fliessen. Als Symbol hierfür soll das neue Design dienen, welches für Freiheit, Friede und Ausgleich steht, Werte, die 2011 gar zu rar waren.
Schauen wir zurück, so bleibt der rechte Terror im Fokus hängen, der leicht hätte verhindert werden können, wäre man meinen damaligen -wir reden von ´89, ´90- Vorschlägen gefolgt.
In mitteldeutschen Spielstrassen, vor Kindergärten, Grund- und Sonderschulen, sollte einheitlich, so mein Plan, ein Tempolimit eingeführt werden - ich hatte dabei an Tempo 230 gedacht.
Auch als der Klu-Klux-Klan Interesse an den ehemaligen Ostgebieten zeigte, wurde die einmalige Gelegenheit verschlafen, wenigstens noch  eine D-Mark am braunen Bruder zu verdienen.
Nundenn, so gehn sie hin, die raren Chancen.
Nichtsdestotrotz solltet ihr die Feiertage geniessen, euch die Bäuche vollschlagen und auf die Berichte warten, die da in meinem Köpfchen schlummern, welches aber nun derart müde ist, dass ihm nichts Sinn- und Wertvolles mehr entweichen will.
Business as usual also.

Dienstag, 25. Oktober 2011

Zitat des Tages

Eigentlich hatte ich vor, heute einen wunderschönen, einfühlsamen, meine ganze Sensibilität zum Ausdruck bringenden Artikel zum Thema Integration zu schreiben, aber dann hat mir so´n Almdudler hier die Vorfahrt genommen und ich wäre beinahe mit meinem Roller (bitte keine Witzchen hier, es müsse doch Rollator heissen, ja?) im Graben gelandet.
So belass ich es bei der kurzen Schilderung meiner Einreise, die sich derart gestaltete, dass ich kurz vor der Grenze ein  Säckchen Glasperlen kaufte und diese auf der anderen Seite des imaginären Schlagbaumes den Ureinwohnern überreichte. Um den Hals trug ich ein Schild mit dem Aufdruck "Ich komme in Frieden".
Nun, genützt hat es wenig.
Sehr viel nützlicher hingegen sind Zitate; ob bei der Integration weiss ich nicht, aber mir fiel grad keine bessere Überleitung ein und so kommen wir schnörkellos zur Volksseuche Zitate.
Da mir aber jetzt die Putzfrau mit dem Staubsauger zwischen den Füssen rumfuhrwerkt, möchte ich meine dahingehenden Gedanken so zusammenfassen:
Wenn ich etwas Schlaues lesen will, schreib ich es mir selbst.
Und obwohl der Herr Tuchoslky sich durchaus meiner Wertschätzung erfreuen dürfte, hätte er nicht versehentlich die Dosis seiner Babiturate falsch berechnet, kann ich nicht umhin zu behaupten, dass mir meine eigenen Elaborate wesentlich lieber sind als noch so grosse Worte noch so grosser Männlein, Weiblein und Dichter.
Und daher, lieber Fragender, der du die geheiligten Hallen meines Email-Accounts betreten hast, wirst du hier vergeblich nach Zitaten und deren neumodischen Ablegern, den Links, suchen, zu denen ich mich auch schonmal dezidiert geäussert habe. Allerdings müsste ich da ja jetzt einen Link setzen und das widerspräche meiner eigenen, soeben vertretenen Auffassung. Blöd gelaufen für dich. Irgendwie.

Samstag, 22. Oktober 2011

Ehrlich gärt am längsten

Es ist ja so ein Kreuz mit der Piefigkeit, die mich neuerdings immer wieder heimtückisch überfällt. Jedoch kann ich denjenigen, die sich daran stören versichern, dass ich mir durch eine überaus geschickte Finanzmarktmanipulation ein Sparschwein der örtlichen Sparkasse für lau erschlichen habe, welches bei jedem  -und sei er noch so winzig- Anfall mit 20€ Scheinen gefüttert wird.
Der Wert der Porzellan-Sau - samt Inhalt natürlich- dürfte den eurer Automobile schon nach etwa nur 3 Tagen  bei weitem übersteigen.
Es sind die Zeiten, die schlimmen, die mir Sorgenfalten in die Hipophyse gravieren.
Europa geht den Bach runter, der Euro sowieso, in der Wüste werden Leute umgelegt, die ich lieber vor einem ordentlichen Gericht sähe und einer der beiden letztwöchentlich lädierten Finger ist tatsächlich gebrochen. Das wiederum würde mich nicht weiter beunruhigen, aber leider befindet er sich an der rechten Hand, sodass ich mir keine Schiene schnitzen konnte und ein Arztbesuch notwendig wurde. Leider habe ich ja kein FB-Account, folglich musste die überaus reizende Sprechstundenhilfe Schuhgrösse, sexuelle Vorlieben und den Geburtsnamen meiner Urgrossmutter väterlicherseits anhand der Versichertenkarte feststellen, was dauern kann; da muss man schonmal etwas Geduld zeigen. Die Zeit vertrieb ich mir mit dem Studium diverslicher Presseerzeugnisse.
Hätt ich nicht machen sollen.
Zwar weiss ich nun, welche Aktrice mit wem pennt, wenn sie grad nicht aktriert, aber -und das ist die alarmierende Nachricht- ich wurde zunächst eher unbewusst, später gezielt suchend, eines Phänomens gewahr, nämlich der offensichtlichen Verbrüderung der Parteien und Gruppierungen der verschiedensten, sonst eher auf Abgrenzung bedachten politischen Strömungen.
Rechts und links befleissigen sich des selben Tones, wenn es um die just anstehenden Probleme geht, prügeln unisono auf  USA, NATO, Banken, Global Player und was da sonst noch kreucht und fleucht ein und haben plötzlich im vormals durch-, jetzt eher abgeknallten lybischen Staatschef  einen Märtyrer im Kampf gegen den Imperialismus gesucht und gefunden. Philosophen jeglicher Couleur schiessen wie Hallimarsche aus dem feuchten Herbstboden und mahnen den Bürger der westlichen Hemisphäre, doch gefälligst Zelt und Campingkocher zur EZB oder ersatzweise anderen kriminellen Instituten zu wuppen und dort verbleiben, bis die Probleme dort durch heftigstes Aussitzen und Skandieren demokratiefreundlicher Parolen, die selbstverständlich nur so klingen, in Wirklichkeit aber die ganze Verlogenheit der Initiatoren reflektieren, sich in Luft auflösen.
Warum  nur kommt mir da sofort der Begriff  "Marionetten" in den Sinn? Warum muss ich an Pinocchio denken? Warum wächst dem Holzwichtel der Zinken und nicht dem  Puppenspieler?
Und warum können nicht alle so sein wie ich, der immer, wenn er von einer schönen jungen Frau nach seinem Beruf gefragt wird,  wahrheitsgemäss "Pilot. Kampfjet!" antwortet?