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Sonntag, 26. August 2012

Old Man

Ich bin grad ein wenig verwirrt. Mehr als normalerweise um diese Uhrzeit und in diesen Breiten.
Unter den diversen Gründen dafür picke ich einfach mal einen exemplarisch heraus:
Auf Twitter, auf einem quasi ungenutzten Account, verfolgt mich eine Professorin für Gynäkologie und da frag ich mich doch, was uns denn wohl verbinden könnte.
Ist es etwa der Sarkasmus, der uns zusammenschweisst bei den Abscheulichkeiten, die wir Tag für Tag in unserem beruflichen Alltag sehen?
Oder die geteilte Freude an Scheidenpilzsalbenwerbung während der Abendbrotzeit?
Das werde ich sie wohl mal fragen müssen. Bei der Gelegenheit kann ich ja auch ein Thema zur Sprache bringen, das mich schon ewig interessiert:
Was bringt ein männlicher Gynäkologe als Motivationsgrund vor, wenn es um seine Berufswahl geht?
Die schöne Aussicht? Aufstiegschancen? Dass es zum Stuckateur nicht gereicht hat?

Wo wir grad von Muschis reden  -  Cat Stevens.
Der ist ja konvertiert und zwar nicht vom kiffenden Althippie zum saufenden Rockstar, sondern von weissnichtwas zum Islam und weil Allah ihn so lieb hat, ist er jetzt pleite und muss seine ollen Kamellen singen. Wir reden von Cat, nicht von Allah, das nur zum besseren Verständnis. Arme Sau, die.

Das Verständnis wiederum fehlt mir bei einer Dame aus dem Sauerland. Oder war das etwa nur ein Tippfehler und sollte Sauertopf heissen? (Kleiner Insider für Kommentarleser).

Was gab´s sonst noch so? Achja, habe Geburtstag gehabt. Gestern. Mit angemessener Altersweisheit werde ich fortan gelassen auf die Dinge sehen, werde Blutdruck, Herz und Umwelt schonen, indem ich mich nicht mehr aufrege. Über gar nix. Nichtmal, dass die üblichen Besserwisser bei wordpress nichts, aber auch rein gar nichts zum Urteil  von Oslo geschrieben haben.

Womit wir wieder bei Muschis wären - und schon wie ich diesen Satz anfing, war mir klar, dass dies kein sauberer Übergang zum nächsten Thema werden würde. Das lautet nämlich: WIEN.
Irgendwie habe ich beim Gedanken an diese wunderschöne Operettenkulissenstadt ein Bild von auf dem Tisch tanzenden Mäusen im Kopf. Weil der Kater nicht da ist. Der ist nämlich hier. Bei mir. In mir.
Schon erwähnt, dass ich gestern Geburtstag hatte? Bestimmt.
Gleich geht´s nach Vienna, wie der globetrottelige Ösi zu sagen pflegt.
2 Tage.

Diese Zeit werde ich u.A. dazu nutzen, um über die Annahme und Weitergabe von Auszeichnungen nachzudenken, mit denen es ja so ein Kreuz ist, wie wir alle  spätestens seit der Ablehnung Reich-Ranickis des Fernsehpreises wissen.
Als alter Egomane freue ich mich natürlich wie Bolle, wenn mein Schaffens- und Lebenswerk gewürdigt wird, wie das die zauberhafte Alex getan hat, andererseits stört mich der Stöckchen-Charakter des Prozederes.
Ob also  jene Auszeichnung ihren Platz neben Oscar, Echo, Bambi, Nobelpreis, Cesar und Pedigree-Pal finden wird...who knows?
Ihr.
Demnächst.

Mittwoch, 25. Juli 2012

50 Shades of ViaE

Den heutigen Post möchte ich der Forschung widmen, und zwar nach der Antwort auf diverse Fragen, die mir nicht erst seit gestern durch den Kopf geistern.

Zunächst mal hätte ich ganz gerne gewusst, wie es kommen kann, dass der von der kommentierenden Zunft sträflich vernachlässigte Artikel "O sole mio" hier abgeht wie´n Zäpfchen, obwohl kaum bis gar nicht danach gegooglet wird und andererseits ständig nach "Murmeltiersalbe" gefragt wird, das entsprechende Produkt aber in unseren Wellnessbereichen die Regale verstopft.

Und wie ist -wir entfernen uns etwas von der Blog-,  noch weiter hin zur realen Welt, das nur, damit ihr da nix durcheinanderbringt- es möglich, dass "Starbucks" so einen Erfolg hat, wo doch Kaffee angeblich die Denkfähigkeit steigert?

Wer eine befriedigende Antwort auf die folgende Frage parat hat, der möge damit bitte auch nicht hinterm Berg (an dessen Fusse ich ja bekanntlich hause) halten :
Was um alles in der Welt macht den Erfolg von "Shades of  Grey" aus, einem Buch, bei dessen auszugsweiser Lektüre mir sich der Verdacht aufdrängt, dass sowohl für das Schreiben wie das Lesen selbigens der gleiche IQ wie fürs Komasaufen erforderlich ist?
Oder hab ich nur die falschen 3 der über 600 Seiten erwischt?
Sind die anderen genial?
Bin ich eventuell mit Anti-Hype imprägniert?
Sind Frauen wirklich so und wenn ja, wieso verkauft dann der Reitsportartikel-Höker so wenige Gerten?
Hätte Grey´s Anatomie eine reelle Chance gegen meine?

Fragen über Fragen - die Antworten bitte wie immer auf ein unliniertes Blatt Papier, Format DIN A4, schreiben, es zu einem Flieger basteln und aus dem Schlafzimmerfenster segeln lassen.
Viel Spass!

Mittwoch, 20. Juni 2012

Me and Norman Bates

Hab ich eigentlich schonmal erwähnt, dass es mal eine, wenn auch zugegebenermassen recht kurze Zeit von etwa einer halben Stunde gab, in der ich den festen Vorsatz fasste, Psychologe zu werden?
Ich war 4 Jahre alt; bis dato war mein eigentlicher Berufswunsch Scharfrichter, mein Vater überzeugte mich jedoch davon, dass es da gewisse Schwierigkeiten mit dem Grundgesetz gäbe und Scharfrichter grad nicht so en vogue seien.
Also Psychologe - fasziniert von dem Gedanken, wie dauerhaft lebensunfähige Menschen den temporär lebensunfähigen hilfreich zur Seite stehen und dafür auch noch die fette Patte absahnen, versuchte ich erstmal, meine beiden geringfügig älteren Brüder zu therapieren. Dem grossen wollte ich die doch recht lästige Flugangst nehmen, indem ich ihn von einer ca. 4m hohen Schlackeaufhäufung (Jau, ich komm aussem Pott) stiess, der mittlere schien mir im Bereich Hundephobie behandlungsbedürftig.
Der Bruch wurde sauber geschient und der Biss mit 17 Stichen professionell genäht.
Danach beschloss ich, Hotelier zu werden. Ehrlich.
Als Hotelier hat man nämlich, so man denn im Ausland die Hoteliererei betreibt, ausgesprochen gute Chancen, den Integrationsbambi zu bekommen, was ja seit jeher eins meiner erklärten Ziele ist und von jenem, dem Ziel nämlich, befinde ich mich bestenfalls noch einen Steinwurf entfernt.
Österreich wird -Achtung, aufgemerkt, es folgt geopolitisches Basiswissen- bisweilen, um nicht zu sagen 2mal jährlich, von den Magyaren heimgesucht, die in der Regel auf der Suche nach einer möglichst sinnfreien, wenngleich gut dotierten Stellung sind, die in ihrem angrenzenden Heimatland fast vollständig ausgerottet sind.
Davon habe ich ja aber nun mehr als genug und so benutzte ich den gestrigen Tag, grad aus Wien zurückgekehrt, noch schwer vom Jetlag gezeichnet, um adäquates Personal einzustellen, was mir in geradezu vorzüglicher Art und Weise gelang: Jeder, der auf die Frage nach dem kommenden Europameister richtig antwortete, bekam einen grosszügig dotierten Vertrag, eine schöne, saubere Kemenate und 200€ Vorschuss, womit die Portokasse geplündert wäre und keine unvorhergesehenen Ereignisse mehr eintreten dürfen.

So, jetzt setz ich noch schnell die Dankesrede für die Bambi-Verleihung auf, faxe den Leuten von Burda, wo sie das Viech hinschicken und ja ausreichend frankieren sollen und dann mach ich mich an die Ausarbeitung des für Freitag vorgesehenen Vortrags. Obwohl - eignetlich bin ich ja nicht so der Freund von vorgestanzten und runtergeleierten Wortparaden - ich denke, angemessen wird sein, da es ja um alternatives Denken bei der Geschäftsführung gehen soll, wenn ich mich einfach bei meinen Labels hier aus dem Blog bediene und dann frei von der malträtierten Leber weg improvisiere.

Was haltet ihr von:

alle doof
Armageddon
Betrug
Dummheit
Fragen über Fragen
Revolution
scheisse?

Samstag, 22. Oktober 2011

Ehrlich gärt am längsten

Es ist ja so ein Kreuz mit der Piefigkeit, die mich neuerdings immer wieder heimtückisch überfällt. Jedoch kann ich denjenigen, die sich daran stören versichern, dass ich mir durch eine überaus geschickte Finanzmarktmanipulation ein Sparschwein der örtlichen Sparkasse für lau erschlichen habe, welches bei jedem  -und sei er noch so winzig- Anfall mit 20€ Scheinen gefüttert wird.
Der Wert der Porzellan-Sau - samt Inhalt natürlich- dürfte den eurer Automobile schon nach etwa nur 3 Tagen  bei weitem übersteigen.
Es sind die Zeiten, die schlimmen, die mir Sorgenfalten in die Hipophyse gravieren.
Europa geht den Bach runter, der Euro sowieso, in der Wüste werden Leute umgelegt, die ich lieber vor einem ordentlichen Gericht sähe und einer der beiden letztwöchentlich lädierten Finger ist tatsächlich gebrochen. Das wiederum würde mich nicht weiter beunruhigen, aber leider befindet er sich an der rechten Hand, sodass ich mir keine Schiene schnitzen konnte und ein Arztbesuch notwendig wurde. Leider habe ich ja kein FB-Account, folglich musste die überaus reizende Sprechstundenhilfe Schuhgrösse, sexuelle Vorlieben und den Geburtsnamen meiner Urgrossmutter väterlicherseits anhand der Versichertenkarte feststellen, was dauern kann; da muss man schonmal etwas Geduld zeigen. Die Zeit vertrieb ich mir mit dem Studium diverslicher Presseerzeugnisse.
Hätt ich nicht machen sollen.
Zwar weiss ich nun, welche Aktrice mit wem pennt, wenn sie grad nicht aktriert, aber -und das ist die alarmierende Nachricht- ich wurde zunächst eher unbewusst, später gezielt suchend, eines Phänomens gewahr, nämlich der offensichtlichen Verbrüderung der Parteien und Gruppierungen der verschiedensten, sonst eher auf Abgrenzung bedachten politischen Strömungen.
Rechts und links befleissigen sich des selben Tones, wenn es um die just anstehenden Probleme geht, prügeln unisono auf  USA, NATO, Banken, Global Player und was da sonst noch kreucht und fleucht ein und haben plötzlich im vormals durch-, jetzt eher abgeknallten lybischen Staatschef  einen Märtyrer im Kampf gegen den Imperialismus gesucht und gefunden. Philosophen jeglicher Couleur schiessen wie Hallimarsche aus dem feuchten Herbstboden und mahnen den Bürger der westlichen Hemisphäre, doch gefälligst Zelt und Campingkocher zur EZB oder ersatzweise anderen kriminellen Instituten zu wuppen und dort verbleiben, bis die Probleme dort durch heftigstes Aussitzen und Skandieren demokratiefreundlicher Parolen, die selbstverständlich nur so klingen, in Wirklichkeit aber die ganze Verlogenheit der Initiatoren reflektieren, sich in Luft auflösen.
Warum  nur kommt mir da sofort der Begriff  "Marionetten" in den Sinn? Warum muss ich an Pinocchio denken? Warum wächst dem Holzwichtel der Zinken und nicht dem  Puppenspieler?
Und warum können nicht alle so sein wie ich, der immer, wenn er von einer schönen jungen Frau nach seinem Beruf gefragt wird,  wahrheitsgemäss "Pilot. Kampfjet!" antwortet?

Freitag, 16. September 2011

Holy Shit

Nun, da mir von erlauchter Seite  -Kritiker dürfen fortan ihre diesbezüglichen Kommentare direkt an den Dienstagshasser senden- Absolution in Sachen Intoleranz erteilt wurde, wende ich mich, obwohl ja eigentlich immer noch auf  angekündigte Beweise in Sachen False Flag / 9/11 wartend, der Kirche/den Kirchen/Religionen zu. Nicht die eine will ich über die andere erheben, nein, das findet man bei unserem Lieblingshoster zuhauf, sondern allen nur denkbaren Strömungen eins mit dem grossen Weihrauchschwenker verpassen.
Oft genug wird ja gefragt, woher denn Glaube/Religiosität/Irrglaube/FC Bayern-Fantum eigentlich käme.
Das soll meine Frage nicht sein, weiss ich doch, wie mir oft ein wenig kritelnd bescheinigt wird, auch hierauf, wie auf so vieles, was eigentlich niemanden interessiert, die Antwort:  Die Unwissenheit ist´s.
Spiritualität gleich welcher Coleur findet sich in jeder Kultur - egal, ob Götzen, Naturgötter oder eben ein einzelner Gott verehrt oder angebetet werden, letztendlich sind sie nur dazu da, unerklärbare Vorkommnisse oder Gegebenheiten in die Schuhe geschoben zu bekommen.
Schaue ich aus meinem Fenster, sehe ich einige ziemlich hohe Berge, was mir Gelegenheit gibt, diese meine kühne Behauptung ein wenig zu veranschaulichen. In jeder "Naturreligion", deren Anhänger sich aus Bergvölkern rekrutieren, wird ihm, dem Berg nämlich, mystische Bedeutung  und mindestens ein Gott mit dortigem Hauptwohnsitz zugemessen, was nicht weiter verwundert ob der Bedrohung, die von ihm ausgeht. Geröll- und Schneelawinen, Eiseskälte, plötzliche, schier unerklärliche Wetterumstürze, unbekannte, im Tal niemals zu sehende Raubtiere- all das und wahrscheinlich noch viel mehr führten zur Entstehung von bösen Dämonen, guten Geistern und dem Yeti, wahlweise auch Bigfoot in Nordamerika.
Man versuchte die Götter mit Essen, Schätzen oder gerne auch mal der ein oder anderen Jungfrau zu besänftigen.
Denen begegnet man übrigens immer wieder, fängt man erstmal an, sich mit Religionen zu beschäftigen. Sei´s die ihrem Jupp Hörner aufsetzende Maria oder jene, die auf den muslimischen Märtyrer im Paradies gleich in Kompaniestärke wartenden - Jungfern, soweit das theistisch geweitete Auge auch blickt.
Hmm, wie komme ich jetzt -schönes Bild übrigens- von den Jungfrauen wieder runter?
Ok, ich weiss schon - kann man getrost feststellen, dass der Mensch sehr gerne mal den Lauf der Dinge zu seinen Gunsten beeinflussen will, ihm aber in den meisten Fällen das Vermögen dazu fehlt, erfindet er sich Wesen, denen er zutraut, diese Fähigkeiten zu besitzen. D`accord?
Weil er aber im Lauf der Evolution auch ein wenig Gehirn-Jogging betrieb, konnte er sich immer mehr erklären und sah recht bald  diverse Götter als überflüssig an, was ihn zum Monotheismus trieb, der zeit- und opfersparenden Variante.
Damit sich zu den draussen in schwarzen Chrysler Voyager auf mich wartenden Herren mit schwarzen Sonnenbrillen nicht auch noch krummsäbeltragende gesellen, beschränke ich mich jetzt ein wenig auf die bei uns doch recht verbreitete Version, das Christentum nämlich.
Bis zur Geburt eines späteren Musical-Stars hatten sich nur wenige, insgesamt gesehen recht uncoole Glaubensgemeinschaften gebildet, die allesamt dem Verlangen nach Erklärung der Welt und seiner Bewohner nicht so recht nachkommen konnten oder wollten. Das sollte sich schlagartig ändern, erkannten doch  die bis dahin keinen Verleger findenden Märchenerzähler die Brisanz und Dynamik der Story eines bei 40 Grad durch die Wüste eiernden Kerls, der sich überdies zum Pazifismus bekannte und Wasser in beeindruckender Weise modifizieren konnte.

Jetzt mahnt mich aber ein Blick auf die Uhr, demnächst mein Bettchen anzusteuern. Überflüssig zu erwähnen, dass ich niemanden  bitten werde, im Schlaf über mich zu wachen (dafür habe ich eine Alarmanlage) und beim Frühstück, das ich Ungläubiger erst mittags einzunehmen pflege, danke ich niemandem, es auf meinen Tisch gebracht zu haben. Na okay, Andrea vielleicht, aber die hat  nichts wirklich Göttliches an sich.

Weiter geht´s demnächst, da ja noch der semigeniale Brückenschlag zu den bloggenden Vertretern jedweder Glaubens- und Unglaubensrichtung fehlt.
Daran soll´s nicht mangeln.

Samstag, 10. September 2011

Centrale Inkontinenz Agentur

Wie wir ja alle wissen, wird das gemeine UFO mit den getragenen Socken von Al Bundy angetrieben, der aber , das konnte man ja schliesslich gute 2 Jahrzehnte mitverfolgen, nur alle 3 Wochen seine Fusskleider wechselt. Daraus ergibt sich ein eklatanter Treibstoffmangel, sodass es gar nicht so viele ausserirdische Fluggeräte geben kann, wie durchs Netz geistern.
Nicht ohne Stolz kann ich hier und jetzt verkünden: Es ist mir gelungen, so ein Paar bei Ebay zu ersteigern, wir können unsere kleine Reise also fortführen.
Und während ihr es euch bequem macht, erzähl ich euch eine putzige Geschichte, die Geschichte von Fritze F. aus Wuppertal. Weil der Papst, trotz vorheriger Ankündigung, doch keine Boutique mit der Tochter von Lottogewinner Erwin Lindemann in der bergischen Metropole aufmachte, wurd´s Fritze F.  im fortgeschrittenen Alter von immerhin 24 arg fad und er beschloss, sein durch jahrelanges intensives Studium der Geheimdienste anhand von James-Bond-Filmen erworbenes Fachwissen in einem Blog der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen. Auslöser war, neben bereits angesprochener Langeweile, der 11.09.2001, wie er später freimütig in einem mit sich selbst geführten und für die Nachwelt akribisch aufgezeichneten Interview zugeben wird.
Neben seinem dreistündigen Architekturstudium, las er sich bei Wikidingens ein immenses Fachwissen in Statik, Sprengstofftechnik und Zionismus an. Dann stand für ihn fest: Die Centrale Inkontinenz Agentur, die sich erst kürzlich so umbenannt hatte, weil sie sich ob der gegen sie gerichteten Vorwürfe  ständig bepisste und lässig  ihren tatsächlichen dunklen Machenschaften nachging, hatte das World Trade Center in die Luft gejagt, damit der Herr Bush Nacktscanner an Flughäfen einrichten konnte, deren Bilder live ins Oval Office übertragen werden sollten. Oder in ein Land am Arsch der Welt einzureiten, um OBL zu jagen, der sich trotz Millionen-Offerte von Gillette weigerte, seinen Zottelbart abzunehmen. Oder er einfach grad Bock drauf hatte.
Das Pentagon  legten sie vorsichtshalber auch noch halbwegs in Schutt und Asche.

Fritze F. hält seine Version  übrigens für überaus intelligent und dem  immer wieder zitierten Mainstream für sowas von voraus, das glaubt man  gar nicht...


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In stillem Gedenken  an die über 3000 Opfer.
Ich wünsche ihren Angehörigen alle Kraft dieser Welt und derartigen "Autoren" wie Fritze F. ein wenig mehr Hirn. Vielleicht kann man sich das ja als App irgendwo runterladen.

Samstag, 14. Mai 2011

Ein Bi-Ba-Butzemann

Gestern wurde nicht nur ich, sondern sogar der Herr Blogspot ganz wuschig ob der Unmengen an Kommentaren, die ihr auf meinen letzten Post ablaichen wolltet. Ich gebe zu, das war zu schwer, freie Meinungsäusserung ist nicht Jedermann´s Sache, da muss man sich erst rantasten. Wie gut, dass ihr mich habt - ich erklär euch kurz mal, wie man zu einer eigenen Meinung kommt und die dann auch noch adäquat kundtut.
Ganz wichtig scheint mir eine angemessene Atmosphäre; und wo lässt es sich besser denken als im Wald? Aus diesem und tausend anderen Gründen bin ich ja jetzt quasi in den Wald gezogen. Ach übrigens, ein Wald, das ist, wo ganz viele Bäume nebeneinander stehen und wo´s so riecht wie in euren Autos, wenn ihr die grünen Duftbäumchen am Rückspiegel baumeln habt. Naja, oder es riecht nach Hasenköddel, das entspricht dann eher dem Aroma eurer Mittelkonsole.
Gut, nun wissen also alle, was ich meine : Wald, da lässt sich prima Seele baumeln, Pilze pflücken und anderer Unfug treiben. Manchmal, das möchte ich noch kurz einwerfen, gehe ich auch in eine Oben-Ohne-Bar, um zu sinnieren, aber da haben sie mir letztens das Hemd von der Garderobe geklaut.
Also Wald. Wie ich ihn denn nun so mich an der reinen Natur erfreuend durchstreife, kommen mir Gedanken, in erster Linie, dass es sinnvoll gewesen wäre, mir den Weg zu merken, in zweiter, entscheidender Linie hingegen über das Weltgeschehen oder was man mir dafür verkaufen möchte.
In diesem speziellen Fall hatte ich kurz zuvor dummerweise noch etwas gelesen. Ich weiss, das sollte man nicht tun, da kriegt man nur ´nen schwubbeligen Kopf von, aber es war nunmal passiert. Es ging in besagtem Schriftstück um Moral und dass wir Deutschen, wie auch alle anderen Kritiker, zuviel und vor allem die falsche hätten, da wir es offenbar nicht so gerne sähen, wenn man unbewaffnete Menschen einfach umlegt. Aber, wurde da eingeworfen, das sei ja der Teufel, das Böse himself gewesen, verdient hätte er´s gehabt und da könne man doch schonmal auf so sekundäre Sächelchen wie Gesetze, Völkerrecht und derartigen Schmarrn verzichten.
Lynchjustiz nennt man sowas und -ha- wer kennt sich damit besser aus als ich, habe ich doch ebenfalls dieses Mittel genutzt, um einen Täter seiner meiner Meinung nach gerechten
Strafe zuzuführen. Der Unterschied : Ich wusste ganz genau, was ich tat, habe aus Wut, Trauer und Schock heraus gehandelt und zwar in vollem Bewusstsein und Anerkennung der Konsequenzen; habe das Recht in die eigenen Hände genommen und dafür meine mehr oder weniger gerechte Strafe erhalten.
So spielt das Leben und es sind die Spielregeln, die sich die Gesellschaft auferlegt hat. Ohne geht es nämlich nicht - und das hat weniger mit Moral, denn mit geordnetem Zusammenleben zu tun, welches, da bin ich ja durchaus mit den Gegnern meiner Anschauung, empfindlich durch den Herrn Bin Laden gestört wurde. Inwiefern, das ist Sache eines Gerichts, das herauszufinden und entsprechend zu bestrafen - und nicht wildgewordener Wahlkampfstrategen.
So komme ich also zur Meinungsfindung; ist doch gar nicht so schwer, oder?
Probiert´s doch auch mal und wenn ihr grad keinen Wald zur Hand habt - die Oben-Ohne-Bar tut´s auch, aber passt auf eure Hemden auf.

Edit: Irgendwie passt die Überschrift nicht, weil der Butzemann nämlich im Haus und nicht im Wald herumtanzt, wie mir grad mal so einfällt. Hmm, was kann ich dafür, dass der Trottel nicht raus in den Wald geht...oder in die Oben-Ohne-Bar.

Donnerstag, 5. Mai 2011

Gans und Rosen

Kürzlich wurde mir in einer Email eine sehr interessante Frage gestellt (und ich meine nicht die von Jaqueline, wie´s denn um meine Potenz bestellt sei, allerdings werde ich auch Jaqueline beizeiten mal antworten, nämlich, dass ich kein Viagra brauche, sie sich aber gerne wieder melden darf, wenn sie denn ein Gegenmittel im Sortiment hat); nein, es ging um meine Beweggründe, wieso ich für Jefe Hotels aufbaue.
Nun, erstens mache ich das nicht für Jefe, sondern mittlerweile mit Jefe, ich nenn ihn auch nur noch so, weil mir das Spass bereitet, offiziell lautet meine derzeitige Berufsbezeichnung "geschäftsführender Gesellschafter".
Das klingt nicht nur gut, sondern füllt das Säckel ordentlich. Jedoch bin ich nur bedingt käuflich, vielmehr reizen mich die neuen Aufgaben. Waren die ersten Hotels in Barcelona noch reine Aparthotels ohne jegliche Gastronomie und Luxus, haben wir uns jetzt hier in Tirol wie auch in Wien an richtig teure Objekte gewagt - und davon hatte ich, da muss man auch mal ganz ehrlich sein, bis vor Kurzem nur vage Ahnungen und Vorstellungen, wie das denn funktionieren möge. Also wurde eifrig recherchiert, gelesen, mit Betroffenen und Betreibern diskutiert und erörtert, dann geeignete Objekte geortet, ein Investitionsplan erstellt etc.pp.
Dann eiert man mit Taschenrechner bewaffnet zu Jefe, haut Zahlenkolonnen in die Tastatur, kühlt jene ob des aufsteigenden Qualms ein wenig ab und ruft nach Mitteilung des benötigten Kapitalbedarfs einen Notarzt, der Jefe´s Leben retten möge, da sonst die Finanzierung ernsthaft gefährdet scheint.
Was da alles zusammenkommt, man glaubt es kaum. Das verwöhnte Urlauber- und Geschäftsreisendepack will ja nicht nur schlafen, nein, auch essen, trinken, schwimmen, saunen, relaxen, Golf spielen, Tennis sowieso, Ausflüge machen, musikalische Abendunterhaltung und allerlei ähnlichem Firlefanz mehr.
Nehmen wir z.b. das Essen, ich habe mich ja bereits dazu geäussert. Huhn will er nicht, der Gast, also kriegt er Gans, ferner klingt Gans scheisse, ergo braucht´s ´nen Küchenchef, der französich kann. Und kochen. Das sind alles Kosten, weil da kannste ja nicht Willi Kaschuppke vonne Würstchenbude für nehmen.
Schön will´s unser Aufenthalter auch noch haben, so wird Blumenschmuck drapiert, jaaa, aber nicht die günstigen Tulpen vom Grossmarkt, neee, teure Rosen vom Floristiker wollen da geordert sein.
Eine Badewanne reicht den Herrschaften ja auch nicht, da muss gleich ein ganzes Schwimmbad her.
Meiomei.
Was wollte ich eigentlich erzählen? Achja: Das, liebes Lesevolk, nennt man Herausforderungen. Und die liebe ich.
Geht´s in die Hose, hab ich die Arschkarte und Jefe die Schulden, geht´s jedoch gut, profitieren alle davon: Jefe, der Gast und letztendlich auch ich, bringt es mich doch meinem derzeitigen Plan näher, mit 50 jeden Morgen eine Runde in meinem Geldspeicher zu schwimmen und den Inhalt ansonsten dafür aufzuwänden, der älteste Freeride-Weltmeister zu werden. Oder Mini-Golf. Man wird sehen.
Ja und wieso gleich 3 Hotels auf einmal höre ich die Nörgler fragen - und die Antwort ist: Warum nicht? Schliesslich bin ich ja eher planerisch gestalterisch tätig, fürs Grobe, also das Tagesgeschehen, habe ich ja schliesslich meine Leute.
Die Armen.

Dienstag, 8. Februar 2011

TOP 5

Gestern Abend bekam ich eine Mail von Jefe, in der er sich sinngemäss etwas darüber aufregte, dass ich die Kosten für eine neue Lesebrille als Spesen deklariert habe. Nun, alles wird  teurer, die Inflation galoppiert ja nur so davon - ein sehr bekannter amerikanischer Rapper soll schon öffentlich darüber nachgedacht haben, sich zukünftig in "55 Cents" umzubenennen- , da soll er sich mal nicht so haben. 400 gut angelegte Euro, die es mir ermöglichen, auch morgen zwar nicht kraftvoll zubeissen, aber mir doch literarische Meisterwerke erschliessen zu können - und ebensolche zu fabrizieren. Leider ist bei den von mir am liebsten gelesenen Büchern keins eines pakistanischen Autors dabei, so ging meine Argumentation leider geringfügig ins Leere, aber, so dacht ich mir, euch könnte ich meine Favoriten mal vorstellen, auf dass Ehrfurcht in eure Glieder und Geist in eure Köpfe einfahren mag.
Und das sind sie, die besten Bücher aller Zeiten:

5. "Demian" von Herrman Hesse.
    Dereinst namensgebend für einen Blogger, da erübrigt sich wohl jede weitere Ausführung..

4. "Das Glasperlenspiel" ebenfalls Hermann Hesse., ein Spätwerk und Hommage an die Literatur als solche   
    und Thomas Mann im Besonderen.

3. "Kapuzinergruft" von Joseph Roth - der Untergang der K.u.K - Monarchie, stilistisch und inhaltlich 
    akribisch und blütenrein aufgearbeitet.

2.  "Früchte des Zorns", John Steinbeck, neben dem auf Platz 1 gelisteten das atmosphärisch dichteste
     Werk eines Autors seiner Zeit.

1.  "Stirb handzahm" - ohne Kommentar.^^

Ebenfalls sehr gerne lese ich die Werke von Thomas Mann und Siegfried Lenz, jedoch hat keines ihrer Bücher einen derartigen Eindruck auf mich hinterlassen  wie die gelisteten. Stilistisch sind sie beide Meister ihres Fachs, allerdings fehlt ihren Büchern irgend etwas, was ich nicht näher bezeichnen kann, vielleicht, weil sie sich zu sehr auf Wort- und Satzkonstrukte, denn auf eine fliessende Handlung konzentrieren. (Siegrfried Lenz´ "Exerzierplatz" sei hier beispielhaft genannt, genial geschrieben, ebenso wie "Die Buddenbrocks" von Mann, aber irgendwie will´s nicht so recht vorangehen, wie auch beim Herrn Dostojewski - und daran versandet die Geschichte als solche.

Und was liest mein Durchschnittsleser so? Naaa?

Mittwoch, 3. November 2010

Fundstück der Woche (ach, was sag ich, des Jahrhunderts)

Frisch entdeckt: Es gibt einen  
DEUTSCHEN VERBAND DER FREIDENKER.
Jahaaaa.
Allerdings drängt sich mir da eine Frage auf: Was, in drei Gottes Namen, verbindet die denn, wenn die alle so frei denken?

Antworten, wie immer, in einem versiegelten Kuvert, unter Angabe der Schuhgrösse Ihrer Schwiegermutter, in die Urne werfen.
Oder die Tonne, je nach Gusto!