Donnerstag, 21. Juni 2012

Das aktuelle EM-Tippgewinnspieldingensbummens


Portugal - Tchechien
Viertelfinale

Wer das korrekte Ergebnis vorhersagt, darf mir beim Entwurf eines Textes behilflich sein und wird dann auf dem entsprechenden Plakat klarnamentlich erwähnt. Vielleicht sogar lobend.


Es geht, grob gesagt, um ein Hinweisschild; und zwar habe ich gestern ein Trampolin für den Garten erworben und wie  alles braucht auch das Regeln.
Ausgedrückt werden soll in möglichst neutralen Worten, dass Frauen zwischen 18 und 28 Jahren die
Benutzung nur während meiner Pause und ohne BH gestattet ist.
Freu mich schon auf die Zusammenarbeit.
Tipps bitte in die Kommentare.
Danke.
Auch für euer Verständnis.

Mittwoch, 20. Juni 2012

Me and Norman Bates

Hab ich eigentlich schonmal erwähnt, dass es mal eine, wenn auch zugegebenermassen recht kurze Zeit von etwa einer halben Stunde gab, in der ich den festen Vorsatz fasste, Psychologe zu werden?
Ich war 4 Jahre alt; bis dato war mein eigentlicher Berufswunsch Scharfrichter, mein Vater überzeugte mich jedoch davon, dass es da gewisse Schwierigkeiten mit dem Grundgesetz gäbe und Scharfrichter grad nicht so en vogue seien.
Also Psychologe - fasziniert von dem Gedanken, wie dauerhaft lebensunfähige Menschen den temporär lebensunfähigen hilfreich zur Seite stehen und dafür auch noch die fette Patte absahnen, versuchte ich erstmal, meine beiden geringfügig älteren Brüder zu therapieren. Dem grossen wollte ich die doch recht lästige Flugangst nehmen, indem ich ihn von einer ca. 4m hohen Schlackeaufhäufung (Jau, ich komm aussem Pott) stiess, der mittlere schien mir im Bereich Hundephobie behandlungsbedürftig.
Der Bruch wurde sauber geschient und der Biss mit 17 Stichen professionell genäht.
Danach beschloss ich, Hotelier zu werden. Ehrlich.
Als Hotelier hat man nämlich, so man denn im Ausland die Hoteliererei betreibt, ausgesprochen gute Chancen, den Integrationsbambi zu bekommen, was ja seit jeher eins meiner erklärten Ziele ist und von jenem, dem Ziel nämlich, befinde ich mich bestenfalls noch einen Steinwurf entfernt.
Österreich wird -Achtung, aufgemerkt, es folgt geopolitisches Basiswissen- bisweilen, um nicht zu sagen 2mal jährlich, von den Magyaren heimgesucht, die in der Regel auf der Suche nach einer möglichst sinnfreien, wenngleich gut dotierten Stellung sind, die in ihrem angrenzenden Heimatland fast vollständig ausgerottet sind.
Davon habe ich ja aber nun mehr als genug und so benutzte ich den gestrigen Tag, grad aus Wien zurückgekehrt, noch schwer vom Jetlag gezeichnet, um adäquates Personal einzustellen, was mir in geradezu vorzüglicher Art und Weise gelang: Jeder, der auf die Frage nach dem kommenden Europameister richtig antwortete, bekam einen grosszügig dotierten Vertrag, eine schöne, saubere Kemenate und 200€ Vorschuss, womit die Portokasse geplündert wäre und keine unvorhergesehenen Ereignisse mehr eintreten dürfen.

So, jetzt setz ich noch schnell die Dankesrede für die Bambi-Verleihung auf, faxe den Leuten von Burda, wo sie das Viech hinschicken und ja ausreichend frankieren sollen und dann mach ich mich an die Ausarbeitung des für Freitag vorgesehenen Vortrags. Obwohl - eignetlich bin ich ja nicht so der Freund von vorgestanzten und runtergeleierten Wortparaden - ich denke, angemessen wird sein, da es ja um alternatives Denken bei der Geschäftsführung gehen soll, wenn ich mich einfach bei meinen Labels hier aus dem Blog bediene und dann frei von der malträtierten Leber weg improvisiere.

Was haltet ihr von:

alle doof
Armageddon
Betrug
Dummheit
Fragen über Fragen
Revolution
scheisse?

Montag, 18. Juni 2012

Volles Stadion und nix los

Mario Barth, kennta, ne?
Mario Barth ist für die Comedy der Neuzeit das, was Modern Talking in den 80ern für die Pop-Musik war.
Ein Gag (Lied) wird bis zum Erbrechen mit leichten Variationen immer wieder rausgebracht, so füllt man Hallen und sogar Stadien.
Aber um Mario Barth geht´s heute gar nicht. Auch nicht um Modern Talking.
Es geht, wie könnte es anders sein, um Fussball im weitesten Sinne, sprich über den gestrigen Auftritt der Dänen.
"Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten", sprachen Morten und seine Olsen-Bande und wie dereinst beim Herrn mit dem schnuckligen Spitzbart und der glasklaren, sich fast nie überschlagenden Stimme hat man gesehen, wohin´s führt.
Blamabel für einen (Gott sei Dank bisherigen) Endrundenteilnehmer, leider bleibt uns dafür das hoffnungslos überzahlte portugiesische Unterhosenmodell noch ein wenig erhalten.
Kann man nix machen...d.h. wir haben ja unseren Teil des Ausschlussverfahrens erledigt, aber wie fast immer wählten die Holländer die Totalverweigerung.
Dabei habe ich immer gedacht, die seien auf Gras unschlagbar...
01.07.12, Kiew, Finale: Deutschland-Spanien.
Jede Wette.

Sonntag, 17. Juni 2012

Brennendes Herz

Gestern wurde ich, wollt´s nur mal kurz erzählen, unfreiwilliger Teilnehmer eines offenbar heidnischen Ritus`.

Wo Feuer, da ist auch Zivilisation, hab ich ja früher, als mir noch Strebertum nachgesagt wurde, gelernt und so begab ich mich auf den nächstliegenden Berg, wo Fackeln an die Trottel ausgegeben wurden, die nicht wie ich mit der Seilbahn gekommen waren, sondern ihre Liebe zum alpinen Dauerlauf mit mittelmeerquallengrossen Blasen an den Füssen bezahlten.
Eine Stafette von etwa 300 Menschen zog sodann, bestens ausgeleuchtet, noch weiter in Richtung Gipfel, was mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit vom Tal aus wahnsinnig toll aussah. Oder aus einem vorbeifliegenden Flugzeug.
Aus der Nähe wirkte es einfach nur öde und da sich mir der Sinn auch nicht so recht erschliessen wollte, befragte ich einen der Läufer, wozu denn das diene und ob er keine vernünftigen Hobbies hätte.
Stumm, aus trostlosen Augen stierend, deutete er auf ein Herzilein, ebenfalls aus Flammen gebildet.
Bevor ihm die Tränen kommen konnten, lief ich weg, im Hinterkopf schon die Tags für Google.
Man darf Ureinwohner ja nicht bei spirituell-rituellen oder wie auch immer gearteten Tätigkeiten stören.
Am besten stört man sie überhaupt gar nicht. Niemals.
Wieder im Hotel, fand sich jede Menge Interessantes im Internet. Zwar war nichts zu den Läufern, den Fackeln oder dem Herz dabei, aber immerhin erfuhr ich auf diese Weise, dass demnächst ein Triathlon stattfinden soll. Da werde ich mal mitmachen.
Früher, als ich mir die Haare noch nicht mit dem Waschlappen kämmen konnte, habe ich des öfteren an solchen Freizeitvergnügungen teilgenommen, mit insgesamt gesehen durchaus ansprechendem Erfolg.
Aber an der Spitze wird´s ja immer enger und als ich irgendwann die 10 Minuten Zigarettenpause zwischen den Disziplinen nicht mehr aufholen konnte, hab ich´s dann ganz sein gelassen.
Bringt ja eh nix, ausser ´nem mächtigen Kohldampf.

Später sah ich mir noch ein wenig hellenischen Prekariats-Fussball an, studierte unseren wahrscheinlichen Gegner im Viertelfinale. Keine Gefahr, da darf Kroos spielen.

Bevor ich mich in mein Büro begab, meinte noch ein Gast (Schweizer, sag ich nur, als ob die Ahnung davon hätten), sein Wein schmecke nach Korken.
Kann gar nicht sein, Tetra-Paks haben gar keine Korken.

Samstag, 16. Juni 2012

Zäpfchen sind was für´n Arsch

Gleiches gilt -und zwar uneingeschränkt- auch für den sogenannten, von gewissen Stellen propagierten Nationalstolz, der immer wieder gerne hergenommen wird, um einem Menschen, der in der Regel realtiv wenig Anteil an den beachtenswerten Resultaten "seines" Landes hat, eine Identität zu verpassen, die ihm normalerweise mindestens zwei Nummern zu gross sein dürfte.

Oder hast du Christoph Waltz Schauspielunterricht gegeben, damit er seinen zweifellos verdienten Oscar gewinnen konnte?

Bist du der Ingenieur, der bei Mercedes, VW, Audi oder Porsche die scheinbar besten Autos der Welt konstruiert?

Hast du Henry Maske trainiert?

Sind die -in diesem Fall schränk ich´s mal auf die für die Optik zuständigen ein- Gene der Frau Klum, Heidi, deiner DNA entsprungen?

Kannst du die besten Industrieanlagen oder Werkzeuge bauen?

Soll ich dir was sagen? Das alles -und noch viel mehr- hast oder kannst du nicht und allein die Geburt in einem bestimmten, im Laufe der Jahrtausende mehrmals relativ willkürlich und durch Gewalt festgelegten Gebiet  gibt dir keinesfalls das Recht darauf, stolz ein Deutscher zu sein.
Oder Engländer.
Oder Franzose.
Meinetwegen auch Ami.
Oder Angolaner.

Grad jetzt, wo wieder die Besten ihrer Zunft um den Titel des Europameisters spielen, solltest du dich etwas zurückhalten.
Sich freuen, wenn das eigene Team gewinnt, ja, das darf man, und wie.
Letztendlich sollte aber niemand vergessen, dass es sich lediglich um eine Elite, in diesem Fall um die kickende nämlich, handelt und wenn du nicht grad der Herr Badstuber senior oder seines Junior´s Jugendtrainer bist, solltest du dir so etwas wie Stolz auf dessen Leistung verkneifen.
Für den Spieler ist es eine Auszeichnung, eine Anerkennung seiner Leistung, in den Kreis der Besten seines Landes berufen zu werden und wenn du etwas Ähnliches erreichen kannst, dann darfst auch du stolz auf dich sein.
Auf dich, nicht auf dein Land, denn das kann so rein gar nichts dafür, dass du so ein guter Spieler bist, bestenfalls kannst du noch froh sein, kein Indonesier zu sein, denn dann stündest du wohl ziemlich allein da mit deiner Kunst.

Jeder, der Grosses vollbringt, sei es nun im Sport, in der Wissenschaft, der Kunst oder auch Wirtschaft (auch da gibt es echte Koryphäen, man glaubt es kaum), darf und sollte sogar stolz auf das Erbrachte sein. Seine Eltern, Lehrer, Professoren, Ausbilder, Trainer und sonstwie eng Verknüpfte, die auf die eine oder andere Art zu dessen Erfolg beigetragen haben, dürfen diesen Stolz teilen.
Der Rest sollte einfach nur jubeln.


Und wenn mir hier im schönen, mit Sicherheit schönerem als der Lüneburger Heide, Tirol Deutsche  entgegenkommen, nationale Parolen gröhlend, müssen die sich nicht wundern, wenn sie von mir mal eins in die durch doch recht steif gehobene Grusshand freiliegenden Rippen bekommen.
Genau wie die Italiener auch.
Und die Russen.
Polen.
Tchechen.

Mehr Nationen habe ich hier noch nicht entdeckt. Montag in Wien vielleicht.

Schöne Ereignisse werden leider immer wieder durch derlei Vollbratzen gestört und verleiden mir oft genug den Spass.
Und sicher nicht nur mir.

Wenn "wir" am 1. Juli Europameister werden -und das werden wir- , werde ich schreien, glucksen, singen und die Arme (beide) in die Höhe reissen, mit dem wundervollen Gefühl zu wissen, dass, wäre ich 20 Jahre jünger und hätte damals nicht meinem Gegenspieler eine gelangt und den Schiri mit Sand beworfen, mein bewundernswertes Talent mich straight in die Nationalelf geführt hätte .
Und dann wär ich stolz wie Oscar, der kleine Freund von Christoph.

So geniesse ich es einfach nur.


Freitag, 15. Juni 2012

Ramos a la playa, o_oho_hoho

Und Piqué gleich mit. Gestern twittert der, er würd sich irgend so ´nen Müll auf dem Iphone seines Vaters angucken. Hab ich ihn gefragt, ob er kein eigenes hat, die arme Sau.
Grad vorhin nöhlt er rum, dass er nicht schlafen kann, sag ich ihm, er soll´s doch mal mit heisser Milch versuchen.
Ja glaubste denn, der antwortet, geschweige denn bedankt sich mal?
Seht ihr, das ist das Problem: Die Jugend von heute hat einfach kein Benehmen, keinen Anstand mehr.
Der Junge hat doch alles - jede Menge Kohle, Shakira und demnächst viel Zeit, wenn sie im Viertelfinale rausfliegen, wo richtige Gegner warten und nicht solche Tanzschulpartner wie die Iren gestern.

Immerhin -und das gibt mir die Gelegenheit, euch mal zu verklickern, wieso Sozialismus nicht funktionieren kann- hab ich gestern beim firmeninternen EM-Tip fett abgesahnt.
Mir als Erzkapitalisten wurde es nur unter der Auflage erlaubt, daran teilzunehmen, wenn ich bei jedem Spiel 50 Ocken abdrück, der Rest der geldgierigen Bande aber jeweils nur einsfuffzich.
Wo, bitteschön, ist denn da die Gerechtigkeit? Ich müsste, nur um meinen Einsatz wieder reinzuholen, alle 4 Spiele ´nen alleinigen Volltreffer landen, will heissen: beide Tagesspiele korrekt tippen, während jeder andere...na, das könnt ihr euch ja selbst ausrechnen.

Um  Marx, Engels, Castro und Chavez auszutricksen, braucht´s also einfach nur Wissen.
Das haben die wohl nicht bedacht. Ein IQ über Zimmertemperatur, gelegentlich mal ein Buch oder ´ne Zeitschrift lesen, die Lage vorurteilsfrei analysieren - scho isse hin, die Ideologie und unsereins hat morgens  die Wahl entweder im kühlen Nass des eigenen Swimming-Pools oder aber im Geldspeicher zu baden.

Da muss, schätze ich mal, ein wenig nachgebessert werden, wobei ich allerdings stark vermute, dass dem kommunistisch-sozialistischen Lager zwar nicht die Köpfe dafür fehlen, deren Inhalt jedoch kaum ausreicht, Deutschland-Ruanda auch nur einigermassen treffend vorherzusagen.

Ups, eigentlich wollte ich ja heute die rechten Spackos rundmachen, die glauben, eine Nationalmannschaft sei ´ne Ersatzarmee und man in Polen und der Ukraine schon ziemlich lange keinen Lebensraum mehr gewonnen hätte.
Macht nix, die nehm ich mir dann halt morgen vor.

Donnerstag, 14. Juni 2012

Wenn das Wörtchen wenn nicht wär...

Wenn der Ronaldo so weitermacht, ist er nächstes Jahr auf der Einkaufsliste von Michael Preetz.
Wenn Gomez so weitermacht, sind wir bald Europameister.
Wenn Kahn so weitermacht, werden dem ZDF die Gebühren entzogen.
Wenn ich morgen mal ein Ergebnis richtig tippe, ziehe ich auf der Wettliste endlich mit unserer semichinesischen Kinderbetreuerin gleich.
Wenn Spanien es sich nicht endgültig mit mir versauen will, sollte es  4:0 gewinnen.
Wenn das passiert, brüllt Trapattoni dann in der Pressekonferenz: "What allowe St.Leeeeedger...have played like bottle empty...I have ready?" ?
Wenn das da oben mit dem doppelten Fragezeichen nicht regelkonform sein sollte, behaltet´s bitte für euch oder postet´s auf Google+ ; bleibt sich gleich.

Wenn Luisa nächste Woche kommt, soll sie mir ein Stück spanische Erde mitbringen, solange es die noch gibt.
Wenn sie Geburtstag hat, wird sie 26.
Wenn wir zu Ende gefeiert haben, lade ich sie ein, an unserer Gruppe teilzunehmen - wir, alle über 25, setzen uns im Kreis auf und werfen uns einen Plastikball zu.
Wenn der Zivi nicht aufpasst, tausche ich die Baby-Kekse der Teilnehmer gegen Mandelkrokant aus.

Wenn ich jetzt nicht so müde wäre, würde ich noch mehr so toller Sätze schreiben.
Wenn die wieder keiner kommentieren würde, wäre ich muksch.
Wenn die Plinsen   vom Hotelverband hier  ´n bischen mehr in der Birne hätten, hätten (keine Angst, Sie stottern nicht) die mich nicht als Vortragenden eingeladen.
Wenn die mich hier ausweisen, geh ich nach Venezuela, und zwar zu Fuss.

Wenn einer mitkommen will, bitte rechtzeitig anmelden.
Wenn euch das zu viele wenns waren, schreibt euch doch selber was.