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Mittwoch, 5. September 2012

Von armen Seelen, asozialen Netzwerken und dummen Wissenschaftlern

Wieviel ist die Aussage zur Dummheit internetnutzender Menschen wert, die ziemlich augenscheinlich von jemandem kommt, dessen IQ kleiner ist als seine Schuhgrösse? Nix, niente, nada - genau.
Wieso fühlen sich zerebral besser Ausgestattete veranlasst, darauf kilometerlange Antworten zusammenzuschustern?
Das ist doch alles ganz einfach: Schlaue Menschen werden, sofern sie das Netz schlau nutzen, schlauer, dumme hingegen verharren in ihrem Zustand oder verschlimmern ihn sogar noch.
Was gibts da bitteschön zu diskutieren? Wozu muss man da empirische Studien veranlassen, auswerten oder sich auf sie berufen?
Wenn jemandem die geistigen Fähigkeiten fehlen, Informationen zu filtern, sie in Relation zu setzen oder überhaupt nur den anzunehmenden Wahrheitsgehalt zu ermitteln, dann ist das WWW mit Sicherheit der falsche Ort, um diese Defizite auszugleichen, die ihm die Natur von vornherein mitgab oder er sich mühsam in der Konsolenabteilung von Saturn angeeignet hat, während seine Mitschüler büffelnd im Klassenzimmer schwitzten.
Weiss jemand dagegen, was Schrott, reine PR, Werbung oder versuchte Indoktrination ist und was zumindest einigermassen seriös daherkommt, kann ihm der Informationsüberfluss einen Mehrwert bringen.
Ferdich is die Laube.
So.
Ich kann den Faust lesen oder damit Fliegen erschlagen, wie ich das auch mit der Vierbuchstabenzeitung machen kann.

Ich kann ein soziales Netzwerk oder eine x-beliebige Plattform nutzen, um mich mit Gleich- oder auch Fremdgesinnten auszutauschen, Fakten oder Meinungen zu erhalten oder auch meinen Selbstmord anzukündigen, wie offenbar gestern resp. vorgestern auf Twitter geschehen.
Und nun ist die Schlacht zwischen Gut und Böse voll entbrannt.
Die Guten - das sind die, die Depressionen ernstnehmen, die die Polizei verständigen und, da das alles nichts gebracht hat, Mitgefühl demonstrieren.
Seitenlang.
Die Bösen - das sind die Zyniker, die die offenbar bewusst noch das Vorhaben forciert haben sollen und denen jegliche Empathie fehlt.
140 Zeichen lang.

Das Eine wie das Andere findet sich im virtuellen wie auch im realen Leben und denen, die den Ernst der Lage nicht erkannt haben, hier jetzt bösen Willen zu unterstellen, finde ich ein bisschen heftig, meine Lieben.
Die Fehler werden zunächst mal im normalen, realen Umfeld zu suchen sein und nicht im Netz, wo es ungleich schwieriger sein dürfte, herauszufinden, wie ernst es jemandem mit so einer Androhung ist.
Antennen funktionieren ab einer gewissen Distanz nicht mehr, zumal die meisten der dort Funkenden eh schon überfordert sein dürften, ihre eigenen Signale zu deuten.

Die Masse ist ein Querschnitt durch die Gesellschaft mit fast allen ihren Facetten.
Und kein Psychologe.

Freitag, 24. August 2012

Das braune Ö-Ei**

Lang hat´s gedauert, geduldig harrte ich in meiner mit sexistischen Klischees und Vorurteilen geradezu vollgekleisterten Macho-Ecke, immer hoffend, dass so ein Flintenweib es mal auf mich abgesehen hätte.
Kam aber nix, könnte vielleicht daran liegen, dass ich gute 85 % der Führungspositionen mit Frauen besetzt habe und die anscheinend keinerlei Zeit für alberne Diskussionen über Farbe und Inhalt von Ü-Eiern haben.
Die stehen ihre Frau im Job, erziehen allein oder in angemessen aufgeteilter Form Kinder und managen sich samt  ihrem Leben.
Die haben daheim keine Anrufbeantworterin, keine Salzstreuerin und erst recht keine Wasserhenne.
Die haben studiert. Manche auch nicht.
Die fühlen sich von  mir nicht sexuell belästigt, wenn ich ihnen in einer Sresssituationen den Nacken massiere.
Die stehn auf Clooney oder Pattinson, je nach Alter und Präferenz.
Zumindest eine auf Jodie Foster.

Die alle gehn ziemlich sicher davon aus, dass ihre männlichen Nachkommen nicht zum Vergewaltiger werden, weil sie in hellblauer und später Spiderman-Bettwäsche geschlafen haben.
Und ihre Töchter nicht zwangsläufig Opfer maskuliner Gewalt und/oder Heimchen am Herd, weil sie gerne mit HelloKitty-Kram spielen.

Anstatt das Ü-Ei als solches, nämlich maßlos überteuertes, mit nutzlosem Plastikspielzeug vollgestopftes Verführunsobjekt zu brandmarken, moniert man / frau (Mannfrau) die geschlechterspezifische Ausrichtung.

Mein Vorschlag zur Güte: Kauft euren Blagen ´ne ordentliche Tafel Schokolade und vernünftige Spielwaren, damit sie nicht so dumm und arrogant werden wie derart spiegelfechtende Möchtegern-Amazonen.



by fussmoden.de
Und kauft euren Jungen ja nicht diesen Fussballschuh, auch wenn irgendjemand ihnen erzählt hat, es handle sich dabei um eine Sonder-Edition "Cristano Ronaldo"!


**Ö steht für Östrogen und braun für, naja, ihr wisst schon...

Mittwoch, 25. Juli 2012

50 Shades of ViaE

Den heutigen Post möchte ich der Forschung widmen, und zwar nach der Antwort auf diverse Fragen, die mir nicht erst seit gestern durch den Kopf geistern.

Zunächst mal hätte ich ganz gerne gewusst, wie es kommen kann, dass der von der kommentierenden Zunft sträflich vernachlässigte Artikel "O sole mio" hier abgeht wie´n Zäpfchen, obwohl kaum bis gar nicht danach gegooglet wird und andererseits ständig nach "Murmeltiersalbe" gefragt wird, das entsprechende Produkt aber in unseren Wellnessbereichen die Regale verstopft.

Und wie ist -wir entfernen uns etwas von der Blog-,  noch weiter hin zur realen Welt, das nur, damit ihr da nix durcheinanderbringt- es möglich, dass "Starbucks" so einen Erfolg hat, wo doch Kaffee angeblich die Denkfähigkeit steigert?

Wer eine befriedigende Antwort auf die folgende Frage parat hat, der möge damit bitte auch nicht hinterm Berg (an dessen Fusse ich ja bekanntlich hause) halten :
Was um alles in der Welt macht den Erfolg von "Shades of  Grey" aus, einem Buch, bei dessen auszugsweiser Lektüre mir sich der Verdacht aufdrängt, dass sowohl für das Schreiben wie das Lesen selbigens der gleiche IQ wie fürs Komasaufen erforderlich ist?
Oder hab ich nur die falschen 3 der über 600 Seiten erwischt?
Sind die anderen genial?
Bin ich eventuell mit Anti-Hype imprägniert?
Sind Frauen wirklich so und wenn ja, wieso verkauft dann der Reitsportartikel-Höker so wenige Gerten?
Hätte Grey´s Anatomie eine reelle Chance gegen meine?

Fragen über Fragen - die Antworten bitte wie immer auf ein unliniertes Blatt Papier, Format DIN A4, schreiben, es zu einem Flieger basteln und aus dem Schlafzimmerfenster segeln lassen.
Viel Spass!

Samstag, 7. Juli 2012

Jetzt gibt´s Mecker

Der lieblichen Tradition folgend, meinem bescheidenen Wesen und seinen Aussagen mehr Geltung zu verschaffen, möchte ich heute ein wenig über den Menschen als solchen referieren und da ich grad aus selbiger komme, reden wir ein bisschen über die Wirtschaft.

Noch mehr solcher Brüllerwitze gibt´s, wenn ihr jetzt nicht wegklickt, brav meinen Gedankengängen folgt und ein wenig in euch geht, wo ihr eh viel besser aufgehoben seid, als da, wo ihr euch jetzt rumtreibt.
Anschliessend dürft ihr mich mit faulem Obst, Eiern oder Bügeleisen bewerfen, je nach persönlichem Gusto und Verfügbarkeit.

Solange ich lebe, hört man den Ruf nach einem Systemwechsel.
Früher war´s leicht, da konnte man die Rufer zumindest verbal gen Osten verbannen. "Hau doch ab zum Russen!" war ein gar geflügelt Wort, dem jedoch niemand nachkam, weil so dolle war´s da bei näherer Betrachtung ja nun doch wieder nicht und so verblieben die zumeist tiefrot gefärbten Revoluzzer im verhassten System, wo sie es sich gemütlich machten und den Staat, den ungeliebten, auf die eine oder andere Art ausnahmen.
Aussenminister zu sein, war plötzlich nicht mehr bäh, Europa-Abgeordneter und Verleger schonmal gar nicht. Als Sozialkundelehrer brachte man seine 5 Riesen nach Hause.
Das System war immer noch scheisse und an allem schuld, nur liess es sich jetzt viel besser ertragen.

Das war damals, wir hatten anfänglich eine soziale Marktwirtschaft, später nur noch Marktwirtschaft und jetzt nur noch Markt. Jahrmarkt, um genau zu sein.
Jeder mosert, jeder hat ´ne Meinung über Angelegenheiten, von denen er ungefähr soviel versteht wie ich vom Stricken.
Allein - Lösungen bietet keiner an, mal abgesehen von ein paar Abgespaceten, die glauben, so ein geistiger Dünnpfiff wie etwa das Bandbreitenmodell sei brauchbar. Motto: Hochmut kommt vor dem Durchfall.

Was aber ist denn eigentlich das "System", wer sind diese ominösen "Märkte", die uns angeblich oder tatsächlich in den Würgegriff genommen haben und wie die Zitronen auspressen?

Nun, es sind Menschen, Menschen wie du und ich, die bösen eher wie du, die guten eher wie ich, haha.
Ein System per se ist nicht gut oder schlecht, es bevorteilt immer eine Gruppe und benachteiligt logischerweise die andere. Gleicht man die Nachteile aus, ist alles im Lot und allen geht´s einigermassen gut.
Der Mensch zeichnet für diese Ausgestaltung verantwortlich  und da liegt der Hund begraben:
Etwa 5 % der Menschheit ist kriminell veranlagt, die restlichen 95 werden´s, wenn man ihnen die Gelegenheit dazu gibt oder sie so in dubiose Machenschaften einbindet, dass sie entweder gar nicht anders können oder einfach der Macht des Bösen erliegen.

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to be continued...weil issen weites Feld, ´n Acker quasi, von welchem ich mich jetzt erstmal mache.

Montag, 11. Juni 2012

IQ so um die 75

Den hatte wer? Genau, Forrest Gump. Und was sagte dessen Mom immer? Richtig, das Leben sei wie eine Schachtel Pralinen.
Während ihr jedoch immer die mit den Trüffeln abkriegt, erwische ich , so hat´s den Anschein, jene welche, wo das kleine Wörtchen Diät vorgesetzt wird.
Grad gestern erst machte ich die Schachtel in Form des von mir bevorzugten Internet-Browsers auf, tippte flugs, damit´s keiner sieht, die blaue Seite vom Herrn Sugarmountain ein und es dauerte nicht lange, bis im Chat eine nette, kompromisslos kurze Mitteilung für mich erschien, Absender eine gewissse Lara-Jaqueline.
Inhalt der Message: Fotos kommentiern!
Wenn ich eins im Leben gelernt habe - sei pragmatisch, diskutiere nicht, folge den Befehlen dir offensichtlich zugetaner Menschen widerspruchslos.
Ergo wurde ich einer nur notdürftig bekleideten Dame angesichtig und während ich mich noch fragte, ob sie mich wohl um eine Kleiderspende bitten wollte, erschien im kleinen Fensterlein:
Und?
Nun bin ich ja bekanntermassen ein Meister der geschliffenen und polierten Wortwahl, also tippselte ich:
Öhm, naja, für 24 biste noch ganz ordentlich in Schuss. Geistig auch noch ganz frisch?

Irgendwie kam dann nichts mehr.
Jetzt mache ich mir natürlich grosse Vorwürfe, ob sie damit eventuell intellektuell überfordert war.
Und wo ich die Klamotten hinschicken soll.

Samstag, 19. Mai 2012

Eierless Wahn

Letztens habe ich ein wenig in die Glotze geguckt. "The Big Bang Theory", sehr lustig. Als aber nach ´ner dreiviertel Stunde immer noch kein Abspann kam und ich mal genauer hinschaute, merkte ich, dass das ein Bericht vom Parteitag der PIRATEN war...

Tscha, so kann´s gehen und damit ein herzliches "Grüss Gott" aus seinem irdischen Kräutergarten.
Da bin ich wieder.
Schön, gell?
Wer insgeheim oder auch offen die Hoffnung hegte, mich los zu sein, der muss jetzt ganz stark sein: Nach einer sehr erholsamen Pause vom digitalen Leben steige ich wieder ein und nerve weiterhin mit blumigen Posts zur Lage der Nation, dem BIP, BAP und sonstigen Drei-oder-mehr-oder-auch-weniger-buchstabengebilden.
Während sich Facebook anschickt, die neue Telekom-Aktie zu werden, treiben mich ganz andere Dinge um, als da  primär die Frage wäre, ob und inwiefern es wohl Sinn machen würde, sich -also mich in diesem Fall- zum Kaiser von Österreich  wählen zu lassen. Oder alternativ zum König von Spanien. Zwar schiesse ich keine Elefanten, dafür aber einen Bock nach dem anderen.
Wie kam ich drauf?
Achja, die letzten Wahlerfolge von  Dr.Sheldon Cooper, Wolowitz und Co.
Runde 8% der sich zur Wahlurne Aufraffenden hievten Ahnungs-, Planungs- und Orientierungslosigkeit in die mit fast 10.000 € monatlich sattsam gepolsterten Sessel ihrer Landtage.
Obwohl..."liquid democracy" hat ja was; zwar verstand ich darunter bisher die freie Wahl zwischen Warsteiner und Jack Daniels, aber wenn´s nun zum plebiszitären Prinzip erhoben werden soll - meinen Segen habter.
Grundeinkommen für alle? Ja, wieso denn nicht? Ist ja eh  nur die aufgewärmte Form der alten 80er Forderung nach Arbeitslosigkeit bei vollem Lohnausgleich.
U-, S- und Trambahn für lau? Coole Sache, endlich auf Augenhöhe mit dem gemeinen Schwarzfahrer.
Urheberrecht, wer braucht das schon? Steht doch sowieso alles im Internet wie bestellt und nicht abgeholt rum.

War da noch mehr? Hmm, vielleicht die herrlich herzliche Naivität, mit der dem Wahlvolk versprochen wird, sich nun -wahrscheinlich mit allem Nachdruck, wie´s immer so schön heisst-  in die Sachthemen einzuarbeiten und kundig zu machen. Wenn´s denn jemals dazu kommen wird, freue ich mich schon auf die langen Gesichter der Wählenden ob der selben Phrasen wie bei den "Etablierten".
Dass mir dann bloss keiner ankommt, rumheult und die kaiserliche oder königliche Schärpe einnässt.
Hiermit erkläre ich das Projekt Demokratie für gescheitert und führe den Absolutismus wieder ein.
Audienzen werden ab sofort wieder regelmässig gewährt.
Anmeldungen unten.
Horrido.

Mittwoch, 21. März 2012

HOME SWEET HOME

Ich bin daheim. Endlich angekommen. Nach langer  Irrfahrt durch die Strudel des weltweichen Webs habe ich meine Heimat gefunden. Bei Facebook, jawoll. Die wundersame Welt der Ame...äh...des Marc Z. hat mich in ihren Schoss, den übergrossen, aufgenommen und gleich mal sowas von liebgewonnen, man glaubt´s kaum.
Gut, natürlich habe ich mich dort nicht mit meinem Namen oder einem von hier bekannten Pseudo angemeldet, sondern - man beachte meine abgrundtiefe Kreativität- einem völlig unbekannten, bis dato nirgendwo im Netz oder freier Wildbahn erwähnten. Schlau, wa?
So habe ich dort etwa 870 Freunde gesammelt, von dennen ich allerdings kein Schwein wirklich kenne, nichtmal ansatzweise.
Weiters twittere ich. Unterm Logo des Piepmatzes (weil von Vögeln versteh ich ja was, gelle) hau ich Alltags- und Fussballweisheiten raus, dass es nur so kracht in der virtuellen Welt der maschenlosen Tore.
Dann noch schnell bei Google+ angemeldet und zack, schon steht die digitale Person wie ´ne Eins vorm surferischen Himmelstor, wo ihn Gleichgesinnte schon sehnsüchtig erwarten, auf dass er an ihren dämlichen Spielen teilnähme, ihre zum hunderttausendsten Male geposteten Kalendersprüche zu liken und irgendwelchen obskuren Apps Zugriffsrechte auf ihre gesamten Daten zu gewähren.

Und wozu das alles?
Es galt, etwas zu beweisen: Andrea hatte nämlich mit mir gewettet, dass der gesammelte oben beschriebene Rotz dazu führen wird, ganz, gaaaaaanz tolle Freundschaften zu finden, gründen, vertiefen blablubberblub.
Natürlich, das muss einschränkend zugegeben werden, könnte ich nun Bildchen mit anderen Usern tauschen, Firmen, von denen nicht nur ich noch nie etwas gehört habe, meine ungeteilte Zustimmung zu ihren Produkten, Dienstleistungen und Internetauftritt erteilen oder mit Menschen chatten, mit denen mich nur eins, wenn auch ziemlich locker, verbindet: Die Liebe zu einem bestimmten Verein.
Achso, das hätte ich ja fast vergessen - passend zu oben genannten Aktivitäten hab ich selbstverständlich auch ein Blog eingerichtet und die Posts werden automatisch auch bei FB, Zwidscheridoo und ich glaub sogar bei G+ publiziert.
Zugriffszahlen bei 10 Posts, verteilt auf knapp 3 Wochen: 65!
Pffft, fünfundsechzig Klicks bei, ähem, fast 900 "Freunden", auf deren Leib die Thematik eigentlich wie zugeschnitten sein sollte. Eigentlich.
Eigentlich hätte auch die von mir gegründete Gruppe, wo man nur selbst verfasste Artikel, Posts, meinetwgen auch Gedichte, Fotos oder wasweissichwas, aber eben selbst produziert, veröffentlichen sollte, ein voller Erfolg werden sollen. Eigentlich.
Von den damals etwa 800 Eingeladenen sind 4 der Gruppe beigetreten. Bisherige Beiträge: Alle von mir.

Tscha Andrea, du wirst wohl, so leid mir das auch tut, dich im nächsten halben Jahr von trockenem Toast oder bestenfalls Nudeln mit Ketchup ernähren müssen. Dumm gelaufen. Vielleicht hättest du mich doch nicht, im Gegensatz zu euch "digital natives" als "steam-engine native" bezeichnen sollen.

Mal abgesehen von der verlorenen Zeit, die sich dank ihrer Mithilfe bei Freundschaftsanfragen und sonstigem Käse auf ein immer noch recht ansehnliches Maß reduzierte, habe ich die Hoffnung verloren, dass sich die Menschheit jemals an die Lösung ihrer Probleme machen wird, wenn eine  immer ansteigende Anzahl  ihrer Vertreter sich mit so einem Scheiss beschäftigt, jeder Dahergelaufene seine Profilneurosen öffentlich ausleben kann und sich darbietet wie die letzte Wanderhure.
Jungs, Mädels, wenn man sich morgens unter der Dusche fotografiert, ist das ansich schon krank, wie erst soll man das bezeichnen, wenn man die Fotos in einem Netzwerk postet und an Leute weitergibt, die einem so unbekannt sind wie die Grundlagen der deutschen Rechtschreibung?
Und wenn man sein Gör Shakira-Madeleine nennt, halte ich persönlich es für relativ unangebracht, Ausländerfeindliches zu posten. Mal drüber nachdenken...

Alles in allem ergibt sich nur ein Fazit: Es ist völlig wurscht, was du postest, wo du deine (vielleicht auch imaginären) Freunde suchst - Qualität zählt nix, aber auch überhaupt gar nix, es macht allein die Quantität, nämlich die deiner eigenen Aktivitäten. Du musst um Aufmerksamkeit betteln und zwar mit einiger Penetranz.

Daher mein Tipp an alle: Trefft euch lieber gelegentlich mit euren echten Freunden, schreibt ihnen mal wieder eine persönliche Email oder ladet sie zum Essen, Saufen, Kino, Sex ein.
Da habt ihr mehr von. Mit Sicherheit.

Und sollte jemand auf die verwegene Idee kommen, ich hätte mir ja nur die falsche Zielgruppe ausgesucht, weil überdurchschnittlicher Anteil an Hauptschülern, Hartzlern oder sonstwie Benachteiligten: Weit gefehlt, Amigos, in anderen Kreisen sind es vielleicht keine Fussballbildchen, sondern neueste Taz-Meldungen, Links zu Spargel-offline oder Dissertationen anderweitig Verwirrter. Mehr nicht.
Selbes Prinzip.
Gute Nacht, Welt.
Wenn ich nicht schon wüsste, was ich zu Weihnachten kriege und mich darauf so tierisch freuen würde, könnten die Mayas ruhig Recht haben und den nächsten Winteranfang gediegen ausfallen lassen.



EDIT:
Falls sich irgendjemand fragt, wieso Linkedin nicht erwähnt wird: Das ist die Cyber-Herbertstrasse für Jungakademiker und Möchtegern-Leader. Indiskutabel!

Dienstag, 25. Oktober 2011

Zitat des Tages

Eigentlich hatte ich vor, heute einen wunderschönen, einfühlsamen, meine ganze Sensibilität zum Ausdruck bringenden Artikel zum Thema Integration zu schreiben, aber dann hat mir so´n Almdudler hier die Vorfahrt genommen und ich wäre beinahe mit meinem Roller (bitte keine Witzchen hier, es müsse doch Rollator heissen, ja?) im Graben gelandet.
So belass ich es bei der kurzen Schilderung meiner Einreise, die sich derart gestaltete, dass ich kurz vor der Grenze ein  Säckchen Glasperlen kaufte und diese auf der anderen Seite des imaginären Schlagbaumes den Ureinwohnern überreichte. Um den Hals trug ich ein Schild mit dem Aufdruck "Ich komme in Frieden".
Nun, genützt hat es wenig.
Sehr viel nützlicher hingegen sind Zitate; ob bei der Integration weiss ich nicht, aber mir fiel grad keine bessere Überleitung ein und so kommen wir schnörkellos zur Volksseuche Zitate.
Da mir aber jetzt die Putzfrau mit dem Staubsauger zwischen den Füssen rumfuhrwerkt, möchte ich meine dahingehenden Gedanken so zusammenfassen:
Wenn ich etwas Schlaues lesen will, schreib ich es mir selbst.
Und obwohl der Herr Tuchoslky sich durchaus meiner Wertschätzung erfreuen dürfte, hätte er nicht versehentlich die Dosis seiner Babiturate falsch berechnet, kann ich nicht umhin zu behaupten, dass mir meine eigenen Elaborate wesentlich lieber sind als noch so grosse Worte noch so grosser Männlein, Weiblein und Dichter.
Und daher, lieber Fragender, der du die geheiligten Hallen meines Email-Accounts betreten hast, wirst du hier vergeblich nach Zitaten und deren neumodischen Ablegern, den Links, suchen, zu denen ich mich auch schonmal dezidiert geäussert habe. Allerdings müsste ich da ja jetzt einen Link setzen und das widerspräche meiner eigenen, soeben vertretenen Auffassung. Blöd gelaufen für dich. Irgendwie.

Samstag, 22. Oktober 2011

Ehrlich gärt am längsten

Es ist ja so ein Kreuz mit der Piefigkeit, die mich neuerdings immer wieder heimtückisch überfällt. Jedoch kann ich denjenigen, die sich daran stören versichern, dass ich mir durch eine überaus geschickte Finanzmarktmanipulation ein Sparschwein der örtlichen Sparkasse für lau erschlichen habe, welches bei jedem  -und sei er noch so winzig- Anfall mit 20€ Scheinen gefüttert wird.
Der Wert der Porzellan-Sau - samt Inhalt natürlich- dürfte den eurer Automobile schon nach etwa nur 3 Tagen  bei weitem übersteigen.
Es sind die Zeiten, die schlimmen, die mir Sorgenfalten in die Hipophyse gravieren.
Europa geht den Bach runter, der Euro sowieso, in der Wüste werden Leute umgelegt, die ich lieber vor einem ordentlichen Gericht sähe und einer der beiden letztwöchentlich lädierten Finger ist tatsächlich gebrochen. Das wiederum würde mich nicht weiter beunruhigen, aber leider befindet er sich an der rechten Hand, sodass ich mir keine Schiene schnitzen konnte und ein Arztbesuch notwendig wurde. Leider habe ich ja kein FB-Account, folglich musste die überaus reizende Sprechstundenhilfe Schuhgrösse, sexuelle Vorlieben und den Geburtsnamen meiner Urgrossmutter väterlicherseits anhand der Versichertenkarte feststellen, was dauern kann; da muss man schonmal etwas Geduld zeigen. Die Zeit vertrieb ich mir mit dem Studium diverslicher Presseerzeugnisse.
Hätt ich nicht machen sollen.
Zwar weiss ich nun, welche Aktrice mit wem pennt, wenn sie grad nicht aktriert, aber -und das ist die alarmierende Nachricht- ich wurde zunächst eher unbewusst, später gezielt suchend, eines Phänomens gewahr, nämlich der offensichtlichen Verbrüderung der Parteien und Gruppierungen der verschiedensten, sonst eher auf Abgrenzung bedachten politischen Strömungen.
Rechts und links befleissigen sich des selben Tones, wenn es um die just anstehenden Probleme geht, prügeln unisono auf  USA, NATO, Banken, Global Player und was da sonst noch kreucht und fleucht ein und haben plötzlich im vormals durch-, jetzt eher abgeknallten lybischen Staatschef  einen Märtyrer im Kampf gegen den Imperialismus gesucht und gefunden. Philosophen jeglicher Couleur schiessen wie Hallimarsche aus dem feuchten Herbstboden und mahnen den Bürger der westlichen Hemisphäre, doch gefälligst Zelt und Campingkocher zur EZB oder ersatzweise anderen kriminellen Instituten zu wuppen und dort verbleiben, bis die Probleme dort durch heftigstes Aussitzen und Skandieren demokratiefreundlicher Parolen, die selbstverständlich nur so klingen, in Wirklichkeit aber die ganze Verlogenheit der Initiatoren reflektieren, sich in Luft auflösen.
Warum  nur kommt mir da sofort der Begriff  "Marionetten" in den Sinn? Warum muss ich an Pinocchio denken? Warum wächst dem Holzwichtel der Zinken und nicht dem  Puppenspieler?
Und warum können nicht alle so sein wie ich, der immer, wenn er von einer schönen jungen Frau nach seinem Beruf gefragt wird,  wahrheitsgemäss "Pilot. Kampfjet!" antwortet?

Samstag, 8. Oktober 2011

Ein guter Mensch, wer Schlechtes dabei denkt

Eine der wohl schillerndsten und erfolgreichsten Unternehmer aller Zeiten ist tot. Man kann die Produkte von Apple lieben oder hassen, in Steve Jobs einen Guru oder Scharlatan sehen, seine Marketingstrategie verteufeln oder anbeten - unterm Strich bleibt, dass grad ein Mensch  nach langem Leiden mit nur 56 Jahren gestorben ist, der sicher, wie wir alle, nicht frei von Makel war, aber deshalb ganz sicher nicht jene nun überall auftauchenden Hasstiraden verdient.
Die Produkte seien scheisse, er habe in China unter unmenschlichsten Bedingungen fertigen lassen, einen Kult um sich und die Marke aufgebaut, sind noch die harmlosesten Äusserungen.
Wie gut, dass ich mich ja eh grad über sogenannte Politik-Blogs bei wordpress auslasse, bin ich doch dort fündig geworden auf der Suche nach jenen  Subjekten, die sich Moral auf die Fahne schreiben, hinterm Rücken jedoch den Wimpel der Verlogenheit heftigst schwenken.
Diesmal ist´s, wie könnte es auch anders sein, ein Linker. Erst wird im Artikel angeprangert, was die Tastatur hergibt, später in den Kommentaren dann erwähnt, selber die apfelgeschmückten Produkte zu verwenden, womit ja wohl zugegeben wird, den oben genannten und verurteilten Vorgehensweisen Vorschub geleistet zu haben.
Wie gut, dass das Internet nie vergisst, denn nach kurzer Recherche hab ich schon herausgefunden, dass der Blogbetreiber zwar in seiner Selbstbeschreibung über unabhängigen Bürgerjournalismus schwadroniert, der es nicht erlaube, Werbung auf  seinem Blog zu schalten, andererseits aber auf mehreren Plattformen und Blogs als Gastautor tippselt, die vor Reklame schier bersten.
Tja, mien Jung, wenn du den ersten Stein wirfst, solltest du dich eventuell vorher vergewissern, ob es nicht doch vielleicht ein Bumerang ist.
Könnte es sein, dass unsere Gesellschaft eher an solch selbstgerechten und doppelmoralischen Subjekten krankt denn an den paar (relativ gesehen)  Hanseln, die uns übern Tisch ziehen wollen?

Öffentlich verlink ich das nicht, wenn Interesse besteht oder ihr meiner Deutungsgabe misstraut, kann der Link per Mail oder Kommi erfragt werden.

Verweisen möcht ich allerdings auf jenen Post hier: http://spoonsandskies.wordpress.com/2011/10/07/trauer-vs-moralapostelei/ , wo sich auch ´ne hübsche diesbezügliche Aussage findet.

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Lesen bildet

Die Erde ist hohl.
Jawoll.
Geahnt hab ich´s ja schon immer, war allerdings davon ausgegangen, dass es sich lediglich um einen nicht unerheblichen Teil ihrer Bevölkerung  dabei handelt - aber nein, nix da, gar nix drin, leere Hülle quasi und obendrein leben auch noch Menschen im Erdinneren. Jaaaaaa-ha, das hätte man jetzt so gar nicht vermutet, aber bei wordpress, unserem progressiven Blog-Hoster, wird man mal wieder eines Besseren belehrt. (Dummerweise find ich das jetzt grad nicht wieder, hätt´s sonst glatt verlinkt, echt gezz).
Nord- und Südpol und damit einhergehender Magnetismus entfallen übrigens auch ersatzlos. Wer also noch einen Kompass daheim hat, sollte versuchen, den möglichst schnell an irgendeinen Dusseligen zu verticken, weil wegen is ja nich und so.
Na gut, da habt ihr den Link http://siriusnetwork.wordpress.com/2011/09/28/die-erde-ist-hohl-videos/ .

Jeder Depp kann jeden Scheiss publizieren - was sollte mich also davon abhalten, ähnlich zu verfahren und mir mal meine Lieblinge, die sogenannten Politik-Blogs, vornehmen?
Was sind eigentlich Politik-Blogs und wieso habe ich keinen? Ist Politik nicht, was uns alle angeht? Geh ich nicht immer alle an? Meistens bösartig?
Wie bösartig ist es denn bitteschön, dem gemeinen Volk Dummheit zu unterstellen (was ich auch tue, so isses ja  nich, ne)?
Das gesamte politische Spektrum, von infra-rot bis kackbraun, tummelt sich auf Blogs und Webseiten und verkauft die Menschheit für blöde. Jeder dort weiss definitiv, warum alles so ist, wie es sich darstellt, was getan werden muss, um´s zu ändern und warum er damit kein Bein an die Erde kriegt - die Menschen sind es nämlich, die nicht rallen, worum´s geht, wie es richtig ginge  und wieso man das exklusiv und in Farbe nur bei ihrem Blog erfahren könne.
Nun, den werten Herrschaften sei geholfen, kann ich doch von mir behaupten, keiner Seite zugerechnet zu werden.
Der Mensch ist unwissend, weil die Zusammenhänge viel zu komplex sind, als dass sie sich jedem Einzelnen in all ihrer Klarheit erschliessen könnten. Der Eine hat nicht die nötige Auffassungsgabe, der Andere schlichtweg keine Lust, sich mit dem Weltgeschehen, was er seiner Meinung nach eh nicht beeinflussen kann , eingehender zu befassen. Es wird auf die da oben vertraut, obwohl Geschichte und Gegenwart wie riesige Warnschilder vor unserer Nase hängen. Irgendwer wird´s schon richten und wir hoffen, dabei nicht all zu schlecht weg zu kommen.
Viel schlimmer als genannter Menschenschlag sind jedoch die, die trotz eigener  weltanschauungsbedingter Verblendung dahergehen und den anderen weismachen wollen, sie hätten den Stein der Weisen gefunden, kleingehackt und könnten ihn nun in homöophatischen Dosen der Bevölkerung verhökern.
Jeder, der schon mal  ´nen Döner gegessen hat, erklärt sich zum Islamspezialisten und wer andere Anlageformen als das Sparbuch kennt, mutiert zum Finanzexperten.
Graustufen entfallen gänzlich, wir sehen nur schwarz und weiss, bunt oder gestreift oder gar kariert, nämlich meistens  klein-,  sind immer nur die Anderen. Sie geben sich gemässigt, sind aber im Kern, egal an welchem Ende der politischen Skala man sich befindet, radikal, denn nur damit kann man sich und seine Meinung verkaufen, sei´s, um tatsächliche wirtschaftkliche Ziele zu verfolgen, z.B. durch den Vertrieb des propagierten Magazins, oder die reine Selbstdarstellung und Profilierung, sprich die Eitelkeit befriedigt werden soll.
Mir wird ganz mulmig ums Herzelein ob solch geballter Unwissenheit, die sich hinter mehr oder weniger gelungenen Worthülsen verbirgt und den Lesenden verwirrter denn zuvor zurücklässt, denn für ihn stellt sich  nunmehr nicht mehr allein die Frage, ob Bild oder FAZ, sondern dazu noch Blog a, b, c, d...etcpp.
Meinungsvielfalt, wie so oft verkündet?
Oder doch  nur Weiterführung des Klassen- und Ideologienkampfs mit anderen Mitteln?
Blog statt Flugblatt.
Gute Nacht, Deutschland und der Rest der Welt.

(Wer sich übrigens fragt, warum ich den Dünnpfiff da oben voran gestellt habe - auf den ersten Blick könnte man denken, es handle sich um harmlose Spinner, liest man sich aber mal ein bisschen dort ein, stellt man sehr schnell fest, dass   deutlich rechtsradikal agitiert wird.)

Mittwoch, 28. September 2011

Ein Quantum Toast

Man kann, sofern man gute Nerven hat, sehr gut neben Andrea im Auto sitzen. Als Beifahrer, wohlgemerkt. Unterlässt man Sachen wie "Ich muss mal", "Wann sind wir endlich da?" oder das allseits beliebte "Ich habe Durst wahlweise Hunger", ist es ein wahrhaftiger Genuss, ihr beim Führen eines Fahrzeugs zuzuschauen; leise Gebete vor sich hinmurmelnd rauscht man durch die frühmorgendliche Gegend und gelegentlich entwickelt sich sogar so etwas wie Konversation.
Andrea: "Wenn ich mir demnächst mal wieder ´nen Typen aufreisse, fragst du ihn bitte nicht, was er denn mal werden möchte, also nachdem er den Hauptschulabschluss nachgemacht hat, ok?"
Ich: "Hmpf."
Stille.
Noch mehr Stille.
Nervenzerfetzende Stille.
Ich: "Wann sind wir endlich da?"
Andrea: "Bald!"
60 Kilometer später.
Ich: "Ich muss mal!"
Durst hatte ich auch, Andrea Hunger, also steuerten wir eine Raststätte an, wo ich erst alten Kaffee ent- und mir sodann neuen besorgte, der geschmacklich irgendwo zwischen  Eigenmarke von Penny und Hühnerbrühe ohne Huhn lag. Andrea machte  damit ihr geröstetes Weissbrot lutschbar, bevor sie mir plötzlich, quasi überfallartig mangelnde Intoleranz im Umgang mit meinem Umfeld attestierte, wobei anfänglich offen bleiben sollte, wen genau sie damit meinte. Sehr schnell wurde jedoch deutlich, dass es wieder mal um Blogs bzw. deren Verfasser und Kommentatoren gehen sollte. Papst, Religionen, UFO´s, Bilderberger, Illuminaten, Truther - all das sei ja nun schon von mir gebasht worden, bliebe die Frage, wer als nächstes und wenn ja, warum dran käme. Den ganzen Scheiss, wie sie sich auszudrücken pflegte, könne man doch getrost in die Tonne kloppen, doch da musste ich scharf widersprechen und ihr meine Sicht der Dinge bildlich-blümerant darlegen.
Wie sie  sicherlich wisse, leitete ich meine Ausführungen ein, sei ich ja Schalke-Fan. Nicht selten käme es demnach vor, dass ich königsblau gewandet vor dem Fernseher sässe und meinem Lieblingsverein bei der Verrichtung seiner sportlichen Aktivitäten zusähe. Nun hätte ich aber so rein gar nichts dagegen, wenn jemand, zwar aus mir unerfindlichen Gründen, aber wie dem auch sei, beispielsweise in grün gekleidet ebensolches bei den Werder-Spielen täte.
Soweit verständlich?
Nicken.
Okay, jetzt solle sie sich doch bitteschön einen, sagen wir mal, waschechten  Rosenheimer vorstellen, der in der Unterwäsche seiner Frau vor der Glotze hocke und die Spieler von Schachtjor Donezk anfeuere und mir vorwerfe, mein Verhalten sei nicht normal.
"Ahhh, verstehe", nuschelte sie mir zu, "das kannst du nicht tolerieren, hmmmm, interessanter Denkansatz."
"Nicht nur, dass ich das nicht toleriere...ICH kann, so wie ich bin, ins Stadion gehen...noch´n Toast?"

Freitag, 16. September 2011

Holy Shit

Nun, da mir von erlauchter Seite  -Kritiker dürfen fortan ihre diesbezüglichen Kommentare direkt an den Dienstagshasser senden- Absolution in Sachen Intoleranz erteilt wurde, wende ich mich, obwohl ja eigentlich immer noch auf  angekündigte Beweise in Sachen False Flag / 9/11 wartend, der Kirche/den Kirchen/Religionen zu. Nicht die eine will ich über die andere erheben, nein, das findet man bei unserem Lieblingshoster zuhauf, sondern allen nur denkbaren Strömungen eins mit dem grossen Weihrauchschwenker verpassen.
Oft genug wird ja gefragt, woher denn Glaube/Religiosität/Irrglaube/FC Bayern-Fantum eigentlich käme.
Das soll meine Frage nicht sein, weiss ich doch, wie mir oft ein wenig kritelnd bescheinigt wird, auch hierauf, wie auf so vieles, was eigentlich niemanden interessiert, die Antwort:  Die Unwissenheit ist´s.
Spiritualität gleich welcher Coleur findet sich in jeder Kultur - egal, ob Götzen, Naturgötter oder eben ein einzelner Gott verehrt oder angebetet werden, letztendlich sind sie nur dazu da, unerklärbare Vorkommnisse oder Gegebenheiten in die Schuhe geschoben zu bekommen.
Schaue ich aus meinem Fenster, sehe ich einige ziemlich hohe Berge, was mir Gelegenheit gibt, diese meine kühne Behauptung ein wenig zu veranschaulichen. In jeder "Naturreligion", deren Anhänger sich aus Bergvölkern rekrutieren, wird ihm, dem Berg nämlich, mystische Bedeutung  und mindestens ein Gott mit dortigem Hauptwohnsitz zugemessen, was nicht weiter verwundert ob der Bedrohung, die von ihm ausgeht. Geröll- und Schneelawinen, Eiseskälte, plötzliche, schier unerklärliche Wetterumstürze, unbekannte, im Tal niemals zu sehende Raubtiere- all das und wahrscheinlich noch viel mehr führten zur Entstehung von bösen Dämonen, guten Geistern und dem Yeti, wahlweise auch Bigfoot in Nordamerika.
Man versuchte die Götter mit Essen, Schätzen oder gerne auch mal der ein oder anderen Jungfrau zu besänftigen.
Denen begegnet man übrigens immer wieder, fängt man erstmal an, sich mit Religionen zu beschäftigen. Sei´s die ihrem Jupp Hörner aufsetzende Maria oder jene, die auf den muslimischen Märtyrer im Paradies gleich in Kompaniestärke wartenden - Jungfern, soweit das theistisch geweitete Auge auch blickt.
Hmm, wie komme ich jetzt -schönes Bild übrigens- von den Jungfrauen wieder runter?
Ok, ich weiss schon - kann man getrost feststellen, dass der Mensch sehr gerne mal den Lauf der Dinge zu seinen Gunsten beeinflussen will, ihm aber in den meisten Fällen das Vermögen dazu fehlt, erfindet er sich Wesen, denen er zutraut, diese Fähigkeiten zu besitzen. D`accord?
Weil er aber im Lauf der Evolution auch ein wenig Gehirn-Jogging betrieb, konnte er sich immer mehr erklären und sah recht bald  diverse Götter als überflüssig an, was ihn zum Monotheismus trieb, der zeit- und opfersparenden Variante.
Damit sich zu den draussen in schwarzen Chrysler Voyager auf mich wartenden Herren mit schwarzen Sonnenbrillen nicht auch noch krummsäbeltragende gesellen, beschränke ich mich jetzt ein wenig auf die bei uns doch recht verbreitete Version, das Christentum nämlich.
Bis zur Geburt eines späteren Musical-Stars hatten sich nur wenige, insgesamt gesehen recht uncoole Glaubensgemeinschaften gebildet, die allesamt dem Verlangen nach Erklärung der Welt und seiner Bewohner nicht so recht nachkommen konnten oder wollten. Das sollte sich schlagartig ändern, erkannten doch  die bis dahin keinen Verleger findenden Märchenerzähler die Brisanz und Dynamik der Story eines bei 40 Grad durch die Wüste eiernden Kerls, der sich überdies zum Pazifismus bekannte und Wasser in beeindruckender Weise modifizieren konnte.

Jetzt mahnt mich aber ein Blick auf die Uhr, demnächst mein Bettchen anzusteuern. Überflüssig zu erwähnen, dass ich niemanden  bitten werde, im Schlaf über mich zu wachen (dafür habe ich eine Alarmanlage) und beim Frühstück, das ich Ungläubiger erst mittags einzunehmen pflege, danke ich niemandem, es auf meinen Tisch gebracht zu haben. Na okay, Andrea vielleicht, aber die hat  nichts wirklich Göttliches an sich.

Weiter geht´s demnächst, da ja noch der semigeniale Brückenschlag zu den bloggenden Vertretern jedweder Glaubens- und Unglaubensrichtung fehlt.
Daran soll´s nicht mangeln.

Samstag, 10. September 2011

Centrale Inkontinenz Agentur

Wie wir ja alle wissen, wird das gemeine UFO mit den getragenen Socken von Al Bundy angetrieben, der aber , das konnte man ja schliesslich gute 2 Jahrzehnte mitverfolgen, nur alle 3 Wochen seine Fusskleider wechselt. Daraus ergibt sich ein eklatanter Treibstoffmangel, sodass es gar nicht so viele ausserirdische Fluggeräte geben kann, wie durchs Netz geistern.
Nicht ohne Stolz kann ich hier und jetzt verkünden: Es ist mir gelungen, so ein Paar bei Ebay zu ersteigern, wir können unsere kleine Reise also fortführen.
Und während ihr es euch bequem macht, erzähl ich euch eine putzige Geschichte, die Geschichte von Fritze F. aus Wuppertal. Weil der Papst, trotz vorheriger Ankündigung, doch keine Boutique mit der Tochter von Lottogewinner Erwin Lindemann in der bergischen Metropole aufmachte, wurd´s Fritze F.  im fortgeschrittenen Alter von immerhin 24 arg fad und er beschloss, sein durch jahrelanges intensives Studium der Geheimdienste anhand von James-Bond-Filmen erworbenes Fachwissen in einem Blog der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen. Auslöser war, neben bereits angesprochener Langeweile, der 11.09.2001, wie er später freimütig in einem mit sich selbst geführten und für die Nachwelt akribisch aufgezeichneten Interview zugeben wird.
Neben seinem dreistündigen Architekturstudium, las er sich bei Wikidingens ein immenses Fachwissen in Statik, Sprengstofftechnik und Zionismus an. Dann stand für ihn fest: Die Centrale Inkontinenz Agentur, die sich erst kürzlich so umbenannt hatte, weil sie sich ob der gegen sie gerichteten Vorwürfe  ständig bepisste und lässig  ihren tatsächlichen dunklen Machenschaften nachging, hatte das World Trade Center in die Luft gejagt, damit der Herr Bush Nacktscanner an Flughäfen einrichten konnte, deren Bilder live ins Oval Office übertragen werden sollten. Oder in ein Land am Arsch der Welt einzureiten, um OBL zu jagen, der sich trotz Millionen-Offerte von Gillette weigerte, seinen Zottelbart abzunehmen. Oder er einfach grad Bock drauf hatte.
Das Pentagon  legten sie vorsichtshalber auch noch halbwegs in Schutt und Asche.

Fritze F. hält seine Version  übrigens für überaus intelligent und dem  immer wieder zitierten Mainstream für sowas von voraus, das glaubt man  gar nicht...


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In stillem Gedenken  an die über 3000 Opfer.
Ich wünsche ihren Angehörigen alle Kraft dieser Welt und derartigen "Autoren" wie Fritze F. ein wenig mehr Hirn. Vielleicht kann man sich das ja als App irgendwo runterladen.

Donnerstag, 8. September 2011

LUCY IN THE SKY WITH DIAMONDS

Ich halte, ums mal gleich vorneweg zu sagen und den Raum für diesbezügliche Spekulationen einzuengen, ca. 90 %, Tendenz steigend, der Menschheit für zu blöd, ein Loch in den Schnee zu pissen. Sollte mir jemals der Sinn nach einer Parteigründung mit nachfolgendem Wahlkampf in der Fussgängerzone stehen, werde ich wohl auf das lästige und zeitraubende Erstellen eines Wahlprogramms völlig verzichten und mich stattdessen darauf konzentrieren, die buntesten Luftballons zu verteilen - die 5-Prozent-Hürde werde ich locker-flockig überspringen wie dereinst Ed Moses die der Tartanbahnen dieser Welt.
Viele der an dieser eigentlich doch recht simplen Aufgabe - wir befinden uns gedanklich wieder beim Loch-in-den Schnee-pissen - ständig Scheiternden findet man im Impressum  von Zeitungen, Zeitschriften und seit einigen Jahren nun auch in Blogs. Der Rest befindet sich davor.
Man räumt ja in unseren Breiten der freien Meinungsäusserung  Zugeständnisse ein, wie sie anderswo kaum denkbar wären. Bayern fällt mir da spontan ein. Statt dieses hohe Gut angemessen zu verteidigen und sauber verfasste, gegebenenfalls einwandfrei recherchierte Posts in die Niederungen dieser unserer Welt abzulaichen, wird auf einem Niveau dahergeritten, das Boulevard-Journalismus in die Sphären Literatur- und Pulitzerpreis verdächtiger Exponate  vordringen lässt.
Ich möchte, um das mal ein bisschen zu verdeutlichen, euch auf eine kleine Blogreise mitnehmen, wobei die Destinationen, oh, ich Schelm, ich gewiefter, unbenannt sein werden, oder, ums anders auszudrücken:
No Link for this Bullshit!
Wie es sich für einen sorgfältig geplanten Ausflug geziemt, legen wir , also ich, ihr seid ja nur Trittbrettfahrer, zunächst das Fortbewegungsmittel fest: Ich hatte da an ein UFO gedacht. Drauf gekommen bin ich, als ich für unseren kleinen Trip einige Vorbesichtigungen der Lokalitäten vorgenommen habe. Habe ich Trottel bislang Unsummen für Taxi und öffentlichen Personennahverkehr ausgegeben oder mir auf meinem Mopfel  ´nen nassen Arsch geholt, zeigt uns das Web 2.0, wie Mann oder Frau von Welt sich heutzutage angemessen fortbewegt. Glaubt man den sich dort tummelnden und hobbyjournalistisch betätigenden Verkehrsplanern, sind sie nämlich mitten unter uns, die Raumfahrzeugführer aus fernen Galaxien. Leider habe ich auf dem Blog keine Möglichkeit gefunden, mir ´ne Zehnerkarte für den Grossraum Milchstrasse zu bestellen. Sicher nur ein Versehen des Betreibers. Aber Bücher kann man  immerhin ordern, wo Testmitfahrer über ihre Erfahrungen mit Service- und Bordpersonal berichten. Ich glaub allerdings, die schummeln da ein wenig, denn so ein toller Planet kann das nicht sein, wo die herkommen, hat man doch erst kürzlich ausgerechnet, dass es ca. 8 Milliarden Jahre dauern würde, um von dort hierher zu gelangen. Ich mein, ´ne 8 Milliarden Jahre alte Stewardess - da kann ich ja gleich mit der Lufthansa fliegen.

Wo nie und überhaupt gar niemals nicht geschummelt wird, sind, wir nähern uns der 2. Station, Verschwörungstheorien. Wie Pilze aus den Drogenlabors verarmter lebensunfähiger Biostudenten schiessen sie aus dem Boden und gedeihen virtuell im Web fröhlich vor sich hin, bevor sie von Dumpfbacken, die einen Champignon nicht von einem Atompilz unterscheiden können, verspeist und fortan als Verdauungsprodukt munter in der Natur und deren Bewohnern verteilt werden.
Ob JFK, Marylin Monroe, Kurt Cobain, 9/11, Chemtrails oder die Dorfbürgermeisterwahl in Büdelsdorf - Schuld haben die Juden. Hatten wa schomma, die Nummer, ist nicht so besonders gut ausgegangen für alle Beteiligten.
In satanistischen Zirkeln, die allesamt von den Rothschilds iniziiert und geleitet werden, hocken sie beisammen und denken sich aus, wie sie der Menschheit schaden und ihrem Vermögenszuwachs  nützen können.
Ja, das sind die wirklich Bösen, während wir, die Guten, unter ihnen zu leiden haben und wenn das auch durch nichts belegt werden kann, so verbreiten wir unsere Kunde trotzdem und unseren Kritikern werfen wir einfach vor, total un- oder gar falschinformiert zu sein, weil ja in keiner Fernseh- oder Zeitungsredaktion, die was auf sich hält, der Satan fehlen darf und seine Message aussendet.
Schaut man jedoch mal hinter die Kulissen, wer uns da eigentlich so vehement etwas einreden will, wogegen Grimm´s Märchen wahrlich Tatsachenberichte zu sein scheinen, erkennt man die wahre Absicht: Die guten, ehrenwerten Goldförderer und -händler sind´s, die mit Panikmache den grossen Reibach  erzielen wollen.
Weiss zufällig jemand, wie Gold gefördert wird? Wieviel Gewinnspanne zwischen  Goldgräber und Goldhändler liegen?

Aber weil mir vom UFO-Fliegen immer so schlecht wird, machen wir jetzt ein bisschen Pause.
Seien auch Sie demnächst wieder dabei, wenn es heisst : Unheimliche Begegnung der 2.0ten Art.

Sonntag, 17. Oktober 2010

Da ist die wisenschaftliche Erklärung (mahaha, das heisst Wiesn, du Depp)


Reicht das?
Es gibt übrigens  -falls sich doch der ein oder andere Streber hierher verirrt haben sollte-  diverse Hemisphären-Modelle, aber ich denke, das da oben ist das bekannteste und wohl auch nicht ganz falsch; die restlichen unterteilen  nur noch genauer.

Freitag, 15. Oktober 2010

Watt für Denker

Nachdem hier offenbar Langeweile herrscht, daher Nebenkriegsschauplätze eröffnet wurden und ich ferner feststellen musste, dass ihr mit einfachem Klicken auf einen anderen Blog nicht ausgelastet seid  (und mir darüberhinaus schon wieder unlautere Absichten unterstellt wurden, tsss), gebe ich euch noch ´ne kleine Denksportaufgabe mit in die Heia.
Also: Wie wir ja alle wissen oder spätestens jetzt erfahren, verstärkt oder schwächt Musik Emotionen ab, ja sogar vom auslösenden Moment ist bisweilen die Rede. Musik folgt aber mathematischen Gesetzen.
(Soweit verständlich?)
Warum frage ich mich -aber da ich viel zu faul zum Denken bin lieber euch- löst dann eine mathematische Gleichung oder Formel keine Gefühle aus?

( Mathematikprofessoren oder ähnliche Streber, die wir früher immer ins Tor gestellt haben, um dann aus  einem Meter volle Kanne abzuziehen, sind von der Teilnahme leider ausgeschlossen)

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Provozieren für Fortgeschrittene

So, nachdem wir letztens festgestellt haben, dass wir kleinere Manipulationen gar nicht als solche empfinden (heureka!), örtliche Zugehörigkeiten einzelner Personen geklärt sind und wir konstatieren können, dass ViaE ein Schwein ist, will ich eurer vagen dahingehenden Vermutung den substanziellen Nährboden nachliefern.


Ich nutze die Provokation gezielt als Mittel, um mir ein Bild über Personen zu machen.
Ganz wichtig dabei ist (Solln wa mitschreiben? Ja, verdammt!), die zu provozierende Person erstmal einzulullen und dann blitzartig seinen miesen Charakter aus dem Hüftholster zu holen (anschliessendes Schiessen nicht vergessen).
Das ist ganz einfach: Man nehme einen möglichen Kandidaten für eine Führungsposition im eigenen oder einem übertragenen Unternehmen und lade jenen zu einem Gespräch ein. Unser Kandidat freut sich erstens ´n zweites Loch in den Arsch und zweitens eiert er sofort los -falls noch nicht vorher geschehen-, um sich über mögliche Fragestellungen und deren Antwortmöglichleiten, Eignungs- und Einstellungstests, sowie deren Lösungsansätze zu informieren. Gibt´s ja alles.
Da wir aber nicht so blöde sind, zu tun, was alle tun, unterhalten wir uns ganz locker und entspannt mit unserem Kandidaten. Hin und wieder werfen wir ´nen kurzen Blick auf die vorliegenden Dokumente wie Lebenslauf oder Zeugnisse (die wir jedoch genüsslich ignorieren, weil sie weniger Aussagekraft über einen Menschen haben  als das Tageshoroskop).
Wir lassen die ganze Litanei seiner einstudierten Antworten über uns ergehen, checken beiläufig, inwiefern Körperhaltung und -sprache mit seinem Gesülze übereinstimmen, dann, als es uns entweder zu bunt wird oder wir genug gehört haben, um zu einer Entscheidung zu gelangen, schauen wir kurz mal auf seinen Lebenslauf und konfrontieren ihn mit seiner dortigen Aussage, gut auf Menschen zugehen zu können.
Ein gedehntes "najaaaaaa" oder zackiges "jawohl" wird uns zuteil und wir -wir erinnern uns... einlullen...mieser Charakter...Hüftholster...schiessen-  fragen einfach mal staubtrocken und ohne eine Miene zu verziehen, ob denn die Menschen nicht erschreckt zurückweichen.


Ich habe übrigens den genommen, der: "Hm, nicht mehr als ich jetzt vor Ihnen." geantwortet hat.

Und welchen Nutzen habe ich davon?
Ihr Auftritt, Herr oder Frau LeserIn!

Dienstag, 12. Oktober 2010

Jetzt mal ganz ernsthaft *giggel*

Keiner braucht hier Angst haben, seine Antwort könnte falsch sein und ich nähme ihn deshalb auf die Schippe. Auf die Schippe nehm ich euch sowieso, unabhängig von Sinnhaftigkeit oder gar Wahrheitsgehalt eurer Kommentare - einfach nur, weil´s mir Spass macht.
Dies ist -und wird es nie sein- ein  hundertprozentig ernstzunehmendes Blog, ich will euch keine Weisheiten verkaufen und kein Abo andrehn, aber (Achtung, jetzt kommt´s)  man erkennt doch an der Vielfältigkeit der Antworten - nicht nur bei der Frage im vorigen Post, sondern auch bei allen vorher- die Verschiedenheit der Menschen und ihrer Denkweisen und dass alles mit allem zusammenhängt, wie ich euch im Laufe der nächsten Jahrzehnte auf diesem, meinem schönen Blog nachweisen werde (Achja...und dass  der Herr M. aus OWL ein verkappter Clown ist).
Es gibt immer verschiedene Denkansätze und wenn sie für einen selbst in sich logisch sind...wieso nicht?
Selbstverständlich habe ich als Verfasser einen Wissensvorsprung (also in diesem Fall jetzt), weil ich meine Denkweise zu Grunde lege und wenn ihr nicht drauf kommt, lach ich euch nicht aus - oder zumindest nur ein bisschen.

Ich wollte auf eine gewisse Fragestellung hinaus, nämlich inwiefern unser soziales Umfeld und unsere Erziehung Führungsfähigleiten fördern (oder auch verkümmern lassen) können.
Der Dalai Lama ist (für mich jedenfalls) ein Kind wie so ziemlich jedes andere in Tibet auch, da ich nicht an den Wiedergeburtenschmonzes glaube. Was wäre aus ihm geworden, wenn er weiter von seinen Eltern er- und aufgezogen worden wäre?
So, um die Verwirrung noch perfekt zu machen: Gibt es geborene "Führer"?
Bin mir auch bewusst, dass der Vergleich bzw. das Beispiel Dalai Lama humpelt, aber welcher Vergleich tut das nicht?
Ob er letztendlich nur eine Marionette oder ein Sprecher ist, lass ich mal dahin gestellt sein.
Beim Papst bin ich mir da schon sicherer, jedenfalls beim jetzigen - beim Polen haben sich die Jungs ja wohl selber ins Knie geschossen

Freitag, 1. Oktober 2010

Intelligenz und Dummheit (2)

Bevor noch Antworten wie  "der Eisverkäufer, weil er seine Eisdiele direkt neben dem Handy-Shop aufgemacht hat", zum vorherigen Post eintrudeln, werde ich mal meine unbeliebte Meinung  kund tun.


Es gibt keine (und ich wiederhole: KEINE, auch nicht MENSA-Test o.Ä.) eindeutigen Parameter zur Feststellung, was dumm oder intelligent ist. Das liegt an der ziemlich einseitigen Definition der Wissenschaft und der Ausrichtung auf logische Schlussfolgerungen, die bei näherer Betrachtung nicht stand hält, denn ein Mathematik-Prof., der locker in der Lage ist, eine Formel mit mehreren Unbekannten innerhalb kürzester Zeit aufzulösen, jedoch am einfachen Aufsetzen eines Beitels im richtigen Winkel scheitert, würde von mir bestenfalls ein "befriedigend" in der Gesamtnote bekommen. Ihm fehlen da einfach Erfahrungswerte...Wissen oder Bildung könnte man auch substituiv hier einfügen.
In unserem kleinen Beispiel heisst das: beide sind gleich intelligent, weil sie das Problem gelöst haben, jeder auf seine Art und Weise. Am schlauesten wäre es sicher gewesen, dem Bengel 10 Euro (bitte jetzt keine Diskussionen über die Angemessenheit der Besoldung) in die Hand zu drücken, damit er einem zeigt, wie´s funktioniert. Das widerum setzte voraus, dass A und B in der Lage sein müssten, das eben Gelernte zu begreifen und im Bedarfsfall zu memorieren.


Folglich gibt es auch keine eindeutig falschen oder richtigen Antworten (wenn ich hier Fragen stelle, wird es btw selten darum gehen), was ich jedoch eindeutig sagen kann, ist: Es werden (fast) immer die B´s Manager.
Und da liegt die Krux.
Dieser Mensch wird dich oder auch mich oder irgendwen nie motivieren können, mich mit dem, was ich zu tun habe, auseinander zu setzen.
Bei mir würde immer A den Job kriegen.
*Heiligenschein wiener*