Gelüstet es eine Band nach Aufmerksamkeit, Prestige und schlappen 1,2 Millionen -Rentner, Babies und diverse andere Randgruppen eingerechnet- Fans, die denken, sie könnten mit der Streifenkarte ins Konzert gelangen, dann nennt man sich nach einer U-Bahnhaltestelle.
Das funktioniert allerdings nur in München. Jedenfalls kenne ich keine Schlager-Combo, die sich Mümmelmannsberg, Jungfernstieg oder Kellinghusenstrasse nennt, was aber letztendlich auch völlig egal ist, weil´s nichts zum Fortlauf des heutigen Beitrags beiträgt.
Die obigen, sich und ihre Lala darbietenden Herren wurden von uns licht- und beschallungstechnisch ausstaffiert, dereinst in den späten 90ern des vorangegangenen Jahrhunderts. Zu dem Zeitpunkt waren sie schon so einige Jährchen jenseits ihres Zenits, genau wie ihre Fans, und weil sich das so gut traf, trafen sich beide Gruppen auf einer Benefiz-, Geburtstags- oder Weissnichmehr-Party.
Verwelkender Ruhm meets ebensolche Körper.
Ein lauer Spätsommerabend, 19 Grad so in etwa, Schafswollplaids und Inkontinenzmittel machten die Runde, da kam uns die ansich glänzende Idee, in sexuelle Interaktion mit den Catering-Mädels zu treten, was nicht nur dem besseren Miteinander, sondern auch hygienisch besserer Verpflegung förderlich sein sollte.
Pille, Apothekerssohn aus gutem Hause, war aus nachvollziehbarem Grund unser Sicherheitsbeauftragter und Beschaffer allerlei bewusstseinseliminierender Tinkturen und Pülverchen, ausserdem Brillenträger und da es noch kein Mobbing gab, schickten wir ihn einfach so an den Bühnenrand, um bemerkenswerte Zwischenfälle zu bemerken und deren Folgen möglichst einzudämmen.
Plötzlich ertönte, wir befanden uns noch in der geschlechtlichen Erkundungsphase, ein lauter Hilferuf.
Also Büx wieder an, zum Podest geeilt und den Hintergrund erfragt.
Der bestand im Wesentlichen darin, dass die dünne Stimme des Sängers allenthalben die erste Reihe erreichte, was jedoch bestenfalls sekundär an der Technik lag.
So regelte ich erfolglos an Reglern, drehte an Knöpfen, verkabelte neu und beruhigte die aufgebrachte Seniorenmasse, bis nach etwa 20 Minuten heftigster Regen einsetzte, der zum Abbruch des Konzerts und einhergehender Abreise der Essensmannschaft führte.
An jenem Abend ging ich sehr unbefriedigt ins Bett, die alten Menschen auch. Aber nicht in meins.
Tut´s aber nicht. Weil Ihre Produkte, Dienstleistungen und Gesichtsfarbe scheisse sind und ich mich schon anderweitig prostituiere.
Stattdessen wird hier jetzt mal kräftigst Eigenpromotion betrieben und auf die Zugehörigkeit zur wachsenden Gemeinde der Twitterer hingewiesen.
Wer das geneigte Auge ein wenig nach rechts bewegt, wird spontan auf die aktuellen Tweets von @Pubkamerad aufmerksam gemacht, dessen Unnutz und Einfallslosigkeit nunmehr auch in maximal 140 Zeichen dargeboten wird. Damit ihr nix verpasst, solltet ihr mir folgen, oder wie der Trendforscher, der an meiner bisherigen Verweigerungshaltung zu verzweifeln drohte, sagen würde: followen.
Und dann müsst ihr responden, retweeten, faven, was die Tasta hergibt, denn nur so werde ich berühmt und reich, was die geringe Chance beinhaltet, dass ich eines Tages auf eine einsame Insel ohne Internet verschwinde und ihr eure Ruhe habt.
Unter den ersten 10 Followern, von denen sich 2 schon ins mentale Verderben gestürzt haben, verlose ich ein Massage-Wochenende, heisst: Ihr dürft mich ein ganzes Wochenende lang massieren.
Genächtigt wird in einer unserer äusserst geräumigen Wäschekammern, intern auch "Boris-Becker-Suiten" genannt.
Seid dabei, wenn der erste Schnee fällt, den ihr dann von Parkplatz, Dach und meinem Mantelkragen entfernen dürft.
Wer jetzt noch zögert, ist selbst schuld und verdient es gar nicht, am Leben eines so überaus reizenden Menschen wie mir teilhaben zu dürfen und wird fortan mit Nichtbeachtung und Durchfall bestraft, und zwar nicht unter 3 Tagen.
Wer noch etwas gegen diese dauerhafte Verbindung hervorzubringen hat, der stehe bitte auf und spreche jetzt.
Oder schweige für immer.
Ich bin ja nicht nur blutjung, wunderschön und hyperintelligent, sondern auch sehr oft einfach verwundert, über wie wenig Geschmack urlaubende Menschen verfügen.
Mir ist kurzfristig der Musiker ausgefallen und dank der Agentur, die "Topp Kwaliteht zum Billich-Prais" anbot, ist es gelungen, innerhalb von nur 2 Stunden Ersatz aufzubieten, dessen Repertoire von Dean Martin bis Jürgen Drews reichen sollte und der wahrscheinlich in der Zeit, die sein Auftritt dauerte, auch locker so 20-30 Euro auf dem Innsbrucker Strassenstrich hätte verdienen können.
Baskenmütze, weisser Anzug und Cowboy-Boots, dazu stimmliche Variation wie Kermit. Warum gehen solche Leute nicht zu Bohlen?
Nun, dem Publikum gefiel´s anscheinend: Da wurde heftigst mitgegröhlt, sofern es der Refrain zuliess und zu spanischen Eiern geschwoft, was das mittelalte Raucherbein hergab. Weitestgehend nüchtern.
Meine Vermutung ist, dass der Programmierer unseres Reservierungsprogramms da irgendwelche Mindcontrol-Segmente verwendet hat, die dem Gast jeglichen guten Geschmack bei der Eingabe seiner persönlichen Daten entziehen. Oder beim Check-In.
Werd das mal im Auge behalten.
Genau wie den sich alleinunterhaltenden Musikmenschen, der talentfrei, aber tapfer die toten Hosen coverte. Oder wie er sagte: Die tottän Chosän.
Man darf, was ich sehr erstaunlich finde und dringendst auf Konformität mit dem Grundgesetz überprüft werden sollte, Menschen nicht rausschmeissen, weil sie unter Realitätsverlust leiden, wobei an unseren Barkeeper gedacht sei, der allen Ernstes 3:0 für Österreich getippt hatte.
So scheisse können die Deutschen, obwohl sie redlich bemüht waren, mich Lügen zu strafen, gar nicht spielen.
Mein 17:6 wurde leider auch nicht erreicht.
Meine allzeit aufmerksame Mutter, der ihr diesen Eintrag zu verdanken habt, weshalb ihr sie lobpreisen solltet, antwortete auf meine Frage, wie weit die Bemühungen um Ehrenbürgerschaft in meiner Geburtsstadt gediehen seien, für ihre Verhältnisse recht schwammig mit "weiss nich, aber ´ne Strasse hammse schon nach dir benannt" und sandte fogendes Beweisfoto =========>
Eigentlich ging es ihr aber bei unserem Telefonat um den kapitalen Bock, den ich ihrer Meinung nach mit dem Foto im letzten Post geschossen hätte. Es könne ja, so Mutti, jemand auf die Idee gekommen sein, es handele sich um ein Originalbild von mir.
Ums hier mal ganz deutlich zu sagen: Das bin nicht ich. Ich habe nicht so hässliche helle Handinnenflächen.
Nachdem das nun hoffentlich ein für alle mal geklärt ist und ich schwerst überlege, ob man einfürallemal getrennt oder zusammen schreibt, wenden wir uns viel wichtigeren Dingen zu, als da wäre Austria`s Next Topmopped, das, wie von einem übereifrigen Dorfsheriff moniert wurde, ein wenig zu schnell sei, weshalb er mir einen Strafzettel ausstellen müsse. So ein Quatsch, als ob es dadurch langsamer würde, gab ich noch zu bedenken, doch da fing er schon an, die technischen Feinheiten meiner Höllenmaschine auf Vorschriftsmässigkeit zu überprüfen, was mir eine Order einbrachte, nach der sie innerhalb von 7 Werktagen auf die Werkseinstellungen zurückzubauen sei. 49,7 satte ccm brächten nunmal keine 85 km/h Höchstgeschwindigkeit zustande und wenn doch, bräuchte ich ein grosses Nummernschild samt adäquatem Führerschein. Der ist mir ja aber eben genau deshalb, nämlich überhöhter Geschwindigkeit, verlustig gegangen. Welch Ironie des Schicksals.