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Sonntag, 19. August 2012

Moin Moin

Ich bin´s, die Andrea und berichte heute wieder exklusiv über die seltsamen Angewohnheiten des Blogbetreibers.
Ich frage mich ja immer wieder, wie der es hier in Tirol überhaupt aushält. Ich meine, schön ist es irgendwie schon, aber bewegt man sich ausserhalb der Touristenzentren, kommt´s einem vor wie ein etwas zu gross geratenes Freilichtmuseum. So als Hamburgerin. Und er ist doch auch eher Grossstädter.
Kuhfladen statt Hundekacke als neue Lebensmaxime? Würde mich irgendwie wundern.
Und ob sich die von ihm angestrebte Weltherrschaft ausgerechnet am Arsch derselben starten lässt...man weiss es nicht.

Wohl bewusst war mir, was so ein Bergausflug mit Seiner Eminenz, dem Hüpfburgherrn, bedeutet:
Stress für mich.
Wann auch immer er euch zu  - ich zitiere- "völlig harmlosen Vergnügungen" einlädt, dreht euch um und lauft, so schnell ihr könnt. Lauft weit. Fahrt am besten.

Wir kraxeln  so ´nen Mega-Hügel hoch, ich schon in der Mitte völlig hinüber, er rauchend, kommen endlich irgendwann oben an, gehen in die Kneipe, die man hier wohl Almhütte nennt, schütten die Dreitagesproduktion einer Kuh in uns rein...und was erzählt er mal so locker nebenbei?
Wie schön jetzt doch ein Basejump wäre, so von der anderen Seite, wo´s ca. 700 Meter steil abfällt.
Wir zwei beiden...Tandem...gemütlich...
Waaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah!

Nur ein Scherz, puh. Stattdessen ging´s damit wieder runter:


Ich weiss noch nicht genau, ob ich die 2 Wochen hier überleben werde. Drückt mir die Daumen.

Bitte!

Montag, 4. Juli 2011

SEXIEST MAN ALIVE

Achtung Gastbeitrag von Andrea.S.

Ich liebe ja diese entspannte und entspannende Atmosphäre : Wir sassen gemütlich zusammen und ViaE diktierte mir obige Überschrift. Wir, das sind ViaE, Luisa, meine Wenigkeit sowie seine amerikanischen Freunde Jack Daniels, Horace Smith und Daniel B. Wesson (ich musste die Vornamen googeln, er meint, das sei eine gar nicht zu füllende Wissenslücke, Elementarwissen quasi).
Was soll ich sagen - es war wie immer sehr lustig, aber auch anstrengend mit ihm. Wir, da glaube ich für Luisa mit sprechen zu können,  haben die Zeit voll genossen. Es war fast wie früher in Barcelona, in  seinem Heim, das mittlerweile unseres geworden ist.
Für mich sind die Treffen mit ihm immer auch eine kleine Reise in die Vergangenheit, sowohl in die jüngere als auch altere. Oft ist er ja nicht da, immer irgendwie beschäftigt, aber wenn, dann 150%.
Es kann sein, dass er die folgende Passage streicht (tu ich nicht), aber es muss gesagt sein : Wie sehr hätte ich ihm, Isabella und dem kleinen Damian ihr gemeinsames Leben gewünscht, dieses sich mit einem Menschen voll und ganz beschäftigen habe ich bisher kaum bis gar nicht angetroffen und alle 3 hätten das verdient gehabt. Er vermisst sie so, das kann man sich kaum vorstellen. Wenn man ihn genau beobachtet, merkt man, wie er hin und wieder in eine völlig andere, glückseligere Welt abdriftet. Dann lieb ich ihn noch mehr als sonst. Dann legt dieses Riesenbaby seinen Kopf in deinen Schoss, lässt sich über die rar gewordenen Haare streicheln und saugt die tröstenden Worte förmlich auf.
Und im nächsten Moment veräppelt er dich wieder.
Bald werde ich das wieder täglich haben und freu mich wie Bolle drauf. Er hat, glaube ich, Grosses mit mir vor - das macht mich unendlich stolz, denn es zeigt mir, dass ich´s mir und vor allem ihm bewiesen habe, dass ich lebensfähig bin - und das ist nicht einfach, er ist so unglaublich fordernd. Aber man wächst dran.

Sonst war der Urlaub ziemlich verregnet, daher sind wir nicht so viel unterwegs gewesen. Aber wir haben uns im Spa verwöhnen lassen,  viel Sport gemacht und ansonsten ihn ertragen, mit einem Wort grossartige Leistungen vollbracht.
Im August komm ich wieder her und bleibe für ca. 3 Monate. Das wird hart.

Mittwoch, 29. Juni 2011

Mein schönstes Urlaubserlebnis

( von Luisa M., übersetzt aus dem Spanischen und an den schlimmsten Stellen zensiert von ViaE)

Ich kenne diesen Mann  (sie meint mich^^) jetzt seit gut 4 Jahren, bin mit ihm durch dick und dünn gegangen, wobei er meint, für das Dicke sei ausschliesslich ich verantwortlich. Mich überrascht nix mehr, auch nicht, dass er nicht überrascht war, mich am Flughafen zu sehen. Mein Vater und er sind irgendwie befreundet, machen Deals miteinander oder haben den selben Bewährungshelfer. Keine Ahnung. Jedenfalls haben sie am Vortag unserer Anreise miteinander telefoniert. Männer...
Naja, jedenfalls stand da in der Ankunftszone des Flughafens ein Mensch mit so ´ner Trachtenjacke und hielt ein Schild hoch: "Dick und Doof". Andrea meinte, das wären wir und sich aufzuregen lohne nicht, wir sollten uns unsere Nerven für die kommenden 10 Tage aufsparen. Wie recht sie doch hatte.
Dann stand er da: die Haare länger, Mehrtagebart, braungebrannt und in einen sündhaft teuren Anzug gepresst, in der linken Hand Mozartkugeln und in der rechten ...Mozartkugeln. Wie originell.
Im Auto rede ich englisch, damit der Fahrer auch was versteht. Hinterher stellte sich heraus, dass der gar kein Englisch konnte, aber ich darf mir zum ersten von insgesamt bestimmt 20 Malen "Hero" anhören, Spezialversion von ViaE. Danke auch.
Da wir ein wenig müde sind, geht´s zuerst zur Wohnung. Bescheiden, unangemessen bescheiden für den Grosskotz. Ich darf wählen, wo ich schlafen will - im Flur, Wohnzimmer oder Balkon.
Spontan antworte ich : "Barcelona".
Er fährt in eins der Hotels und meint, wir sollen später nachkommen, am besten mit dem Moped, das er uns grosszügig überliesse. Es regnte an dem Tag wie aus Kübeln, sei vielleicht noch hinzugefügt.
Wir nehmen uns ein Taxi.
Dann stehen wir im Hotel - Glaslüster, Holzverkleidungen mit Intarsien, Spiegel und Marmor, soweit das Auge blicken kann. Ich bin, vor allem nach der Führung, ehlich gesagt tief beeindruckt. Spa, Sauna, Wellness, Fitnessraum, Innen- und Aussenschwimmbad, grosszügiger Garten, überall wuseln livrierte Menschen rum und betüdeln die Gäste...das hat was. Später schauen wir uns noch das zweite an, etwas kleiner, noch etwas exklusiver. Rundherum die Berge, die zum Teil noch schneebedeckt sind.
Ich bin hin und weg. Andrea auch. Wir lassen uns anschliessend im Restaurant kulinarisch verwöhnen und beschliessen, den Tag mit einer Kutschfahrt zu krönen. ViaE soll ziehen. Wird aber leider nichts draus, er muss aus dem angestellten Manager schnell noch einen besseren Menschen machen, wie er zu sagen pflegt, will heissen: Ich glaub, er hat ihn fürchterlich zusammengefaltet. Ist eigentlich ein ganz schnuckliger, wie auch Andrea findet, aber dermassen zusammengefaltet kommt das natürlich nicht so zur Geltung.
(Zu meiner Ehrenrettung: Der hatte´s voll verdient, tut aber im Detail nichts zur Sache)
Wir Mädels fuhren dann wieder in die Wohnung, köpften ne Pulle österreichischen Landwein, warteten auf ViaE und liessen dabei unsere Impressionen und Gedanken schweifen.
Als er dann kam, waren wir schon ziemlich benebelt und haben noch ´ne Runde Scrabble gespielt...auf Englisch.
"I can be yout hero, baby...."

Mittwoch, 17. November 2010

NANU?

Grad mal zwecks Infos saugen in der Unibibliothek Innsbruck vorbeigeschaut. Anhängsel mitgeschleift.
Plötzlich steht Anhängsel inmitten der vollbesetzten Bibliothek, hält ein Machwerk von Dan Brown in die Höhe und schreit:
"Ey, kumma, Jörg, hier gibt das sogar Bücher...in Deutsch!

Mittwoch, 10. November 2010

Mein Leben als Liv Tyler

Warnung: Dies ist ein Gastbeitrag und ich übernehme keinerlei Haftung. Für nix.
(Allerdings habe ich an der Ortographie und Interpunktion ein wenig rumgeschraubt^^)

Was für ein bescheuerter Titel. Aber er hat ihn ja quasi schon vorgegeben.
Also, mein Leben als Liv Tyler begann am Sonntag um ziemlich genau 9:45 auf dem Wiener Flughafen. Die Chance, dass Liv Tyler da in der Ankunfthalle erwartet wird, ist, schätze ich mal, relativ gering. Folglich kann es nur Jörg sein, der da so ein Pappschild in die Luft hält. Ich sehe, wenn überhaupt, höchstens Emma Watson ähnlich, sollte ich vielleicht noch dazu sagen.
"Keine Sentimentalitäten", sagt er, als ich ihn auf den Unsinn anspreche, dreht mich in Richtung der Digicams bzw. deren Besitzern, raunt "lächeln" und zerrt mich anschliessend mitsamt Gepäck zum Ausgang.
Dieser Mann ist sooo anstrengend, ich sag´s euch. Ein sechsjähriges Kind ist wie ein vollgekiffter Althippie dagegen.
Auf geht´s zum Bahnhof, Gepäck im Schliessfach verstauen. Er misst mich kurz ab, bedauert, dass ich da nicht reinpasse und schon geht´s zurück zum Taxi, alles im Laufschritt. Irgendwer sollte ihm eventuell mal sagen, dass ich nachts um 3 aufgestanden bin, einen gut vierstündigen Flug hinter mir habe und das  Letzte, was ich will, Sightseeing im Eiltempo ist.

Spanische Hofreitschule  geht um 11 los, daher die Eile. Die Lippizaner sind echt wunderschöne Tiere und die ganze Führung und Vorstellung hat mir sehr gut gefallen. Wenn nicht ständig Kommentare über das Schwulsein oder Nichtschwulsein der Reiter von links, wo -na, ihr wisst schon wer- sass, gekommen wären, hätte man das richtig geniessen können. Höhepunkt: "So ein Pferd braucht einen echten Prinzen als Reiter".
Spricht´s...und setzt sich so ´ne Pappkrone von Würger King auf. (Das war also geplant...)

So geht es den ganzen Tag weiter: Beim Essen, im Prater (sehr schöner Park). Immer wenn ich etwas bezahlen will, meint er, ich soll stecken lassen, wahrscheinlich, um anschliessend so Sprüche wie "...wofür man keinen Pfennig dazubezahlt hat..." zu posten.

Wenn ich ihn nicht so lieb hätte, würde ich ihn mehrmals täglich erwürgen. Er ist das erwachsenste Kind, das ich kenne. Es ist so schön, bei ihm zu sein.

Andrea