Dienstag, 25. Januar 2011

Kein Kommentar

Da mich anscheinend, ich entnehm´s mal der wahren Kommentarflut auf den letzten Post, von euch auch keiner haben will, schwenken wir den Focus mal wieder mehr in Richtung Motivation und dergleichen.
Gar schwierig wird´s, will man jemanden motivieren, der ständig Absagen auf seine Bewerbungen bekommt, wie es seit längerem  bei einem guten Bekannten von mir geschieht. Neben Durchhalteparolen, leichten Modifizierungen an den Unterlagen und allgemeiner Aufmunterung habe ich da auch nicht viel mehr parat.
Guuuuut, is´nich´wahr - natürlich hab ich noch was in petto gehabt, nämlich habe ich mich daselbst in diverse Jobbörsen (international, national und auch regional) eingeschrieben und Bewerbungen verschickt, beispielsweise auf Rezeptionisten- und Nachtportierjobs. Dabei wurde lediglich die letzte Tätigkeit (als "Direktor" von 5 Hotels, falls es der ein oder andere nicht weiss) verschwiegen, alles andere - Ausbildungen, Studium, Arbeitsleben etc.pp.- wurde wahrheitsgemäss dargestellt.
Die Ausbeute: auf 27 Bewerbungen erhielt ich 24 Absagen, 3 Betriebe meldeten sich gar nicht erst.
Wäre ich auf einen Job angewiesen, sähe ich wohl den Punkt gekommen, wo´s an der Zeit ist, daheim im Keller explosive Gemische in Stahlrohre zu zwängen...
Dabei wollte ich meinem Kumpel doch nur klarmachen, dass auch mit erfüllterer Vita als seiner Absagen nicht ungewöhnlich sind...und hätte die schlechten Zeiten und  Unvernunft Personalverantwortlicher als Gründe angegeben. Oder den Wasserstand des Yangtse Kiang bei Vollmond.

Nundenn, ihr seht mich erschüttert ob des Resultats, gleichwohl bestärkt in meiner These der Bevorzugung von Persönlichkeit bei der Auswahl von Kandidaten.

Unfassbar, wie gut es den Hotels gehen muss, wenn sie es sich leisten können , jemanden, der 8 Sprachen spricht, die meisten gängigen Hotelprogramme kennt, gute 6 Jahre Erfahrung in Gastronomie und Hostelerie hat (und noch so diverse Sachen mehr, die eigentlich zumindest eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch nach sich ziehen müssten), rundweg abzulehnen .
Gleichzeitig liest man das grosse Gejammer, dass es doch gar so schwierig sei, geeignetes Personal zu finden, grade und vor allem in der Tourismusbranche.

Kuddl, es tut mir leid, das war so nicht gedacht - lern spanisch und ich sehe, was ich für dich tun kann...

Kommentare:

Sqwirrel hat gesagt…

Jobsuche stinkt. >_>

Ich hasse das Arbeitgebervolk ja inzwischen, echt.
Entweder kannste zu wenig - oder zuviel.
Entweder zu jung (keine Erfahrung) oder ganz schnöde zu alt.

Irgendwie isses nie recht. >_>

Und: nix gegen Dich, aber mir tuts gerade ein bisschen gut, dass selbst jemand wie Du Absagen erhält. Echt. Was hat mich diese Bewerbungsshice damals gefrustet und noch mehr runtergerissen.
Insbes. diese eine Gespräch: Firma perfekt, standort der Firma perfekt, Gespräch supertoll, ich hatte aus den Gesprächen davor gelernt; ich war SO sicher, den Job zu kriegen. - Und dann kam ne Absage. 2 Tage vor meinem Geburtstag. .___.

/mimimi-Modus off

Danke jedenfalls für die Aktion. Doch, ernsthaft. :)

Verdummt in alle Ewigkeit hat gesagt…

Die "Aktion" ist ja nu leider ein bisschen nach hinten losgegangen...
Gerechnet hatte ich mit einer Quote von vielleicht 50% Einladungen zu Gesprächen, denn, man sollte das nicht vergessen, als Deutscher tut man sich nicht leicht im Ausland, grad hier in Österreich.
Heutzutage werden ja viele Bewerbungen, die über Email reinkommen, gar nicht gelesen, was vorwiegend an der Masse liegen sollte. Kein Mensch setzt sich hin und liest ein paar hundert oder gar tausend Emails, da wird nach dem Zufallsprinzip oder Eingang eine gewisse Anzahl herausgepickt...und ferdich.
Musste ich mich damals bewerben, hab ich das eh anders gemacht (nämlich lustige Schreiben verschickt) und damit eine ziemlich gute Quote erzielt. Strahlt in der Betreffzeile "Alter Sack sucht neuen Job", wird das gelesen, sure. Im Gespräch musst du dann natürlich authentisch sein.
Das Ganze ist ein sehr unappetitliches Thema, da spielen so viele Faktoren mit rein, dass ich da demnächst nochmal einen Text raus zimmer.

Sqwirrel hat gesagt…

Na, aber ich glaube, bei manchen Unternehmen wirste mit "lustig" genauso auf die Fresse fallen. Bei der Firma meines Kerls würdeste damit z.B. keinen Blumentopf gewinnen. Kommt halt immer drauf an.

Der einzige lustige Schrieb, den ich jemals als Bewerbung schrieb, an den erinnerste Dich vielleicht noch?
Der war zwar total erfolgreich (war ja auch Informatiker, an den das ging; Informatiker sind idR total humorig), nur leider das "Unternehmen" Schrott. .___.

Arbeitssuche suckt unglaublich und ich hoffe ernsthaft, damit nur mehr bedingt zu tun zu haben bzw. als fertiger Lehrer dann einfach bessere Chancen zu haben als es heutzutage üblich ist. >_>

Verdummt in alle Ewigkeit hat gesagt…

Kommt halt immer drauf an...jedenfalls ist die Quote wesentlich besser, als wennde "normale" Bewerbungen verschickst.
Bei der "Deutschen Bank" wirste kaum Erfolge damit erzielen können...oder auch vielen grossen, schon fast behördenähnlichen Firmen, das ist klar.
An deinen Reinfall erinnere ich mich noch...hauehaueha.

Sqwirrel hat gesagt…

Ja, hauehaueha triffts.

Ich könnt den Typen heut noch erwürgen. Das wäre SO ein verdammt geiler Job geworden. *schnief* 30 Stunden, angemessenes Gehalt, gleich umme Ecke, und genau meine Kragenweite.
Hach. *Kopf aufstütz und sinnier*

Az hat gesagt…

@Kommentarflut: Sowas von ungeduldig, tzes, so eine Asylantragsbearbeitung braucht nunmal Zeit. *vorwurfsvoll auf Papierstapel deut* Aber ok, Zeit ist etwas das man mit fortgeschrittenem Alter.. nee, das wollte ich ja gar nicht schreiben weil gemein, äh.. vielleicht: Geduld ist eine Tugend? Auch nicht besser, ne.. Egal, Antrag für Deutschland bewilligt, aber ob wir besser bzw. humorvoller als die Ösis sind, wage ich mal stark zu bezweifeln, hrhr.
Dafür reden wir hier nicht so grauenhaft, so.

Und ohne Vitamin B läuft bewerbungstechnisch meist nicht viel, leider. Sqwirrel, Du musst Lehrer werden und Deutschland retten, NUR deshalb hat das mit dem verdammt geilen Job nicht geklappt. *rüttel* Das ist doch der Sch3ißmasterplan! ;)

Verdummt in alle Ewigkeit hat gesagt…

Hm, eigentlich wollte ich ja nicht nach Deutschland, hatte insgeheim gehofft, der Leser aus Französisch-Polynesien könnte was für mich tun...naja, man kann nicht alles haben.
Vitamin B ist ganz wichtig...hinundwieder schau ich mir auch Leute an, die mir von Bekannten empfohlen werden - allerdings nützt denen das gar nix, wenn sie nicht meinen Vorstellungen entsprechen, aber das da viel gemauschelt wird, ist unbestreitbar.
Der Witz an der ganzen Geschichte ist ja, dass ich nichtmal zur Vorstellung eingeladen wurde...obwohl ich die Voraussetzungen für die Jobs erfüllt, wenn nicht gar bei weitem übertroffen hätte.
Das ist traurig und mag für die, die nicht so gut ausgebildet sind, sehr frustrierend sein.
(Ausser, es werden Idioten gesucht...iwo am Arsch der Welt, in unregelmässigen Wechselschichten etc.pp., da werden ganz gerne mal "Loser" gesucht, weil ein vernünftiger Mensch so einen Job gar nicht erst annehmen würde)
It´s a shame...

Sqwirrel hat gesagt…

Nee, V. Für die Idiotenjobs werden gerne Studenten eingestellt. :roll eyes:
Natürlich mindestens 20h die Woche, dabei zeitlich flexibel, und ansonsten natürlich trotzdem mit den gleichen Kenntnissen wie eine voll ausgebildete Fachkraft.

Hach ja, ich kotze immer richtig ab, wenn ich die Ausschreibungen für Studentenjobs sehe. Was da verlangt wird.
(Ab davon, dass ich mich manchmal frage, ob den Jobausschreibern klar ist, dass Studenten irgendwo irgendwann, so ganz nebenher, auch noch studieren müssen/wollen/wieauchimmer und sich die Termine der Seminare NICHT nach den "flexiblen Arbeitszeiten" der Studenten richten...)

Echt, in die "Arbeitgeberszene" möchte ich manchmal einfach nur Bomben schmeißen.

Verdummt in alle Ewigkeit hat gesagt…

Hey, ich bin auch einer...ich verwehre mich gegen Verallgemeinerungen und Bombenwürfe.
Dafür hab ich da oben watt geschrieben, nett wie ich bin (=

kralle hat gesagt…

"....obwohl ich die Voraussetzungen für die Jobs erfüllt, wenn nicht gar bei weitem übertroffen hätte...."

Mhmmm... Du hast selbst da vielleicht nicht an die weiteren Konsequenzen gedacht. Aber vielleicht liegt selbst in diesem Fall in deiner "Überquli" das Problem.

Oder kannst du trotz deiner PC und sprachlichen "Wandelkenntnissen" auch garantieren, dass du nicht mit der Frau des Arbeitgebers ein Verhältniss dir aufhalst und desen Geliebte vielleicht schwanger wird? Also sorry. Aber das bezog sich jetzt einmal auf "deine" ironische Seite, denn wie du bemerken durftest, kann eine "Überdämmlichkeit" an Fachwissen auch Probleme mit sich bringen. ;-) Und ich dachte echt im Ernst, du seist auf spanische Invasion in der Touristenbranche in Österreich aus. Sprich du suchst "günstige" Absteigehotels. ;-)

Da kannste Mal sehen, wie schwer es gerade die "Hirtenvölker" aus den Weiten der asiatischen Walachai in Bezug auf Asylanträge haben. A in der EU und B in Deutschland erst Recht. Die durchlaufen ja auch erst entsprechende "Sprachschulen" und Auffanglager, ehe sie beim Alfredo einkaufen gehen dürfen. Denkst du dir wird es einfacher gemacht, nur weil du das schweizer Angebot ausgeschlagen hast? Wobei mich die geographische Argumentation deiner Beweisführung was A.H. und Mozart betrifft, schon interessiert hätte. :)

So. Mache mich wieder vom Acker. Da ich, was den hiesigen Arbeitsmarkt betrifft eh das Handtuch geworfen habe, sehe ich nur noch eine Chance..... eine Wertsteigerung der heimischen Scholle, in Form einer Komplettrenovation. ;-) Habe also nur noch ein "paar" Zimmerchen zu gestalten.

In diesem Sinne

rolf



PS: Ach ja. Das mit den 100 €..... wieso suchst du dann Arbeit? ;-) Aber diesmal muss ich dich enttäuschen, du auf selbigen ausbleibenden Betrag verzichten. ;-)

Verdummt in alle Ewigkeit hat gesagt…

A.H., geboren in Braunau am Inn, damals (und heute auch) Österreich;
Mozart, geboren in Salzburg, damals freies Erzbistum und dem römisch-deutschen Reich zugehörig.
Noch Fragen, Kienzle?